Stadt Nauen
Der Bürgermeister
Rathausplatz 1
14641 Nauen

http://www.nauen.de

Nauen

160pxAbb. 1 Wappen von Nauen
Basisdaten
Bundesland Brandenburg
Höhe 35 m
Fläche 268.11 km2
PLZ 14641
Vorwahl 03321, 033230 (Börnicke, Tietzow), 033237 (Ribbeck), 033239 (Groß Behnitz, Schwanebeck, Wachow)
Kfz HVL
Website www.nauen.de
Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD)

Nauen ist eine Stadt im Landkreis Havelland des Landes Brandenburg. Mit ihren über 16.000 Einwohnern handelt es sich um eine Kleinstadt, wobei sie bezüglich ihrer Gesamtfläche von über 266 km² seit dem Jahr 2003 eine der flächengrößten Gemeinden Deutschlands bildet. Im frühen 20. Jahrhundert war sie Standort bedeutender Pionierarbeit in der Funktechnik, was ihr den Beinamen „Funkstadt“ eintrug. Nauen ist Sitz des Amtsgerichts Nauen, das unter anderem Zentrales Vollstreckungsgericht für das Land Brandenburg ist. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

Geographie

Lage und Ausdehnung

Die Stadt Nauen bildet den westlichen Teil des Osthavellandes im Landkreises Havelland (siehe Karte in der Infobox zur „Lage der Stadt im Landkreis Havelland”). Die Kernstadt Nauen liegt 27 km nordwestlich der Landeshauptstadt Potsdam und 41 km westnordwestlich der Bundeshauptstadt Berlin; die Entfernung zum Berliner Stadtrand (Bahnhof Albrechtshof) beträgt 18 km. Das Gesamtgebiet der Stadt zählt zu den flächengrößten in Deutschland. Landschaftlich liegt Nauen zwischen dem ausgedehnten Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer und überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen im Süden und Südwesten.

Geologie

Die Landschaften Nauens sind eiszeitlich gebildet. In geologischer Hinsicht liegt die Stadt am nördlichen Rand der nach ihr benannten Nauener Platte, einer bis zu 15 Meter dicken und weitgehend geschlossenen Grundmoränenbildung der Saaleeiszeit und der letzten Eiszeit, die zum Teil von flachwelligen Endmoränenbildungen überlagert ist. Im Südwesten des Stadtgebietes liegen die in der Beetzseerinne gebildeten Seen Groß Behnitzer See, Klein Behnitzer See und Riewendsee. Diese glaziale Rinne beginnt zwischen den Ortsteilen Ribbeck und Berge und zieht sich mit mehreren Seenbecken nach Südosten bis Brandenburg an der Havel.

Stadtgliederung

Die Stadt Nauen besteht aus der Kernstadt Nauen und 14 räumlich außerhalb der Kernstadt liegenden Ortsteilen, von denen sieben noch zusätzliche Wohnplätze aufweisen. Die zur Stadt Nauen gehörenden Ortsteile samt ihren Wohnplätzen sind in alphabetischer Reihenfolge:

Ortsteile zugehörige Wohnplätze
Berge
Bergerdamm Bergerdamm-Lager, Hanffabrik, Hertefeld
Börnicke Ebereschenhof
Groß Behnitz Quermathen
Kienberg Teufelshof
Klein Behnitz
Lietzow Utershorst
Markee Markau, Neugarten, Neuhof, Röthehof
Neukammer
Ribbeck
Schwanebeck
Tietzow
Wachow Gohlitz, Niebede
Waldsiedlung

Nachbargemeinden

Übersicht:

Umwelt- und Naturschutz

Umweltprobleme

Im Südwesten des Stadtgebietes Nauens liegen der Groß Behnitzer See und der Klein Behnitzer See. Seit Anlage eines Abflussgrabens, des Klinkgrabens zum Riewendsee verlieren beide deutlich an Volumen und Fläche. So ist der ehemals einzelne, langgezogene See bereits spätestens im frühen 19. Jahrhundert in zwei Seen zerfallen. Noch im späten 18. Jahrhundert waren Groß Behnitzer und der Klein Behnitzer See ein zusammenhängendes Gewässer. Weiterhin verlieren beide Gewässer Wasser und Fläche. Deutlicher ist dieser Prozess am Klein Behnitzer See zu erkennen, der noch 1880 der größere der beiden Seen war, im frühen 21. Jahrhundert jedoch deutlich kleiner als der Groß Behnitzer See ist. Die verlorenen Wasserflächen werden von moorig, sumpfigen Böden und einem ausgedehnten Schilfgürtel bedeckt. So liegt auch ein ehemaliges Fischerhaus, welches einst am Ostufer des Behnitzer Sees lag, heute an den Verlandungsflächen zwischen beiden Teilseen.

Geschichte

Frühgeschichte

Das Gebiet um die heutige Kernstadt Nauen war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt.

Mittelalter (500–1500)

Nauen wurde 1186 erstmals urkundlich als Nowen in einer Urkunde von Bischof Balderam von Brandenburg erwähnt, nicht, wie früher fälschlich angenommen, im Jahre 981. Eine Theorie für die Namensgebung Nauens ist, dass eine Familie von Nauen aus dem Westharz hier lebte und ihre neue Ansiedlung mit dem Namen ihrer alten Heimat versah. Nauen erhielt 1292 das Stadtrecht, erbaute 1302 ein erstes Rathaus und erhielt 1317 das Marktrecht durch Markgraf Waldemar verliehen. Bereits im Mittelalter siedelten Juden im Ort. 1819 legten sie einen Friedhof außerhalb der Stadt Am Weinberg an.

Neuzeit (1500 bis ca. 1789)

Im Jahre 1414 verursachte ein Rachefeldzug des Dietrich von Quitzow einen großen Stadtbrand. 1631 zerstörten die Truppen Tillys einen Teil der Stadt.

Im Jahre 1675 fand am 27. Juni das Gefecht bei Nauen zwischen schwedischen und brandenburgischen Truppen während des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges statt.

Ab 1716 begann die Einquartierung von Militär. 1732 hielt sich Kronprinz Friedrich drei Monate als Bataillonskommandeur in Nauen auf. Der Bau von zwei Kasernen erfolgte 1767 im Bereich des heutigen Landratsamtes.

Neueste Zeit (ca. 1789 bis heute)

1800 erfolgte die Einweihung der Synagoge (Goethestraße 11), die während der 1938er Novemberpogrome stark beschädigt wurde. Im Jahre 1816 wurde der Landkreis Osthavelland gegründet, Nauen wurde 1826 Kreisstadt und blieb dies bis zur Kreisreform 1993.

Zwischen 1865 und 1930 wurden mehrere Großprojekte erstellt. 1865 wurde die städtische Gasanstalt eröffnet. 1869 erfolgte die Einweihung einer höheren Knabenschule. 1883 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1889 erfolgte der Bau der Zuckerfabrik. 1891 wurde ein neues Rathaus eingeweiht. 1906 entstand die Großfunkstelle Nauen zunächst als Versuchsstation, die Erweiterung zur Großstation erfolgte 1921. 1907 wurde das Kreiskrankenhaus errichtet. Im Februar 1911 stürzte der Turm des neuen Rathauses bei einem Orkan um und schlug durch das Dach. Die Turmspitze ragte mitten in den Sitzungssaal. 1912 wurde die elektrische Beleuchtung eingeführt. Der Bau des Gymnasiums in der Parkstrasse erfolgte 1916. 1923 erfolgte die Eröffnung der städtischen Badeanstalt und 1930 wurde die Vollkanalisation der Innenstadt durchgeführt.

Am 20. April 1945 erfolgte ein amerikanischer Luftangriff, bei dem etwa 60 Menschen starben. Der Bahnhof und die umliegenden Stadtgebiete erlitten schwere Zerstörungen.

Im Jahre 1933 wurde in einer Zementfabrik im Ortsteil Börnicke eines der frühen Konzentrationslager eingerichtet als Teillager des frühen KZ Oranienburg. Zwischen 150 und 500 politische Gefangene wurden hier gefangen gehalten, mindestens zehn ermordet, weitere starben an den Haftfolgen. Auch nach der Auflösung des frühen KZ wurde das Lager als Außenkommando des KZ Oranienburg weitergeführt.

Eingemeindungen

Die Stadt Nauen verfügte vor dem Jahr 2003 über drei Ortsteile, Neukammer, Schwanebeck und die Waldsiedlung. Im Jahr 2003 beschloss der Brandenburgische Landtag am 24. März eine Gemeindegebietsreform. Diese Reform betraf im Landkreis Havelland auch das Amt Nauen-Land, welches sich bis dahin aus 14 Gemeinden zusammengesetzt hatte. Von diesen 14 Gemeinden wurden mit Wirkung zum "26. Oktober 2003" insgesamt 11 Gemeinden nunmehr Ortsteile der Stadt Nauen. Dies sind in alphabetischer Reihenfolge die neuen Ortsteile Berge, Bergerdamm, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Ribbeck, Tietzow und Wachow.

Bevölkerungsentwicklung

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Bevölkerungsentwicklung Nauens von 1700 bis 2012 (Angaben bis 1850 in den Grenzen der heutigen Kernstadt, ab 1875 in den seit 2003 gültigen Grenzen)

'''Nauen: <br>Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013'''
Jahr Einwohner
1875 13 072
1890 14 330
1910 15 534
1925 18 154
1933 18 330
1939 19 448
1946 23 172
1950 24 208
1964 20 320
1971 19 688
Jahr Einwohner
1981 18 422
1985 18 109
1989 17 512
1990 17 140
1991 16 887
1992 16 757
1993 16 577
1994 16 397
1995 16 329
1996 16 889
Jahr Einwohner
1997 16 883
1998 16 793
1999 16 684
2000 16 695
2001 16 851
2002 16 945
2003 16 774
2004 16 555
2005 16 649
2006 16 674
Jahr Einwohner
2007 16 675
2008 16 626
2009 16 523
2010 16 684
2011 16 475
2012 16 491
2013 16 616

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nauen besteht aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister bei folgender Sitzverteilung:

  • SPD 9 Sitze
  • Ländliche Wählergemeinschaft Nauen (LWN) 6 Sitze
  • LINKE 4 Sitze
  • CDU 4 Sitze
  • Frischer Wind für Nauen und Ortsteile/Piratenpartei 2 Sitze
  • Wählergruppe Bauern 2 Sitze
  • NPD 1 Sitz(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister

  • Detlef Fleischmann (SPD) (Stand: 2. Juni 2014)

Wappen und Flagge

Das Wappen wurde am 7. Januar 1994 genehmigt. Blasonierung: „In Silber ein schrägrechtsgestellter blauer Karpfen.“Die Farben der Flagge sind Blau – Silber (Weiß). Der Tuchuntergrund wird im Verhältnis 1:1 längs geteilt. Das amtliche Wappen kann in der oberen Hälfte der Flagge eingebracht werden.

Städtepartnerschaften

  • Berlin-Spandau, Deutschland, seit 1988
  • Kreuztal, Deutschland, seit 1991

Übersicht:

Kirchen, Bauwerke und Gedenkstätten

St. Jacobi

Im Spätmittelalter erbaute man in Nauen zu Anfang des 15. Jahrhunderts (um 1400) die Kirche St. Jacobi, die architektonisch der Backsteingotik zuzurechnen ist. Den Chor mit dem Altar richtete man ein halbes Jahrhundert später in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche im 16. Jahrhundert evangelisch. Ende des 17. Jahrhunderts zerstörte ein Brand das Gebäude; man baute sie jedoch im Jahr 1695 wieder auf. Zwölf Jahre später wurde im Jahr 1707 (18. Jahrhundert) der 55 m hohe Turm mit seiner barocken Haube auf den ursprünglichen Unterbau aufgesetzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte man eine 1874 gebaute Orgel aus der Werkstatt Heerwagen in die Kirche ein.

Weitere Kirchen

  • Die Fachwerkkirche in Markee entstand 1697 als Ersatz für den hinfälligen Vorgängerbau. Sie enthält vorreformatorische Apostelfiguren, ein Bild aus der Cranach-Schule, eine Altarkanzel und eine Empore aus der Zeit um 1700 sowie Art déco-Ausmalungen aus den 1930er Jahren.
  • Von 1905 bis 1906 wurde die Katholische Kirche St. Peter und Paul im Stil einer neuromanischen Backsteinbasilika erbaut.

Historische Altstadt

In der Historischen Altstadt befinden sich einige Gebäude, die im Zeitraum zwischen dem 17. bis 20. Jahrhundert entstanden. Dazu gehören der Rathausplatz mit dem Rathaus als neugotischer Backsteinbau nebst Sittelschem Haus, die zwischen 1888 und 1891 errichtet wurden. Der Wasserturm in Mauerstraße/Goethestraße wurde 1898 erbaut und 2006 renoviert; er beinhaltet jetzt Nauens höchste Wohnung. Zwischen 1999 und 2002 sanierte man in der Mittelstraße die Nr. 33, das im Jugendstil errichtete „Voßsche Haus“, in der Nr. 12—16 das „Barzsche Haus“ und schließlich das „Rumpffsche Haus“.

Gedenkstätten

  • Gedenkstein für die KZ-Opfer von Börnicke auf dem Gelände der einstigen Fabrik aus dem Jahr 1975
  • Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge in der Goethestraße Nr. 11 aus dem Jahr 1988. Im gleichen Jahr stellte man auf dem jüdischen Friedhof Am Weinberg eine Skulptur des Künstlers Ingo Wellmann zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger auf.
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof: Er erinnert an die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges getöteten sowjetischen Soldaten der Roten Armee sowie zusätzlich an die während des Zweiten Weltkrieges in Nauen umgekommenen Zwangsarbeiter anderer Nationen. Der Friedhof befand sich ehemals an der Berliner Straße befand, wurde aber nach der Wiedervereinigung auf den Städtischen Friedhof verlegt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Nauen mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmalen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Nauen liegt an der Bundesstraße 5 (Hamburg–Berlin) und ist über diese an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) angeschlossen. Von Nauen führt zudem die Bundesstraße 273 über die Anschlussstelle Kremmen der A 24 nach Kremmen.

Verschiedene Bus-Linien der Havelbus Verkehrsgesellschaft verbinden Nauen mit dem Umland.

Motorisierung in Nauen 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.) 8 321 8 323 8 367 8 499 8 616 8 651 8 737
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 499 501 506 509 523 525 526

Bahnhof

1846 wurde Nauen an die Berlin-Hamburger Bahn angeschlossen. 1890 wurde der Vorortverkehr nach Berlin eröffnet. Vom 20. September 1901 bis zum 1. April 1961 war Nauen Endbahnhof der Kreisbahn Rathenow-Senzke-Nauen. Weiterhin war Nauen Endbahnhof der in den 1960er Jahren eingestellten Osthavelländischen Kreisbahnen Nauen-Ketzin sowie Nauen-Velten.

Der Bahnhof Nauen ist aktuell Endhaltepunkt der Regionalbahnen RB10 von Berlin-Hbf und RB14 von Berlin-Schönefeld Flughafen, beide betrieben von der Deutschen Bahn (DB). Nauen ist zudem Haltepunkt des Regionalexpress RE2 (Wismar – Cottbus) der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG).

Unternehmen

Funksendeanlagen

  • Hauptartikel Großfunkstelle Nauen
  • Zeitzeichensender DIZ

Windkraftanlagen

Die Nauener Platte ist heute ein ausgewiesenes Windnutzungsgebiet, welches durch eine hohe Anzahl und Dichte von Windkraftanlagen charakterisiert wird.

Öffentliche Einrichtungen

Schwimmbad.

Bildung

In Nauen gibt es vier Grundschulen: neben der privaten Kreativitäts- und Ganztagsgrundschule des Leonardo-da-Vinci-Campus drei Grundschulen in städtischer Trägerschaft, nämlich die Dr. Georg Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil, die Grundschule am Lindenplatz sowie die Käthe-Kollwitz-Grundschule (VHG). Dazu gesellen sich zwei Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises Havelland: zum ersten die Havellandschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und zum zweiten die Regenbogenschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen. An Oberschulen bietet die Stadt neben der Kreativitäts- und Ganztagsoberschule des Leonardo-da-Vinci-Campus die städtische Dr. Georg Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil. Zudem gibt es am Ort drei Berufsbildende Schulen: die Berufliche Schule für Wirtschaft Nauen in freier Trägerschaft, das Jugendaufbauwerk Nauen e. V. sowie das Oberstufenzentrum mit beruflichem Gymnasium des Landkreises Havelland. Das Abitur kann man auf einem der drei Gymnasien ablegen, entweder im Internationalen Ganztagsgymnasium des Leonardo-da-Vinci-Campus, dem Oberstufenzentrum mit beruflichem Gymnasium des Landkreises Havelland oder dem Städtischem Goethe-Gymnasium. Als Volkshochschule steht den Nauenern die Musik-, Kunst- und Volkshochschule des Landkreises Havelland offen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Hans Werner Salomon (1926–2014), ehemaliger Politiker (SPD), von 1979 bis 1992 Bürgermeister des Berliner Bezirks Spandau, von 1995 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Ortsverbandes Nauen e.V. des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland e.V., war seit 1996 Ehrenbürger Nauens.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich Friedrich von Itzenplitz (1799–1883), geboren in Groß Behnitz, preußischer Minister, Naturwissenschaftler und Jurist.
  • Walter Pott (1878–1960), erster frei gewählter Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg in Hohen Neuendorf.
  • Hermann Schmidt (1880–1945), Jurist und Politiker (Zentrum), während der Weimarer Republik von 1927 bis 1932 preußischer Staatsminister der Justiz im Kabinett Braun III.
  • Heinrich Wilkens (1881–1948), Geistlicher und Politiker (Zentrum).
  • Ernst Kienast (1882–1945), deutscher Beamter, Direktor beim Reichstag.
  • Hans Ney (* 1924), geboren im Börnicker Wohnplatz Ebereschenhof, Marineoffizier der Bundeswehr, Heimatforscher und Autor.
  • Friedrich Zunkel (1925–2010), Sozial- und Wirtschaftshistoriker.
  • Arnold Zarft (1930–2009), geboren in Bergerdamm, Pastor, seit 2004 Ehrenbürger der Stadt Neustrelitz.
  • Helmut Kliem (1939–1970), geboren im Börnicker Wohnplatz Ebereschenhof, Todesopfer an der Berliner Mauer.
  • Michael Werner (* 1939), Kunsthändler.
  • Wilfried Mommert (* 1944), Journalist.
  • Jürgen Drews (* 1945), Schlagersänger.
  • Thomas Plenert (* 1951), Kameramann.
  • Irene Annemarie Diekmann (* 1952), Historikerin, seit 2006 stellvertretende Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam.
  • Udo Schnelle (* 1952), Theologe, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
  • Jochen Kowalski (* 1954), geboren in Wachow, Sänger: Countertenor.
  • Klaus-Dieter Kurrat (* 1955), Leichtathlet: Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der DDR.
  • Udo Folgart (* 1956), Landwirt und Politiker (SPD).
  • Christoph D. Minke (* 1965), Kirchenmusiker: Organist, Chorleiter, künstlerischer Leiter des Schönberger Musiksommers, von 1994 bis 2007 mehrere Auszeichnungen für besonderes Engagement als Chorleiter und Kirchenmusiker.
  • Sabrina Schepmann (* 1981), Künstlername Sabrina Sandford, Fotomodell, Schönheitskönigin, Sängerin und Schauspielerin.
  • Claudia Grunwald (* 1982), geborene Hoffmann, Leichtathletin: Sprinterin.

Mit Nauen verbunden

  • Georg Wilhelm Alexander Hans Graf von Arco (1869–1940), Physiker und Elektroingenieur.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Nauen

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