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Spenge
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Stadtplan Spenge
Stadt Spenge
Der Bürgermeister
Lange Str. 52-56
32139 Spenge

http://www.spenge.de

Spenge

160pxAbb. 1 Wappen von Spenge
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Herford
Höhe 129 m
PLZ 32139
Vorwahl 05225, 05223, 05428, 05206
Gliederung 5 Ortsteile
Website www.spenge.de
Bürgermeister Bernd Dumcke (SPD)

Spenge ist eine Kleinstadt im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum ostwestfälischen Kreis Herford im Regierungsbezirk Detmold und liegt im Ravensberger Land nördlich des Teutoburger Waldes. Die heutige Stadt Spenge ist 1969 unter Einbeziehung fünf selbständiger Gemeinden des Amtes Spenge geschaffen worden. Die älteste urkundliche Erwähnung eines Ortsteils geht aber bereits auf das Jahr 1060 zurück.

Geografie

Geografische Lage

Spenge liegt im Ravensberger Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Im Süden, wo das Gelände Richtung Teutoburger Wald hin ansteigt, erreicht das Gemeindegebiet eine maximale Höhe von . Das Zentrum des Stadtteils Spenge liegt auf . Im Norden fällt das Gebiet zur Else hin ab und erreicht sein Minimum mit in der Gegend des Hücker Moores. Der Else fließen von Süd nach Nord mehrere Flüsse zu. Dazu gehören die Warmenau, die im Westen und Nordwesten die Grenze zum niedersächsischen Melle bildet, sowie der in die Warmenau mündende Spenger Mühlenbach. In Lenzinghausen entspringen außerdem der Jöllenbecker und Beckendorfer Mühlenbach. Das Gebiet ist waldarm, und die Freiflächen werden größtenteils intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Fläche
nach Nutzungsart
Siedlungs- und
Verkehrsfläche
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
sonstige
Freiflächen
Fläche in Quadratkilometer 7,28 28,8 3,1 1
Anteil an Gesamtfläche 18,2 % 72 % 7,7 % 0,3 %

Geologie

Das Gebiet gehört naturräumlich zur Ravensberger Mulde, einem leichtwelligen, zwischen 50 und liegenden Hügelland. Zahlreiche kleine Täler (sog. Sieke) schneiden oft unvermittelt und tief in das sonst nur schwach kuppierte Land ein. Geologisch liegen im Wesentlichen Liasplatten mit Lößauflage vor, die durch Zertalung im Pleistozän zum Hügelland umgestaltet wurden. Unter der Lößdecke finden sich teilweise Geschiebelehme. Weitere Hinterlassenschaften der Eiszeiten sind die häufig anzutreffenden Findlinge. Im Norden reicht das Stadtgebiet bis zum Elsetal, wo weniger Löß, sondern Terrassenschotter vorliegt. Im Norden um das Hücker Moor befinden sich Reste von Torf.

Spenge eignet sich mittelmäßig bis gut, in wenigen Lagen südwestlich des Hücker Moors sehr gut und nordöstlich des Hücker Moors teils nicht zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets

Spenge hat eine Fläche von 40,2 km². Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa zehn Kilometer, die maximale Ost-West-Ausdehnung sieben Kilometer. Bis zum Stadtzentrum der nächstgelegenen Großstadt Bielefeld sind es rund 14 km, bis nach Osnabrück rund 40 km.

Nachbargemeinden

Im Westen grenzt Spenge an die niedersächsische Stadt Melle. Weitere Nachbargemeinden sind Bünde im Nordosten, Enger im Osten (beide Kreis Herford), Bielefeld im Südosten und Werther (Kreis Gütersloh) im Südwesten.

Stadtgliederung

Die Stadt Spenge gliedert sich nach § 3 ihrer Hauptsatzung in folgende fünf Ortsteile, die vor 1969 eigenständige Gemeinden im Amt Spenge waren. Die folgende Tabelle listet die fünf Ortsteile mit Einwohnerzahlen auf dem Stand vom 31. Dezember 2017:

Ortsteil Einwohner Gemeindegliederung
Bardüttingdorf 1.091
Hücker-Aschen 1.488
Lenzinghausen 2.495
Spenge 8.519
Wallenbrück 1.121

Ortsteile und Gemarkungen

Das Stadtgebiet gliedert sich historisch in diese Ortsteile und Gemarkungen:

  • Affhüpperhöfe
  • Bardüttingdorf
  • Baringdorf
  • Blomeier Hof
  • Bockhorst
  • Bruning
  • Detert-Kriese
  • Diemke
  • Düttingdorf
  • Ellersiek
  • Gehlenbrink
  • Grafahrend
  • Hannighorst
  • Harrenheide
  • Heistersiek
  • Helligen
  • Helliger Heide
  • Hücker
  • Hücker Dorf
  • Hücker Kreuz
  • Hücker-Aschen
  • Hülsmann Hof
  • Kisker
  • Klein Aschen
  • Klockenbrink
  • Lenzinghausen
  • Mantershagen
  • Mark
  • Martmühle
  • Mühlenburg
  • Nagelsholz
  • Neuenfeld
  • Nordspenge
  • Placken
  • Riepe
  • Söttringhausen
  • Spenger Heide
  • Südholz
  • Südspenge
  • Vahrenhölzerhöfe
  • Wallenbrück
  • Werburg
  • Westerhausen
  • Wichlinghauserhöfe
  • Wullbrede

Klima

Das vorherrschende Klima ist das atlantische Seeklima. Klimadaten im langjährigen Mittel (1971–2000) für das etwa 14 km Luftentfernung entfernte Herford zeigt die Tabelle.

Im langjährigen Mittel (1961–1990) hatte die Region durchschnittlich 1473 Sonnenstunden pro Jahr (Beobachtungsstation: Herford). Die Wetterdaten für Spenge dürften aufgrund ihrer Nähe im langjährigen Mittel nicht bedeutend von den angegebenen Daten aus Herford abweichen, da beide Städte etwa gleich hoch liegen und ihre naturräumliche Lage sehr ähnlich ist.

Geschichte

Bis zur Reformation

Funde aus der Steinzeit, bronzezeitliche Grabhügel sowie ein Siedlungsplatz aus der vorrömischen Eisenzeit in Lenzinghausen belegen erste Siedlungsspuren bereits aus vorrömischer Zeit. Das Gebiet war zunächst das Gebiet der sächsischen Engern, nach Unterwerfung des Sachsenherzogs Widukind durch Karl den Großen um 1000 fränkisch. Die älteste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf ein Relief in der Marienkirche in Wallenbrück im Jahre 1096. Die Steinplatte mit einer Relieffigur eines jungen Heiligen, der in der Hand ein Kirchenmodell hält, ist auch heute noch dort zu finden. Der dargestellte Heilige könnte der im Alter von zwölf Jahren verstorbene Kirchenstifter Gerhard sein. Auch der Vorgängerbau der heutigen Spenger ev.-luth. St.-Martinskirche geht vermutlich bis ins 9. Jahrhundert zurück. Der jetzige Bau ist jedoch ein Neubau der bis 1220 erwähnten Edlen von Spenge. Der Martinsaltar in der Kirche ist um 1470 entstanden. Die übrigen Ortsteile wurden im 12. bzw. 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Seit der Reformation, etwa im 16. Jahrhundert, wurde Spenge wie das gesamte Ravensberger Land lutherisch, was die Unterschiede zwischen den benachbarten niedersächsischen katholischen Gebieten bis heute prägt.

Die Menschen in Spenge und im Ravensberger Land lebten zunächst in Drubbeln inmitten ungeteilter Marken. Die Gewalt wurde von weltlicher Seite durch fränkische Gaugrafen ausgeübt, wohingegen auf kirchlicher Seite das Stift Herford eine wichtige Rolle spielte. Die Menschen mussten an diese Institutionen Abgaben leisten. Das Land war durch die Lößböden fruchtbar und gehörte damit zum Altsiedelland. Die Bevölkerung vermehrte sich rasch und durch das Anerbenrecht und das Heuerlingswesen entstanden nacheinander mehrere Schichten in der Bevölkerung. Die Erben bewirtschafteten den elterlichen Hof. Die Erbkötter, d. h. die nicht erbberechtigten Erben, gründeten ab etwa 1000 nahe der Drubbel eigene Höfe. Die Markkötter, die nur einen sehr bescheidenen Erbanteil erhielten, errichteten ab etwa 1450 Höfe in der bewaldeten Mark und bewirtschaften und rodeten Teile dieser, wenngleich die Bewirtschaftung der Mark eigentlich gemeinschaftlich erfolgen sollte und die Markkötter nur geduldet wurden.

Bis 1945

Seit dem 16. Jahrhundert bildete eine weitere Gruppe, die Heuerlinge, die Unterschicht der Gesellschaft ohne Grundbesitz. Sie waren nicht mehr als wirtschaftlich und rechtlich abhängige Gehilfen der Erbbauern, in deren Reichweite sie einen kleinen Kotten bewohnten. Die geschilderten ärmeren Gesellschaftsgruppen erschlossen sich daher im 15. Jahrhundert mit Flachsanbau und -verarbeitung zu Leinen eine neue Erwerbsmöglichkeit. Diese Frühform der Industrialisierung im Ravensberger Landes wird als Protoindustrie charakterisiert. Die Leineweber verarbeiteten den Flachs im Winter zum bekannten Ravensberger Leinen. In preußischer Zeit (ab 1614) wurde das Leinengewerbe zur Erhöhung des Steueraufkommens (Merkantilismus) gefördert, und die Zahl der Heuerlinge wuchs dadurch rasch. Im Jahre 1770 wurde die Mark auf preußischen Druck hin vollständig privatisiert und größtenteils zu Ackerland landwirtschaftlicher Kleinbetriebe. Diese kleinbäuerlichen Besitzverhältnisse konnten sich bis in die 1950er-Jahre halten. Die Sieke wurden in dieser Zeit verbreitert, um Weide für das Vieh zu schaffen, das bisher nur in der Mark weidete.

Bis zur Franzosenzeit (1807–1813), als Spenge Teil des Königreichs Westphalen (ab 1811 sogar Teil des Kaiserreich Frankreichs) war, waren Spenge und seine Ortsteile ein Teil des Amtes Limberg, das zur Grafschaft Ravensberg gehörte, die wiederum ab 1814 Teil Preußens war. Nach Ende der napoleonischen Zeit wurde die Grafschaft Ravensberg wiederhergestellt und war wieder preußisch, ab 1819 aber in einer preußischen Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg zusammen mit dem nördlich gelegenen Fürstentum Minden verwaltet.

Als die Leinenverarbeitung infolge des Aufkommens mechanischer Webstühle Mitte des 19. Jahrhunderts immer unrentabler wurde und die Landbevölkerung sich dadurch kaum noch ernähren konnte, bot die um 1860 vor allem in nahen Bünde aufkommende Tabakindustrie ein neuerliches Auskommen. Die Spenger rollten und pressten die Zigarren in Heimarbeit oder in Zigarrenfabriken. Weiterhin bedeutend war die Holzwirtschaft; heute ist kaum noch Wald erhalten.

Seit 1843 wurden die selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen in einem gemeinsamen Amt Spenge verwaltet.

Am 9. August 1891 kam es in Spenge zur sogenannten Spenger Schlacht, einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen etwa 500 Sozialdemokraten und Angehörigen konservativer Kreise, vornehmlich 1500 Bauern und Knechten unter der Führung des Gohfelder Pastors Karl Iskraut.

Am 20. September 1900 nahm die Herforder Kleinbahn mit 1000 mm Spurweite ihren Betrieb auf, ab Anfang der 1930er Jahre fuhr sie elektrisch.Der Streckenverlauf war: Spenge, Siedlung – Enger – Oetinghausen – Sundern – Herford, Kleinbahnhof.

Am 4. November 1944 wurde die Jüdin Franziska Spiegel durch zwei SS-Männer aus einem Kotten in Bünde-Werfen entführt und später im Hückerholz erschossen.In Gedenken an diese Tat wurde am 4. November 1991 ein Gedenkstein installiert, der Ende Januar 2006 Ziel eines Anschlags wurde.

Ab 1945

Die Kleinbahnstrecke zwischen den Haltestellen Wallenbrück und Spenge, Siedlung wurde am 2. November 1963 stillgelegt.

Das seit 1843 bestehende Amt Spenge mit den selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen geht mit der Kommunalreform am 1. Januar 1969 in eine neue Kommune, danach zur Stadt Spenge über. Die ehemaligen Gemeinden wurden ab 1969 als Ortsteile bezeichnet. 1978 führen Planungen für einen Regionalflughafen im Nagelsholz zu mehreren Demonstrationen. Die Planungen für den Flughafen begannen mit einer Konferenz der damaligen Landkreise Bielefeld und Detmold, der Industrie- und Handelskammer Bielefeld und der IHK Detmold im März 1960, die 1963 veröffentlicht wurden.

Dort ging es um Planungen für einen Regionalflughafen für Ostwestfalen-Lippe. 1970 wurde hierzu die Genehmigung für Bau und Betrieb des Flughafens durch den zuständigen Landesminister erteilt. Dagegen klagte die Stadt Spenge. 1971 wurde das Gebiet in das damalige Amt Jöllenbeck (Kreis Bielefeld) umgemeindet, jedoch nach dem endgültigen Scheitern des Planungen im Laufe des Jahres 1980 von der in der Zwischenzeit vergrößerten kreisfreien Stadt Bielefeld am 1. Juli 1982 wieder der Stadt Spenge zurückgegeben.

Zu diesem Anlass wurde auf dem nördlichen Rathausvorplatz ein Baum gepflanzt.

Seit 1993 ist der um 1470 in mittelalterlich-westfälischer Holzbildhauerkunst hergestellte Altar der Martinskirche wieder in der Kirche aufgestellt.

Bevölkerung

Religionen

Übersicht

Die überwiegende Mehrheit (62,7 Prozent) der Einwohner ist evangelisch-lutherisch. 10,31 Prozent der bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. 27 Prozent geben an, konfessionslos zu sein oder eines anderen Glaubens beziehungsweise einer anderen Konfession anzugehören, darunter sind beispielsweise evangelisch-reformierte Christen, orthodoxe Christen und Muslime.

Evangelische Gemeinden

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Spenge hat rund 10.000 Mitglieder und teilt sich auf in die Pfarrbezirke Spenge-Mitte mit der St.-Martinskirche, Hücker-Aschen mit Kirche in Klein-Aschen, Wallenbrück mit der Marienkirche sowie Lenzinghausen mit der Pauluskirche. In Groß-Aschen liegt in einem Ortsteil der Stadt Melle in Niedersachsen eine kleine Kapelle, die noch zum Pfarrbezirk Hücker-Aschen gehört.

Katholische Gemeinde

Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug Vertriebener (z. B. aus dem überwiegend katholischen Schlesien) sprunghaft an und steht nun bei gut 1527 Mitgliedern. Die katholische Kirche St. Josef an der Bussche-Münch-Straße wurde in den 1950er Jahren als Neubau errichtet. Spenge gehört zum Dekanat Herford-Minden, dieses wiederum ist Teil des Erzbistums Paderborn. Außerdem ist die katholische Kirchengemeinde St. Josef Mitglied im Pastoralverbund Widukindsland.

Weitere christliche Gemeinschaften und aus dem Christentum hervorgegangene Sondergemeinschaften

In Spenge gibt es zudem eine neuapostolische Kirche.

Muslimische Gemeinde

An der Ravensberger Straße befindet sich in einem früher anderweitig genutzten Gebäude eine Moschee.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen auf dem Gebiet der Stadt bzw. auf der des flächenidentischen Amtes Spenge seit 1968.

Jahr Einwohner
1961 (6. Juni) 11.7913
1968 (31. Dez.) 12.8411
1970 (27. Mai) 12.7753
1972 (31. Dez.) 13.1122
1974 (30. Juni) 13.2632
1976 (31. Dez.) 13.3862
1981 (31. Dez.) 13.7202
1986 (31. Dez.) 13.8732
1991 (31. Dez.) 15.1632
Jahr Einwohner
1996 15.6912
2001 15.7962
2006 15.3722
2012 14.6812
1Amt Spenge
2Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik3Volkszählungsergebnis

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister der Stadt war von 1995 bis 2009 Christian Manz (CDU). Er trat am 1. November 1995 sein Amt an und wurde durch den Stadtrat gewählt. Er wurde 1999 und 2004 in einer direkten Wahl durch die Wahlberechtigten der Stadt im Amt bestätigt. 2004 erhielt er im ersten Wahlgang 70,39 Prozent der Stimmen. Manz war der erste hauptamtliche Bürgermeister und löste damit gleichzeitig den letzten Stadtdirektor ab, dessen Verwaltungsaufgaben jetzt durch den Bürgermeister wahrgenommen werden.

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 trat Manz nicht mehr an, da er für das Amt des Landrats des Kreises Herford kandidierte. Zu seinem Nachfolger wurde Bernd Dumcke (SPD) gewählt, der sich mit 44,89 Prozent der Stimmen knapp gegen den für CDU und FDP kandidierenden Jan Christian Janßen (43,23 Prozent) durchsetzte.

Die Bürgermeister der Stadt bzw. die Amtsbürgermeister des Amtes Spenge sind in folgender Liste aufgeführt. Die Amtsbürgermeister bis 1969 standen aber nicht einer mit heute vergleichbaren Stadt vor, sondern waren Repräsentanten des Amtes Spenge, in dem sich fünf politisch weiterhin selbstständige Gemeinden zur gemeinsamen Verwaltung zusammengeschlossen hatten.

Amt Spenge:
  • 1946–1948: Heinrich Freese (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1948–1956: Walter Foth (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1956–1964: Heinrich Hildebrand (SPD, Amtsbürgermeister)
  • 1964–1968: Wilhelm Froböse (SPD, Amtsbürgermeister)
Stadt Spenge
  • 1969–1984: Karl Obermann (UWG)
  • 1984–1995: Karl-Heinz Wiegelmann (SPD)
  • 1995–2009: Christian Manz (CDU)
  • 2009–: Bernd Dumcke (SPD)

Stadtdirektoren

Der Stadtdirektor der Stadt Spenge ab 1969 bzw. die Amtsdirektoren des Amtes Spenge bis 1968 führten die Verwaltung der Stadt bzw. des Amtes. 1995 wurde der Posten des Stadtdirektors abgeschafft, und seine Aufgaben wurden dem hauptamtlichen Bürgermeister übertragen. Stadt und Amt hatten folgende Verwaltungschefs:
  • 1954–1966: Josef Roberz (Amtsdirektor)
  • 1966–1995: Günter Hemminghaus (seit 1966 Amtsdirektor, nach der Erhebung des Amtes Spenge zur Stadt 1. Januar 1969 Stadtdirektor)

Stadtrat

Der Stadtrat von Spenge hat derzeit 32 Mitglieder. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Rates und die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

2014 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze %
SPD 12 38,39 11 36,16 10 31,99 12 38,30 17 41,54 16 44,91 15 42,35 14 41,71 16 48,46
CDU 11 33,21 11 33,55 12 37,29 12 36,29 11 26,97 7 21,18 6 19,22 8 23,55 7 22,88
UWG1 5 15,33 5 14,83 5 14,25 4 12,50 5 13,10 7 21,67 9 25,93 9 27,51 10 28,66
Grüne 3 9,75 3 9,78 3 8,00 1 4,99 3 7,90 3 8,19 3 9,09
FDP 1 3,32 2 5,67 1 3,72 1 2,88 0 3,52 0 4,05 0 3,41 2 7,23
DAS2 1 4,75 2 5,04 3 6,98
Gesamt3 32 100 32 100 32 100 32 100 39 100 33 100 33 100 33 100 33 100
Wahlbeteiligung 60,86 61,56 62,38 66,27 85,40 70,82 74,72 81,55 90,50
1Unabhängige Wählergemeinschaft
2Demokratische Alternative Spenge
3ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Wappen und Motto

Blasonierung des Stadtwappens: „In Silber drei rote Sparren, überdeckt mit einer goldenen runden Spange mit abwärtsgerichtetem Dorn.“

Die Sparren bezeugen die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Ravensberg. Die Seitenansicht zweier gegeneinander gelehnter Sparren hat zur Bezeichnung dieses Wappenbildes in Wappenbeschreibungen geführt. Das Ravensberger Wappen enthielt drei rote Sparren auf silbernen Grund und war nach Übernahme der Grafschaft durch Preußen auch Teil des großen preußischen Wappens. Heute findet es sich auch in mehreren Kreis- und Stadtwappen der Region, etwa in denen von Bielefeld, Vlotho, und des Kreises Minden-Lübbecke. Die Spange ist wohl eine Referenz an den Stadtnamen Spenge.

Das Stadtmotto zur Außendarstellung lautete bis 2010 „Spenge, die aufstrebende Stadt im Grünen“. Dieses Motto löste den Spruch „Spenge, die freundliche Einkaufsstadt im Grünen“ ab. Seit 2010 heißt der Slogan der Stadt Spenge „Spenge bietet Vielfalt“.

Städtepartnerschaften

Spenge hält nur indirekt über den Kreis Herford einige Partnerschaften mit anderen Städten.

Finanzen

Die Schulden der Stadt Spenge (einschließlich der Schulden der städtischen Unternehmen) lagen zum 31. Dezember 2012 bei 54,04 Millionen Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3.668 Euro je Einwohner. Als eine der ersten Städte in Deutschland hat die Stadt Spenge für den Bereich der städtischen Finanzen freiwillig eine so genannte Nachhaltigkeitssatzung eingeführt, über die die Stadt anstrebt, das Schuldenwachstum zu bremsen und Schulden abzubauen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Die Autobahn A 30 verläuft nur wenige Kilometer nördlich der Stadt vorbei. Bis zu den Anschlussstellen Bruchmühlen oder Bünde sind es vom Stadtzentrum aus nur wenige Kilometer.

Die Anschlussstelle Nr. 27 (Bünde) ist über die L 783 und L 546, die Nr. 26 (Bruchmühlen) über die L 859, K 19, die niedersächsische K 208 und L 546 erreichbar.

Anbindung an Großstädte über A 2, A 30 und A 33

Die A 30 bindet die Großstadt Osnabrück an die Kleinstadt Spenge an. Die Entfernung ab AS Bruchmühlen beträgt ca. 30 Kilometer. Hannover erreicht man über die andere Fahrtrichtung. Ab AS Bünde beträgt die Entfernung aktuell ca.100 Kilometer. Bald kann man Bad Oeynhausen nördlich umfahren, allerdings wird die Strecke so länger. Ab dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen wechselt man auf die A 2. Eine Alternative dazu wäre ab der AS Herford/Bad Salzuflen allein die A2 zu nutzen.

Über die A 33 gelangt man ab der AS Bielefeld-Zentrum mit 35 Kilometern nach Paderborn; über die A 44 gelangt man nach Kassel.Über die A 33 gelangt man auch über das Autobahnkreuz Bielefeld auf die A 2. Bis nach Dortmund benötigt man ca. 85 Kilometer. Von dort aus gelangt man leicht ins Ruhrgebiet.

Nach Bielefeld führt die L 783, nach Werther die L 782. In die Gegenrichtung führt diese nach Enger und dann über die L 712 weiter nach Herford.

Öffentlicher Personennahverkehr

Schienenverkehr

Bis 1966 war Spenge mit einem Bahnhof an der jetzt stillgelegten Herforder Kleinbahn an das Schienennetz angeschlossen.

Busverkehr

Es bestehen folgende Busverbindungen im Regiotakt:

  • Linie 56 nach Bielefeld-Babenhausen Süd (Anschlussverbindung in Bielefeld an die Stadtbahn (Linie 3))
  • Linie 156 nach Bielefeld-Schildesche (Anschlussverbindung in Bielefeld an die Stadtbahn (Linie 1))
  • Linie 572 nach Bünde (meist TaxiBus/Anrufbus)
  • Linie 465/466 nach Enger und Herford
  • Linie 66 nach Werther, (meist TaxiBus)

Ein Bürgerbus bedient die Stadtteile Wallenbrück (Linie 666) und Bardüttingdorf (Linie 667).

Ansässige Unternehmen

Zu den größeren Arbeitgebern in Spenge gehören überwiegend mittelständische Unternehmen:

  • Frommholz: Hersteller von Polstermöbeln, im Wesentlichen Sesseln und Sofas
  • Vollmer: Hersteller von Hundenahrung
  • Papierverarbeitungs Gesellschaft mbH (PVG): zum Melitta-Konzern gehörendes Unternehmen zur Herstellung von Staubsaugerbeuteln aus Papier
  • Heinze: zum Hettich-Konzern gehörendes Unternehmen zur Herstellung von Beschlägen für Möbel
  • Delius: eine 1924 entstandene mechanische Weberei für Seidenstoffe. Im Jahre 2006 wurde die Produktion eingestellt; die Gebäude werden als Lager für Seidenstoffe genutzt.

Öffentliche Einrichtungen

Polizei

Der Bezirksdienst der Polizei Herford ist in Spenge in der Schulstraße 1 vertreten. Dabei ist die nicht durchgängig besetzte Wache im Schulgebäude separat untergebracht.

Gesundheitseinrichtungen

Spenge verfügt über kein Krankenhaus. Die nächstgelegenen Krankenhäuser befinden sich in Bielefeld, Herford oder Bünde.

Arbeitsagentur

Die Bundesagentur für Arbeit ist in Spenge nicht vertreten.

Schwimmbäder

Das beheizte Werburger Waldbad wurde in den 1950er Jahren errichtet. Es wurde ursprünglich rein elektrisch beheizt und in den frühen 1980er Jahren unterstützend mit einer Solaranlage ausgestattet.

Das Werburger Waldbad wurde im Jahr 2014 umfassend durch die Stadtwerke Herford GmbH saniert und im Sommer 2015 neu eröffnet. Es ist mit zwei separaten Schwimmbecken für Nichtschwimmer und Schwimmer, einer Sprunganlage und einer Rutsche ausgestattet. Das Kinderplanschbecken liegt eingebettet in der Liegewiese.

Das Freibad Lenzinghausen (geographische Lage: ) ist unbeheizt und bietet den Besuchern eine komfortable Liegewiese. Es wird heute als Bürgerbad von der Freibadinitiative Lenzinghausen betrieben.

Feuerwehr

  • Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Spenge verfügt über fünf Standorte:
    • Spenge Mitte
    • Lenzinghausen
    • Hücker-Aschen
    • Wallenbrück
    • Bardüttingdorf

Weitere öffentliche Einrichtungen

  • Stadtbücherei im Bürgerzentrum Spenge, rund 30.000 Medien. Bis in die 1980er Jahre war die Stadtbücherei im ehemaligen Kantorhaus südöstlich in der Nähe der Martinskirche untergebracht.
  • Jugend- und Kulturzentrum Charlottenburg
  • Musikschule Enger-Spenge (zusammen mit der Nachbarkommune Enger)

Bildung

Grundschulen

  • Grundschule Spenge/Hücker-Aschen: Seitdem es die kleine Dorfschule in Hücker-Aschen nicht mehr gibt, besuchen auch die Kinder aus Hücker-Aschen die größte Grundschule in Spenge. Bis 1980 war im heutigen Gebäude der Grundschule eine Hauptschule untergebracht, davor eine Volksschule. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.
  • Grundschulverbund Spenge-Land:
    • Hauptstandort Lenzinghausen: Grundsteinlegung 1963. Seit 2006 Offene Ganztagsschule („OGS“). Bis 2011: Grundschule Lenzinghausen.
    • Teilstandort Wallenbrück-Bardüttingdorf: Sehr kleine Dorfschule in Bardüttingdorf. Seit 2006 offene Ganztagsschule. Bis 2011: Grundschule Wallenbrück-Bardüttingdorf.

Gesamtschule

  • Regenbogengesamtschule: Größte Schule in Spenge, neben der Realschule gelegen. Es ist die einzige Schule in Spenge, an der die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.

Realschule

  • Städtische Realschule: Älteste weiterführende Schule in Spenge, in den 1950er Jahren entstanden. Seit 2006 Offene Ganztagsschule.

Sonderschule

  • Heideschule: Sonderschule in Westerenger (Stadt Enger), wurde gemeinsam mit der Stadt Enger unterhalten. Die Heideschule wurde zum Ende des Schuljahres 2015/2016 geschlossen.

Kultur und Freizeit

Theater

Die Stadt Spenge besitzt kein ständiges Theater und keine ständige Theaterbühne.

Kino

Die Stadt Spenge hat ein Kino, das sich an der Poststraße 29 befindet und den Namen „Zentral-Theater“ trägt.

Museen

Im Jahr 2016 ist im Herrenhaus der Werburg ein Kinder- und Familienmuseum eröffnet worden. Die Ausstellung thematisiert das Leben auf einem westfälischen Landadelsgut während der Renaissance und dem Barock.

Musik

Mehrere Gesangsvereine sind in Spenge beheimatet, die zu besonderen Anlässen öffentlich auftreten.

Bauwerke

Zu den bedeutendsten Bauwerken zählen die Kirchen, das Schloss Mühlenburg sowie die erhaltenen Teile des Herrensitzes Haus Werburg.

Kirchen

  • Evang.-luth. Kirche St. Martin in Spenge mit dem um 1470 entstandenen Martinsaltar. Vorgängerbau vermutlich aus dem 9. Jahrhundert. Gotisches Langhaus mit neogotischen Anbauten im Osten von 1877, bei denen der alte Chorbereich in ein Querhaus verändert und dieses mit einem neuen Chor versehen worden ist.
  • Evang.-luth. Marienkirche in Wallenbrück. Erster Bau um 1096. Orgel erbaut vor 1650.
  • Evang.-luth. Pauluskirche (Lenzinghausen)
  • Evang.-Luth. Kirche zu Klein-Aschen
  • Kath. Kirche St. Josef (erbaut 1951/52)

Schlösser und Herrensitze

  • Schloss Mühlenburg von 1468. Der nahe vorbeifließende Mühlenbach trieb in der angrenzenden Mühle ein in den 1960er Jahren demontiertes Wasserrad. Die zugehörigen Bauten außerhalb des Schlosses dienen derzeit als Lager für Saatgut.
  • Haus Werburg von 1596 besteht aus dem Herrenhaus, dem Torhaus und zwei Wirtschaftsgebäuden. Der Torbogen wurde im Stil der Weserrenaissance am Mühlenbach errichtet. In den 1990er Jahren wurde hier das Trauzimmer des Standesamtes untergebracht.

Sonstiges

  • Windmühle Hücker-Aschen: die im Jahr 1831 erbaute Wall-Holländer-Windmühle wurde im Jahr 2005 mit neuen Flügeln ausgestattet.
  • zahlreiche Bauernhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts, u. a. die Höfe Meyer zu Düttingdorf und Mönck in Bardüttingdorf von 1800 und 1824. In Wallenbrück sind das Pfarrhaus von 1782 und ein Fachwerkhaus von 1717 gegenüber der Kirche erhalten.

Spenge - Hücker Aschen-Wall-Holländer-Windmühle-Gehlenbrink.jpg|Wall-Holländer-Windmühle am Gehlenbrink
in Hücker-AschenWallenbrück3.JPG|St. Marien
in WallenbrückIH St.Martins-Kirche Spenge.jpg|St.-Martinskirche in Spenge, 13. Jahrhundert;
im März 200620040727 Spenge-Schloss-Muehlenburg.jpg|Tor zum Schloss Mühlenburg;
im Juli 2004Werburg 4313.JPG|Rittergut Werburg
in SpengeTorhaus 4312a.JPG|Torhaus der Werburg,
heute Standesamt, WestseiteWerburgSt 4314a.JPG|Wirtschaftsgebäude
von Haus WerburgSpenge-Werburg-Torhaus-20050114 1519 1969-1200px.jpg|Torhaus des Haus Werburg
von 1596, Ostseite

Katzenholz

Das so genannte Katzenholz befindet sich in einem Siek südlich des Schlosses Mühlenburg. In den 1960 und 1970er Jahren wurde dieses Waldstück parkähnlich gestaltet und hauptsächlich durch Hermann Schaub regelrecht bewacht. Seit den 1990er Jahren werden die Strukturen von der Natur zurückerobert. Am mittlerweile verlandeten Ententeich (geographische Lage: ) steht ein geschnitzter Holzstamm mit der Inschrift August Griese 1895–1962, Freund des Waldes. August Griese war Landrat des damaligen Landkreises Herford in der Zeit nach 1945. Der Landratsweg führt durch das Waldstück mit den Enden an der Bielefelder Straße in Höhe der Hausnummer 72 sowie an der Ecke Tannenweg/alte Mühlenburger Straße.

Naherholung

Hücker Moor

Das Erholungsgebiet Hücker Moor ist ein Moorsee, der im Stadtteil Hücker-Aschen im Norden der Stadt liegt. Das Gewässer ist im Laufe des 18. und 19. Jh. durch Austorfung eines Flachmoores und Volllaufen entstanden. Mit einer Fläche von etwa 12 ha bildet es das größte Binnengewässer im gesamten Kreis Herford.

Naturschutzgebiete

Auf dem Stadtgebiet von Spenge sind zwei Naturschutzgebiete in drei Teilflächen mit einer Gesamtgröße von rund 56,2 ha ausgewiesen. Dies entspricht etwa 1,4 % der Stadtfläche und ist sowohl absolut wie auch prozentual der geringste Wert im Kreis Herford. Die ausgewiesenen Gebiete sind

  1. Naturschutzgebiet Warmenau: Teile rechts der Warmenau in Nordspenge zwischen der Martmühle und Strangfeld sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die beiden Teilflächen sind insgesamt ca. 27,1 ha groß.
  2. Naturschutzgebiet Turenbusch: Der Turenbusch an der Grenze zu Suttorf hat eine Größe von 29,1 ha und besteht zu einem großen Teil aus naturnahen Waldgesellschaften, einigen kleineren Fichtenforsten und Grünland.

Landschaftsschutzgebiet

Spenger Mühlenbachsiek

Das weitläufige Spenger Mühlenbachsiek umfasst etwa 180 ha Gesamtfläche. Die Liegenschaften sind westlich der Stadt Spenge angesiedelt.

Naturdenkmäler

Spenge verfügt über keine Naturdenkmäler

Sport

Der '''''T'''urn- '''u'''nd '''S'''portverein'' (TuS) Spenge spielte bis 2008 in der zweiten Handballbundesliga. In der neuen Saison 18/19 spielt die erste Mannschaft des TuS Spenge in der 3. Liga West.

Im Werburger Wald wurde zu Beginn der 1970er Jahre ein Trimm-dich-Pfad mit einigen Übungsgeräten angelegt, der auch von Schülern der damaligen Hauptschule während des Sportunterrichts genutzt wurde. Mit Beginn des Joggen, Aerobic und Tennis als Breitensport verlor diese Anlage an Bedeutung, heute ist sie fast vollständig verfallen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Spenger Poll: Ursprünglich ein Jahrmarkt, heute mit dem Schützenfest zusammengelegt, Anfang Juni
  • Dorfgemeinschaftsfest in Wallenbrück, Reithalle; im Frühsommer
  • Ferienspiele: Freizeitangebot in den Schulsommerferien für Kinder. Bis 2004 durch die Stadt Spenge, seit 2005 durch die evangelische Kirchengemeinde der Stadt Spenge durchgeführt. Montag bis Freitag am Vor- und Nachmittag in der zweiten, dritten und vierten Woche der Schul-Sommerferien.
  • Spenger Stadtfest: ausgerichtet von dem örtlichen Einzelhandelsverband, am zweiten Septemberwochenende
  • Spenger Filmforum: Vorführung des „besonderen Films“ im örtlichen Kino Zentraltheater, jeden ersten Mittwoch im Monat. Veranstalter sind das Kulturamt Spenge und das Zentraltheater; vergünstigter Eintritt.
  • Freibadfete: jährlich im August stattfindende Veranstaltung des Stadtjugendring e. V. im Werburger Waldbad.

Kulinarische Spezialitäten

Spenge hat keine überregional bekannte Spezialität. Traditionell kochen die Spenger deftig westfälisch.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Freiherr von dem Bussche-Münch

In Spenge geborene Persönlichkeiten

  • Caspar Heinrich Oldemeier (1841–1926), Unternehmer.
  • Hermann Jellinghaus (1847–1929), Sprachforscher und Volkskundler
  • Christoph Siebe (1849–1912), akademischer Bildhauer und Maler der Wiedenbrücker Schule, geboren in Wallenbrück
  • Heinrich Specht (1885–1952), Rektor, Heimatkundler, Schriftsteller und Landtagsabgeordneter, geboren in Diemke-Wallenbrück
  • Eberhard Werdin (1911–1991), Komponist und Musikpädagoge
  • Horst Dietrich Schlemm (1919–2011), lutherischer Geistlicher und Posaunenwart
  • Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf (* 1942), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Europarlaments von 1984–1987 und 1989–2009.

Mit Spenge verbunden

  • Peter Ostermeyer (* 1943), Schachmeister, spielte in Spenge
  • Hans Thimme, (* 1909; † 2006), 1934 bis 1939 Pfarrer in Spenge
  • Burkhard Budde (* 1953), Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Spenge, Träger des Stadtpreises 2005
  • Florian Anders (* 1980), Regisseur, 1990 bis 2004 in Spenge, Träger des Spenger Kulturförderpreises 2005

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Spenge

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