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Kronach
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Lucas-Cranach-Stadt Kronach
Marktplatz 5
96317 Kronach

Telefon 09261-97236
Telefax 09261-97310
touristinfo@stadt-kronach.de
http://www.kronach.de

Lucas-Cranach-Stadt Kronach:

Die Stadt der Schwellenhupfer, Seelenspitzen und wehrhaften Bürger

 

Wo befindet sich eine der größten und besterhaltenen Festungsanlagen Deutschlands? Wo trinken die Menschen ein Bier namens Schmäußbräu? Wo wurde der Renaissance-Maler Lucas Cranach geboren? Und wo wird ein Stadtspaziergang für die Besucher zu einer Zeitreise ins Mittelalter? Kronach, das Kleinod in Oberfranken, hat viele Gesichter, die es zu erobern und zu genießen gilt.

Das Tor zum Frankenwald, wie Kronach auch genannt wird, hat sich seinen Charme über Jahrhunderte bewahrt, was nicht zuletzt an den Kronachern selbst liegt, die als äußerst wehrhaftes Volk in die fränkische Geschichte eingegangen sind. Keinem Angreifer ist es je gelungen, den im Jahr 1003 zum ersten Mal erwähnten Ort einzunehmen. Bis heute schmiegen sich spätmittelalterliche Sandsteinhäuser mit ihren Fachwerkgeschossen eng aneinander, kleine verschlungene Gassen führen zu versteckten Oasen und über allem ragen trutzige Wachtürme, die seit Jahrhunderten den Blick über die Stadt und ihre Umgebung gewähren.

Die Erbauer haben Kronach dreistufig angelegt. Die Basis bildet die Untere Stadt, umringt von den drei Flüssen Haßlach, Kronach und Rodach. Über ihr liegt die Obere Stadt mit dem eigentlichen Stadtkern, der von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben ist. Den krönenden Abschluss bildet das Wahrzeichen Kronachs, die Festung Rosenberg, die mit ihrem über 20 Hektar großen Areal zu den größten Festungsanlagen Deutschlands gehört. An der einstigen Bischofsburg hat auch Balthasar Neumann, der wohl bekannteste Barockbaumeister mitgewirkt. Von ihm stammt der Kommandantenbau, der heute die Fränkische Galerie, ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums, beherbergt.

„Die Kronacher seind wie die Teifl und ihre Weiber noch neunmal schlimmer“, so beschrieb einst ein schwedischer Obrist während des Dreißigjährigen Krieges die Menschen der Stadt. Ein Ruf, der längst der Vergangenheit angehört, denn mittlerweile gelten die Kronacher als herzlich und gastfreundlich, was die Besucher gerade während der vielen historischen Feste und Feiern hautnah erleben können. Fränkisches Lebensgefühl drückt sich hier im gesellschaftlichen Miteinander aus, das vor allem während der Sommermonate intensiv gepflegt wird. Ein Höhepunkt ist das Kronacher Freischießen auf der Hofwiese, eines der ältesten Volksfeste Frankens, bei dem seit über 400 Jahren der beste Schütze der Stadt gesucht wird.

Fränkische Lebensart geht auch Kronach mit guter Küche und traditionellem Bier einher. Zu fast jeder Gelegenheit wird hier ein anderer Trunk gebraut, vom Schmäußbräu, dessen Tradition bis auf den Dreißigjährigen Krieg zurückgeht, bis hin zum Schwedentrunk oder Schützenbier. Weniger hochprozentig aber ebenso einmalig sind die Werke der Kronacher Köchinnen, die Schwellenhupfer und Seelenspitzen zaubern. Für Ortsunkundige: Als Schwellenhupfer werden die runden, fränkischen Klöße bezeichnet, die auch auf dem Teller rund bleiben und nicht wie die Thüringer Klöße weich fließen. Seelenspitzen können Besucher vor allem im Herbst ergattern, denn in der Zeit um Allerheiligen werden die kleinen Hefezöpfe, die es in dieser Form nur in Kronach zu essen gibt, nach altem Rezept hergestellt.

Die Geburtsstadt Lucas Cranachs d.Ä., neben Dürer der wichtigste Maler der deutschen Renaissance, fühlt sich bis heute aber nicht nur dem historischen Brauchtum, sondern auch dem künstlerischen Erbe verpflichtet. Das Kunst- und Kulturangebot reicht von zahlreichen Konzerten, einer Sandsteinwerkstatt, den Faust-Festspielen, das professionelle Freilichttheater auf der Festung Rosenberg mit dem in Deutschland einmaligen Konzept: Jedes Jahr "Faust I" und daneben ausschließlich die größten Klassiker der Weltliteratur - absolut klar, für jeden verständlich, mitreißend, packend und unterhaltsam.

Auf halbem Weg zwischen München und Berlin, zwischen Frankfurt am Main und Dresden liegend ist Kronach eine ideale Ausflugsdestination für alle, die ein Wochenende lang die Ruhe und Idylle einer romantischen Altstadt genießen oder zu ausgedehnten Wanderungen im Frankenwald aufbrechen möchten. Gourmets schätzen die Frankenwaldküche und Golfer schlagen auf Gut Nagel, einem 18-Loch-Platz, ab. Auch Familien mit Kindern bietet Kronach zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, von der Sommerrodelbahn bis hin zum Badespaß im Crana Mare, vom Mountainbiking bis hin zu abenteuerlichen Erkundungstouren entlang der trutzigen Festungsmauern auf dem Rosenberg.

Kronach

160pxAbb. 1 Wappen von Kronach
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 318 m
Fläche 66.99 km2
PLZ 96317
Vorwahl 09261
Website kronach.de
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler)

Kronach ist die Kreisstadt des oberfränkischen Landkreises Kronach und ein Mittelzentrum in Bayern. Die Stadt liegt am Fuße des Frankenwaldes, wo die Flüsse Haßlach, Kronach und Rodach zusammenfließen. Kronach ist die Geburtsstadt von Lucas Cranach d. Ä. und verfügt mit der Festung Rosenberg über eine der am besten erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands. Das Stadtbild wird geprägt von der fast zur Gänze erhaltenen Altstadt mit Sandstein- und Fachwerkhäusern, Stadtmauern, Toren, Türmen und Gewölbekellern. Kronach liegt an der Burgenstraße und an der Bier- und Burgenstraße.

Geografie

Kronach liegt südwestlich des Frankenwaldes, weshalb die Stadt den Beinamen Tor zum Frankenwald trägt. Im Stadtgebiet treffen die drei Flüsse Haßlach, Kronach und Rodach zusammen. Das Stadtzentrum mit der historischen Altstadt, die aufgrund ihrer erhöhten Lage auf einem Bergsporn auch Obere Stadt genannt wird, wird von der Haßlach im Westen, der Kronach im Südosten und dem Rosenberg im Norden in der Form eines Dreiecks eingeschlossen.

Stadtgliederung

Kronach besteht aus der Kernstadt und den folgenden Stadtteilen, Weilern und Einödhöfen:

  • Bernsroth
  • Birkach
  • Blumau
  • Dennach
  • Dörfles
  • Fischbach
  • Friesen
  • Gehülz (mit Entmannsdorf, Breitenloh, Brand, Zollbrunn u. a.)
  • Glosberg
  • Gundelsdorf
  • Höfles
  • Kestel
  • Knellendorf
  • Kreuzberg
  • Krugsberg
  • Neuses
  • Ruppen
  • Seelabach
  • Seelach
  • Stübental
  • Vogtendorf
  • Vonz
  • Wötzelsdorf
  • Ziegelerden

Nachbargemeinden

Beginnend im Norden grenzen im Uhrzeigersinn folgende Gemeinden des Landkreises Kronach an die Stadt Kronach: Wilhelmsthal, Marktrodach, Weißenbrunn, Küps, Mitwitz und Stockheim. Im Südosten grenzt zwischen Marktrodach und Weißenbrunn auch die im Landkreis Kulmbach gelegene Gemeinde Rugendorf an das Stadtgebiet von Kronach.

Klima

Geschichte

Der Ort Kronach entstand vermutlich im achten oder neunten nachchristlichen Jahrhundert und wurde im Jahr 1003 in der Chronik des Thietmar von Merseburg als urbs crana erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1122 schenkte Kaiser Heinrich V. Kronach und die umliegenden Gebiete, das sogenannte praedium crana, dem Hochstift Bamberg. Bis zur Säkularisation des Hochstifts in den Jahren 1802/03 behielten die Bamberger Fürstbischöfe die Herrschaft über die Stadt. Zwischen der Reformationszeit (ab 1517) und dem Westfälischen Frieden von 1648 stellte Kronach das nördliche Bollwerk des katholischen Hochstifts zum protestantischen Kurfürstentum Sachsen dar. Infolge dieser Grenzlage wurde die oberhalb der Stadt gelegene und Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnte Burg Rosenberg zu einer frühneuzeitlichen Schlossfestung ausgebaut.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Kronach in den Jahren 1632 bis 1634 mehrmals von einer großen Überzahl der Schweden und ihrer deutschen Verbündeten belagert. Durch den strategisch günstigen Aufbau der Stadt und die entschiedene Gegenwehr ihrer Bewohner konnten die Angreifer jedoch erfolgreich zurückgeschlagen werden. Noch heute erinnert die seit 1633 jährlich stattfindende Schwedenprozession an diese Ereignisse. Eine Besonderheit der Prozession ist, dass die Frauen für ihre Tapferkeit bei der Verteidigung der Stadt den Männern voranschreiten.

Auf die Zeit der Belagerungen geht auch der Spitzname der Kronacher als „Kroniche Housnküh“ (Kronacher Hasenkühe) zurück. Da die Stadt nicht direkt eingenommen werden konnte, versuchten die Angreifer die Bewohner auszuhungern, indem sie sie von der Nahrungs- und Wasserversorgung aus dem Umland abschnitten. Der Legende nach ließen die Kronacher als List das letzte lebende Tier, einen weiblichen Hasen, frei auf der Stadtmauer herumlaufen, um so einen großen Nahrungsvorrat in der Stadt vorzutäuschen. Die Schweden sollen daraufhin die als sinnlos erachtete Belagerung abgebrochen haben und abgezogen sein. Die „Kroniche Housnkuh“ – Feline von der Festung – ist heute das Maskottchen der Stadt.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurde das Hochstift Bamberg 1803 zwangsweise aufgelöst und seine Territorien dem Kurfürstentum Bayern übertragen. Anfang Oktober 1806 dienten Stadt und Festung als Lager für das Heer des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte, der von hier aus seinen Feldzug gegen Preußen startete, der am 14. Oktober 1806 in die Schlacht bei Jena und Auerstedt mündete.

Im Ersten Weltkrieg diente die Festung Rosenberg als Offiziersgefangenenlager, in dem 1917 zeitweise auch der französische Hauptmann Charles de Gaulle, der spätere General und Staatspräsident von Frankreich, untergebracht war. Nach zwei erfolglosen Fluchtversuchen wurde de Gaulle zunächst in ein Lager in der Festung Ingolstadt und später auf die Wülzburg in der Nähe von Weißenburg in Bayern verlegt.

Den Zweiten Weltkrieg überstand Kronach relativ unbeschadet. Gegen Ende des Krieges sollten auf der Festung Rosenberg Produktionshallen für die Herstellung von Teilen für den Düsenjäger Messerschmitt Me 163 errichtet werden. Die geplanten Anlagen wurden jedoch nur zum Teil fertiggestellt und nie in Betrieb genommen, wodurch Stadt und Festung von einer großflächigen Bombardierung durch die Alliierten verschont blieben. Ab März 1945 erfolgten regelmäßig Luftangriffe auf die Stadt. Die Bevölkerung fand bei den Angriffen Zuflucht in den zahlreichen Kellergewölben, die praktisch den gesamten Bergsporn unterhalb der Altstadt durchziehen. Am Nachmittag des 12. April 1945 marschierten amerikanische Truppen nach mehrstündigem Artilleriebeschuss in Kronach ein und besetzten die Stadt.

Die Nachkriegszeit war durch die Nähe zur innerdeutschen Grenze sowie die Eingliederung einer großen Zahl von Heimatvertriebenen geprägt. So erhöhte sich die Einwohnerzahl der Stadt nach 1945 von ursprünglich 6.500 auf über 10.000 Personen. In jüngerer Zeit ermöglichten die Vorbereitungen der Landesgartenschau 2002 die Beseitigung von Bau- und Umweltsünden in einem in den zurückliegenden Jahrzehnten als Gewerbegebiet genutzten Areal; heute dient das Gelände als stadtnahes Erholungsgebiet.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Knellendorf eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Ziegelerden hinzu, Vogtendorf folgte am 1. Juli 1972. Höfles schloss sich am 1. Januar 1975 der Kreisstadt an. Am 1. Januar 1978 wurden Dörfles und Gundelsdorf eingemeindet. Abgeschlossen wurde die Reihe der Eingemeindungen mit der Eingliederung der bis zu diesem Zeitpunkt selbstständigen Gemeinden Fischbach, Friesen, Gehülz, Glosberg, Neuses und Seelach am 1. Mai 1978.

Religion

Bedingt durch die Geschichte des Ortes, der bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Herrschaftsgebiet des katholischen Hochstifts Bamberg gehörte, sind 59 % der Bevölkerung katholisch, vor allem in der Kernstadt und den südlichen, nördlichen und westlichen Gemeindeteilen. Evangelischen Christen wurde erst nach der Säkularisation des Hochstifts im Jahr 1803 das Bürgerrecht in Kronach gewährt. Heute sind 29 % der Einwohner evangelisch, insbesondere in den östlichen Stadtteilen. Außerdem gibt es in Kronach eine Freie Christengemeinde und eine Gemeinde der Jesus Freaks.

Mindestens seit dem 17. Jahrhundert waren jüdische Familien in der Stadt ansässig, die 1880 eine eigenständige Kultusgemeinde gründeten und 1883 eine Synagoge errichteten. Das Gebäude wurde im Februar 1938 an die Stadt Kronach verkauft, die es bis 1972 als Sanitätsdepot nutzte und im Anschluss bis 1988 als Lagerhaus verpachtete. Dadurch überstand das Bauwerk die Novemberpogrome 1938 unbeschadet, während die nach Bamberg verbrachte Ausstattung der Synagoge dort zerstört wurde. Die jüdische Kultusgemeinde in Kronach wurde 1942 aufgelöst; die ehemalige Synagoge, die im Jahr 2002 vom Aktionskreis Kronacher Synagoge restauriert wurde, dient heute als Gedenkstätte und kultureller Veranstaltungsraum. Der Kronacher Stadtrat ehrte die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Juden der Stadt 1964 mit einem Gedenkstein auf dem christlichen Friedhof unter Namensnennung der ausgelöschten Familien.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 25 Mitglieder (den Ersten Bürgermeister und 24 Stadträte). Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung:

Partei / Liste Sitze
CSU 9
SPD 6
FW 7*
Frauenliste 2
Grüne 1
Gesamt 25
* darunter der erste Bürgermeister

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 2008 Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler). Sein Vorgänger war Manfred Raum (SPD); von 1970 bis 1984 amtierte Baptist Hempfling (CSU).

Wappen

Die Blasonierung des Wappens der Stadt Kronach lautet: „Geteilt von Silber und Rot; oben ein grüner Lorbeerkranz, beseitet von zwei roten heraldischen Rosen; unten nebeneinander eine silberne Mauerkrone und eine goldene Lagerkrone über einer silbernen heraldischen Rose.“

Erste Siegelabdrucke sind aus dem Jahr 1320 überliefert. Sie zeigen eine Zinnenmauer, hinter der sich ein von drei Rosen umgebener Zinnenturm befindet. In einem Siegelabdruck, der auf das Jahr 1553 datiert ist, erscheint dieses Bild erstmals in einem Wappenschild. Darstellungen dieses Wappens finden sich beispielsweise über dem Eingangsportal an der Ostseite des Alten Rathauses und über einem Durchgang in der Stadtmauer hinter dem neuen Rathaus.

Das heute geführte Wappen wurde Kronach im Jahr 1651 vom Bamberger Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg verliehen. Anlass hierfür war die Tapferkeit der Kronacher bei der erfolgreichen Verteidigung gegen die Schweden und deren deutsche Verbündete, die die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges mehrfach angegriffen und belagert hatten. Als Schildhalter für das Wappen dienen zwei Männer, die ihre abgezogene Haut unter dem Arm tragen. Sie erinnern an eine Begebenheit während der ersten Belagerung im Jahr 1632: Vier Kronacher Männer wurden bei einem Ausfall, bei dem sie mehrere Kanonen der Belagerer durch Vernageln der Zündlöcher unbrauchbar machten, von den Schweden gefasst und geschunden. Zwischen 1819 und 1938 waren diese beiden Schildhalter nicht in den Dienstsiegeln der Stadt enthalten.

Städtepartnerschaften

Kronach unterhält Städtepartnerschaften mit drei europäischen Städten und Gemeinden. Die erste Partnerschaft wurde am 31. August 1990 mit der Stadt Hennebont in Frankreich geschlossen, zweite Partnerstadt wurde am 22. Oktober 1994 Kiskunhalas in Ungarn. Die dritte Partnerschaft mit der Gemeinde Rhodt unter Rietburg in Deutschland wurde im Jahr 2001 offiziell beurkundet; die Beziehungen zwischen den beiden Orten bestehen jedoch bereits seit dem Jahr 1951.

Am 7. August 1955 übernahm Kronach die Patenschaft für die ehemaligen Bewohner der sudetendeutschen Stadt und des Heimatkreises Podersam, die aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. In einer Urkunde wurde den Podersamer Vertriebenen Kronach als „zweite Heimat und Hauptort der Pflege und Wahrung heimatlicher Überlieferung und Kultur“ garantiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Freizeit- und Sportanlagen

Kronach bietet viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Für Bildungsreisende bieten die historische Altstadt und die Festung Rosenberg alte Bausubstanz sowie Museen und Galerien. Ein Flößerei-Verein im Ortsteil Neuses veranstaltet Floßfahrten auf den Spuren eines einst für die Region bedeutenden Wirtschaftszweiges.Mit der Landesgartenschau im Jahr 2002 wurde ein großer Freizeit- und Erholungspark mit Erlebnisspielplatz eingerichtet. Das Erlebnisbad Crana Mare mit einer Riesenrutsche im Freibadbereich und einem Dampfbad im Hallenbadbereich dient auch dem Schulsport Kronacher Schüler.Für Freiluft-Aktivitäten bieten sich eine Sommer- und eine Winterrodelbahn, mehrere Tennisplätze sowie Mountainbike-Strecken an. Im Winter wird im Ortsteil Gehülz ein Skilift betrieben.Für Indoor-Sportarten gibt es ein Bogenschießzentrum, das Schützenhaus der SG Kronach für Sportschützen sowie einen Billardclub. Verschiedene sportliche Angebote hält die Turnerschaft 1861 e.V. Kronach bereit. Es gibt ein modernes Kino mit drei Sälen. Am Kreuzberg befinden sich eine Sportanlage, eine Sporthalle und ein Flugplatz.

Wanderwege

Zu Fuß erreicht man Kronach von Osten auf dem Hubertusweg, von Südosten auf dem Burgenweg, von Westen (über Mitwitz) auf dem Döbra-Radspitz-Weg sowie von Norden auf dem Weg durch das Kremnitztal bis Gifting, dann weiter auf dem Burgenweg.

Weiterhin streift der Fernwanderweg Frankenweg die Stadt und führt zum Lucas-Cranach-Turm.

Parkanlagen

Für die Landesgartenschau im Jahr 2002 wurde entlang der Haßlach ein etwa fünf Hektar großes Areal mit ehemaligen Gewerbeflächen saniert und ein stadtnaher Erholungsbereich geschaffen. Eine 13 Meter breite und 200 Meter lange Promenade, die von einer Lindenallee umgeben ist, führt seither vom Nordeingang zu einer stufenförmig angelegten Steinterrasse, die als Zuschauertribüne für die Seebühne am Ufer gegenüber dient. Von dort aus überblickt man das zentrale Ausstellungsgelände der Landesgartenschau mit einem Abenteuerspielplatz, einem Kletter- und Aussichtsturm, dem Kreislehrgarten und dem Überflutungsbecken, das bei Hochwasser die übers Ufer tretende Haßlach aufnimmt. Auf dem Landesgartenschau-Gelände gibt es einen Skulpturenweg, der am Plessi-Turm Water-Fire beginnt und bei den Skulpturen der Sandstein-Triennale endet. Folgt man dem Weg über das sogenannte Knie nach Süden, kommt man unter der Südbrücke hindurch über einen Steg in den Höringsgarten. Von dort aus öffnet sich das Gartenschaugebiet mit einer Hubbrücke über die Rodach. Im anschließenden Gelände befindet sich in Richtung auf den Ortsteil Neuses eine Skater-Anlage, ein Spielfeld für Ballsportarten und ein Anlegeplatz für Floßfahrten.

Von einem kleinen Park in der Jahnsallee westlich der Stadtmauern mit altem Baumbestand an der Haßlach hat man einen schönen Blick auf die Altstadt.

In der Stadtmitte am Marienplatz befindet sich der Stadtpark. Seine Verlängerung ist der Stadtgraben. Die Anlage ist zirka 500 Meter lang und enthält unter anderem einen Kinderspielplatz.

Am Kreuzberg liegt ein etwa 500 Meter langer Park in der Nähe des Sportzentrums; der Burggarten mit zahlreichen alten Bäumen bietet einen Blick über Kronach.

Museen und Galerien

Die Festung Rosenberg beherbergt mehrere Museen. Im renovierten ehemaligen Kommandantenwohnhaus befindet sich die Fränkische Galerie als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums. Auf zwei Geschossen präsentiert sie bedeutende Tafelgemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts mit vier eigenhändigen Gemälden von Lucas Cranach d. Ä. sowie einer großen Auswahl kostbarer Skulpturen der Gotik und der beginnenden Renaissance, fast alle in ihren originalen Farbfassungen. Sie enthält zahlreiche Werke ersten Ranges (unter anderem eigenhändige Arbeiten von Tilman Riemenschneider und Adam Kraft). Geboten wird ein Einblick in die Kunst Frankens; es sind aber auch andere Gebiete vertreten. Des Weiteren befindet sich auf der Festung ein Steinmetzmuseum. Im Fürstenbau werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt, unter anderem mit zeitgenössischer Kunst. Das Projekt Deutsches Festungsmuseum befindet sich noch im Planungsstadium und soll in Zukunft eine Lücke in der Museumslandschaft zwischen den Themen Burg und Schloss füllen.Auch die Galerie im Landratsamt, die Galerie des Kronacher Kunstvereins, die Galerie in der Kreisbibliothek und die 2002 renovierte Kronacher Synagoge zeigen wechselnde Ausstellungen.

In der Oberen Stadt informiert die Podersamer Heimatstube über die sudetendeutsche Patengemeinde Kronachs; im Ortsteil Neuses kann ein Dorfmuseum besichtigt werden.

Bauwerke

Da Kronach den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden hat, kann es mit einer Reihe von historischen Bauwerken aufwarten. Unterhalb der weithin sichtbaren und die Stadt überragenden Festung Rosenberg erstreckt sich die sogenannte Obere Stadt, die historische Altstadt, mit einem Ensemble von Gebäuden mit dem Historischen Rathaus und der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer. Der viergeschossige, fast quadratische Lehlauben- oder Hexenturm als Teil der Stadtmauern befindet sich unweit des neuen Rathauses. Erbaut wurde er im Jahre 1444 und war zunächst der nordöstliche Eckpfeiler der Stadtbefestigung. In seinem Untergeschoss befindet sich ein Verlies, das bis ins 17. Jahrhundert als Gefängnis diente.

Außerhalb der Stadtmauern stehen im Westen das Oblatenkloster mit Klosterkirche, im Süden die Spitalkirche mit Bürgerspital und im Osten die Kronacher Synagoge, die 2002 aufwändig renoviert wurde. Auf dem Kreuzberg befindet sich die 1644 erbaute barocke Heilig-Kreuz-Kapelle. Am Friedhof der Stadt steht eine weitere, dem heiligen Nikolaus von Myra geweihte Kapelle aus dem späten 14. Jahrhundert.

In Kronacher Ortsteilen lohnen die Wallfahrtskirche Maria Glosberg, die Kirche St. Georg in Friesen mit mittelalterlichen Wandfresken und die Heunischenburg in Gehülz eine Besichtigung.

Baudenkmäler

Regelmäßige Veranstaltungen

Feste und Märkte

Das kulturelle Leben Kronachs wird durch eine Reihe regelmäßiger Veranstaltungen geprägt, von denen das alljährliche Schützenfest, das Kronacher Freischießen, die größte Anziehungskraft besitzt. Begründet wurde es durch die seit 1444 überlieferten Kronacher Stadtschützen, die auf der Hofwiese trainierten, um die Stadt im Ernstfall verteidigen zu können. Als Fest an sich existiert das Freischießen seit 1588. Es endet am vorletzten Sonntag im August und beginnt zehn Tage vorher am Donnerstag mit der Bierprobe und dem traditionellen Bieranstich durch den Ersten Bürgermeister.

Alljährlich im Mai wird das Fest Kronach leuchtet veranstaltet, bei dem die Kronacher Altstadt und die Festung Rosenberg in den Abend- und Nachtstunden von zahlreichen Lichtinstallationen kunstvoll beleuchtet werden. Planung und Errichtung der Installationen für die im Jahr 2006 zum ersten Mal ausgerichtete Veranstaltung erfolgen in Zusammenarbeit mit Architektur- und Lichtdesign-Studenten verschiedener deutscher und internationaler Hochschulen.

Im Andenken an die bewegte Geschichte Kronachs, das im Dreißigjährigen Krieg mehrmals von schwedischen Truppen belagert wurde, findet seit 1633 am Sonntag nach Fronleichnam die sogenannte Schwedenprozession statt. Eine Besonderheit dieser Prozession ist, dass die Frauen seit 1634 als Ehrung für ihre Tapferkeit bei der Verteidigung der Stadt den Männern voranschreiten.

Im zweijährlichen Turnus – jeweils in den ungeraden Jahren – findet am letzten Juniwochenende das Historische Stadtspektakel statt, bei dem unter anderem der Schwedensturm von 1634 mit kostümierten Truppen nachgestellt wird. Im Wechsel mit dem Stadtspektakel wird in den geraden Jahren ebenfalls im Juni das Festival Crana Historica auf und um die Festung Rosenberg herum abgehalten. International bekannte Musiker und Reenactors treffen auf Marktleute.

Märkte werden beim Kronacher Altstadtfest Anfang September, beim Dreiländertreffen zum Tag der Deutschen Einheit sowie zur Kronacher Weihnacht an jedem Adventswochenende in der Oberen Stadt abgehalten. In der Faschingszeit wird die Kronicher Fousanaocht mit großen Büttenabenden gefeiert und Mitte Juli lädt die Kaiserhof-Brauerei zu einem Brauereifest ein.

Kunst, Theater, Musik

Von 1995 bis 2015 fanden im Sommer auf einer Freilichtbühne auf der Festung Rosenberg die von Daniel Leistner und Ulrike Mahr ins Leben gerufenen Faust-Festspiele statt, die neben Johann Wolfgang von Goethes Faust. Eine Tragödie. Klassiker der Weltliteratur in knappen volksnahen Fassungen in historischen Kostümen aufführten. Ab dem Jahr 2016 sollen die Festspiele mit verändertem Konzept und einem neuen Führungsteam unter dem Namen Rosenberg-Festspiele stattfinden.

Im Winterhalbjahr bespielte das Ensemble um Daniel Leistner die Werkbühne im Historischen Rathaus. Nach dem Ende der Faust-Festspiele nach der Saison 2015 zog die Werkbühne im Jahr 2016 ins benachbarte Marktrodach um.

Die Kronacher Sommerakademie führt auf dem Festungsgelände Kurse zu den Themen Mosaik, Töpferei, Bildhauerei und Aktmalerei durch.Die Fränkische Galerie in der Festung Rosenberg zeigt Malerei und Skulpturen aus dem späten Mittelalter bis hin zur Zeit Lucas Cranachs, der mit vier Werken vertreten ist. Daneben werden wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler gezeigt; Werke von Ren Rong, Elvira Bach, Dao Droste und Wilhelm Holderied waren zu sehen.

Die Sandstein-Triennale des Kronacher Kunstvereins e. V. findet seit 2002 auf dem Landesgartenschaugelände statt.

Seit 2004 probt im Herbst das Orchesterprojekt der Kronacher Klassik Akademie und beendet seine Arbeitsphase mit einem sinfonischen Abschlusskonzert im Atrium der Maximilian-von-Welsch-Realschule Kronach.

Auf der Festung Rosenberg findet außerdem seit 2006 das Rockfestival "Festung Rockt" statt, bei dem schon namhafte Bands wie Emil Bulls, Montreal oder die Donots spielten. Der Veranstalter ist das Jugendzentrum Struwwelpeter.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft in Kronach ist vor allem mittelständisch geprägt. Größter Arbeitgeber ist die Dr. Schneider Unternehmensgruppe, deren Firmensitz sich seit 1959 im Kronacher Stadtteil Neuses befindet. Das international mit rund 3000 Mitarbeitern an mehreren Standorten vertretene Unternehmen beschäftigt in Kronach etwa 1300 Mitarbeiter und entwickelt und produziert Kunststoffteile für die Automobilindustrie. Zweitgrößter Arbeitgeber ist mit 650 Mitarbeitern die Frankenwaldklinik, ein Krankenhaus der Versorgungsstufe 2 und Teil der Helios-Kliniken-Gruppe.

Ein weiteres überregional agierendes Unternehmen mit Niederlassung in Kronach ist die in Southfield in den Vereinigten Staaten beheimatete Lear Corporation, die in Kronach elektronische Bauteile für die Automobilindustrie fertigt.

Lange Zeit das bedeutendste Industrieunternehmen in Kronach war mit ursprünglich rund 1000 Beschäftigten der Unterhaltungselektronik-Hersteller Loewe, der hier seit März 1945 seinen Firmensitz hat. Nachdem das Unternehmen 2013 in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und einem großen Teil seiner Angestellten kündigen musste, wird die Fertigung in Kronach mit rund 500 Mitarbeitern weitergeführt.

Verkehr

Auto

Kronach liegt an einem Kreuz der Bundesstraßen 85, 173 und 303.

Bahn

Der Bahnhof Kronach liegt an der Frankenwaldbahn (Saalfeld–Bamberg). Sie ist ein Abschnitt der ICE-Strecke München–Berlin, die ICE halten jedoch nicht in Kronach. Von der Stadt aus hat man von 5 bis 22 Uhr stündlich Anschluss nach Süden (Bayern) und nach Norden in Richtung Thüringen.

Flugzeug

Kronach verfügt über einen Segelflugplatz. Der nächstgelegene internationale Verkehrsflughafen ist der Flughafen Nürnberg.

Tourismus

Durch Kronach führen die in west-östlicher Richtung von Mannheim nach Prag verlaufende Burgenstraße und die Bier- und Burgenstraße, die Bad Frankenhausen und Passau verbindet.

Bildung

Kronach besitzt eine Grundschule, eine Hauptschule, zwei Realschulen und zwei Gymnasien und ist Standort mehrerer Berufs- und Berufsfachschulen, darunter eine von elf Berufsfachschulen für Musik in Bayern.

  • Gymnasien Kaspar-Zeuß-Gymnasium Frankenwald-Gymnasium
  • Realschulen Siegmund-Loewe-Realschule Maximilian-von-Welsch-Realschule
  • Hauptschulen Gottfried-Neukam-Mittelschule
  • Grundschulen Lucas-Cranach-Volksschule
  • Förderschulen
  • Berufliche Schulen Lorenz-Kaim-Schule Berufliches Schulzentrum Kronach Berufsfachschule für Kinderpflege Berufsfachschule für Hauswirtschaft Berufsfachschule für Sozialpflege
  • Sonstige Schulen Berufsfachschule für Musik Oberfranken Berufsfachschule für Krankenpflege Pestalozzi-Schule Private Schule für Geistbehinderte Sing- und Musikschule

Persönlichkeiten

In Kronach geboren

Die berühmteste Persönlichkeit, die Kronach hervorgebracht hat, ist der Maler und Grafiker Lucas Cranach der Ältere (1472–1553).

Außerdem stammen aus Kronach:

  • der evangelische Theologe Johannes Grau (1483–1559)
  • der evangelische Theologe Johann Weiß (1498–1561)
  • der evangelische Theologe Matthias Gunderam (1529–1564)
  • der Architekt und Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch (1671–1745)
  • der Philologe Johann Kaspar Zeuß (1806–1856)
  • der Buchdrucker und Reichstagsabgeordnete Konrad Fischer (1854–nach 1893)
  • der SS-Hauptscharführer Josef Kestel (1904–1948)
  • der Würzburger Bischof Josef Stangl (1907–1979)
  • der Komponist Max Baumann (1917–1999)
  • der CSU-Kommunal- und Landespolitiker Baptist Hempfling (* 1918)
  • der Heraldiker Karl Nikolaus Haas (1920–1991)
  • der Künstler und Hochschullehrer Hans Brög (* 1935)
  • der CSU-Politiker Heinz Hausmann (* 1941)
  • der Schriftsteller und Publizist Ingo Cesaro (* 1941)
  • der Linguist und Indogermanist Heiner Eichner (* 1942)
  • der Verwaltungsjurist, Arbeits- und Sozialrechtler sowie Kulturverwaltungsrechtler Hans Hablitzel (* 1945)
  • die Theaterautorin Kerstin Specht (* 1956)
  • der Abt von Stift Heiligenkreuz Maximilian Heim (* 1961)
  • der Maler Cornelius Völker (* 1965)
  • der Schauspieler Daniel Leistner (* 1965)
  • der CSU-Politiker Christian Meißner (* 1969)
  • der Dirigent Axel Kober (* 1970)
  • die Moderatorin Heike Götz (* 1970)
  • der Klarinettist, Orchesterleiter und Komponist Marco Plitzner (* 1972)
  • der Trompeter, Orchesterleiter, Autor und Komponist Holger Mück (* 1975)
  • der Fotograf Martin Rehm (* 1985)
  • die Fußballspielerin Jessica Wich (* 1990)
  • der Fußballspieler Nico Karger (* 1993)

Personen, die mit der Stadt verbunden sind

  • Der Bamberger Fürstbischof Weigand von Redwitz (1476–1556) besuchte in Kronach die Schule, war dort einige Jahre Oberpfarrer und trieb als Fürstbischof den Ausbau der Burg Rosenberg zum Renaissanceschloss entscheidend voran. Seine enge Beziehung zur Stadt hat er ausdrücklich betont, in den fürstlichen Gemächern auf dem Rosenberg ist er verstorben.
  • Der Baumeister Balthasar Neumann (1687–1753) baute im Auftrag des Bamberger Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn (1655–1729) den Kommandantenbau der Festung Rosenberg um.
  • Der deutsche Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) übernachtete am 17. November 1797 auf dem Rückweg von seiner Italienreise im Gasthof zur Post, an dessen ehemaligem Standort sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Gebäude des Kronacher Amtsgerichts befindet.
  • Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) übernachtete vom 8. auf den 9. Oktober 1806 auf seinem Vormarsch im Krieg gegen Preußen im Kronacher Pfarrhaus. Eine Woche später, am 14. Oktober, besiegte er die preußische Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt.
  • Der CSU-Politiker Werner Schnappauf (* 1953) besuchte das Kronacher Kaspar-Zeuß-Gymnasium, war von 1989 bis 1998 Landrat des Landkreises Kronach und von 2003 bis 2007 Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Sonstiges

  • Eine Embraer ERJ-190 der Lufthansa CityLine mit der Registrierung D-AECE trägt den Namen Kronach.
  • Der Nicht-Spieler-Charakter Stanislaus Braun aus dem Rollenspiel Fallout 3 stammt laut seinen persönlichen, im Spiel einsehbaren Aufzeichnungen aus Kronach.
  • Die zum Stadtjubiläum im Jahr 2003 ausgegebene Briefmarke „1000 Jahre Kronach“ ist im Film Mission: Impossible III auf einer Postkarte zu sehen, die Hauptfigur Ethan Hunt (Tom Cruise) von einer später getöteten Kollegin zugeschickt wird.

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