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Stadtplan Jüchen

Jüchen

160pxAbb. 1 Wappen von Jüchen
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Rhein-Kreis Neuss
Höhe 81 m
PLZ 41363
Vorwahl 02164, 02165, 02166, 02181, 02182
Gliederung 27 Ortsteile
Website www.juechen.de
Bürgermeister Harald Zillikens (CDU)

Jüchen ist eine Stadt im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. Die mittlere kreisangehörige Stadt liegt zwischen dem nordwestlich gelegenen Mönchengladbach und dem südöstlich gelegenen Grevenbroich. Der Tagebau Garzweiler liegt südlich von Jüchen in unmittelbarer Nähe.

Geografie

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 10,8 Kilometer und die Ost-West-Ausdehnung 9,4 Kilometer.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden bzw. -städte Jüchens sind im Uhrzeigersinn:

  • Stadt Korschenbroich, Stadt Grevenbroich (alle im selben Kreisgebiet),
  • Stadt Bedburg (im Rhein-Erft-Kreis),
  • indirekt Gemeinde Titz (im Kreis Düren),
  • Stadt Erkelenz (im Kreis Heinsberg)
  • kreisfreie Stadt Mönchengladbach

Stadtgliederung

Zur Stadt Jüchen gehören folgende Ortsteile:

  • Aldenhoven
  • Bedburdyck
  • Damm
  • Dürselen
  • Garzweiler
  • Gierath
  • Gubberath
  • Hackhausen
  • Herberath
  • Hochneukirch
  • Holz
  • Hoppers
  • Kamphausen
  • Kelzenberg
  • Mürmeln
  • Neuenhoven
  • Otzenrath
  • Priesterath
  • Spenrath
  • Rath
  • Schaan
  • Schlich
  • Stessen
  • Stolzenberg
  • Waat
  • Wallrath
  • Wey
Hochneukirch hieß bis zum Anschluss an das Kaiserliche Eisenbahnnetz im Jahr 1873 Neukirchen.

Im Zuge des Tagebau Garzweiler wurden im Laufe der Zeit die Ortschaften:

  • Garzweiler
  • Holz
  • Otzenrath
  • Priesterath
  • Spenrath
  • Stolzenberg

umgesiedelt und später abgebaggert. Während der Umsiedlung wurden die Ortsnamen der bislang bestehenden Ortschaften (zur Unterscheidung) durch die Bezeichnung „Alt“ und die Ortsnamen der neu angelegten Ortslagen durch die Bezeichnung „Neu“ ergänzt. Nach der vollständigen Umsiedlung und Auflösung der alten Ortslagen wurden die Zusatzbezeichnungen „Neu“ vor den Ortsnamen der neuen Ortslagen entfernt.

Geschichte

Erste Ansiedlungen gehen auf die urgeschichtliche Zeit (Bandkeramiker) zurück. Der Ortsname leitet sich vermutlich von der römischen Villa Jucunda ab, die sich am Westrand des heutigen Jüchen befand. Aus der Zeit des 6. und 7. Jahrhunderts wurden fränkische Gräber gefunden. Im Jahre 866 wurde der Abtei Prüm Grund in Iuhcgende / Iughgende geschenkt; diese frühe Erwähnung identifizierte man früher mit Jüchen, was heute jedoch abgelehnt wird.

Die sichere Ersterwähnung erfolgt zum Jahr 1273/4. Jüchen gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Jülich (Amt Kaster). 1794 wurde das Gebiet von französischen Truppen besetzt. Es entstand die Mairie Jüchen, die zum Kanton Odenkirchen im Arrondissement Krefeld im Département de la Roer gehörte. 1815 kam Jüchen an das Königreich Preußen. Ein Jahr später entstand die Bürgermeisterei Jüchen, die an den Kreis Grevenbroich kam und 1929 an den Kreis Grevenbroich-Neuß. 1975 wurde Jüchen ein Teil des Rhein-Kreis Neuss.

Am 28. November 2017 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, vertreten durch Ministerpräsident Armin Laschet und Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach die Verordnung unterzeichnet, dass Jüchen zum 1. Januar 2019 zur mittleren kreisangehörigen Stadt ernannt wird.

Eingemeindungen

In den 1930er Jahren kam es zu einigen lokalen Neugliederungen, die auch den Raum Jüchen betrafen: 1937 wurde das Amt Elsen aufgelöst. Die Gemeinde Elsen wurde in die Stadt Grevenbroich eingemeindet und die Gemeinde Elfgen blieb eine selbständige Gemeinde im Amt Jüchen. Kurz hierauf wurde die Gemeinde Kelzenberg aufgelöst und in die Gemeinde Jüchen eingegliedert. 1964 wurde die Gemeinde Elfgen aufgrund der Braunkohlenplanungen aufgelöst und der Ort fand in der Stadt Grevenbroich seinen Umsiedlungsstandort. Am 1. Januar 1975 wurde die neue Gemeinde Jüchen aus den Gemeinden Jüchen, Hochneukirch, Garzweiler und Bedburdyck gebildet.

Einwohnerentwicklung

(zum 30. September)
  • 1983 – 20.926(jeweils zum 31. Dezember)
  • 1998 – 22.662
  • 1999 – 22.636
  • 2000 – 22.710
  • 2001 – 22.569
  • 2002 – 22.476
  • 2003 – 22.517
  • 2004 – 22.642
  • 2005 – 22.793
  • 2006 – 22.487
  • 2007 – 22.534
  • 2008 – 22.732
  • 2010 – 22.455 (Stand: 30. Juni 2010)
  • 2012 – 22.379
  • 2013 – 22.556
  • 2014 – 22.855
  • 2015 – 23.260
  • 2016 – 23.691 (Stand: 16. Juni 2016)

Politik

Gemeinderat

Die Gesamtzahl der Sitze: im Jüchener Stadtrat beträgt 42 (regulär 38 Sitze, zuzüglich 4 Überhang- und Ausgleichsmandate). Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 verteilen sie sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Wählergemeinschaften:

  • CDU: 20 Sitze
  • SPD: 11 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • GRÜNE: 3 Sitze
  • FWG: 3 Sitze
  • DIE LINKE.: 1 Sitz
  • SÖWA: 1 Sitz

Bürgermeister

Harald Zillikens (* 1959) (CDU) wurde 2009 zum Bürgermeister gewählt und 2015 im Amt bestätigt. Amtsvorgängerin war Margarete Kranz (CDU), die für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand.

Städtepartnerschaften

  • Leers in Frankreich
  • Rebesgrün, Ortsteil der Stadt Auerbach/Vogtl. (Sachsen)

Das Wappen der Stadt Jüchen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Neugotische katholische Kirche St. Jakobus d. Ä. in Jüchen
  • Evangelische Hofkirche hinter den Häusern am Jüchener Markt
  • Haus Katz in Jüchen, das denkmalgeschützte Gebäude beherbergt unter anderem das Jugendamt
  • Windmühlentürme in Jüchen und Hochneukirch
  • Schloss Dyck (bei Damm, früherer Stammsitz der Fürsten Salm-Reifferscheidt-Dyck)
  • Nikolauskloster bei Damm
  • Dycker Weinhaus in Damm
  • Wasserturm in Holz (wegen Tagebau Garzweiler im Januar 2011 gesprengt)
  • Katholische Kirchen in Hochneukirch und Bedburdyck
  • Becherhof in Aldenhoven
  • Burgturm Gierath
  • Rittergut Leuffen in Alt-Otzenrath (wegen Tagebau Garzweiler abgerissen am 26. Februar 2007)

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Tagebau

Südwestlich von Jüchen liegt der Tagebau Garzweiler. Die zur Gemeinde Jüchen gehörenden Ortsteile Otzenrath und Spenrath wurden deshalb abgerissen und umgesiedelt. Der Braunkohletagebau Garzweiler ist von einem Aussichtspunkt aus einzusehen.

Weiteres

Siehe: Windpark Jüchen

Bildung

In Jüchen befinden sich in städtischer Trägerschaft insgesamt fünf Grundschulen (die kath. Grundschule in Hochneukirch, die Janusz-Korczak-Grundschule in Neu-Otzenrath, die Gemeinschaftsgrundschule in Jüchen, die Lindenschule in Gierath und die Gemeinschaftsgrundschule in Stessen), das Gymnasium und die Gesamtschule Jüchen.

Verkehr

Jüchen liegt an der Bahnstrecke Rheydt–Köln-Ehrenfeld und besitzt zwei Bahnstationen: Jüchen und Hochneukirch. Der Bahnhof Jüchen wurde 1889 mit einem Empfangsgebäude errichtet, welches heute in Privatbesitz ist. In der Gemeinde Jüchen, bei Hochneukirch mündete die bis 1983 von Jülich kommende Strecke ein.

Persönlichkeiten

  • Hermann Hersch (1821–1870), Dichter und Dramatiker
  • Heinrich Siegmund Blanckertz (1823–1908), Begründer der deutschen Stahlfeder-Industrie
  • Peter Bamm, eigentlich Curt Emmrich (1897–1975), Schriftsteller
  • Fritz von Ameln (1901–1970), ehemaliges Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen
  • Dietrich Zilleßen (* 1937), Professor für Religionspädagogik an der Universität zu Köln
  • Willibert Kremer (* 1939), Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
  • Willy Wimmer (* 1943), deutscher Politiker der CDU
  • Annette Schavan (* 1955), von 2005 bis 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • Sylvia Kollek (* 1970), aufgewachsen in Aldenhoven, war Jurymitglied der Fernsehshow Deutschland sucht den Superstar
  • Julius Weckauf (* 2007), Kinderdarsteller

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Jüchen

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