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Glauchau
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Stadtplan Glauchau
Stadt Glauchau
Markt 1
8371 Glauchau

http://www.glauchau.de

Glauchau

160pxAbb. 1 Wappen von Glauchau
Basisdaten
Bundesland Sachsen
Höhe 266 m
PLZ 08371
Vorwahl 03763
Gliederung Kernstadt, 6 Ortschaften
Website glauchau.de
Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos)

Glauchau (im sächsischen Dialekt auch Glauche) ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Zwickau. Im ehemaligen Landkreis Chemnitzer Land war sie Kreisstadt. Die Stadt hatte ihre Blüte zur Zeit der Hochindustrialisierung in Deutschland und war ein bedeutender Standort der Textilindustrie.

Ältere Namensformen

In mittelalterlichen Urkunden werden Ort, Stadt und Burg mit verschiedenen Namenformen/Schreibweisen betitelt:

  • Cluchowe (Ersterwähnung am 4. März 1240, lateinisch)
  • Gluchowe (1256, lateinisch)
  • Gluchow (1335, lateinisch)
  • Glauchaw (1524)
  • Gluchaw
  • Glaucha (1536)
  • Glawche (1530), dies entspricht offenbar der heutigen sächsischen Aussprache als „Glauche“
  • Glauchau (um/nach 1675)

Wegen der Schreibweise Glaucha besteht in Urkunden Verwechslungsgefahr mit der ehemaligen Stadt Glaucha bei Halle/Saale.

Namensursprung und Verbreitung

Der Name der ursprünglichen slawischen Siedlung „Gluchowe“ (oder "Cluchowe") leitet sich höchstwahrscheinlich von der slawischen Geländebezeichnung „Gluchov“ oder „gluchy“ ab, was übersetzt lautlos oder still bedeutet.

Im slawischen Sprachgebiet kommen heute ähnliche Ortsnamen mehrfach vor, so Gluchow in Polen nahe Warschau und ebenso nordöstlich von Kiew in der heutigen Nordukraine.siehe dazu:

  • Gluchow
  • Głuchów
  • Hluchiw

Geographie

Geographische Lage

Glauchau liegt an der Zwickauer Mulde, am Rand des Erzgebirgsbeckens, auf einer Höhe von (St. Georgen-Kirche) im Süden des Sächsischen Burgen- und Heidelandes. Die nächsten Oberzentren sind Zwickau (13 km), Chemnitz (26 km) und Gera (33 km).Der Glauchauer Bismarckturm steht auf der Bismarckhöhe () über der Stadt Glauchau. Die Sohle der Zwickauer Mulde bei der Glauchauer Eisenbahnbrücke (Strecken nach Zwickau und Gößnitz) befindet sich auf m Höhe.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Stadt umfasst etwa 50 km², wovon 20 km² der Rümpfwald ausmacht. Teile dieses Waldes wurden von der Sowjetarmee als Übungsplatz genutzt. Er ist heute ein Naturschutzgebiet, in dem viele Tiere leben, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt werden.

Nachbargemeinden

An Glauchau grenzen die Gemeinden Callenberg, Dennheritz, Remse, St. Egidien und Mülsen. Des Weiteren ist Glauchau von den Städten Lichtenstein, Meerane, Zwickau und Waldenburg umgeben.

Stadtgliederung

Glauchau besteht aus der Kernstadt und 14 Ortsteilen:
Nachfolgende Tabelle zeigt die Einwohnerzahlen dieser Ortsteile am Stichtag der letzten Volkszählung (9. Mai 2011).

Gemeinde-
schlüssel
Gemeindeteil Bevölkerung
010 Albertsthal 313
020 Ebersbach 131
030 Gesau 1.489
040 Glauchau 14.957
050 Höckendorf 170
060 Hölzel 154
070 Jerisau 503
080 Kleinbernsdorf 37
Gemeinde-
schlüssel
Gemeindeteil Bevölkerung
090 Lipprandis 117
100 Niederlungwitz 2.677
110 Reinholdshain 863
120 Rothenbach 522
130 Schönbörnchen 797
140 Voigtlaide 183
150 Wernsdorf 665

Geschichte

Stadtgeschichte

Der Name der Stadt wird so erklärt: Das altsorbische Wort gluch mit der Bedeutung „stiller Ort, dichter Wald“ sei ursprünglich als Waldbezeichnung Ausgangspunkt für Gluchov gewesen, aus dem Glauchau wurde.

Im Schutze einer um 1170 vom Geschlecht der Schönburger errichteten Burg entstand Mitte des 13. Jahrhunderts mit der -heute sogenannten- Oberstadt ein planmäßig angelegter Ort. Kirchenrechtlich gehörte Glauchau bei seiner Gründung zum Archidiakonat "trans muldam" des Bistums Naumburg-Zeitz.

Es bildeten sich aber zunächst mindestens drei rechtlich unabhängige Teilstädte heraus: "Rechtstadt" (Innenstadt mit Stadtmauer und Marktplatz), "Vorstadt" (1525: "vorstat Glauchaw", später auch "Lange Vorstadt" genannt, mit eigener Stadtmauer und Gerichtsbarkeit) sowie die Teilstadt "Hain" südlich der Burg. Später entstand im Spätmittelalter oder der Frühen Neuzeit noch die damals "Oberstadt" genannte Gemeinde, die keine Stadtrechte besaß und eine Dorfgemeinde war. Alle Dörfer und Einwohner der Herrschaft Glauchau (außer die der "Rechtstadt" und der "Vorstadt") waren dem Landgericht in der Vorstadt rechtlich unterstellt.

1363 ist in Glauchau ein Richter ("index") belegt, und 1389 ein Vogt ("advocatus"). Ebenfalls unter den Herren von Schönburg dienende Amtmänner, Oberamtmänner und Unteramtmänner waren Vorsteher der Gerichte im Amt Glauchau. Der Amtmann oder Oberamtmann war alleinig zuständig für die hohe Gerichtsbarkeit (Halsgerichtsbarkeit).

Für 1444 ist der Bau eines Rathauses auf dem langen Marktplatz belegt. Mit den ansässigen Gerbern, Schneidern, Tuch- und Schuhmachern bildete sich ein reges Wirtschaftsleben heraus. Rat und Bürgermeister der Rechtstadt/Innenstadt konnte für 1479 nachgewiesen werden, wie auch die Erwähnung der Herrschaft Glauchau im selben Jahr.

Ab 1526 ist die Existenz eigener Gerichtsbarkeit (Landgericht) in der "Vorstadt" (später Lange Vorstadt genannt) belegt. Welche ronleistungen zu erbringen waren, hing davon ab ob eine Person in Rechtstadt/Innenstadt oder einer der Vorstädte wohnte. Nur die Bewohner der Rechtstadt und der "(Langen) Vorstadt" waren ursprünglich brauberechtigt. Die Bewohner der "Rechtstadt" mussten ursprünglich keine Frondienste leisten, dafür aber 368 Mannschaften zur Verteidigung der Stadtmauer aufbieten.1530 erwähnt der "Pirnische Mönch" Johannes Lindner in seiner Chronik Glauchau so: "Glawche, eine stat an einem berge, darunter die czwickesche Mulde fleußt...hat zum teyl sehr tife graben". Mit den Gräben sind die vielen kleinen Seitentäler des rechten Hochufers der Zwickauer Mulde gemeint, auf dem sich die Oberstadt/ Innenstadt befindet.

Im Jahr 1542 setzte sich in Glauchau die Reformation durch. Auf Druck des sächsischen Herzogs Moritz, predigte hier am 18. Oktober 1542 der Leipziger Superintendent Johann Pfeffinger erstmals in der Georgenkirche auf die lutherische Art. In den Jahren zuvor hatte der strenge katholische Landesherr Ernst II. von Schönburg die lutherischen Lehren nicht zugelassen und sogar bekämpft.

Am 16. April 1547 zieht Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Krieg mit seinen Truppen durch Glauchau. Da hier bereits die Truppen des sächsischen Herzogs Moritz einquartiert waren, nahm er in der Jerisauer Pfarre sein Quartier. Während dieser Zeit brach in der (Langen) Vorstadt ein Feuer aus und 28 Häuser zwischen Niedertor und Marktplatz in der Innenstadt/"Rechtstadt" brannten ab.

1616 hatte die "(Lange) Vorstadt" mehr Häuser (115), als die Innenstadt ("Rechtstadt", 102 Häuser).Im Dreißigjährigen Krieg blieb Glauchau bis 1631 verschont. Ab 1631 wurde es fast jährlich von Plünderungen, Kontributionen, Seuchen und Bränden heimgesucht. 1633 sollen hier etwa 1000 Menschen an der Pest gestorben sein, was mehr als die Hälfte aller Bewohner gewesen sein muss.

1640 war die Glauchauer Stadtmauer durchlöchert und stellenweise ganz verschwunden. 1664 wurde ihre Reparatur erwogen. Die beiden rechtlich bis ins 19. Jahrhundert unabhängigen Teilstädte "Rechtstadt"(Innenstadt mit Marktplatz) und "Vorstadt" (auch "Lange Vorstadt" genannt) hatten jeweils eine eigene Stadtmauer, eigene Tore, eigene Siegel und offenbar eigene Gerichtsbarkeit und Gefängnisse. Alle Vorstädte Glauchau´s und die Dörfer in der Herrschaft Glauchau unterstanden ursprünglich der Gerichtsbarkeit des "Landgerichtes" in der befestigten "(Langen) Vorstadt". (Erst 1831 wurden diese beiden Glauchauer Teilstädte zu einer vereint.)

In Glauchau gerieten im Zeitraum von 1546 bis 1693 drei Personen in Hexenprozesse, eine wurde zur Todesstrafe verurteilt, dann des Landes verwiesen.

1712 wurde Glauchau durch Feuer stark beschädigt.

Ab 1766 wurde die Siedlung Albertsthal angelegt, die später nach zwei Grafen von Schönburg (u. a. Albert von Schönburg-Hinterglauchau) benannt wurde.Die Stadt Glauchau hatte ein eigenes Archiv im alten Rathaus. Als beim Brand des Rathauses 1813 das städtische Archiv komplett vernichtet wurde, blieben nur die Urkunden im herrschaftlichen Archiv in Schloss Forderglauchau verschont.

Von 1821 bis 1871 stieg die Einwohnerzahl von 4540 auf 22036. Von 10350 Einwohnern waren 1849 schon 8397 in Gewerbe oder Industrie beschäftigt.1822 wurde eine Posthalterei hier eröffnet.1831 wurden die beiden rechtlich noch selbständigen Glauchauer Teilstädte "Rechtstadt" (Innenstadt mit Markt) und "Lange Vorstadt" sowie die Dorfgemeinde "Oberstadt" zu einer Stadt vereint.

Wie fast überall in Sachsen begann auch in Glauchau Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrielle Revolution. Die Grafen von Schönburg begünstigten die Ansiedlung von Industrie hier steuerrechtlich. 1864 stellte die Firma Seydel und Söhne die ersten mechanischen Webstühle in Glauchau auf. Andere Firmen folgten. In den 1860er Jahren gab es große Absatzschwierigkeiten, so dass die Glauchauer Textilindustrie zunächst in einer schweren Krise war und große Arbeitslosigkeit herrschte.Letztlich entwickelte sich aber Glauchau zu einer Stadt der Textilindustrie, die mit der Stadt Chemnitz und anderen Textilstädten Sachsens konkurrieren musste. Es entstand hier die sogenannte Unterstadt als Fabrikstadt, von der heute (2020) kaum noch Fabrikgebäude erhalten sind.Von 1870 bis 1880 stieg die Zahl der mechanischen Webstühle in Glauchau von 530 auf 1060.

1858 wurde die Bahnlinie Zwickau-Glauchau Chemnitz eröffnet. Ebenfalls 1858 wurde die Nebenstrecke Glauchau-Meerane-Gössnitz eröffnet, die eine Anbindung an die wirtschaftlich wichtige Strecke Leipzig–Hof über den Bahnhof Gössnitz ermöglichte. Die Strecke nach Zwickau und Chemnitz entwickelte sich zur wirtschaftlich wichtigsten Bahnlinie, die durch Glauchau führt.Ab 1875 wurde die Muldentalbahn Glauchau-Penig-Rochlitz-Großbothen in Betrieb genommen, die 1877 auch Wurzen erreichte.Der Glauchauer Bahnhof entwickelte sich letztlich zu einem großen Rangier- und Verladebahnhof, der aber nach 1990 an Bedeutung verloren hat. Von den alten Anlagen des Rangierbahnhofs Glauchau blieben ein großer Lokschuppen mit der zugehörigen Drehscheibe erhalten, welche ein Verein nutzt, der Dampflokomotiven zu besonderen Terminen auf diesem Gelände vorführt.

Als Zeichen für den industriellen Fortschritt galten die Eröffnung der Fernwasserleitung im Jahr 1857, die Errichtung des Elektrizitätswerkes im Jahr 1909 sowie die Eröffnung des durch die hohe Verkehrsdichte notwendig gewordenen Bahnhofs im Jahr 1926 (gemeint ist wohl der Bahnhofsneubau/Erweiterung). Obwohl die Industrie stark wuchs und das Stadtbild prägte, entwickelte sich Glauchau Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Gartenstadt mit prächtigen und gepflegten Villenvierteln -der vielen reich gewordenen Farbikbesitzer- die sich vor allem in der Oberstadt südlich der Schlösser befinden. In der Weltwirtschaftskrise ließ ein Bürgermeister das Glauchauer Rosarium anlegen. (Es wurde vor 2020 wieder neu hergerichtet).

Als weitere Bauprojekte/Eröffnungen seinen zu nennen: Stadtsparkasse (1843), Gasanstalt (1853), Bürgerschule mit Realschulklassen (1858), Realschule (1871), Städt. Bauschule für Hoch- u. Tiefbau (1898), Schlachthof (1896), Stadtbad (Hallenbad, 1901), Deutsche Dachdeckerschule (1905), Realgymnasium (1909), Lutherkirche auf dem We(h)rdicht (1909) und mehrere Volksschulen und eine Berufsschule in diesem Jahre, Wasserturm/Bismarckturm (1910), später mit Jugendherberge, neues Stadtkrankenhaus (1914), militärische Kaserne (1914).

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden in der Alten Polizeiwache, dem alten Rathaus, politische Gegner interniert und misshandelt. Bis 1989 war eine solche Zelle als Gedenkstätte eingerichtet.

Die Textilindustrie bestand in Glauchau um 1940 aus den Bereichen Spinnerei, Weberei, Appretur, Wirkerei, der Herstellung und Verarbeitung von Kunstseide und Zellwolle Bis um 1990 existierten diese Industrien in Glauchau. Sie waren lange Zeit Hauptarbeitgeber in Glauchau.

Die Doppelschlossanlage befand sich bis zur entschädigungslosen Enteignung im Rahmen der Bodenreform 1945 im Besitz der Adelsfamilie der Grafen und Herren von Schönburg-Glauchau. Das Schloss Forderglauchau wurde durch Artillerie-Beschuss im April 1945 beschädigt, während der DDR-Zeit aber wieder repariert.

1948 wurden viele Glauchauer Unternehmer den Textilschieberprozessen von Glauchau-Meerane ausgesetzt, verhaftet bzw. in die Flucht getrieben und enteignet. Bis um 1990 oder kurz danach bestanden in Glauchau als große Arbeitgeber u. a. das VEB Spinnstoffwerk und VEB PALA (Weberei) in der Oberstadt. Es gab einen Aluminium verarbeitenden Betrieb, genannt "Alume", dessen Hauptwerk auch in der Oberstadt. In der Unterstadt gab es den VEB Kammgarnspinnerei und viele andere Industriebetriebe, so auch welche der metallverarbeitenden Industrie.

Nach der politischen Wende und der Wiedervereinigung etablierte sich Glauchau als eines der drei sächsischen Güterverkehrszentren. Seit 1994 führt Glauchau den Status einer „Großen Kreisstadt“.

Wüstungen Naundorf und Grabowe

Im 13. Jahrhundert wurden die beiden Dörfer Naundorf und Grabowe, die in der heutigen Glauchauer Stadtflur lagen, aufgegeben. Sie gehörten ursprünglich zum Sprengel der Zwickauer Marienkirche.1219 sind Naundorf und Grabowe in einer Urkunde noch erwähnt. Später nicht mehr. Wann sie wüst fielen ist unklar. 1482 werden die Naundorfer Wiesen als "pratum sub villa deserta Nuendorff" noch erwähnt.

Grabowe lag links der Zwickauer Mulde „jenseits der oberen Muldenbrücke“, also wohl im Areal des heutigen Ortsteiles Gesau. Hier wurden im 16. Jh. mehrfach noch Gärten "zu Grabe" genannt.Naundorf lag anstelle des heutigen Glauchauer Stausees. Hier befanden sich bis zum Bau des Stausees die sogenannten Naundorfer Wiesen (damalige Flurbezeichnung)

Walter Schlesinger vermutete die Wüstung Grabowe als Stammsitz des schönburgischen Ministerialen Hermann von Graben, der in einer Urkunde des königlichen Landrichters Volrad von Colditz 1248 als Zeuge genannt wird. (Wohl fehlerhaft nennt das gleiche Buch auch einen Heinrich von Graben, der aber im Inhaltsverzeichnis nicht aufgeführt wird. Es liegt wohl eine Namensverwechslung des Vornamens mit Heinrich von Glauchau vor.).

Im Jahre 1256 erscheint in einer Urkunde ein Ritter Heinrich von Naundorf, der offenbar in diesem Ort seinen Sitz hatte.Für Hermann von Graben ist belegt, dass er Burgmann der Glauchauer Burg war, für Heinrich von Naundorf ist dies ebenso wahrscheinlich.Laut Walter Schlesinger könnten beide Orte aufgegeben worden sein, da sie im Hochwassergebiet der Zwickauer Mulde lagen.

Richtplatz am neuen Friedhof

Aus dem Jahre 1875 hat sich eine colorierte Bleistiftzeichnung vom Glauchauer Richtplatz erhalten. Sie zeigt neben dem 1869 neu errichteten Friedhof an der Lichtensteiner Straße die sogenannte Brandsäule und separat rechts davon ein sechs Fuß hoch aufgemauertes Rechteck, welches der Richtplatz gewesen ist. 1875 waren diese beiden Objekte also noch erhalten. Heute existiert rechts neben dem Eingang in den neuen Friedhof ein als Abstellplatz genutztes freies Areal, welches nicht Teil des neuen Friedhofes wurde, da hier Richtplatz, Brandsäule sowie ursprünglich auch Rad und Galgen standen.Auf diesem Areal wurden sicher die hier Hingerichteten auch -in ungeweihter Erde- beerdigt.

Für das Jahr 1772 ist hier die Hinrichtung des 18 jährigen J. Michael Rabe aus Neukirchen bei Borna belegt. Er hatte bei einem Bauer in Gesau nach etwas zu Essen gebettelt, aber nichts bekommen. Später zündete er dessen Haus an. Er wurde hier mit dem Schwert gerichtet und sein Leichnam auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es war wohl die letzte öffentliche Hinrichtung auf diesem Richtplatz.

Burganlage Glauchauer Sachsenallee (ehem. Ringwall)

Bis heute überliefert hat sich „Die Sage vom Schloß auf der großen Wiese bei Schönbörnchen“:In alten Zeiten befand sich auf der großen Wiese bei Schönbörnchen ein Schloss. Dessen Besitzer war ein Ritter, der sieben unverheiratete Töchter hatte. In der Nähe des Schlosses war es nicht geheuer. Neben einem Graben, der heute eingeebnet ist, führten eine menge Irrlichter den nächtlichen Wanderer auf falsche Wege. Viel schlimmer war jedoch der Umstand, dass es sich bei dem Bau um ein Raubschloss handelte. Es wurde der „Weiler“ genannt und hatte einen unterirdischen Verbindungsgang zum „Lug“ dem Raubritterschloss auf dem Scherberg. Auf dem Raubritterschloss hat man die Reisenden „erlugt“, im Weiler" ist dann die Beute geteilt worden.

Als Glauchau um 1800 neu kartographisch erfasst wurde, erstellte Major Friedrich Ludwig Aster, sächsischer Kartograph, auch „Astersche Meilenblätter“ von Glauchau. Diese weisen auf der großen Wiese bei Schönbörnchen eine als „die Wahl“ bezeichnete Ringwallanlage auf.

Im Jahr 1846 schrieb Albert Schiffner: „Noch vor des Feldschlößchens Erreichung jedoch wollen wir links eine 1846 eingeebnete Stelle bemerken, an welche sich die Sage von einem uralten Thurme knüpft, der hier das Thal beherrscht und große Schätze geschirmt habe. Wirklich fand man auch bei der Einebnung dieses, mit Wall und Graben umfaßten, alte Eichen tragenden Platzes unter dem Grundbau des gräflichen Lusthauses, welches im vorigen Jahrhundert unter dem Namen der Chaumière hier gestanden, einen zweiten mächtigen Grundbau aus Ziegeln von jetzt unbekannter Dimension“.

Noch 1981 war der Standort der Anlage unklar.Offenbar vor 1988 gelang es Bodendenkmalpflegern in der DDR-Zeit die Stelle zu finden, an der die Burganlage gestanden hatte. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte eine Erforschung erfolgen. Dazu ist es wohl wegen des Unterganges der DDR 1989/1990 nie gekommen.Die Anlage soll „zwischen Sportpark und Sachsenallee“ lokalisiert sein. Gemeint sind offenbar Fußballstadion und Plattenbau-Siedlung „Sachsenallee“. Überirdisch ist heute nichts zu sehen und die Stelle auch nicht gekennzeichnet.Es dürfte sich wohl um eine kleine Burganlage, z. B. eine Turmburg oder eine Turmhügelburg mit Wassergraben gehandelt haben. Sehr wahrscheinlich erscheint der Lage – im Tale der Zwickauer Mulde – wegen die Funktion als Zollburg.Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass nach 1990 bei Bauarbeiten Reste der Anlage beseitigt oder überbaut wurden. Im genannten Areal befinden sich heute eine Straße, Gebäude der Stadtwerke Glauchau und Parkplätze.

Walter Schlesinger stufte die Anlage als Turmhügelburg ein. Er vermutete hier den Sitz des schönburgischen Ministerialen Hermann von Graben, der in einer Urkunde des königlichen Landrichters Volrad von Colditz 1248 als Zeuge genannt wird (und sich nach der Wüstung Grabowe bei Glauchau – wohl sein Stammsitz – nannte). „die Wahl“ soll auf dem Asterschen Meilenblatt Nr. 516 links der Straße von Glauchau nach Gesau eingezeichnet sein.

Auf dem Scherberg (am ehemaligen Scherteich und bei der Scheermühle) hingegen soll sich nach heutigem Wissensstand nie eine Burganlage befunden haben.

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Albertsthal 1. August 1918 Eingemeindung nach Rothenbach
Ebersbach 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Reinholdshain
Elzenberg vor 1880 Eingemeindung nach Niederlungwitz
Gesau 1. April 1925
Höckendorf 1. Oktober 1929
Hölzel vor 1880 Eingemeindung nach Wernsdorf
Jerisau 1. April 1937
Kleinbernsdorf vor 1880 Eingemeindung nach Reinholdshain
Lipprandis 19. Mai 1974
Niederlungwitz 3. Oktober 1992
Reinholdshain (mit Audörfel) 3. Oktober 1992
Rothenbach 1. April 1929
Schönbörnchen 1. Oktober 1929
Voigtlaide 1. August 1973  Eingemeindung nach Wernsdorf
Wernsdorf 3. Oktober 1992

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1550 hatte die schönburgische Residenzstadt Glauchau bereits etwa 1350 Einwohner.Im Jahr 1801 waren 4062 Einwohner registriert.Von 1821 bis 1871 stieg die Einwohnerzahl von 4540 auf 22036. Von 10350 Einwohnern waren 1849 schon 8397 in Gewerbe oder Industrie beschäftigt.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: 31. Dezember):

1834 bis 1939
  • 1834: 6.296
  • 1875: 21.743
  • 1880: 21.358
  • 1885: 21.715
  • 1890: 23.405
  • 1910: 25.155
  • 1933: 31.199
  • 1939: 33.833
1946 bis 1997
  • 1946: 34.996
  • 1950: 35.387
  • 1960: 33.635
  • 1971: 31.828
  • 1981: 30.029
  • 1984: 29.343
  • 1995: 28.128
  • 1997: 27.935
1999 bis 2010
  • 1999: 27.592
  • 2001: 27.047
  • 2003: 26.633
  • 2005: 26.044
  • 2007: 25.357
  • 2008: 24.991
  • 2009: 24.684
  • 2010: 24.442
ab 2012
  • 2012: 23.355
  • 2013: 23.131
  • 2014: 23.231
  • 2015: 23.255
  • 2016: 22.925
  • 2017: 22.718
  • 2018: 22.440
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
Im eigentlichen Stadtgebiet wohnten im April 2017 insgesamt 14.671 Einwohner.

Gedenkstätten

  • Gedenkanlage im Schillerpark für kommunistische Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus
  • Eine Grabstätte mit Gedenktafel auf dem Friedhof des Ortsteiles Wernsdorf erinnert an sechs sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt wurden.

Religionen

Christliche Kirchen und Gemeinden haben in Glauchau eine lange Tradition. Einige davon wurden im 19. Jahrhundert gegründet, die großen Kirchen schauen auf eine längere Geschichte zurück.

Zur Evangelisch-lutherischen Kirche gehören die Kirchgemeinde St. Georgen und die Luthergemeinde in Glauchau sowie die Kirchgemeinden Lobsdorf-Niederlungwitz und Wernsdorf. Die Glauchauer Katholiken gehören zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Ferner gibt es eine Neuapostolische Gemeinde sowie verschiedene freikirchlichen Gemeinden.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Glauchau & Meerane (Baptisten) ging im Jahre 1939 aus der Arbeit der Wagenmission des Pastors G. Mewes hervor. Seitdem hat sich diese Gemeinde ständig weiterentwickelt. Es wurde ein Gemeindehaus gebaut und eine Zweigstelle in Meerane gegründet.

Die Zeugen Jehovas betreiben in der Grenayer Straße einen von insgesamt neun Kongresssälen in Deutschland, der für überregionale Kongresse und Tagungen der Religionsgemeinschaft genutzt wird. Im Kongresssaal sind auch die vier Glauchauer Gemeinden untergebracht, die sich dort zu ihren wöchentlichen Zusammenkünften treffen.

Es gibt noch einige andere christlichen Gemeinden in Glauchau, darunter die Adventgemeinde Glauchau, die Evangelische C-Punkt-Gemeinde Glauchau und die Christengemeinde Elim. Kennzeichnend sind die Zusammenarbeit der Kirchen und Gemeinden und die Vielzahl gemeinsamer Projekte, z. B. Jesus House Glauchau.

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört keiner Glaubensgemeinschaft an.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Glauchau setzt sich aus 26 Stadträten und dem Bürgermeister zusammen. Seit der Stadtratswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 11 Sitze
  • LINKE: 5 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • FWG: 4 Sitze
  • FDP: 2 Sitze

Wappen, Stadtfahne und Stadtsiegel

Ein älteres Wappen zeigte eine zinnenbekrönte Mauer, in deren Mitte einen doppelbehelmten Turm mit offenem Tor und Fallgatter. Rechts von ihm ein schönburgisches Wappen, links ein Halbmond.

Ein ältestes Stadtsiegel, mutmaßlich aus dem 14. Jahrhundert, zeigt das ältere Stadtwappen noch ohne schönburgisches Wappen und ohne Halbmond. Das Siegel der rechtlich unabhängigen "Vorstadt" von 1606 zeigt einen zinnenbekrönten Turm, im offenen Tor das schönburgische Wappen.

Aktuelle Wappen und Stadtfahne

Heutiges Wappen:Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit Zinnenmauer und breitbedachtem, mit rotweißen Fähnchen bestecktem Turm; rechts vom Turm ein dreimal rotsilbern schräggeteilter Schild, links ein zugewendeter gesichtiger silberner Halbmond.“ Das (ältere?) Wappen erscheint erstmals auf einem Siegel von 1576.Walter Schlesinger beschreibt das neue Stadtwappen folgendermaßen: "Seit 1897 zeigt das Wappen in Blauem Felde eine silberne Burg mit rotem Dache und Fähnchen in den schönburgischen Farben (rot/silber), beseitet rechts von einem schönburgischen Wappen, links von einem silbernen Halbmonde."

Die aktuelle Stadtfahne ist rot/weiß (zwei waagerechte Balken).

Städtepartnerschaften

Glauchau pflegt Städtepartnerschaften mit

  • Bielefeld-Jöllenbeck, Nordrhein-Westfalen, seit 1989
  • Bürstadt, Hessen, seit 1990/1991
  • Iserlohn, Nordrhein-Westfalen, seit 1991/1992
  • Jibou, Rumänien, seit 1992
  • Zgierz, Polen, seit 1996/1997
  • Grenay, Frankreich, seit 1996/1997
  • Vermelles, Frankreich, seit 1998
  • Lynchburg (Virginia), USA, seit 2007

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wo heute das Schloss Hinterglauchau steht, wurde zwischen 1170 und 1180 eine Burg errichtet. Zwischen 1470 und 1485 wurde diese in ein spätgotisches Schloss umgewandelt. Eine Doppelschlossanlage entstand mit der Errichtung von Schloss Forderglauchau von 1527 bis 1534, das als frühester Renaissancebau in Mitteldeutschland gilt. Im selben Zeitraum wurde Hinterglauchau im Renaissancestil umgebaut. Im April 1945 brannte durch Artilleriebeschuss der westliche Teil des Südtraktes des Schlosses Forderglauchau aus. Heute beherbergt Hinterglauchau das Heimatmuseum sowie eine Kunstsammlung, Forderglauchau eine Bibliothek, Musikschule und Galerie.

Die barocke Stadtkirche ''St. Georgen'', nach dem Brand von 1712 in den Jahren 1726 bis 1728 wiederaufgebaut und 2005/2006 restauriert, besitzt neben dem Hauptaltar aus Sandstein einen kleinen spätgotischen Flügelaltar von 1510 und eine Orgel von Gottfried Silbermann aus dem Jahre 1730.

Das Villenviertel im Südwesten der Stadt ist ein einzigartiges Zeugnis der Gründerzeit. Heute befinden sich noch mehr als 25 Villen in diesem Viertel. Viele wurden im Stil des Historismus (Lossow’sche Villa, Clementinenstraße 8), der italienischen Renaissance (Hellmich-Villa, Friedrich-Ebert-Straße), des Jugendstils und des Klassizismus (Bößneck-Villa, Plantagenstraße) gebaut.

Im Rathausturm befindet sich ein Porzellanglockenspiel mit 13 Porzellanglocken aus Meißner Porzellan.

Der Glauchauer Bismarckturm, zu DDR-Zeiten Friedensturm genannt, wurde 1908–1910 als Wasserturm und Aussichtsturm zum Gedenken an Otto von Bismarck errichtet. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der 46 Meter hohe Turm ist der höchste noch existierende Bismarckturm. Er ist im Normalfall regelmäßig geöffnet; bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Fichtelberg, wegen herabfallender Steine und einer geplanten Sanierung aber bis auf weiteres für Besucher geschlossen.

Der Speicher in Niederlungwitz ist ein spätgotischer dreigeschossiger Bau aus dem Jahr 1492. In Gesau befindet sich eine barocke Dorfkirche von 1741.

Sport

In Glauchau gibt es mehrere Sportvereine. Die bekanntesten sind der VfB Empor Glauchau, dessen erste Fußballmannschaft in der Landesliga Sachsen spielt, sowie der HC Glauchau/Meerane, der 2013 aus dem Zusammenschluss des HSV Glauchau und dem Sächsischen Handballclub Meerane entstand und dessen erste Männermannschaft in der Handball-Oberliga Mitteldeutschland spielt.

Regelmäßige Veranstaltungen

In Glauchau fand bis 2007 regelmäßig mit dem Woodstage Festival eine Großveranstaltung statt, die Fans der Independent-Kultur aus ganz Deutschland anzog.

Am letzten Sonntag im Oktober veranstaltet die TSG Glauchau e. V. den Glauchauer Herbstlauf, der mit mehr als 2000 Teilnehmern zu einer der größten Laufveranstaltungen in Sachsen zählt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Glauchau ist über die zwei Anschlussstellen Glauchau Ost und Glauchau West an die nördlich entlangführende A 4 angebunden. Von Südwesten nach Nordosten wird die Stadt außerdem von der Bundesstraße 175 durchquert. Diese ist zwischen der Unterstadt und dem Anschluss Glauchau Ost der A 4 bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden, heute ist sie vierspurig. Ein weiterer vierspuriger Ausbau nach Zwickau-Mosel zur B 93 ist vorgesehen.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Dresden–Werdau, einem Teilstück der sogenannten Sachsen-Franken-Magistrale. Diese wird im Einstundentakt von den Regionalexpress-Zügen der Linie RE 3 Dresden–Hof sowie der im gleichen Rhythmus verkehrenden Regionalbahnlinie RB 30 Dresden–Zwickau bedient. Von der Bahnstrecke zweigt die Mitte-Deutschland-Verbindung nach Erfurt ab, auf der RE-Züge im Zweistundentakt verkehren. Zudem besteht eine RB-Verbindung nach Gößnitz mit Anschluss nach Leipzig, ebenfalls im Zweistundentakt. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der City-Bahn nach Stollberg im Erzgebirge zu fahren.In Glauchau gibt es mit dem Bahnhof Glauchau (Sachs) und dem Haltepunkt Glauchau-Schönbörnchen zwei Stationen.

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der in Leipzig/Halle. Der 20 km entfernte Leipzig-Altenburg Airport fertigt seit 2011 keine Linienflüge mehr ab.

Ansässige Unternehmen

In Glauchau sind viele Unternehmen der Bereiche Maschinenbau, Fahrzeugbau und Textilindustrie angesiedelt. Die Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugbau nutzen die direkte Nähe zum Volkswagenwerk Zwickau in Mosel, welches nur wenige Kilometer vor der Glauchauer Stadtgrenze liegt.

Große ansässige Unternehmen sind z. B:

  • Schnellecke Logistics Sachsen GmbH
  • Sachsentrans
  • Saxony International School (SIS) gGmbH
  • ROOS GmbH Elektroheizgeräte
  • WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH
  • ELTA-Bau GmbH – Werkzeugmaschinenbau für die Betonstahlindustrie
  • A. Kayser Automotive Systems GmbH u. Co. KG Glauchau
  • RUCKS-Maschinenbau GmbH

Gesundheitswesen

Das 1842 eröffnete Rudolf-Virchow-Klinikum Glauchau, ein ehemaliges Kreiskrankenhaus, ist ein Krankenhaus der Regelversorgung mit 325 Akutbetten und 30 tagesklinischen Plätzen. Träger ist der Landkreis Zwickau.Die 1934 von Heinrich von Wolffersdorff gegründete Augenklinik ist auch eine Reaktion auf die „Glauchauer Augenkrankheit“ infolge der Luftverschmutzung durch die Chemieindustrie (H2S). Sie besitzt mit ihren 25 Betten immer noch überregionale Bedeutung.

Bildung

In Glauchau existierte bereits vor 1500 eine Schule. Am 1. Januar 2007 gab es fünf Grundschulen, darunter eine europäische Grundschule, sowie zwei Oberschulen und ein Gymnasium. An der Berufsakademie studieren über 1300 Personen, um einen den akademischen Graden der Fachhochschulen gleichwertigen Abschluss zu erwerben. Das Berufliche Schulzentrum „Dr. Friedrich Dittes“ bildet in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, Informatik, Bau, Ernährung und Hauswirtschaft aus. Mögliche Ausbildungsformen sind die duale Berufsausbildung, die Fachoberschule, die Berufsfachschule, die berufsbildende Förderschule, das Berufsgrundbildungsjahr und das Berufsvorbereitungsjahr.

Sicherheit

Die Stadt Glauchau unterhält im Stadtgebiet und in den Ortsteilen mehrere Feuerwehrhäuser der Freiwilligen Feuerwehr, die für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe sorgt. Die vier Feuerwehrhäuser der Feuerwehr der Kernstadt bestehen in der Erich-Fraaß-Straße, Schindmaaser Weg, Tunnelweg (Ortsteil Gesau) und in der Schönberger Straße (Ortsteil Jerisau), sowie weitere bei den örtlichen Feuerwehren Niederlungwitz, Reinholdshain und Wernsdorf.

Ehemalige Garnison

Mit dem Bau einer Kaserne wurde Glauchau ab 1913 Garnison der Sächsischen Armee. In der Folge war es Garnisonstadt der Wehrmacht und nach 1945 bis 1993 für die sowjetischen/russischen Truppen in Deutschland.Nach dem Abzug der sowjetischen Armee wurden schrittweise alle Gebäude der ehemaligen Kaserne abgerissen. Das Areal wurde bebaut mit einem Kindergarten (um 2019), einer Behinderten-Einrichtung, Parkplätzen für das Glauchauer Krankenhaus sowie einer Sporthalle die zum Krankenhaus gehört, sowie mehreren neuen Gebäuden des Glauchauer Krankenhauses (nach 2000?).

Von der ehemaligen Kaserne blieben wohl nur die ehemaligen Offiziershäuser übrig, die an der Zufahrtsstraße zum heutigen Krankenhaus rechts der Straße liegen.

Ein Truppenübungsplatz -ehemals auch mit "Unterständen" und Bunkern- befand sich am oberen Ende der Lichtensteiner Straße auf dem Höhenrücken "Rümpfwald", in Richtung Forsthaus gelegen. Dieses Areal wurde nach Einebnung der Bunker zum Naturschutzgebiet erklärt. Es wird von Wanderwegen durchzogen.

Persönlichkeiten

Weblinks

    Hinweis

    Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Glauchau

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