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Geeste
Am Rathaus 3
49744 Geeste-Dalum

http://www.geeste.de

Geeste

160pxAbb. 1 Wappen von Geeste
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 23 m
Fläche 133.07 km2
PLZ 49744
Vorwahl 05937, 05907, 05963, 05925
Gliederung 7 Ortsteile
Website www.geeste.de
Bürgermeister Helmut Höke (CDU)

Geeste ist eine an der Ems gelegene Gemeinde im zentralen westlichen Teil des Landkreises Emsland im westlichen Niedersachsen.

Geographie

Geographische Lage

Geeste liegt im Emsland zwischen Meppen im Norden und Lingen im Süden. Unmittelbar südöstlich der Gemeinde liegt das Speicherbecken Geeste und etwas weiter in dieser Richtung liegt die Lingener Höhe.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt die Gemeinde Geeste an die Gemeinde Twist, im Norden an die Stadt Meppen, im Osten an die Stadt Haselünne und die Samtgemeinde Lengerich. Im Süden an die Stadt Lingen, sowie an die Gemeinde Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Geeste gehören die Ortsteile Geeste, Groß- und Klein Hesepe, Osterbrock, Bramhar, Varloh und Dalum mit der Siedlung Großer Sand.

  1. Bramhar
  2. Dalum
  3. Geeste
  4. Groß Hesepe
  5. Klein Hesepe
  6. Osterbrock
  7. Varloh

Geschichte

Frühgeschichte

Über die Ur- und Frühgeschichte menschlichen Lebens im Gebiet des (heutigen) Emslandes geben eine Vielzahl von Grabungen und Funden Auskunft. Hier sind insbesondere die riesigen Steingräber aus der jüngeren Steinzeit (3000 v. Chr.) sowie Bodenfunde aus der mittleren und jüngeren Bronzezeit (1400-700 v. Chr.) zu nennen. Die Fundstellen liegen auf den trockenen Geestrücken östlich der Ems, vorwiegend auf dem Hümmling.Die damaligen Ansiedlungen im Bereich der heutigen Gemeinde Geeste beschränken sich auf den hohen Geestrücken in Hesepe, Dalum und Geeste. Diese „heidnischen“, also vorchristlichen Siedlungen entwickelten sich aus Einzelhöfen hin zu kleinen Zusammenschlüssen in der Form von Haufendörfern.

Eingemeindungen

Am 1. Februar 1971 wurden die Gemeinden Dalum und Osterbrock eingegliedert. Am 1. März 1974 kamen Bramhar, Groß Hesepe und Varloh hinzu.

Ortsnamen

  • Bramhar (bei Meppen): erstmals eindeutig erwähnt 1480 (Holthing, Meppen). Braom, Bram-har, Bram-haar: Besenginster auf einer Anhöhe, Sanddüne = Ginsterhügel /-höhe. Das Bestimmungswort bram = Dorn, Stachel; aus indogerm. bhrom/bhrem = eine Spitze bilden; es beschreibt die Einhegung eines Ortes. Das Grundwort har/her = Frauenhaar, Göttin Ertha, Hera; aus germ. hera, vgl. althochdtsch./altsächs./altnord. har benennt einen Ort der Verehrung der (Erd-) Göttin. Es handelte sich also vermutlich um einen ringsum mit Dornen umgebenen Kultplatz, an dem die Erdgöttin verehrt wurde.
  • Dalum: gegründet in sächsischer Zeit, vor 700 n.Chr., erstmals eindeutig erwähnt 945 oder 1122 (Corvey). Dalamum, Dal-ham, Dalem: Heim (um, em) im Tal (Dal) oder niedriger Weideplatz oder Bachniederung („Bääke“), ham = Winkel.
  • Geeste: gegründet in sächsischer Zeit, vor 700 n.Chr., erstmals eindeutig erwähnt 890-900 (Werden). gest, geest: trockener, unfruchtbarer Sandrücken, mageres Land. Geczi (890), Gehse (1350), Geiße (1649).
  • Hesepe: gegründet in sächsischer Zeit, vor 700 n.Chr.; beinhaltet zwei Wortstämme von hohem Alter. Der Name kommt erstmals in den Corveyer Registern um 1000 als Hasba vor, 1181 erscheint der Ortsname bereits in der jetzigen Form Hesepe. Das Grundwort epe, alte Form apa, findet sich in ganz Deutschland, am meisten im Sauerland, und bezeichnet überall einen kleinen Wasserlauf. Man glaubt darin das sanskr. Ambhas (Wasser), lat. amnis, alt ambnis, sowie auch das griech. ombros, lat. imber (Platzregen) und ebenfalls das keltisch-irische abh (Fluss) zu finden, also kurzum ein indogerm. Urstammwort. Schwieriger zu deuten ist das Bestimmungswort has oder häs (stets lang gesprochen: Häsepe). Die alte Form Hasba (wohl richtiger Hasapa) kann für Hesepe das has nicht vom Fluss Hase herleiten, da dann eine den alten Ortsnamen fremde Doppelung vorläge. Has und Haas findet sich in Ortsnamen häufig, ohne einen einheitlichen Schluss zuzulassen. Am ehesten ist an die Bedeutung has = dunkel, Nebel, zu denken, was auch auf das Wasser der Hase bzw. Ems gut passt.
  • Osterbrock: gegründet 1907 als Gut Geeste. 1932 Privatisierung und Umwandlung zur Gemeinde Osterbrock. Ossenbruch - Ochsenbruch - Osterbrock.
  • Varloh (bei Meppen): erstmals eindeutig erwähnt 1146 (Corvey, Werden). far (Schaf, vgl. Färöer, Schafinseln) und lo, loh auch la (Buschwerk, Wald, lichter Eichenbestand), also eine mit Buschwerk bestandene Schafweide. Varnla (1146).

Politik

Geeste hat den Status einer Einheitsgemeinde.

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Gemeinde Geeste besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.001 und 11.000. Der Gemeinderat wird durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Helmut Höke von der CDU.

Bei der letzten Kommunalwahl zum Gemeinderat am 11. September 2011 kam es zu folgenden Ergebnissen:

  • CDU: 18 Sitze
  • SPD: 7 Sitze
  • Unabhängige Wähler Gemeinschaft (UWG): 1 Sitz

Bürgermeister

  • 1974–1986: Johannes Over (zuvor Bürgermeister der Gemeinde Dalum seit 1969)
  • 1986–1991: Heinz Aepken
  • 1991–1996: Gerrit Meyer
  • 1996–2001: Heinz Aepken
  • 2001–2014: Hans-Josef Leinweber (erster hauptamtlicher Bürgermeister)
  • seit 2014: Helmut Höke

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Geeste ist Helmut Höke (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er mit 56,7 % der Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Sein Gegenkandidat Peter Egbers erhielt 43,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,3 %. Höke trat sein Amt zum 1. November 2014 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Hans-Josef Leinweber (CDU) ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

Wappen

Blasonierung: In Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken, begleitet oben von einem silbernen Bohrturm, unten von einem achtspeichigen silbernen Wagenrad.

Die Gemeinde Geeste entstand durch den Zusammenschluss der oben genannten Ortsteile. Alle der früher eigenständigen Gemeinden liegen rechts und links der Ems. Deshalb ist im Wappen der Gemeinde ein weißer Wellenbalken als Zeichen für die Ems. Die Gemeinde ist eine Landgemeinde, deshalb ist der Hintergrund grün. In dieser Gemeinde haben Landwirtschaft und die Erdölförderung eine große Bedeutung, weshalb im Wappen auch ein Bohrturm und ein Wagenrad abgebildet sind.

Archiv

Im Jahre 2010 wurde das Archiv der Gemeinde Geeste im Alten Rathaus in Dalum eingerichtet, das die Unterlagen aller ehemals eigenständigen Gemeinden umfasst und von dem Historiker Martin Koers geleitet wird.

Tourismus

Touristische Ziele sind unter anderem:

  • der Speichersee in Geeste, der ideal zum Segeln, Surfen und Schwimmen geeignet ist
  • das Emsland Moormuseum in Groß Hesepe (Moormitte)
  • die historische, restaurierte Ölpumpe in Dalum
  • der nahegelegene Emsblick
  • die vielen Radwanderwege in und um Geeste
  • die ökumenische Autobahnkapelle „Jesus – Brot des Lebens“ am Parkplatz „Heseper Moor“ in Nord-Süd-Richtung an der Bundesautobahn 31 im Gemeindegebiet von Geeste

Verkehrsanbindungen

  • PKW: A 31/Abfahrt 23, B 70
  • Bahn: Bahnhof Geeste (RE 15 „Emsland-Express“ Münster–Emden (stündlich)) im Ortsteil Osterbrock
  • Schiff: Dortmund-Ems-Kanal

Weblinks

  • http://www.geeste.de (Seite der Gemeinde Geeste)

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Geeste

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