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Stadtplan Dissen
Stadt Dissen
am Teutoburger Wald
Große Straße 33
49201 Dissen aTW

http://www.dissen.de

Dissen am Teutoburger Wald

160pxAbb. 1 Wappen von Dissen am Teutoburger Wald
Basisdaten
BundeslandNiedersachsen
Höhe95 m
PLZ49201
Vorwahl05421
Gliederung4 Stadtteile
Adresse der VerwaltungGroße Straße 33
49201 Dissen am Teutoburger Wald
Websitewww.dissen.de
BürgermeisterEugen Görlitz (parteilos)

Dissen am Teutoburger Wald ist eine Kleinstadt im südniedersächsischen Landkreis Osnabrück.

Geografie

Lage

Dissen liegt am Südhang des Teutoburger Waldes am Übergang zu Ostwestfalen. Die höchste Erhebung ist der Hankenüll () an der nordöstlichen Stadtgrenze. Von Osten nach Westen erstreckt sich das Stadtgebiet etwa 8 km, von Norden nach Süden etwa 10 km. Die Flächennutzung setzt sich wie folgt zusammen: 35 % landwirtschaftliche Nutzung, 41 % Waldfläche, 16 % Gebäude- und Hofflächen und 8 % Verkehrs- und andere Flächen.

Stadtgliederung

  1. Aschen
  2. Dissen
  3. Erpen
  4. Nolle

Nachbargemeinden

Geschichte

Dissen wurde im Jahr 822 erstmals urkundlich erwähnt, als Ludwig der Fromme den Meierhof in Dissen an den Bischof von Osnabrück abtrat. Seit wann der Ort besteht, ist nicht bekannt.

Eine dreiklassige Bürgerschule wurde im Jahr 1857 ins Leben gerufen. Im April 1832 zerstörte ein Großbrand 32 Gebäude, 200 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf. Am 8. November 1951 erhielt Dissen die Stadtrechte. Der Name „Dissen am Teutoburger Wald“ wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1976 vom niedersächsischen Innenministerium amtlich angeordnet. Seit dem 1. März 2005 hat Dissen einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die Bürgermeisterwahl vom 26. Mai 2019 wurde für ungültig erklärt. Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters war Ulrich Strakeljahn, er übernahm bis zur Neuwahl die Amtsgeschäfte. Seine Stellvertreter waren Meike Krüger (CDU) und Derk van Berkum (SPD).

Herkunft des Ortsnamens

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1217, 1284, 1325 (de) Disnse, 1223, 1282, 1402, 1412, 1442, 1456/58, 1463, 1556, (nach 1605) (de) Dissen, 1225 (in) Dyssene, (ca. 1240) Dissene, 1246 (de) Dissenen, 1271 (de) Dissine, 1279 (in) Dhissene, 1402 Dyssen, 1412 Dyssen, 16. Jh. Dyssen und 1565 Dissenn. Schwierig, vielleicht zu niederdeutsch diesig in einer Form Disina „nebliges, diesiges Gebiet“, vielleicht bezogen auf das Moorgebiet am Dissener Bach. Vielleicht aber auch als Desina > Dissen zu nordgermanisch anord. des „Heuhaufen, ëschober“, norw. desja „kleiner Haufen“, das auch in das Englische entlehnt wurde. Dann etwa Hügelort. Bisher kaum zu lösen.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. April 1974 stattfand, gab es einen Gebietsaustausch zwischen der Stadt Dissen und der Nachbargemeinde Bad Rothenfelde, bei dem Dissen etwas mehr als 100 Einwohner hinzugewann, aber auch fast 600 Einwohner abtrat.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1885 1536
1910 2016
1925 2182
1933 2515
1939 2617
1950 4340
1956 4353
1961 6962 ¹
1970 7433 ²
1973 7976
Jahr Einwohner Quelle
1975 7754 ³
1980 8001 ³
1985 8108 ³
1990 8401 ³
1995 9010 ³
2000 9222 ³
2005 9322 ³
2010 9271 ³
2015 9390 ³
2020 10.242 ³

¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni in den Grenzen ab 1974
² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai in den Grenzen ab 1974
³ jeweils zum 31. Dezember

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich aus 22 Ratsmitgliedern zusammen. Dies ist üblicherweise die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 8.001 und 9.000 Einwohnern. Nach niedersächsischer Kommunalverfassung wären 26 Mitglieder aufgrund der Einwohnerzahl vorgesehen, auf Beschluss des Rates wurde die Anzahl jedoch um 4 verringert. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimm- und sitzberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996:

Rat der Stadt Dissen: Wahlergebnisse und Stadträte
CDU SPD Wir für Dissen UWG GRÜNE FDP Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode % % % % % % % %
2021–2026 32,27 7 21,97 5 18,86 4 15,24 3 11,67 3 n. k. 100 22 46,35
2016–2021 45,3 10 25,7 5 n. k. 21,3 5 7,7 2 100 22 49,6
2011–2016 40,9 9 39,4 9 n. k. 9,5 2 7,2 1 3,0 1 100 22 50,1
2006–2011 45,9 10 40,1 9 n. k. 5,1 1 4,1 1 4,8 1 100 22 48,7
2001–2006 45,3 12 42,6 11 n. k. 6,1 2 2,4 0 3,6 0 100 25 58,6
1996–2001 37,9 9 46,2 11 n. k. 7,5 1 2,8 1 5,6 1 100 23 64,5
Prozentanteile gerundet.
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet, da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Bürgermeister

Seit dem 23. Februar 2020 ist Eugen Görlitz (parteilos) wieder Bürgermeister der Stadt Dissen. Seine Stellvertreter sind Meike Krüger (CDU) und Heinz-Günter Stolle (SPD).

Chronik der Bürgermeister

  • Eugen Görlitz: Februar 2020–Dato
  • Ulrich Strakeljahn (geschäftsführend): Dezember 2019–Februar 2020
  • Eugen Görlitz: November/Dezember 2019
  • Hartmut Nümann: 2011–2019
  • Georg Majerski: 2005–2011

Wappen

Flagge

Die Stadtfahne trägt mittig das Stadtwappen und ihre Farben sind rot, weiß und rot.

Städtepartnerschaften

  • , Landkreis Spree-Neiße, Brandenburg
  • , Schwalm-Eder-Kreis, Hessen
  • , Erzgebirgskreis, Sachsen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Früher gab es an der Gräfenwiese in Dissen das Dampf- und Nutzfahrzeug-Museum, auch Veteranen-Fahrzeug-Hof genannt, betrieben von Peter Borstel. Die Automobil- und Motorrad-Chronik berichtete im August 1978 über die Eröffnung. Für 1982 sind 28 fahrbereite Dampf- und Nutzfahrzeuge überliefert. Außerdem waren 150 Nutzfahrzeug-Modellautos sowie mit einem Bugatti Type 44 und einem Horch 850 auch zwei Personenkraftwagen ausgestellt. 1994 hatte es noch geöffnet. Im Oldtimer-Adressen-Lexikon von 1997 ist es noch aufgeführt, in einem Bericht von 1999 über 14 Fahrzeugmuseen der Region ist es dagegen nicht mehr enthalten. Irgendwann vor Dezember 2000 wurde das Museum aufgelöst. Peter Borstel war auch Mitveranstalter der Steam- und Truck-Festivals im nahen Bad Laer, die von 1976 bis 2004 im Zweijahresrhythmus stattfanden.

Bauwerke

  • Fernmeldeturm Dissen (mit Aussichtsplattform)
  • Frommenhof
  • St. Mauritius (Dissen) (13. Jahrhundert)

Stadtansichten

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

In Dissen am Teutoburger Wald sind einige Betriebe mit langer Geschichte zu finden:

  • Homann Feinkost
  • Schulte Fleisch- und Wurstwaren
  • Fuchs Gewürze
  • Auf dem ehemaligen Standort der Unternehmensgruppe Gausepohl Fleisch, die in Insolvenz gehen musste, betreibt nun Westfleisch eine Niederlassung.

Darüber hinaus ist der Feuerwehrfahrzeughersteller Schlingmann sowie die Elektronikentwicklung des Landmaschinenkonzerns Claas, die Claas E-Systems, in Dissen ansässig.

Verkehr

Der Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde liegt an der Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld (), auf der im Stundentakt die Regionalbahn „Haller Willem“ RB 75 verkehrt. Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regionalbusse nach Osnabrück, Bad Rothenfelde und Bad Laer.

Dissen ist über die Bundesautobahn 33, die das Stadtgebiet von Nordwesten nach Südosten durchquert, an das Fernstraßennetz angebunden. Die Autobahn ersetzt hier die Bundesstraße 68, die früher durch das Stadtzentrum führte. In diesem Bereich wurde 1996 bis 1999 der sogenannte Lärmschutztrog gebaut, ein 700 m langer Tunnel, der dem Lärmschutz des sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Krankenhauses diente. Das Krankenhaus wurde 2016 geschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hermann Heinrich Grafe (1818–1869), Gründer der Freien evangelischen Gemeinden
  • Christoph Friedrich Kurlbaum (1833–nach 1890), Unternehmer und Reichstagsabgeordneter
  • Erich Goudefroy (1880–1960), Präsident der Reichsbahndirektionen Mainz und Altona
  • Marianne Brentzel (* 1943), Schriftstellerin
  • Gerda Krämer (* 1945), Politikerin (SPD)
  • Klaus Feldmann (* 1950), General
  • Detlef Müller (* 1954), Mathematiker und Hochschullehrer
  • Andy Grote (* 1968), Jurist, Politiker (SPD)
  • Marco Heggen (* 1970), Musiker
  • Kai Bremer (* 1971), Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Gerwald Claus-Brunner (1972–2016), Politiker (Piraten)
  • Ingo Börchers (* 1973), Kabarettist und Schauspieler

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dissen am Teutoburger Wald

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