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Dillenburg
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Stadt Dillenburg
Der Magistrat
Hauptstr. 19
35683 Dillenburg

http://www.dillenburg.de

Dillenburg

160pxAbb. 1 Wappen von Dillenburg
Basisdaten
Bundesland Hessen
Höhe 230 m
PLZ 35683–35690
Vorwahl 02771
Gliederung 8 Stadtteile
Adresse der Verwaltung Rathausstraße 7
35683 Dillenburg
Website www.dillenburg.de
Bürgermeister Michael Lotz (CDU)

Dillenburg ist eine Stadt in Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen). Die Stadt ist ein Mittelzentrum und war ehemals Kreisstadt des Dillkreises, der heute Teil des Lahn-Dill-Kreises ist.

Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route und der Deutschen Fachwerkstraße und ist Startpunkt des Fernwanderwegs Rothaarsteig.

Geografie

Geografische Lage

Dillenburg liegt im Dilltal längs der Dill und der im Norden der Stadt mündenden Dietzhölze, im Süden der Stadt münden die aus dem Schelder Wald kommenden Flüsse Nanzenbach und Schelde. Die Dill stellt dabei die Nahtstelle vom Westerwald im Westen und Gladenbacher Bergland im Osten dar, zu welchem unter anderem auch der Schelder Wald gehört. Nordwestlich der Stadt, zwischen Dill und Dietzhölze, erhebt sich die Struth als Ausläufer des Rothaargebirges. Der auf Dillenburger Stadtgebiet, zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Manderbach, liegende Galgenberg kann dabei als die südlichste Erhebung des Rothaargebirges angesehen werden.

Nachbargemeinden

Dillenburg grenzt im Norden an die Gemeinde Eschenburg, im Osten an die Gemeinde Siegbach, im Süden an die Stadt Herborn und die Gemeinde Breitscheid sowie im Westen an die Stadt Haiger. Alle Nachbargemeinden befinden sich im Lahn-Dill-Kreis im Land Hessen.

Stadtgliederung

Dillenburg setzt sich aus der Kernstadt sowie den Stadtteilen Donsbach, Eibach, Frohnhausen, Manderbach, Nanzenbach, Niederscheld und Oberscheld zusammen.

Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung war 1254. Nur 90 Jahre später, im Jahre 1344, erhielt Dillenburg durch Kaiser Ludwig IV. den Bayern die Stadtrechte.

Dillenburg war Stammsitz des oranischen Zweiges des Hauses Nassau. Auf dem heutigen Schlossberg wurde Ende des 13. Jahrhunderts bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts die Dillenburg erbaut. Diese Burg hatte für das Haus Nassau eine hohe Bedeutung, da sie im Gegensatz zur Burg Herborn kein Lehen der Landgrafen von Hessen, sondern eine Eigenburg war. Es gibt keine Abbildungen von dieser Burg, da sie vermutlich aus Holz gebaut war und in der Dernbacher Fehde ca. 1323 zerstört wurde.

Im 16. Jahrhundert entstand an der Stelle der alten Burg mit dem Dillenburger Schloss die Hauptresidenz der Grafen von Nassau-Dillenburg, die ab 1536 gleichzeitig zu einer modernen Festung ausgebaut wurde. Aus dem Exil im Schloss organisierte der in Dillenburg geborene Wilhelm von Oranien den Widerstand der Niederlande gegen Spanien (1567–1572), was heute noch das niederländische Königshaus mit der Stadt verbindet. Das Land wurde durch einen Präsidenten der Regierung des Hauses Nassau-Dillenburg verwaltet. Einer der letzten Präsidenten war Georg Ernst Ludwig Freiherr von Preuschen von und zu Liebenstein.

Ein Stadtbrand verheerte im Jahr 1723 große Teile der Stadt. Mehr als 200 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Viele der Fachwerkhäuser, die nach dem Brand aufgebaut wurden, stehen noch heute.

Im Siebenjährigen Krieg wurde das Dillenburger Schloss 1760 zerstört. Aus den Resten des Schlosses wurden die Gebäude an der Wilhelmstraße erbaut. Am 8. Juni 2010 wurde bekannt, dass die Wilhelmstraße – wie beispielsweise auch der Wilhelmsturm – fortan dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten unterliegen. In der Wilhelmstraße befindet sich das Hessische Landgestüt.

Die Kasematten unter dem ehemaligen Schloss aus dem 16. Jahrhundert sind zum Teil erhalten und gehören zu den größten unterirdischen Verteidigungsanlagen in Europa. Die Kasematten boten in Kriegszeiten Quartier für über 2000 Soldaten. Sie sind teilweise wieder freigelegt und in einem Rundgang begehbar. Auch sie – wie auch die „Villa Grün“ – unterliegen fortan der Haager Konvention.

Im Herzogtum Nassau war Dillenburg Sitz des Amtes Dillenburg und des Hofgerichtes Dillenburg.

Im Jahr 1875 wurde der Wilhelmsturm, heute Wahrzeichen Dillenburgs, auf dem Schlossberg vollendet. Der Turm soll an Wilhelm von Oranien erinnern.

Im 19. Jahrhundert hielt mit dem Bau der Sieg-Dill-Strecke als Teil der Eisenbahnlinie von Gießen nach Köln die industrielle Revolution Einzug. Einen Aufschwung erlebte die Region durch die Nutzung der an Lahn, Dill und Sieg gefundenen Eisenerze. Zahlreiche Betriebe des Berg- und Hüttenwesens und der Metallverarbeitung entstanden. In dieser Zeit wurden viele von Dillenburg ausgehende Nebenstrecken gebaut, unter anderem nach Gönnern und Ewersbach. Diese Strecken sind mittlerweile wieder stillgelegt worden. Die Strecke nach Gönnern wurde bereits 1987 stillgelegt und komplett zurückgebaut. Das in der Dampflokzeit für die vielen Nebenstrecken notwendige Bahnbetriebswerk wurde 1983 geschlossen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Dillenburg mit seinem heute stillgelegten Rangierbahnhof Ziel alliierter Bombenangriffe. Die Erzförderung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend unrentabel. 1968 stellte der letzte Hochofen im Stadtteil Oberscheld seinen Betrieb ein.

Bei einem Unwetter am 17. September 2006 gingen 103 Liter Regen auf dem Quadratmeter nieder. Die Dill und ihr Nebenfluss Schelde traten über die Ufer und überschwemmten insbesondere die Stadtteile Ober- und Niederscheld. Über 1000 Keller liefen voll, auch das Kreiskrankenhaus wurde beschädigt und musste teilweise evakuiert werden. Der Gesamtschaden belief sich auf weit über 20 Millionen Euro.

Im Jahr 2007 wurde als Ortsumgehung der B 277 der Schlossbergtunnel eröffnet. Dieser verläuft unterhalb des Schlossberges und umgeht so die historische Fachwerkaltstadt.

Eingemeindungen

Auf freiwilliger Basis wurden am 1. Oktober 1971 die Gemeinde Eibach, am 31. Dezember 1971 die Gemeinde Manderbach und am 1. April 1972 die Gemeinde Nanzenbach nach Dillenburg eingemeindet.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Donsbach, Frohnhausen, Niederscheld und Oberscheld durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Landkreis Wetzlar und der Städte Gießen und Wetzlar in die Stadt Dillenburg eingegliedert.

Territorialgeschichte und Verwaltung

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Dillenburg unterstand im Überblick:

  • vor 1739: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/ Fürstentum Nassau-Dillenburg, Amt Dillenburg
  • ab 1739: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Diez, Amt Dillenburg
  • 1806–1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Kanton Dillenburg
  • 1813–1815: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Dillenburg
  • ab 1816: Deutscher Bund, Herzogtum Nassau, Amt Dillenburg
  • ab 1849: Deutscher Bund, Herzogtum Nassau, Kreisamt Herborn
  • ab 1854: Deutscher Bund, Herzogtum Nassau, Amt Dillenburg
  • ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
  • ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Dillkreis
  • ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis
  • ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis

Einwohnerentwicklung

Die Zahlen beziehen sich bis 1970 nur auf den Gemeindehauptort Dillenburg.Danach wurden zeitlich versetze die heute zu Dillenburg gehörenden Dorfgemeinden eingemeindet.(Daten ab 1998 jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1834 2.544
1840 2.629
1846 2.889
1852 2.741
1858 2.745
1864 3.024
1871 3.319
1875 3.676
1885 3.823
1895 4.090
Jahr Einwohner
1905 5.040
1910 5.371
1925 6.011
1939 6.788
1946 9.237
1950 10.116
1956 10.331
1961 10.658
1967 10.412
1970 10.247
1971 12.854
1972 14.396
1977 24.837
1998 25.053
1999 25.124
Jahr Einwohner
2000 25.092
2001 25.017
2002 24.923
2003 24.681
2004 24.533
2006 24.305
2009 23.637
2010 22.960
2011 23.790
2013 23.602
2015 23.510
Quellen:

Politik

Wappen

Beschreibung: in Blau ein goldener Zinnenturm mit einem aufgerichteten goldenen Löwen im großen Tor und gezogenem silbernen Gitter.

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung ist das oberste Organ der Stadt. Ihre politische Zusammensetzung wird alle fünf Jahre in der Kommunalwahl durch die Wahlbevölkerung der Stadt bestimmt. Wählen darf, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und Deutscher Staatsbürger im Sinne des Grundgesetzes oder Staatsangehöriger eines der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist. Für alle gilt, dass sie seit mindestens drei Monaten in der Stadt gemeldet sein müssen.

Der einzelne Wähler hat die Möglichkeit seine Stimmen auf mehrere Kandidaten – auch solche verschiedener Wahllisten – zu verteilen (Panaschieren) oder auf einzelne Kandidaten anzuhäufen (kumulieren). Hierzu stehen dem Wähler so viele Stimmen zur Verfügung, wie es Sitze zu vergeben gilt. In der Stadtverordnetenversammlung Dillenburg sind dies aktuell 37.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Wahlvorschläge CDU SPD GRÜNE FDP Bürger für
Dillenburg
REP FWG BL Sitzverteilung
2016 Stimmanteil 46,9 29,7 11,3 8,0 4,1
Sitze (von 37) 17 11 4 3 2
2011 Stimmanteil 47,4 35,0 13,2 4,4
Sitze (von 37) 17 13 5 2
2006 Stimmanteil 51,4 31,0 6,1 3,6 4,5 3,5
Sitze (von 37) 19 12 2 1 2 1
2001 Stimmanteil 43,1 34,7 4,7 3,6 5,9 4,3 3,6
Sitze (von 45) 19 16 2 1 3 2 2
1997 Stimmanteil 31,1 32,6 8,1 2,8 11,7 7,5 6,2
Sitze (von 45) 14 15 4 5 4 3

Es waren 37 Stadtverordnete sowie die Ortsbeiräte der Stadt für die Legislaturperiode vom 1. April 2016 bis 31. März 2021 zu wählen. Von 17.635 Wahlberechtigten gingen 6.639 zur Wahl. Somit stieg die Wahlbeteiligung von 36,6 % im Jahr 2011 auf 37,6 % im Jahr 2016.

Partnerstädte

1963 gründete Dillenburg mit den Städten Breda in den Niederlanden, Diest in Belgien und Orange in Frankreich die „Union der Oranienstädte“. Diese Städte waren wichtige Residenzen des Oranischen Zweiges des Hauses Nassau.

Mit Hereford in Großbritannien besteht seit 1989 eine Städtepartnerschaft. Von Dillenburger Seite pflegt die „Deutsch-Englische Gesellschaft“, von Hereforder Seite aus die „Twinning Association“ die Partnerschaft. Im Jahre 2005 wurde das Stadthaus (Außenstelle des Rathauses z. B. mit Tourismusbüro, Zulassungsstelle) in „Hereford-Haus“ umbenannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vor allem durch den Rothaarsteig, aber auch durch die geschichtlichen Bezüge zu den Niederlanden ist Dillenburg touristisches Ziel.

Museen

In Dillenburg existieren der Wilhelmsturm mit dem Oranien-Nassauischen Museum an der Stelle des 1760 zerstörten Dillenburger Schlosses oder das wirtschaftsgeschichtliche Museum Villa Grün. Das Kutschenmuseum in der Orangerie – „Lebendiges Museum“ rund um das Pferd – ist im Hessischen Landgestüt beheimatet.

Bauwerke

Bekannte Bauwerke in Dillenburg sind zum Beispiel der Wilhelmsturm aus den Jahren 1872–1875, die Kasematten des Dillenburger Schlosses aus dem 16. Jahrhundert, die evangelische Stadtkirche aus dem Jahre 1491 und der Dillturm aus dem Jahre 1597. Außerdem gibt es das alte Pfarrhaus aus den Jahren 1531–1533, das Untertor aus dem Jahre 1344 (Umbauarbeiten 1594 und 1737) und als Ensemble die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern.

Der Bismarcktempel (), ein 1885 errichteter 6 m hoher Aussichts-Pavillon steht auf dem nordöstlich der Ortsmitte gelegenen Weinberg.

Parks

In Dillenburg gibt es den historischen Hofgarten, im Ortsteil Donsbach gibt es den Wildpark Donsbach.

Wander- und Radwege

Durch die Mittelgebirgslage ist Dillenburg ein Knotenpunkt von Wanderwegen, die durch die Stadt führen oder in ihr beginnen. Zu den Wegen gehört der Rothaarsteig von Dillenburg nach Brilon, der Schlösserweg von Dillenburg nach Düsseldorf-Benrath, der Uplandweg von Dillenburg nach Salzkotten, der Dillwanderweg von Haiger nach Wetzlar und der Lahn-Dill-Bergland-Pfad von Dillenburg nach Marburg. Um Dillenburg herum verläuft der etwa 25 Kilometer lange „Oranierpfad“. Die beiden „Lahn-Dill-Bergland-Extratouren“ Kuckucksweg und Eschenburgpfad starten in den Ortsteilen Eibach bzw. Nanzenbach.

Durch Dillenburg verläuft der Hessische Radfernweg R8 von Frankenberg (Eder) über Limburg an der Lahn nach Heppenheim.

Ferienstraßen

Dillenburg liegt an mehreren Ferienstraßen. In der Altstadt beginnt der Abschnitt Lahntal – Rheingau der Deutschen Fachwerkstraße. Ebenfalls durch Dillenburg führt die 2.400 Kilometer langen Oranier-Route, die Städte in den Niederlanden und neun deutsche Bundesländer durchquert, die mit dem Haus Oranien-Nassau verbunden sind.

Regelmäßige Veranstaltungen

Alle zwei Jahre veranstaltet das Hessische Landgestüt die Dillenburger Hengstparade, jährlich finden dort ein Einspänner-Turnier und diverse Pferdeschauen statt.

Seit 1975 gibt es jährlich die Dillenburger Bachwoche.

Seit 2001 findet im Juli die sogenannte „Aquarena-Nacht“, eine Freiluftfete in der Innenstadt mit Einkaufsnacht und Großfeuerwerk, statt. Weitere Veranstaltungen sind der Kirschenmarkt im Juni und der Hubertus-Markt im Oktober.

Seit dem Jahr 1978 fand im Juni das „Jazz-Weekend“ statt und zog zahlreiche Musikfreunde nach Dillenburg. Tausende Einheimische und Gäste bevölkerten die Innenstadt bzw. den Schlossberg. Mit dem 33. „Jazz-Weekend“ im Jahr 2010 endete diese traditionelle Veranstaltung.

Seit 2007 gibt es auf dem Schlossberg rund um den Wilhelmsturm das „mittelalterliche Schlossbergspektakel“. 30 Heerlager, 50 Händler, Ritter, Gaukler und Spielleute erfüllen jeweils am letzten Juniwochenende den Schlosspark mit Leben aus längst vergangener Zeit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Dilltal verlaufen mehrere wichtige Verkehrswege. Dillenburg ist an die Bundesautobahn 45, die sogenannte „Sauerlandlinie“, angeschlossen, über die das Rhein-Main-Gebiet und das Ruhrgebiet zu erreichen sind. Da die Autobahn oberhalb des Dilltals verläuft, sind im Raum Dillenburg die Talbrücke Sechshelden, die Marbachtalbrücke und die Lützelbachtalbrücke errichtet worden.Weiterhin verlaufen durch Dillenburg die Bundesstraßen 253 und 277. Die B 253 führt über Biedenkopf, Frankenberg und Fritzlar nach Melsungen. Die B 277 beginnt in der Nachbarstadt Haiger und führt über Herborn bis Wetzlar. Sie ist zwischen Sechshelden und Dillenburg sowie zwischen Dillenburg und Sinn autobahnähnlich ausgebaut. Die hohe Verkehrsbelastung der Dillenburger Innenstadt durch die B 277 führte zum Bau der Ortsumgehung mit dem Schlossbergtunnel, welcher nunmehr die beiden ausgebauten Abschnitte der B 277 miteinander verbindet.Die Dillstrecke als Teilstück der Köln-Gießener Eisenbahn über Wetzlar und Siegen verbindet Mittelhessen mit dem Rheinland und dem Ruhrgebiet.Der Bahnhof Dillenburg war durch den Eisenbergbau im Schelderwald einst ein bedeutender Güterbahnhof.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Frankfurt am Main mit 107 Kilometern und Köln/Bonn mit 121 Kilometern Entfernung. Der Verkehrsflughafen Siegerland ist 22 Kilometer entfernt.

Ansässige Unternehmen

In Dillenburg haben die Cohline GmbH, die Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG, Weber Kunststofftechnik, LINDE + WIEMANN, Ströher-Keramik, Wendel Email und die Stahlo Stahlhandels GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Friedhelm Loh Group, ihren Firmensitz. Des Weiteren sind Outokumpu Nirosta im nördlichen Industriegebiet zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Frohnhausen, EAM Energienetz-Mitte mit einem Standort im Ortsteil Oberscheld und die Schokoladen-/Pralinen-Manufaktur Confiseur Läderach Deutschland GmbH & Co. KG im Dillenburger Ortsteil Manderbach ansässig.

Die Deutsche Telekom unterhält ein Rechenzentrum im Bereich des Siedlungsgebietes Galgenberg-Löhren.

Öffentliche Einrichtungen

  • Amtsgericht Dillenburg
  • Polizeistation
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Dill-Kliniken (Krankenhaus)
  • Diakonisches Werk
  • DRK Kreisverband Dillkreis
  • Jugendamt des Lahn-Dill-Kreises
  • Jugendbildungswerk des Lahn-Dill-Kreises
  • Lebenshilfe Dillenburg e. V.
  • Sozialamt des Lahn-Dill-Kreises
  • Hessen Mobil Standort Dillenburg (Amtsbezirk: Lahn-Dill-Kreis und Kreis Limburg-Weilburg)
  • Technisches Hilfswerk

Bildung

  • Juliane-von-Stolberg-Schule (Grundschule)
  • Johann-von-Nassau-Schule (Haupt- und Realschule)
  • Wilhelm-von-Oranien-Schule (Gymnasium)
  • Gewerbliche Schulen (Berufsschule)
  • Kaufmännische Schulen (Berufsschule)
  • Otfried-Preußler-Schule für Praktisch Bildbare (Sonderschule)
  • Goldbachschule (Haupt- und Realschule)
  • Schelderwald-Schule (Grundschule)
  • Roteberg-Schule (Grundschule)
  • Lahn-Dill-Akademie (Volkshochschule)
  • Vier Kindergärten (evangelisch, katholisch, städtisch, Arbeiterwohlfahrt)

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die in Dillenburg wirkten

  • Johann Daniel I Haas (1697–1765), Strumpfweber, Gerichtsschöffe
  • Wilhelm Heinrich Seel (1725–1798), deutscher Theologe
  • Georg Ernst Ludwig Freiherr von Preuschen von und zu Liebenstein (1727–1794), fürstlich Oranien-Nassauer geheimer Rat und Regierungspräsident zu Dillenburg
  • Georg Ludwig Hartig war von 1797 bis 1806 als Landesforstmeister in Dillenburg tätig
  • Otto Rudolf Haas (1878–1956), Stahlindustrieller (W. Ernst Haas & Sohn)
  • Maximilian Mörlin, evangelischer Theologe und Reformator
  • Karl-Peter Chilla, Kirchenmusiker
  • Rolf Krenzer, Theaterautor, Songwriter
  • Paul Moses Schott (geb. 22. Juni 1882 in Frankfurt am Main; verst. 1936), Gymnasiallehrer, von den Nationalsozialisten 1933 aus dem Amt entfernt.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Fritz Angerstein (1891–1925), Industrieller und Massenmörder
  • Johannes von Arnoldi (1751–1827), Archivar, Historiker, Staatsmann
  • Catharina Helena Dörrien (1717–1795), Pionierin der Mädchenbildung, Malerin, Botanikerin
  • Karl Heinz Gasser, deutscher Politiker
  • Rudolf Haas (1843–1916) Hüttenbesitzer, Geheimer Kommerzienrat
  • Friedrich Heusler, deutscher Bergbauingenieur, Chemiker und Entdecker der Heuslerschen Legierungen
  • Michael Hoffmann, Meisterkoch
  • Maria Kliegel, deutsche Cellistin
  • Pater Peter Kliegel, katholischer Pfarrer, Ehrenstaatsbürger von Chile
  • Peter Kleiß (* 1949), Autor und Musikredakteur
  • Matthias Kreck, Mathematiker
  • Rolf Krenzer, Kinderbuchautor und Musicalkomponist
  • Paddy Kroetz (* 1978), Reporter und Fernsehmoderator
  • Arnold Lequis (1861–1949), war ein deutscher Offizier und Träger des Ordens Pour le Mérite
  • Otfried Hans Freiherr von Meusebach alias John O. Meusebach (1812–1897), Gründer von Fredericksburg (Texas) und texanischer Senator
  • Moritz von Nassau, niederländischer Feldmarschall, der Brasilianer genannt
  • Ernst Casimir von Nassau-Dietz, Vorfahre der Könige der Niederlande
  • Johann VI. von Nassau-Dillenburg, Graf von Nassau-Dillenburg, Regent der nassauischen Stammlande, Statthalter von Gelderland
  • Moritz von Oranien, Statthalter von Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern und Overijssel
  • Wilhelm I. von Oranien-Nassau, Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien
  • Karl Christian Parcus (1763–1819), Verwaltungsjurist und Revolutionär
  • Kemal Rüzgar (* 1995), Fußballspieler
  • Carl Schenck (Politiker) (1805–1868), Abgeordneter der Paulskirche und nassauischer Parlamentspräsident
  • Adolph Schenck (1803–1878), nassauischer Entomologe
  • Paul Arthur Schilpp (1897–1993), Philosoph und methodistischer Geistlicher
  • Heinrich Wilhelm Seel (1776–1821) Direktor der Musterschule Frankfurt am Main
  • Hermann Stahl (1908–1998), Maler und Schriftsteller
  • Melanie Tatur, Politologin und Soziologin
  • Karl Witt (* 1923), Fußballspieler
  • Wilhelm Zepper, reform. Theologe; Hofprediger und Professor in Herborn

Bürgermeister von Dillenburg seit 1945

  • 1945–1954: Karl Fick, schon vor 1945 Bürgermeister; 1945 in freier Wahl gewählt
  • 1954–1984: Gerhard Beermann
  • 1984–1990: Manfred Fughe
  • 1990–2002: Helmut Meckel, 1996 wiedergewählt, erstmals wieder in Direktwahl
  • seit 2002: Michael Lotz, CDU

Ehrenbürger

  • 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
  • 1986: Charlotte Petersen, Journalistin

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dillenburg

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