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Castrop-Rauxel
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Stadtplan Castrop-Rauxel
Stadtverwaltung
Castrop Rauxel
Europaplatz 1
44575 Castrop-Rauxel

http://www.castrop-rauxel.de

Castrop-Rauxel

160pxAbb. 1 Wappen von Castrop-Rauxel
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Recklinghausen
Höhe 98 m
PLZ 44575, 44577, 44579, 44581
Vorwahl 02305, 02367
Gliederung 15 Stadtteile
Adresse der Verwaltung Europaplatz 1
44575 Castrop-Rauxel
Website www.castrop-rauxel.de
Bürgermeister Rajko Kravanja (SPD)

Castrop-Rauxel ˈʀaʊ̯k·sl̩}} ist eine große kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster in Nordrhein-Westfalen. Die Ruhrgebietsstadt wird im Regionalverband Ruhr (RVR) durch den Kreis Recklinghausen vertreten und ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. In der Landesplanung Nordrhein-Westfalens ist Castrop-Rauxel als Mittelzentrum eingestuft.

Castrop-Rauxels Stadtbild war im 19. und 20. Jahrhundert stark durch den Bergbau geprägt. Im Zuge der Industrialisierung entstanden die Zechen Erin, Graf Schwerin, Ickern und Victor. Die Schließung der Zeche Erin im Jahr 1983 bedeutete das Ende des Bergbaus in Castrop-Rauxel. An diese Tradition erinnern Industriedenkmale wie der Förderturm der Zeche Erin und ihr Hammerkopfturm; das frühere Motto Industriestadt im Grünen wurde entsprechend in Europastadt im Grünen geändert.

Geographie

Räumliche Lage

Castrop-Rauxel liegt im Emscherland, dem nördlichen Teil des Ruhrgebiets, und gehört als Stadt im Kreis Recklinghausen zur Metropolregion Rhein-Ruhr. Rhein-Herne-Kanal und Emscher verlaufen durch die nördlichen Stadtteile Pöppinghausen, Habinghorst, Henrichenburg und Ickern, wobei das traditionell vestische Henrichenburg durch die hier südlich des Kanals verlaufende Emscher vom sich südlich anschließenden Habinghorst getrennt wird.

Stadtgebiet

Das Stadtgebiet von Castrop-Rauxel hat eine Fläche von insgesamt 51,66 km². Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 11,8 km und die West-Ost-Ausdehnung 9,3 km. Den höchsten Punkt der Stadt markiert die Halde Schwerin mit 147 m über NN, den niedrigsten die Pöppinghauser Straße neben Haus Nr. 264 mit 50,2 m über NN. Die mittlere Höhenlage beträgt 98,6 m über NN.

Die Stadt gliedert sich in 15 Stadtteile, von Nord nach Süd und innerhalb einer Zeile von West(südwest) nach Ost(nordost) sind das:

  • Henrichenburg (mit Becklem im äußersten Norden)
  • Pöppinghausen, Habinghorst, Ickern
  • Bladenhorst, Rauxel, Deininghausen
  • Behringhausen, Castrop, Dingen
  • Obercastrop, Schwerin
  • Bövinghausen, Merklinde, FrohlindeAbgesehen vom jüngeren Stadtteil Schwerin, der den Süden der Gemarkungen Castrops und Rauxels einnimmt, entsprechen die heutigen Stadtteile exakt den seit 1975 unveränderten Gemarkungen.

Flächennutzung

Die Gesamtfläche des Stadtgebietes gliedert sich in verschiedene Nutzungsarten (Stand 31. Dezember 2010):

Flächen in m² in %
Gebäude- und Freifläche 16.384.832 31,7 %
Betriebsfläche 1.497.843 2,9 %
Erholungsfläche 2.835.924 5,5 %
Verkehrsfläche 6.191.789 12,0 %
Landwirtschaftliche Fläche 14.116.843 27,3 %
Waldflächen 7.938.248 15,4 %
Wasserfläche 1.941.522 3,8 %
Flächen anderer Nutzung 758.372 1,5 %
Gesamtfläche 51.665.373 100 %

Einwohnerzahlen

Die Stadtteile bilden in der Regel gleichzeitig einen statistischen Bezirk; bei Henrichenburg (Trennlinie ist die B 235), Ickern (A 2, weiter südöstlich die Emscher) und Rauxel (A 42) sind es je zwei. Folgende Einwohnerzahlen entfallen auf die statistischen Bezirke (Stand: 2012):

Statistischer Bezirk Ein-
wohner
Fläche
/km²
EW
/km²
Behringhausen 1.810 1,6 1130
Bladenhorst 1.172 4,5 260
Bövinghausen 2.274 1,0 2270
Castrop 8.416 2,8 3010
Deininghausen 1.897 3,0 630
Dingen 921 1,9 480
Frohlinde 3.426 2,6 1320
Habinghorst 8.934 4,3 2080
Henrichenburg Ost 3.902 2,4 1630
Henrichenburg West 1.561 5,2 300
Ickern Nord 3.798 2,1 1810
Ickern Süd 11.863 5,1 2330
Merklinde 1.063 1,7 630
Obercastrop 6.212 2,6 2390
Pöppinghausen 793 3,6 220
Rauxel Nord 4.504 2,7 1670
Rauxel Süd 6.304 2,4 2630
Schwerin 6.471 2,6 2490

Die Einwohnerdichten sind Zahlen über gesamte statistische Bezirke; ginge z. B. Henrichenburg Ost nach Norden nur bis zur A 2, also ohne das fast unbesiedelte Borghagen, betrüge die Einwohnerdichte um 6.000 Einwohner pro Quadratkilometer.

Nachbargemeinden und Nachbarstädte

Folgende Städte grenzen an die Stadt Castrop-Rauxel – im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:

Recklinghausen, Datteln, Waltrop (alle Kreis Recklinghausen), Dortmund, Bochum und Herne.

Naturschutzgebiete

  • Beerenbruch
  • Habinghorst
  • Langeloh
  • Pöppinghauser Wald
  • Schlaan
  • Tongrube Lessmöllmann
  • Wagenbruchquellen

Geschichte

Auf dem Gelände der späteren Zeche Erin in Castrop befand sich eine germanische Siedlung, die vom Ende des 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus enge wirtschaftliche Beziehungen zum Römischen Reich hatte.

Karl der Große legte im Sachsenkrieg entlang der Straßen Verpflegungslager und Reichshöfe an und nutzte die Römerstraße bei seinem Marsch in Richtung Norden. Die Reichshöfe entwickelten sich zu Ortschaften, in diesem Fall wurde aus Castorp (Dorf am Speicher) Castrop.

834 wurde die Villa Castrop erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1484 stellte Johann II. von Cleve den Bürgern einen Freiheitsbrief aus. 1902 entstand aus der Titularstadt Castrop und zwei weiteren Gemeinden die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop-Rauxel aus Teilen der Stadt Castrop und des Amtes Rauxel gebildet. Sie gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund, bevor sie am 1. April 1928 kreisfrei wurde.

Während des Luftkriegs war Castrop-Rauxel fünfmal Ziel alliierter Luftangriffe auf das Ruhrgebiet, bei denen insgesamt 398 Menschen ums Leben kamen. Hauptsächlich die großen Industriegebiete wie die Zechen und Chemiewerke wurden schwer getroffen, konnten allerdings meist bereits nach kurzer Zeit den Betrieb wieder aufnehmen. Es fielen jedoch auch zahlreiche Bomben auf Wohngebiete. Insgesamt wurde Castrop-Rauxel zu 24 % zerstört, was im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten ein relativ geringer Zerstörungsgrad war.

Am 7. März 1945 war Castrop-Rauxel wieder Ziel schwerer amerikanischer Luftangriffe. So wurden die Rütgerswerke und die Teerverwertung schwer getroffen. Am 13. März erfolgte ein weiterer schwerer Angriff auf die Zeche Erin, die nach dem Angriff für ein paar Tage die Förderung einstellen musste. Bereits am 15. März wurden die Rütgerswerke erneut Ziel amerikanischer Luftangriffe.

Am 1. April 1945 trafen sich der Castroper Oberbürgermeister Anton und die höchsten Beamten und Angestellten und diskutierten den Führerbefehl, bei Anrücken des Feindes alle Brücken, Versorgungsleitungen und Produktionsbetriebe zu zerstören. Es wurde einstimmig beschlossen, diesen Befehl zu ignorieren. Der Ortskommandant der Deutschen Streitkräfte verkündete vor dem Oberbürgermeister um 17 Uhr: „Castrop ist nun Kampfgebiet!“ Am 2. April erreichten die Amerikaner Castrop-Rauxel im Norden, wobei Pöppinghausen als erster Stadtteil in amerikanische Hände fiel. Die Deutschen hatten sich bereits hinter den Kanal zurückgezogen und die Kanalbrücke Bladenhorst, die Schemhofbrücke an der Wartburgstraße sowie die Brücke an der Hebewerkstraße und sämtliche Emscherbrücken gesprengt. Nachdem sich der Kreisleiter Nieper abgesetzt hatte, wurde auch der Volkssturm am 4. April entwaffnet und aufgelöst.

Erstmals waren die Amerikaner wieder auf schweren Widerstand gestoßen, denn für den relativ kleinen Frontabschnitt war Castrop gut besetzt und wurde schwer verteidigt. Bereits Ende 1944 wurde in Castrop begonnen, Panzersperren, Ein-Mann-Schützenlöcher sowie auf Betonsockeln installierte Flak vom Kaliber 8,8 cm und 2 cm zu befestigen. Auf deutscher Seite standen das 2. und das 23. Regiment der 2. Fallschirmjäger-Division sowie ein Bataillon der Heerespolizei mit Sturmgeschützen den gut ausgerüsteten amerikanischen Truppen des 289. Regiments der 26. US-Infanterie-Division gegenüber. Nach Kampfberichten der 26. US-Infanterie-Division war der Widerstand in Castrop-Rauxel zäher als im Ardennenbogen und im Kessel von Colmar. Am 8. April nahmen amerikanische Truppen endgültig die Altstadt sowie Beringhausen ein. Der letzte verbissene Widerstand fand am 9. April im Bereich Merklinde statt. Diese Verteidiger zogen sich allerdings in Richtung Merklinde zurück.

Eingemeindungen

Am 1. April 1902 entstand aus der Titularstadt Castrop und den Gemeinden Behringhausen und Obercastrop die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop mit den Gemeinden Rauxel, Bövinghausen bei Castrop, Frohlinde, Merklinde, Habinghorst (bis dahin Amt Rauxel), Bladenhorst, Pöppinghausen (bis dahin Amt Bladenhorst), Teilen Deininghausens, Dingen und Ickern (bis dahin Amt Mengede) zur neuen Stadt Castrop-Rauxel zusammengelegt. Am 1. April 1928 wurde auch der Rest von Deininghausen in die neue Stadt eingemeindet.

Am 1. Januar 1975 erfolgte im Zuge der Kommunalen Neugliederung die Eingliederung der Gemeinde Henrichenburg in die Stadt Castrop-Rauxel. Gleichzeitig wurde diese eine kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen und wechselte zum gleichen Zeitpunkt vom Regierungsbezirk Arnsberg zum Regierungsbezirk Münster.

Einwohnerentwicklung

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Castrop nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So forderten der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und eine Pestepidemie 1636 zahlreiche Todesopfer. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung sehr schnell. Lebten 1818 erst 646 Menschen in dem Ort, waren es 1900 bereits 9.400. Einen Zuwachs von 5.000 Personen brachte 1902 die Eingemeindung von Behringhausen und Obercastrop. Am 1. April 1926 entstand durch den Zusammenschluss der Stadt Castrop mit zehn Landgemeinden die neue Stadt Castrop-Rauxel mit 53.399 Einwohnern.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führte der Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten zu einem starken Anwachsen der Einwohnerzahl. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der Stadt lag 1962 mit rund 22.000 Personen bei etwa einem Viertel. Im gleichen Jahr erreichte die Bevölkerungszahl mit 88.923 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Castrop-Rauxel nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 77.780 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das waren rund 13 Prozent (11.143 Personen) weniger als 1962.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Castrop (bis 1925) und Castrop-Rauxel (ab 1926) nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1699 320
1798 546
1818 646
3. Dezember 1849 ¹ 1.190
1. Dezember 1871 ¹ 2.105
1. Dezember 1885 ¹ 3.724
1. Dezember 1890 ¹ 4.988
1. Dezember 1900 ¹ 9.400
1. Dezember 1905 ¹ 16.422
1. Dezember 1910 ¹ 18.516
1. Dezember 1916 ¹ 17.358
5. Dezember 1917 ¹ 18.485
8. Oktober 1919 ¹ 18.961
16. Juni 1925 ¹ 18.480
16. Juni 1933 ¹ 58.372
17. Mai 1939 ¹ 56.610
31. Dezember 1945 54.653
29. Oktober 1946 ¹ 58.292
13. September 1950 ¹ 69.960
25. September 1956 ¹ 83.376
Jahr Einwohner
6. Juni 1961 ¹ 87.910
31. Dezember 1965 87.909
27. Mai 1970 ¹ 84.146
30. Juni 1974 79.346
31. Dezember 1975 82.373
31. Dezember 1980 78.877
31. Dezember 1985 76.430
25. Mai 1987 ¹ 77.081
31. Dezember 1990 79.037
31. Dezember 1995 79.160
31. Dezember 2000 78.608
31. Dezember 2005 77.619
31. Dezember 2010 75.408
9. Mai 2011 ¹ 74.628
31. Dezember 2015 74.220
31. Dezember 2016 74.004
31. Dezember 2017 73.989
¹ Volkszählungsergebnis

Konfessionsstatistik

Zum 31. Dezember 2000 hatten 35 % Einwohner die evangelische Konfession und 41 % die römisch-katholische. Derzeitig (Stand 31. Dezember 2018) haben 29 % Einwohner die evangelische Konfession, 34 % die römisch-katholische und 37 % gehören anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder sind konfessionslos.

Straßennamen

Im Laufe der Jahre wurden Straßen und Plätze umbenannt. In Castrop-Rauxel wurden während der Weimarer Zeit Namen entfernt, die an das Kaiserreich erinnerten. Nach dem Krieg entschloss sich die Stadt, alle nationalsozialistischen und soldatischen Begriffe zu verbannen.; Berliner Platz: Bahnhofstraße (Teilstück), Berliner Platz (1987); Kirchstraße: Königstraße, Kirchstraße (1926?); Lange Straße: Kronprinzenstraße, Castroper Straße (1923), Adolf-Hitler-Straße (1933), Lange Straße (1945); Ruprecht-Straße: Ottostraße, Ruprecht-Straße (1926); Vinckeplatz: Kaiserplatz, Vinckeplatz (1926?); Wartburgstraße: Kaiserstraße, Wartburgstraße (?)

Politik

Stadtrat

Nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 verteilen sich die 50 Sitze im Stadtrat folgendermaßen:

Liste SPD CDU FDP Grüne FWI Linke UBP Gesamt
Sitze 20 15 2 4 4 3 2 50

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr SPD CDU Grüne1 FWI Linke2 FDP UBP3
1975 56,2 36,9 5,5
1979 56,0 37,1 5,4
1984 54,3 32,2 10,1 2,8
1989 46,9 27,6 11,2 10,6 3,7
1994 51,4 30,6 6,9 9,5 1,6
1999 40,7 42,0 4,1 11,3 1,9
2004 43,1 35,6 6,7 6,5 3,3 3,4
2009 43,0 27,0 6,8 5,1 5,4 8,9 2,3
2014 40,1 30,6 8,0 7,5 5,3 4,4 4,1

Fußnoten 1 Grüne: 1984 bis 1994: GAL, ab 1999: B’90/Die Grünen 2 Linke: 2004: PDS, 2009: Die Linke 3 UBP: Unabhängige Bürgerpartei

Stadtoberhäupter

; Oberbürgermeister

  • 1926–1933: Mende, Zentrum (Bürgermeister, ab 1928 Oberbürgermeister)
  • 1933–1945: Richard Anton, NSDAP
  • 1945–1946: Arnold Boerboom
  • 1946–1948: Hubert Krehe, CDU
  • 1948–1971: Wilhelm Kauermann, SPD
  • 1971–1975: Hugo Paulikat, SPD

; Bürgermeister

  • 1975–1989: Hugo Paulikat, SPD
  • 1989–1999: Hans Ettrich, SPD
  • 1999–2004: Nils Kruse, CDU
  • 2004–2015: Johannes Beisenherz, SPD
  • seit 2015: Rajko Kravanja, SPD

Wappen

Das Wappen der Stadt zeigt ein goldenes Andreaskreuz in blauem Feld, bei dem der Balken von links oben nach rechts unten über dem anderen liegt. Die älteste erhaltene Urkunde, welche das Andreaskreuz zeigt, stammt aus dem Jahre 1512.

Die 1902 aus den Gemeinden Castrop, Obercastrop und Behringhausen gebildete Stadt Castrop übernahm als Stadtwappen das alte Wahrzeichen, das Andreaskreuz, mit den seit dem 17. Jahrhundert überlieferten Farben Blau und Gold. Der damalige Regierungspräsident von Arnsberg genehmigte die Führung des Stadtwappens am 28. Januar 1911. Aufgrund einer amtlichen, preußischen Vorschrift musste dem Wappen jedoch nun eine dreitürmige Mauerkrone aufgesetzt werden.

Am 30. August 1926 wurde dieses Wappen für die neue Stadt Castrop-Rauxel übernommen, was das preußische Staatsministerium am 24. November 1926 genehmigte. Am 15. Juli 1965 wurde die Mauerkrone, da historisch unbegründet, vom Wappenschild entfernt. Demnach wird das Stadtwappen seit dem 1. August 1965 wieder in seiner historisch überlieferten Form geführt.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:

  • Wakefield, Vereinigtes Königreich, seit 1949
  • Vincennes, Frankreich, seit 1961
  • Kuopio, Finnland, seit 1965
  • Zehdenick, Brandenburg, seit 1990
  • Nowa Ruda, Polen, seit 1991
  • Trikala, Griechenland, seit 2013
  • Zonguldak, Türkei, seit 2013Von 1950 bis 2000 war die niederländische Stadt Delft Partnerstadt von Castrop-Rauxel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst im öffentlichen Raum

Siehe: Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Castrop-Rauxel

Theater und Kino

Das Westfälische Landestheater (WLT) und das Callo-Theater-Projekt kommen aus Castrop-Rauxel. Noch in den 1950er Jahren verfügte die Stadt über zahlreiche Kinos, als Amüsiermeile galt insbesondere die Lange Straße in Habinghorst. Als letztes Lichtspieltheater schloss 2014 Die Kurbel auf der Oberen Münsterstraße.

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Castrop-Rauxel

Bedeutende Bauwerke in Castrop-Rauxel sind der Hammerkopfturm und das Vollwand-Strebengerüst der ehemaligen Zeche Erin. Als Industriedenkmäler zeugen sie von der Bergbauvergangenheit der Stadt. Dazu zählt auch die Halde Schwerin mit einer begehbaren Sonnenuhr, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Graf Schwerin.

Sehenswerte Bauwerke sind auch das Schloss Bladenhorst, ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst, die St.-Lambertus-Kirche im Stadtteil Henrichenburg, die Lutherkirche aus dem Jahre 1881 in der Altstadt, das Taubenvatta-Denkmal, ein Bronzedenkmal, das seit 1986 auf dem Kuopio-Platz steht und der jüdische Friedhof aus dem Jahr 1743. Dieser ist der älteste noch erhaltene Friedhof. Das Haus Goldschmieding, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, beherbergt heute ein Schlossrestaurant und befindet sich in einem Park, unweit der ehemaligen Pferderennbahn, auf der 1874 bis 1970 die auch überregional bekannten Naturhindernisrennen stattfanden. Heute befindet sich dort ein Naherholungsgebiet. An die Pferderennentradition erinnert das 1912 errichtete Reitsportdenkmal auf dem Altstadtmarkt.

In der Altstadt findet man ebenfalls die dem in Westfalen besonders verehrten Lambert von Lüttich, Bischof von Maastricht, geweihte Kirche, deren Ursprung auf das Jahr 1250 zurückgeht. In dem ältesten noch erhaltenen Teil steht ein Sakramentshäuschen aus Baumberger Sandstein, welches um 1512 erschaffen wurde.

Von diesen teils mittelalterlichen, teils historistischen Kirchen unterscheidet sich überraschend die nach Antonius von Padua benannte St.-Antonius-Kirche im Stadtteil Ickern. Der Zuzug vieler Katholiken vor allem aus Polen Anfang des 20. Jahrhunderts erforderte einen Neubau. Er wurde 1922–1925 von Alfred Fischer gestaltet. Erinnert er außen an Fischers Verwaltungs- und Industriebauten, so präsentiert sich das Innere als etwas Neues. Formal ist es eine Basilika mit Mittelschiff, zwei niedrigeren Seitenschiffen, einer Turmvorhalle und einer Apsis. Jedoch ist der ganze Raum durch Parabeln gegliedert. Parabelbögen überspannen das Mittelschiff, trennen das Mittelschiff von den Seitenschiffen und bilden die Durchgänge von der Turmhalle und zum Chor. Viel Licht fällt durch die großen elliptischen Obergadenfenster. Seit der letzten Restaurierung 1989/90 ist der Zustand dem ursprünglichen wieder angenähert. Man hat den Bau dem Expressionismus zugerechnet.

Am Rande der Altstadt liegt der Stadtgarten. Dort befindet sich auch das 1926 eröffnete und 1992 geschlossene Parkbad Süd. Nach der Schließung wurde es unter Denkmalschutz gestellt und ist heute ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Restauration. Der 1942 erbaute Hochbunker Münsterstraße wurde 1975 gesprengt.

In Habinghorst lag das Kraftwerk Castrop-Rauxel mit dem ehemals höchsten Bauwerk (230 m hoher Schlot) der Stadt. Es war seinerzeit das modernste Steinkohlekraftwerk und seit 1956 in Betrieb. Zuletzt wurde es als Reserve-Kraftwerk eingesetzt. Sein Betrieb wurde 2001 wegen Überkapazitäten eingestellt, der Schornstein am 6. April 2008 gesprengt.

Im Süden der Stadt erstreckt sich die 27-Loch-Golfanlage Frohlinde. Neben der sportlichen Besonderheit dieser 132 Hektar großen Anlage mitten im Ruhr-Revier zeichnet sich der Golfplatz durch eine wunderschöne Landschaftskulisse und eine extensive Verwirklichung von Erfordernissen des Natur- und Landschaftsschutzes aus.

Der Landschaftsarchäologische Park Henrichenburg im Norden der Stadt lässt die Geschichte der Burg Henrichenburg am historischen Standort wieder aufleben. Die Burg wurde erstmals urkundlich 1263 erwähnt und 1787 wegen Baufälligkeit abgebrochen.

Das Forum Europaplatz, gelegen am Stadtmittelpunkt, ist ein kulturell vielfach nutzbares Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Das Zentrum des Forums besteht aus der Stadthalle und der Europahalle, gestaltet nach Plänen des dänischen Architekten Arne Jacobsen, der auch das neue Rathaus entworfen hat.

Sport

Der Castrop-Rauxeler Korfball ist in Deutschland führend. Heimische Vereine stellen die Mehrheit der deutschen Nationalspieler und vertreten Deutschland seit Jahren im Europapokal. Seit dem Jahr 2003 ist Castrop-Rauxel die Beachtennis-Hochburg Deutschlands und stellt mit Spielern der Tennisabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e. V. Meister auf Deutschland- und Europaebene. Die Ruderabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e. V. hat seit seiner Gründung viele deutsche Meister und Weltmeister hervorgebracht. 1988 hat der Verein seinen bisher größten sportlichen Erfolg gefeiert: der Rauxeler Ruderer Eckhardt Schultz wurde Olympiasieger im Deutschland-Achter. Ferner haben die Ruderer Magdalena Jakschick und Jannis Augustin auf der Junioren WM 2007 in Peking eine Silber- bzw. Goldmedaille gewonnen.

Mit dem ABC Merklinde ist in der Saison 2016/2017 ein Castroper Billardverein in der 1. Bundesliga Mehrkampf vertreten. Des Weiteren ist ebenfalls in der Saison 2016/2017 erstmals ein Castrop-Rauxeler Billardverein in der 2. Bundesliga Dreiband vertreten, nachdem der ABC in diesem Jahr den Aufstieg schaffte. Die Oberligamannschaft Dreiband ist Deutscher Mannschaftsmeister der Saison 2009/2010 (kleines Billard). Mit diesem Titel wurde Merklinde zum erfolgreichsten Turnierbillard-Verein in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Einen internationalen Titelgewinn schafften Ronny Lindemann und Markus Dömer. Sie wurden im September 2008, für den ABC Merklinde startend, Europameister im Team-Dreiband (kleines Billard) bei der Europameisterschaft in Brandenburg. Weitere traditionsreiche Castroper Billardvereine sind die Billardfreunde Castrop-Schwerin 1928 e. V. sowie der Pool-Billard-Club Castrop aus Schwerin.

Klassenhöchste Fußballvereine der Stadt sind die Landesligisten FC Frohlinde und der SV Wacker Obercastrop und die Bezirksligisten SG Castrop und Spvg Schwerin. Die 1. Herrenmannschaft des SV Castrop-Rauxel spielte von der Saison 1993/94 bis zur Saison 2001/02 in der Schachbundesliga.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Castrop-Rauxel zählt die im Frühjahr und Herbst stattfindende Kirmesveranstaltung mit einem Feuerwerk am Abend des Eröffnungstages. Im Frühsommer startet jährlich das seit Anfang der 1990er Jahre veranstaltete kulinarische Fest Castrop kocht über auf dem Castroper Altstadtmarkt. Zu den jährlichen Veranstaltungen in der Castroper Altstadt zählen weiterhin Home & Garden im Frühjahr und der Viktualienmarkt im Herbst. Im Spätsommer schlägt das WLT-Freilichttheater mit Theateraufführungen auf dem Castroper Marktplatz seine Zelte auf. Darüber hinaus wird von der SPD Castrop-Rauxel einmal jährlich im Erinpark das Live-Event Rock unterm Förderturm organisiert. Zur Weihnachtszeit findet regelmäßig ein Weihnachtsmarkt in der Altstadt statt, der durch das Kulinarische Zelt im Advent auf dem Marktplatz ergänzt wird. Außerdem findet jährlich die Veranstaltung Tanz unterm Regenbogen zu Gunsten Aidskranker und HIV-infizierter statt.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die Say-No-Party, wie auch die beiden Rockfestivals Steel-meets-Steel Festival und das Save The Planet Festival. Außerdem gibt es jedes Jahr das so genannte Casterix-Ferienprogramm, welches Vergünstigungen für Kinder bei städtischen Einrichtungen wie z. B. Schwimmbädern beinhaltet.

Preise und Auszeichnungen

  • 1952 Die britische Königin schenkt der Stadt ein Schwanenpaar als Dank für die Entwicklung der deutsch-britischen Freundschaft
  • 1962 Ehrentitel „Gemeinde Europas“ – verliehen 1962 vom Europarat.
  • 1979 Theodor-Heuss-PreisDer Theodor-Heuss-Preis wurde der Stadt Castrop-Rauxel und Bürgern am 11. März 1979 von der Stiftung Theodor-Heuss-Preis e. V. für ihr beispielhaftes Engagement um die europäische Verständigung und ihre Bemühungen um Europa im Rahmen eines großen Festaktes im Herkulessaal der Münchener Residenz aus den Händen der Vorsitzenden Hildegard Hamm-Brücher verliehen. Den Festvortrag mit dem Thema „Bürgerengagement für Europa“ hielt Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Sonstiges

  • Im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas, an der auch die Stadt Castrop-Rauxel u. a. mit einem Trailer zu einem neuen Stadtfilm teilnahm, entstand unter Beteiligung des ZDF-Kleinen Fernsehspiels der Fernsehfilm Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet 2010. In der daraus stammenden Episode Thomas, Thomas der Castrop-Rauxelerin Regisseurin Corinna Liedtke behauptet Wolfgang Weber, ein Archivar aus Castrop-Rauxel, dass Thomas Vallomtharayil, Geschäftsführer des Castrop-Rauxeler Medical Park Ruhr, der wiedergeborene irische Unternehmer William Thomas Mulvany sei.
  • Aus der Stadt stammen auch die Bands Positive Strike und Eskimo Callboy.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die Wirtschaftsstruktur Castrop-Rauxels ist heute von mittelständischen und kleinen Unternehmen geprägt. Von den zahlreichen Großindustriebetrieben in Castrop ist noch die Rütgers Chemicals GmbH mit rund 1000 Mitarbeitern übrig geblieben. Das Unternehmen wurde im von Evonik an den Finanzinvestor Triton verkauft, der Rütgers 2013 an die indische Rain Commodities Limited weiterverkaufte.

Verkehr

Fernstraßen

Durch das Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen 2 (Oberhausen–Berlin), 42 (Kamp-Lintfort–Dortmund) und 45 (Dortmund–Aschaffenburg). Am Kreuz Castrop-Rauxel-Ost kreuzt sich die A 42 mit der A 45. Die B 235 von Senden nach Witten, mit Anschluss an die A 40/B 1 knapp südlich der Stadtgrenze in Dortmund, durchquert die Stadt von Nord nach Süd.

ÖPNV

Ab Castrop-Rauxel Hauptbahnhof verkehrt die S-Bahn Rhein-Ruhr mit der Linie (S 2) (Köln-Mindener-Strecke) nach Dortmund und Duisburg/Essen/Recklinghausen. Weiter hält der Rhein-Emscher-Express (RE 3) von Hamm nach Düsseldorf. Von den Haltepunkten Castrop-Rauxel Süd (Altstadt) und Castrop-Rauxel-Merklinde verkehrt die Emschertal-Bahn (RB 43) von Dortmund nach Dorsten.

In Castrop-Rauxel fahren insgesamt 17 Buslinien der Bogestra (Linien 353, 378), der DSW21 (480, 481, 482, NE 11), der HCR (311, 321, 324, 341, 347, 351, 361) und der Vestische Straßenbahnen GmbH (233, 237, SB 22). Der Städteschnellbus (SB 22) verbindet Castrop-Rauxel mit Datteln. Zudem verkehrt ein Nachtbus (NE 11) als Ringlinie zwischen Ickern/Henrichenburg und Dortmund-Innenstadt. Von Mai 2011 verkehrte ausschließlich sonn- und feiertags der Vestische Fahrradbus als Linie 200 von Castrop-Rauxel Hauptbahnhof über Datteln nach Haltern am See Bahnhof. Dieses Angebot wurde zum Saisonende 2013 eingestellt.

Die meisten Buslinien fahren Stadtgrenzen überschreitend. Zentrale Haltestelle der Buslinien ist der in der Castroper Innenstadt. In dessen direkter Nähe befindet sich der , sodass ein direkter Umstieg zwischen den Buslinien und der Regionalbahnlinie RB 43 möglich ist.

Des Weiteren ist im Bebauungsplan weiterhin der Ausbau der Stadtbahnlinie von Dortmund-Westerfilde über Castrop-Rauxel-Frohlinde, Merklinde und Münsterplatz (Busbahnhof) zum Hauptbahnhof geplant.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Tarifraumüberschreitend gilt der NRW-Tarif.

Schiffsverkehr

Der Rhein-Herne-Kanal verbindet Castrop-Rauxel mit dem deutschen Wasserstraßennetz. Der Rhein-Herne-Kanal, der die Stadt im Norden durchquert, ist ein wichtiger Verkehrsweg und an ihm liegt ein Yachthafen für Freizeitkapitäne. Auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet befinden sich entlang des Kanals insgesamt vier Kanalhäfen: Zum einen der Hafen Victor und der Hafen Rütgers, die sich beide unweit vom Schloss Bladenhorst befinden, zum anderen der Kanalhafen Luck und der Hafen Marmorit, der sich in Höhe der Wartburgstraße befindet. Letztgenannter ist allerdings eher als Anlegestelle zu bezeichnen. Darüber hinaus befindet sich der Yachthafen des AMC mit zwei Hafenbecken im Stadtteil Pöppinghausen.

Am Emscherdurchlass in Henrichenburg wird die Emscher unter dem Rhein-Herne-Kanal durchgeleitet. Zugleich ist dies der östliche Beginn der bis Oberhausen reichenden „Insel“ zwischen Kanal und Fluss, die im Zuge der Renaturierung der Emscher weiter landschaftlich aufgewertet werden soll.

Gesundheitswesen

Krankenhäuser

  • Evangelisches Krankenhaus Castrop-Rauxel: Das EvK gehört zur Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne|Castrop-Rauxel gGmbH, die auch das EvK Herne betreibt. Das Evangelische Krankenhaus Castrop-Rauxel ist, genau wie das EvK Herne, akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen. Das Krankenhaus liegt unweit des Stadtmittelpunktes.
  • Katholisches Krankenhaus St. Rochus-Hospital: Seit 2004 gehört das St. Rochus-Hospital zur Katholischen St. Lukas Gesellschaft mbH, zu der auch das Katholische Krankenhaus Dortmund-West und das St.-Josefs-Hospital Dortmund gehören. Das Krankenhaus liegt im Stadtzentrum.

Gesundheitswirtschaft

Im Jahr 2007 eröffnete in Castrop-Rauxel der Medical Park Ruhr, ein Zentrum für Komplementärmedizin. Neben Angeboten aus den Bereichen Ayurveda und Wellness befinden sich in dem neu errichteten Gebäudekomplex unweit des Stadtmittelpunkts ein Dialysezentrum, ein Hotel, ein Restaurant sowie eine Seniorenresidenz.

Bildung

  • In Castrop-Rauxel befinden sich 14 Grundschulen. Zudem gibt es zwei Gymnasien (Adalbert-Stifter-Gymnasium und Ernst-Barlach-Gymnasium), zwei Realschulen (Fridtjof-Nansen-Realschule und Johannes-Rau-Realschule), zwei Gesamtschulen (Willy-Brandt-Gesamtschule und Janusz-Korczak-Gesamtschule), zwei Hauptschulen (Franz-Hillebrand-Hauptschule und Schillerschule) und ein Berufskolleg (Berufskolleg Castrop-Rauxel). Darüber hinaus gibt es zwei Förderschulen (Europaschule (seit 2011 Martin Luther King Schule) und Hans-Christian-Andersen-Schule).
  • Die Fernuniversität Hagen unterhält im Dienstleistungszentrum (DIEZE) ein Studienzentrum.
  • Das Zentrum Frau in Beruf und Technik: Die Einrichtung befindet sich ebenfalls im Dienstleistungszentrum (DIEZE).
  • Volkshochschule/ Berufsbildungszentrum Castrop-Rauxel
  • Stadtbibliothek Castrop-Rauxel

Sonstiges

Die Stadt Castrop-Rauxel unterhält eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, welche auch den Rettungsdienst durchführen. Sie gliedert sich auf in die Hauptwache an der Frebergstraße, wo täglich 24 Stunden lang ein kompletter Löschzug (LZ), drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, sowie im Tagesdienst ein Krankentransportwagen besetzt werden, und in die freiwilligen Löschzüge Castrop (LZ 1), Rauxel-Dorf (LZ 2), Habinghorst (LZ 3), Henrichenburg (LZ 4) und Merklinde (LZ 5). Seit Januar 2015 ist einer der drei Rettungswagen in einer Rettungswache im neu gebauten Feuerwehrhaus Henrichenburg untergebracht und versorgt somit primär das nördliche Stadtgebiet. Zusätzlich ist ein gleichnamiger Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk stationiert worden. Dieser besteht aus zwei Bergungsgruppen und der Fachgruppe Elektroversorgung.

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1805, 8. April, Clara Kopp; † 24. Januar 1883 in Essen, Ordensgründerin, Barmherzige Schwester
  • 1813, 6. September, Gisbert von Vincke; † 5. Februar 1892 in Freiburg im Breisgau, Dichterjurist, Shakespeare-Forscher
  • 1844, 21. Juli, Hedwig Kiesekamp; † 2. März 1919 in Münster (Westfalen), Sängerin und Schriftstellerin.
  • 1878, 9. Mai, Heinrich Haslinde; † 11. November 1938, Heimatdichter.
  • 1902, 12. September, Ernst Bach; † 18. März 1965 in Siegen, CDU-Politiker und Bürgermeister ebenda
  • 1908, 11. April, Josef Hermann Dufhues; † 26. März 1971 in Rheinhausen, Politiker (CDU), MdL NRW, NRW-Innenminister und Landtagspräsident
  • 1908, 23. August, Ernst Feßler; † 13. Mai 1979, Volkswirt, Präsident der Landeszentralbank von Nordrhein-Westfalen
  • 1910, 19. Februar, Wilhelm Specht; † 12. Juli 1986, Unternehmer, Kaufmann und Verbandsfunktionär
  • 1912, 14. August, Wilhelm Silberkuhl; † 12. Juni 1984 in Bad Wiessee, Architekt und Bauingenieur
  • 1912, 24. Oktober, Heinz Ballensiefen; † unbekannt, Historiker und nationalsozialistischer Funktionär, eingesetzt zur Erforschung der „Judenfrage“
  • 1914, 18. September, Karl-Heinz Kramer, Radrennprofi und Weltrekord-Inhaber Steher hinter Motorradfahrer als Schrittmacher mit 154,506 km/h, aufgestellt 1950 auf dem Grenzlandring
  • 1915, 26. Januar, Paschasius Hermann Rettler; † 16. September 2004, Sorocaba (Brasilien), Bischof von Bacabal (Brasilien)
  • 1919, 14. Mai, Hinrich Grauenhorst; † 3. Mai 1998, Maler
  • 1927, 11. Juni, Alfred Niepieklo; † 1. April 2014 in Castrop-Rauxel, Deutscher Fußballmeister 1956 und 1957
  • 1929, 20. März, Josef Reding, Schriftsteller
  • 1931, 31. Oktober, Emil Bölling; † 16. Februar 2015, Bauunternehmer, Begründer der bedeutendsten deutschen LKW-Sammlung, Kurator des ALGA-Nutzfahrzeugmuseums in Sittensen
  • 1934, 15. April, Erwin Weiss; † 2. Oktober 2008, Sänger
  • 1935, 13. September, Friedhelm Wentzke, Kanute
  • 1937, 1. November, Klaus Starke, deutscher Pharmakologe
  • 1938, 26. Februar, Dietrich Berke; † 16. Oktober 2010, Musikwissenschaftler und Verlagslektor
  • 1939, 16. November, Paul Reding, Maler, Bildhauer und Schriftsteller
  • 1942, 16. März, Werner Trzmiel, Leichtathlet
  • 1942, 15. Juni, Friedhelm Ost, Journalist und Politiker (CDU), MdB
  • 1944, 19. November, Klaus Fichtel, Fußballspieler
  • 1950, Anke Engelsmann, Schauspielerin (Berliner Ensemble)
  • 1950, 4. April, Gabriele Sikora, Politikerin (SPD), 1995–2010 MdL NRW
  • 1950, 30. Mai, Ralf Suerland, Jockey und Trainer im Galopprennsport
  • 1950, 13. Juni, Paul-Josef Raue; † 11. März 2019, Journalist und Sachbuchautor
  • 1951, 27. April, Laurentius Schlieker, Abt des Benediktinerklosters Gerleve
  • 1954, 13. März, Jens Funk, Ophthalmologe in Zürich
  • 1955, 5. April, Udo Helmbrecht, ehemaliger Präsident des BSI und geschäftsführender Direktor der ENISA
  • 1955, 22. April, Marita Pabst-Weinschenk, Sprechwissenschaftlerin
  • 1957, 23. September, Mathias Schipper, Fußballspieler
  • 1958, 6. Juli, Hans-Peter Villis, Manager
  • 1959, 4. Februar, Christian Schreier, Fußballspieler und -trainer
  • 1959, 26. November, Inge Blask, Politikerin (SPD), seit 2012 MdL NRW
  • 1961, 17. November, Wolfram Wuttke; † 1. März 2015 in Lünen, Fußballspieler
  • 1964, 12. September, Dieter Hecking, Fußballspieler und -trainer
  • 1975, Michael Ostrzyga, Komponist und Dirigent
  • 1977, 28. Juni, Micky Beisenherz, Hörfunk- und Fernsehmoderator sowie Autor diverser TV-Formate
  • 1978, 9. Juni, Michael Melka, Fußballspieler
  • 1982, 30. April, Marcel Sieberg, Radrennfahrer
  • 1978, 4. Dezember, Taner Sahintürk, Schauspieler
  • 1985, 25. Februar, Christian Mamerow, Autorennfahrer
  • 1985, 7. August, Kevin Ratajczak, Sänger der Band Eskimo Callboy
  • 1986, 14. September, Barış Özbek, Fußballspieler
  • 1987, 6. Dezember, Sebastian Biesler, Sänger der Band Eskimo Callboy
  • 1987, 29. Juni, Marc-André Kruska, Fußballspieler
  • 1987, 22. November Michael Esser, Fußballspieler
  • 1988, 3. Januar, Christopher Nöthe, Fußballspieler
  • 1990, 24. Mai, Christina Petersen, Schauspielerin
  • 1992, 1. September, Ufuk Özbek, Fußballspieler
  • 1994, 30. November, Semih Güler, Fußballspieler

Ehrenbürger der Stadt

  • 21. Februar 1928: Dechant und katholischer Pfarrer Franz Keweloh
  • 3. Juni 1971: Wilhelm Kauermann
  • 1979: Hugo Paulikat

Weblinks

Anmerkungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Castrop-Rauxel

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