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Buchen
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Stadt Buchen (ODW.)
Der Bürgermeister
Wimpinaplatz 3
74722 Buchen

http://www.buchen.de

Buchen (Odenwald)

160pxAbb. 1 Wappen von Buchen (Odenwald)
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 337 m
Fläche 138.99 km2
PLZ 74722
Vorwahl 06281, 06286 (Hettigenbeuern), 06287 (Einbach, Waldhausen), 06292 (Eberstadt, Bödigheim)
Gliederung 14 Stadtteile
Website www.buchen.de
Bürgermeister Roland Burger (CDU)
Buchen (Odenwald) ist eine Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis im Norden von Baden-Württemberg. Das Gebiet gehörte im Mittelalter zu Kurmainz und war bis 1973 Hauptort des aufgelösten, überwiegend landwirtschaftlich geprägten Landkreises Buchen.

Geographie

Lage und Naturraum

Buchen liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar am Übergang zwischen dem südöstlichen Odenwald und dem Bauland auf 250 bis , im Dreieck der Großstädte Mannheim, Würzburg und Heilbronn.

Buchen grenzt im Norden an den Landkreis Miltenberg in Unterfranken, dann schließen sich im Uhrzeigersinn folgende Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises an: Walldürn, Rosenberg, Osterburken, Seckach, Limbach und Mudau.

Das Gemeindegebiet gehört dem Naturpark Neckartal-Odenwald und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald an und wird vom Obergermanisch-Raetischen Limes durchzogen.

Stadtgliederung

Die Gemeinde Buchen (Odenwald) besteht aus den 14 Stadtteilen Bödigheim, Buchen-Stadt, Eberstadt, Einbach, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen, Hollerbach, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, mit Ausnahme des Stadtteils Buchen-Stadt erfolgt ihre offizielle Benennung in der Form „Buchen (Odenwald) - …“.

Zum Stadtteil Bödigheim gehören die Höfe Faustenhof, Griechelternhöfe, Roßhof und Sechelseehöfe und das Haus Sägmühle. Zum Stadtteil Einbach gehört das Gehöft Einbacher Mühle. Zum Stadtteil Hainstadt gehört der Ort Bahnstation Hainstadt. Zum Stadtteil Unterneudorf gehört das Haus Unterneudorfer Mühle. Zum Stadtteil Waldhausen gehört das Gehöft Glashof.

Im Stadtteil Eberstadt liegen die Wüstungen Klarenhof und Reinstadt und im Stadtteil Götzingen die Wüstungen Rönningen und Buklingen.

Geschichte

Buchen wurde im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch, anlässlich mehrerer Güterschenkungen an das Kloster im Jahr 773 als Buchheim erstmals erwähnt. Der Ort war bereits in vorgeschichtlicher Zeit und während der Zeit der Römer besiedelt und stand zur Zeit der Karolinger unter dem Einfluss des Klosters Amorbach, dessen Vögte, die Herren von Dürn, die Gerichtsbarkeit und Vogteirechte an Buchen erlangten. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt der Ort die Stadtrechte verliehen, 1280 wurde Buchen erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet. Beim Niedergang der Herren von Dürn wurde Buchen 1303/09 an Kurmainz verkauft und verblieb dort 500 Jahre lang. 1346 bildete Buchen mit Amorbach, Aschaffenburg, Dieburg, Külsheim, Miltenberg, Seligenstadt, Tauberbischofsheim und Walldürn den Neunstädtebund.

1382 scheiterte Kurfürst Ruprecht I. beim Versuch, die Stadt während eines Streits mit Kurmainz zu brechen. Die wehrhafte mittelalterliche Stadtbefestigung wurde um 1490 nochmals verstärkt und umschloss nunmehr auch die westlich gelegene Vorstadt. Ebenfalls 1490 wurde der Wartturm errichtet bzw. erneuert. Aus dem Jahr 1493 stammt der sogenannte Steinerne Bau als Sitz des kurmainzischen Amtmanns. Die Stadt hatte früh große Bedeutung als Marktstadt. Neben den vier großen Jahrmärkten (Fastnachtsmarkt, Maimarkt, Jakobimarkt und Martinimarkt) waren insbesondere die Garn-, Tuch- und Roßmärkte sowie der jeden Montag abgehaltene Wochenmarkt bekannt.

Im Bauernkrieg 1525 wurde Götz von Berlichingen im Hof des Steinernen Hauses (heute Museumshof) gegen seinen Willen zum Hauptmann des Bauernhaufens verpflichtet. Nach der Niederlage der Bauern wurde der Neunstädtebund von der Landesherrschaft faktisch aufgelöst, und Buchen verlor sein Selbstverwaltungsrecht.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zunächst von den Schweden erobert. Diese mussten aber um 1634 kaiserlichen Truppen weichen. Zu dieser Zeit kam es zu einem Großbrand im Ort, dem 153 Häuser zum Opfer fielen. Kirche, Pfarrhaus, die Obermühle, der Hausener Hof und vermutlich auch die Burg wurden hierbei zerstört. Weitere Opfer waren durch Seuchen und Hungersnöte zu beklagen. Von 215 Bürgern und 16 Juden überstanden den Krieg nur 29 Bürger, 5 Witwen und 26 Häuser. Die Felder waren verödet. 1688 suchten französische Truppen die Stadt heim. Durch Blitzschlag kam es 1717 in der Kernstadt zu einem neuerlichen katastrophalen Stadtbrand, dem etwa die Hälfte der Gebäude zum Opfer fielen, darunter auch das alte Rathaus und der Dachstuhl der Kirche.

1803 wurde Buchen nach Auflösung des Kurfürstentums Mainz im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses dem durch Order von Napoleon umgesiedelten Fürstentum Leiningen zugeordnet, 1806 dann dem Großherzogtum Baden. 1815 wurden drei der Stadttürme abgerissen, lediglich der westliche Torturm (Mainzer Tor) blieb erhalten. Die Badische Revolution von 1848/49 fand auch in Buchen Unterstützung.

Bereits in kurmainzischer Zeit war Buchen Sitz eines Amtes. Diese Stellung als Verwaltungsmittelpunkt behielt die Stadt auch unter leiningscher und badischer Herrschaft. 1938 wurde aus dem Bezirksamt Buchen der Landkreis Buchen.

In der sogenannten Reichspogromnacht 1938 wurden die Synagogen in Buchen und Bödigheim geschändet. Bei den folgenden Deportationen kamen von den 1933 in Buchen lebenden 34 Einwohnern jüdischen Glaubens mindestens 13 ums Leben. Der ehemalige Verbandsfriedhof in Bödigheim ist heute noch Zeuge des früheren jüdischen Gemeindelebens im näheren, stark katholisch geprägten Umkreis.

Im Rahmen der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Buchen aufgelöst und die Stadt in den neuen Neckar-Odenwald-Kreis eingegliedert. Am 1. Dezember 1971 wurde Stürzenhardt nach Buchen (Odenwald) eingemeindet, am 1. Dezember 1972 Unterneudorf, am 31. Dezember 1973 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinden Bödigheim, Einbach, Oberneudorf und Waldhausen. Die heutige Stadt wurde am 1. Oktober 1974 durch Vereinigung der Stadt Buchen (Odenwald) und der Gemeinden Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen und Rinschheim neu gebildet. Am 1. Januar 1975 erfolgte die Eingemeindungen von Eberstadt und Hollerbach.

1986 fanden in Buchen die Heimattage Baden-Württemberg statt.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 47,0 % (– 2,3) zu folgendem Ergebnis:

Partei Stimmen +/− Sitze +/−
CDU 59,8 % + 0,8 19 + 1
SPD 13,7 % − 2,7 4 ± 0
FWV 24,7 % + 0,1 8 + 1
Bürgerinitiative gegen Müllgestank Buchen 1,8 % + 1,8 1 + 1

Darüber hinaus bilden die Stadtteile 13 Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, wobei die Stadtteile Buchen-Stadt und Hollerbach zu einem Wohnbezirk zusammengefasst sind. Ausgenommen den Stadtteil Buchen-Stadt sind in allen Stadtteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils einem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet.

Bürgermeister

Seit Februar 2006 ist Roland Burger der Bürgermeister der Stadt Buchen. Zuvor (seit Februar 1991) war er Bürgermeister der Stadt Osterburken. Der frühere Bürgermeister Achim Brötel wurde Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises.

  • 1975–1999 Josef Frank (CDU)
  • 1999–2005 Achim Brötel (CDU)
  • seit 2006 Roland Burger (CDU)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In silber auf grünem Dreiberg, auf dessen äußeren Kuppe je ein auswärts geneigter grüner Zweig, eine grüne Buche, deren Stamm beheftet mit einem gelehnten roten Schild, darin ein sechsspeichiges silbernes Rad.“

; Wappen der ehemaligen Gemeinden

Wirtschaft und Infrastruktur

Buchen hat als Mittelzentrum zwischen Neckar und Main eine Wirtschaftsstruktur aus Produktion, Handel, Handwerk und Dienstleistungen aufgebaut und in Gewerbegebieten angesiedelt.

Vor Ort ist das Kreiskrankenhaus Buchen und es existieren mehrere Altenheime. In Buchen gab es eine der ersten Wohnanlagen bundesweit nach dem Modell des betreuten Wohnens.

Verkehr

Buchen ist über die Bundesautobahn 81, Ausfahrt Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße 27 (von Norden) her sowie über die A 6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten) zu erreichen.

Der Bahnhof Buchen (Odenw) liegt an der Bahnstrecke Seckach–Miltenberg (KBS 784, auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost einen weiteren Haltepunkt hat und von der Westfrankenbahn betrieben wird. Den ÖPNV nehmen Busse im Verkehrsverbund Rhein-Neckar wahr.

Der Flughafen Stuttgart und der Flughafen Frankfurt am Main sind jeweils etwa 100 km entfernt. Der nächste Landeplatz ist der Flugplatz Walldürn. Der nächstgelegene Binnenhafen ist Wertheim am Main.

Radwanderwege

Durch das Stadtgebiet führen folgende Radwanderwege:

  • Der 225 km lange 3-Länder-Radweg führt als Rundweg durch das Dreiländereck von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Entlang von Mümling, Neckar und Main erkundet die Route den Odenwald.
  • Der Odenwald-Madonnen-Radweg führt über 135–160 Kilometer durch den Odenwald, das Neckartal und die Rheinebene.
  • Der Main-Tauber-Fränkische Radachter
  • Der Skulpturen-RadwegDurch die Stadtteile Rinschheim und Götzingen:
  • Der Deutsche Limes-Radweg führt über 818 Kilometer von Bad Hönningen durch Westerwald, Taunus und Odenwald nach Regensburg und orientiert sich am historischen Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes.

Behörden, Gerichte und Einrichtungen

In Buchen sitzt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Mosbach gehört, und in Buchen-Hainstadt das Regionalbüro Odenwald-Tauber des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Mosbach-Buchen und Tauberbischofsheim gehören.

Bildungseinrichtungen

In Buchen gibt es zahlreiche Schulen (16), zu denen täglich viele Schüler in die ehemalige Kreisstadt pendeln. Buchen hat eine gewerbliche Berufsschule mit Gymnasium für die Fachrichtungen Mechatronik, Informationstechnik und Technik und Management (Zentralgewerbeschule Buchen), ein allgemeinbildendes Gymnasium (Burghardt-Gymnasium Buchen), eine kath. Fachschule für Sozialpädagogik (in Trägerschaft der Erzdiözese Freiburg), eine Hauswirtschaftsschule mit Sozialwissenschaftlichem Gymnasium (Helene-Weber-Schule Buchen), eine Realschule (Abt-Bessel-Realschule), eine Ganztags-Werkrealschule (Karl-Trunzer-Schule) sowie mehrere Haupt-, Grund- und Sonderschulen.

Gesundheitseinrichtungen

Das Kreiskrankenhaus Buchen ist regionale Versorgungseinrichtung. Eine Rettungswache des DRK-Kreisverbandes Buchen mit Notarztstandort stellt die notfallmedizinische Versorgung sicher. Die Stadt hat ein Feuerwehrhaus, in der die Freiwillige Feuerwehr Buchen untergebracht ist, die als Stützpunktfeuerwehr auch oft zur Überlandhilfe ausrückt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Buchen liegt an der Siegfriedstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Die Stadt liegt mit dem Kleinkastell im Stadtteil Hettingen zudem an der Deutschen Limesstraße bzw. am UNESCO Welterbe Obergermanisch-Rätischer Limes. Die Tropfsteinhöhle Eberstadt ist das südöstliche Eingangstor des UNESCO Geoparks Bergstraße-Odenwald.

Theater

  • Aufführungen der Badischen Landesbühne
  • Konzertreihe „Buchen in concert“

Museen und kulturelle Einrichtungen

  • Bezirksmuseum Buchen mit Joseph-Martin-Kraus-Gedenkstätte (in der ehemaligen Kurmainzischen Kellerei), Gründer und Träger ist der Verein Bezirksmuseum Buchen
  • Bücherei des Judentums im ehemaligen Beginenhof
  • Gedenkstätte ehemalige Synagoge
  • Gedenktafel für die Opfer des Faschismus am jüdischen Friedhof Bödigheim, das die Namen von acht Opfern der Shoa aus Kleineicholzheim trägt
  • Gedenktafel in der Vorstadtstraße 35 an für die in der NS-Zeit zerstörte Synagoge
  • Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst
  • Internationale Joseph-Martin-Kraus-Gesellschaft (zum Werk des Komponisten J. M. Kraus, 1756–1792)
  • Kulturforum Vis-à-Vis, u. a. mit Ausstellungen des Kunstvereins Neckar-Odenwald
  • Stadtarchiv in der ehemaligen Zehntscheune
  • Stadtbücherei
  • Städtische Heimatbücherei „Zwischen Neckar und Main“
  • Städtische Joseph-Martin-Kraus-Musikschule
  • Volkshochschule

Eberstadter Tropfsteinhöhle

Die ein bis zwei Millionen Jahre alte und 600 Meter lange Eberstadter Tropfsteinhöhle liegt etwa 5 km südsüdöstlich der Stadtmitte. Sie wird seit 1973 als Schauhöhle touristisch genutzt und ist Teil des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. In ihr gibt es reichen Tropfsteinschmuck, sehr schlanke wie sehr gedrungen-kegelige Bodentropfsteine, Sinterfahnen, Sinterterrassen und Kristalle. Da die Höhle nach der Entdeckung sofort verschlossen wurde und Führungen von Beginn an bei elektrischem Licht stattfanden, sind die Tropfsteine noch überwiegend kalkweiß, während bei den meisten älteren deutschen Schauhöhlen die frühere Beleuchtung mit Kerzen und Fackeln die Tropfsteine eingeschwärzt hat.

Weitere Sehenswürdigkeiten/Bauwerke

  • Der römische Obergermanisch-Raetische Limes, größtes Bodendenkmal Europas, verläuft am Ostrand des Stadtgebiets von Walldürn im Norden durch Buchener Gemarkung in Richtung Osterburken im Süden. Der Limes, 500 km langer Schutzwall der Römer gegen Alemannen und andere Germanenstämme im unbesetzten Germanien, der von Rheinbrohl am Mittelrhein bis zur Donau führt, wurde von ihnen bis ungefähr 260 n. Chr. gehalten.
  • Der Anbau zum Hotel Prinz Carl von 1967, eines der ursprünglichen Bauwerke des Architekten Egon Eiermann, in dem die von ihm entworfenen Zimmer und Einrichtungen noch heute in Verwendung sind, zählt zur klassischen Moderne.
  • Im heutigen Ortsteil Bödigheim errichtete im Jahr 1286 der Ritter Wiprecht Rüdt eine Burg, die Ende des 16. Jahrhunderts um einen Renaissance-Palas erweitert wurde. 1712 bis 1720 wurde das neue Rüdt von Collenberg´sche Schloss von Johann Jakob Rischer in Bödigheim erbaut.
  • Reste einer jüdischen Mikwe in Bödigheim
  • Altes Rathaus, Hallen-Rathaus in der Kernaltstadt
  • Wartturm auf dem Wartberg, etwa ein Kilometer südöstlich der Stadtmitte
  • Die Flurkapelle in Bödigheim wurde 2009 von Architekturstudenten des Illinois Institute of Technology gebaut. Wegen seiner außergewöhnlichen Architektur wurde das Bauwerk im Jahr 2010 vom American Institute of Architects ausgezeichnet.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Die „Buchener Faschenacht“ mit über 500-jähriger Tradition zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern auch von außerhalb der Region an. Beim jährlichen Faschenachtsumzug wird dem Buchener Blecker, einer aus dem Mittelalter stammenden Symbolfigur, pflichtgemäß das Hinterteil geküsst.
  • Goldener Mai mit Buchener Jazz Night am Samstag des ersten Maiwochenendes.
  • Vorsommerfest mit Blasmusik im Museumshof an einem Wochenende Mitte Juni, mit Kellerbar („Zeitmaschine“) am Samstag. Veranstalter sind die Stadtkapelle und der katholische Kirchenchor.
  • Buchener Open-Air-Kino im Hof der Stadtwerke Buchen. Immer Ende Juli/Anfang August.
  • Schützenmarkt, ein traditionelles Volksfest in der ersten Septemberwoche jeden Jahres mit Verkaufs- und Vergnügungsmarkt.
  • Buchener Kultnacht.
  • Ow-art (Odenwälder Art), eine vom Künstler Patris Semma ins Leben gerufene Odenwälder Kunstmesse (zuletzt 2009).
  • Weihnachtsmarkt (1. Dezemberwochenende, Donnerstag/Freitag bis Sonntag)

Vereine

Die Stadt und ihre Gemeinden haben ein reges Vereinsleben, das über eine Datenbank abzufragen ist (siehe Weblinks).

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Josef Frank, Bürgermeister 1975–1999

Söhne und Töchter der Stadt

  • Der von Buchein (13. Jahrhundert), Minnesänger (überliefert im Codex Manesse)
  • Konrad Wimpina (1460–1531), römisch-katholischer Theologe
  • Gottfried Bessel (1672–1749), Abt und Gelehrter
  • Ludwig Rüdt von Collenberg-Bödigheim (1799–1885), Politiker, Präsident des badischen Staatsministeriums
  • Marianne Kraus (1765–1838), Malerin und Hofdame, Schwester von Joseph Martin Kraus
  • Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim (1813–1891), badischer Jurist und Politiker
  • Wilhelm Emelé (1830–1905), Schlachtenmaler
  • Albrecht Rüdt von Collenberg-Bödigheim (1845–1909), geboren in Bödigheim, badischer Richter und Politiker
  • Edmund Lang (1847–1914), Oberamtmann, Geheimer Oberregierungsrat
  • Franz Josef Wittemann (1866–1931), Politiker (Deutsche Zentrumspartei), MdL (Baden), Staatspräsident von Baden
  • Jacob Mayer (1866–1939), Mundartdichter
  • Pia Bauer (1871–1954), Nestorin der onkologischen Pflege in Deutschland
  • Anton Kaufmann (1885–1948) Verwaltungsaktuar, 1945 provisorischer Landrat beim Landratsamt Karlsruhe
  • Wilhelm Schnarrenberger (1892–1966), Maler
  • Ludwig Schwerin (1897–1983), Maler
  • Friedrich Brünner (1910–2004), Politiker (CDU), baden-württembergischer Landwirtschaftsminister 1968–1976
  • Adolf Hemberger (1929–1992), Professor für Methodologie und Wissenschaftstheorien
  • Josef Becker (* 1931), Historiker (Hochschullehrer)
  • Hans-Dieter Schmid (* 1941), Historiker (Hochschullehrer)
  • Ute Schall (* 1947), Autorin
  • Wunibald Müller (* 1950), Schriftsteller und Pastoralpsychologe
  • Heinz Fischer-Heidlberger (* 1952), Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs
  • Ulrike Ballweg (* 1965), Co-Trainerin der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen

Persönlichkeiten, die in Buchen wirken oder gewirkt haben

  • Joseph Martin Kraus (1756–1792), Komponist
  • Josef Baumann (1815–1874), exzentrischer Tierfreund und „König der Barbiere“
  • Karl Trunzer (1856–1927), Lehrer und Museumsgründer
  • Alexandra Röhl (1899–1976), Malerin, Modistin und Schriftstellerin
  • Johannes Vleugels (1899–1978), Komponist, Musikwissenschaftler und Begründer der „Musiksammlung Vleugels“ im Bezirksmuseum.
  • Juliana von Stockhausen (1899–1998), Schriftstellerin
  • Egon Eiermann (1904–1970), Architekt
  • Otto Göttfert (1917–2006), Maschinenbauer und Unternehmer
  • Gertrude Reum (1926–2015), Bildhauerin
  • Anselm Kiefer (* 1945), Maler und Bildhauer
  • Achim Brötel (* 1963), Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises
  • Franz Burghardt (1803–1890), Arzt

Weblinks

  • Stadt Buchen
  • Buchen, Beschreibung und Bebilderung des historischen Buchens auf einer privaten Webseite
  • Schloss Bödigheim- Bebilderte Darstellung der Anlage, Kurzfassung der Geschichte der Freiherren Rüdt von Collenberg, heutige Besitzverhältnisse und Nutzung auf der Webseite der Freiherrlich Rüdt von Collenbergschen Schlossgesellschaft.
  • Synagoge Jüdische Geschichte der Ortsteile Bödigheim und Eberstadt auf der Webpräsenz von Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Buchen (Odenwald)

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