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Bayreuth
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Stadt Bayreuth
Luitpoldplatz 13
95444 Bayreuth

http://www.bayreuth.de

Bayreuth

160pxAbb. 1 Wappen von Bayreuth
Basisdaten
Bundesland Bayern
Höhe 340 m
Fläche 66.92 km2
PLZ 95444–95448
Vorwahl 0921 in Teilen 09201, 09209
Gliederung 74 Ortsteile
Adresse der Verwaltung Luitpoldplatz 13
95444 Bayreuth
Website www.bayreuth.de
Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (BG)
Bayreuth {{IPA|baɪ̯ˈrɔʏ̯t}} ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Die Stadt ist Sitz der Regierung von Oberfranken, des Bezirks Oberfranken und des Landratsamtes Bayreuth. Weltberühmt ist Bayreuth durch die jährlich im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel stattfindenden Richard-Wagner-Festspiele. Das markgräfliche Opernhaus gehört seit 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Anders als der Name vermuten lässt, gehört die Stadt erst seit dem Jahr 1810 zu Bayern.

Name

1194 wurde der Ort als Baierrute in einer Urkunde des Bischofs Otto II. von Bamberg erstmals erwähnt. Der Namensbestandteil -rute ist vermutlich als Rodung zu deuten. Dass Baier- auf Zuwanderer aus dem bairischen Siedlungsraum verweisen könnte, ist umstritten und nicht belegbar. Vieles deutet darauf hin, dass die endgültige Namengebung erst nach der sekundären Ortserweiterung erfolgte und spezielle bayerische Interessen sichtbar machen sollte. Belegt sind im Bayreuther Landbuch von 1421/24 auch die Bezeichnungen Peyeruth und Peyrreute, die Vorgängerkirche der Stadtkirche wurde zunächst als „Pfarr peyr Reut“ (Reut = Altenstadt) bezeichnet.

Das „y“ des Stadtnamens taucht lange vor der Inbesitznahme der Stadt durch Bayern bereits im 15. Jahrhundert erstmals auf. Die heutige Schreibform ist 1625 im Kulmbacher Bürgerbuch belegt, setzte sich aber noch nicht endgültig durch. Markgräfin Wilhelmine (1709–1758) nannte die Stadt „Bareith“.

Geographie

Geographische Lage

Bayreuth liegt im südlichen Teil des Obermainischen Hügellands beiderseits des Roten Mains, des südlichen und längeren der beiden Quellflüsse des Mains, zwischen dem Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz. Weitere Fließgewässer im Stadtgebiet sind die Warme Steinach, die Mistel, in Bayreuth „Mistelbach“ genannt, und der Sendelbach mit seinem historisch interessanten Seitenkanalsystem Tappert. Das größte stehende Gewässer ist der vom Aubach gespeiste Röhrensee.

Das Zentrum der Stadt (nicht zu verwechseln mit dem dezentral gelegenen Stadtteil Altstadt) liegt mit etwa 340 Meter über NN mehr als 100 Meter tiefer als die meisten der Höhenzüge, die den Bayreuther Talkessel einrahmen. Höchste umgebende Erhebung ist mit 594 Meter der Sophienberg im Süden. Weitere Anhöhen sind der Schlehenberg, der Oschenberg, der Höhenzug der Hohen Warte, der Rote Hügel und der Buchstein. Die Beckenlage wirkt sich günstig auf das Klima aus. Die Jahresmitteltemperatur beträgt für Bayreuth 7,8 °C.

Amtliche Stadtgliederung

Bayreuth besteht offiziell aus 74 Ortsteilen und 39 Distrikten: Liste der Ortsteile und Distrikte von Bayreuth

Inoffizielle Stadtgliederung

Innenstadt im Uhrzeigersinn

  • Historische Innenstadt (innerhalb des Stadtkernrings, mit markgräflichem Opernhaus)
  • Neuer Weg (frühere Bezeichnung des Gebiets nördlich der historischen Innenstadt, mit Bahnhofsviertel)
  • Gartenstadt (mit Grünem Hügel, Festspielhaus, Wendelhöfen und Bürgerreuth)
  • Sankt Georgen (mit Burg, Insel, und Stuckberg)
  • Hammerstatt (mit Obere Au)
  • Dürschnitz (mit Neue Heimat, Flößanger und Untere Röth)
  • Gebiet östlich der Cosima-Wagner-Straße (mit Kreuzstein)
  • Birken (mit Campus der Universität)
  • Moritzhöfen (mit Kasernenviertel)
  • Südwestliche Innenstadt (zwischen Wittelsbacherring, Rathenaustraße, Bismarckstraße und dem Mistelbach)
  • Altstadt (mit Jakobshof)
  • Kreuz (mit Herzoghöhe und Hetzennest)

Peripher gelegene Stadtteile im Uhrzeigersinn

  • Grüner Baum (mit Hussengut)
  • Industriegebiet St. Georgen
  • Laineck (mit Friedrichsthal und Rodersberg)
  • Sankt Johannis (mit Eremitage)
  • Colmdorf (mit Rollwenzelei)
  • Aichig (mit Eremitenhof, Grunau und Wunau)
  • Oberkonnersreuth (mit Pfaffenfleck, Storchennest, Fürsetz und Hohlmühle)
  • Saas (mit Glocke, Pottaschhütte und Lerchenbühl)
  • Meyernberg
  • Roter Hügel (mit Mosing/Oberobsang)
  • Maintalsiedlung (mit ehemaligem Spinnereigelände)

Größere eingemeindete Dörfer im Uhrzeigersinn

  • Seulbitz
  • Wolfsbach
  • Thiergarten (mit Destuben und Rödensdorf)
  • Oberpreuschwitz (mit Dörnhof und Unterpreuschwitz)

Geschichte

Bereits im Frühmittelalter bestand an der Stelle der ehemaligen Burg Laineck eine Wehranlage. Die Mauer, die zuerst eine reine Holz-Erde-Konstruktion in Blockbauweise war, wurde später durch eine neue Holz-Erde-Mauer ersetzt, die durch in die Erde eingelassene mächtige Pfosten verstärkt war. In einer dritten Phase ersetzte man diese durch eine Trockenmauer aus Steinen. Besonders die erste und dritte Stufe dieser Umwehrung erinnern stark an slawische Bauweisen. Slawen siedelten im frühen Mittelalter in Teilen Oberfrankens.

Mittelalter und frühe Neuzeit

Vermutlich ist schon im 11. Jahrhundert, im Zuge der Rodungstätigkeit der Schweinfurter Grafen, eine kleine Ansiedlung am unteren Markt entstanden.

Bereits früher urkundlich erwähnt wurden die eingemeindeten Ortschaften Seulbitz (1035 als salisches Königsgut Silewize in einer Urkunde Kaiser Konrads II.) und St. Johannis (evtl. 1149 als Altentrebgast). Auch der Stadtteil Altstadt (bis ins 19. Jahrhundert Altenstadt) westlich des Stadtzentrums dürfte älter sein als die Siedlung Bayreuth. Noch ältere Spuren menschlicher Anwesenheit fanden sich im Ortsteil Meyernberg: Keramikreste und Holzgeschirr wurden anhand ihrer Verzierung in das 9. Jahrhundert datiert.

Während Bayreuth vorher (1199) als villa (Dorf) bezeichnet wurde, erschien im Jahr 1231 in einer Urkunde zum ersten Mal der Begriff civitas (Stadt). Man kann also annehmen, dass Bayreuth in den Jahren zwischen 1200 und 1230 das Stadtrecht verliehen bekam. Stadtherren waren bis 1248 die Grafen von Andechs-Meranien. Nach deren Aussterben übernahmen 1260 die Burggrafen von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern das Erbe. Zunächst war jedoch die Plassenburg in Kulmbach Residenz und Zentrum des Landes. Die Stadt entwickelte sich daher nur langsam und war immer wieder von Katastrophen betroffen.

Aber bereits 1361 erteilte Kaiser Karl IV. dem Burggrafen Friedrich V. für die Städte Bayreuth und Kulmbach das Münzrecht.

1421 erschien Bayreuth erstmals auf einer Landkarte.

Im Februar 1430 verwüsteten die Hussiten Bayreuth schwer, das Rathaus und die Kirchen brannten nieder. Matthäus Merian beschrieb dieses Geschehen im Jahre 1642 folgendermaßen: „Umbs Jahr 1430 haben die Hussiten aus Boheimb / Culmbach und Barreut angesteckt / und grosse Grausambkeit / wie die wilden Thier / an dem gemeinen Pöbel / und an vornehmen Personen verübt. / Die Geistlichen / Mönche und Nonen legten sie entweder auf das Feuer / oder führeten sie auff das gestandene Eyß der Wasser und Flüsse / (in Francken und Bayren) begossen sie mit kaltem Wasser / und brachten sie solcher Gestalt erbärmlich umb / wie Boreck in der Böhmischen Chronic pag. 450 berichtet.“ (Quelle: Frühwald (Hrsg.): Fränkische Städte und Burgen um 1650 nach Texten und Stichen von Merian, Sennfeld 1991.)

Auf der Karte der „lantstrassen durch das Romisch reych“ von Erhard Etzlaub (1501) ist Bayreuth als Station auf der Via Imperii von Leipzig nach Verona verzeichnet.

Bereits 1528 (also elf Jahre nach Beginn der Reformation) schlossen sich die Landesherren der fränkischen markgräflichen Gebiete dem lutherischen Bekenntnis an.

Im Jahr 1605 vernichtete ein durch Nachlässigkeit entstandener großer Stadtbrand 137 von 251 Häusern. 1620 wütete die Pest, 1621 folgte ein weiterer großer Stadtbrand. Auch im Dreißigjährigen Krieg hatte die Stadt schwer zu leiden.

Ein Wendepunkt in der Stadtgeschichte war die Verlegung der Residenz von der Plassenburg oberhalb Kulmbachs nach Bayreuth im Jahr 1603 durch Markgraf Christian, dem Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg. Das 1440 bis 1457 unter dem Markgrafen Johann dem Alchemisten erbaute erste Hohenzollernschloss, der Vorläufer des heutigen Alten Schlosses, wurde vielfach aus- und umgebaut. Nach dem Tod Christians folgte ihm 1655 sein Enkel Christian Ernst nach, der das Gymnasium Christian-Ernestinum stiftete und 1683 an der Befreiung des von den Türken belagerten Wiens beteiligt war. Um an diese Tat zu erinnern, ließ er sich den Markgrafenbrunnen, der heute vor dem Neuen Schloss steht, als Denkmal fertigen, auf dem er als Türkensieger dargestellt ist. In dieser Zeit wurde der äußere Ring der Stadtmauer errichtet und die (alte) Schlosskirche erbaut.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die erste städtische Wasserleitung gebaut. Die Quellfassung wurde 1611 fertiggestellt, das Wasser floss in hölzernen Rohren vom Oberen Quellhof beim Röhrensee in zunächst vier Brunnen der Stadt.

18. Jahrhundert – Kulturelle Blüte zur Zeit der Markgrafen

Christian Ernsts Nachfolger, der Erbprinz und spätere Markgraf Georg Wilhelm, begann 1701 mit der Anlage der damals selbstständigen Stadt St. Georgen am See (heutiger Stadtteil St. Georgen) mit dem sogenannten Ordensschloss, einem Rathaus, einem Gefängnis und einer kleinen Kaserne. 1705 stiftete er den Orden der Aufrichtigkeit (ordre de la sincérité), der 1734 in Roter-Adler-Orden umbenannt wurde, und ließ die Ordenskirche erbauen, die 1711 vollendet wurde.1716 wurde in St. Georgen eine fürstliche Fayencemanufaktur eingerichtet.

Auch das erste Schloss im Park der Eremitage wurde in dieser Zeit von Markgraf Georg Wilhelm (1715–1719) errichtet. Als Ersatz für das 1440 in der Mitte des Marktplatzes erbaute und bei einem der Stadtbrände zerstörte Rathaus erwarb der Stadtrat 1721 das Palais der Baronin Sponheim (das heutige Alte Rathaus).

Im Jahr 1735 wurde durch eine private Stiftung ein Altenheim, das sogenannte Gravenreuther Stift, in St. Georgen gegründet. Die Kosten für das Gebäude überschritten zwar die Mittel der Stiftung, jedoch sprang hierfür Markgraf Friedrich ein.

Einen Höhepunkt der Stadtgeschichte erlebte Bayreuth in der Regierungszeit (1735–1763) des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine von Bayreuth, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. In dieser Zeit entstanden unter Leitung der Hofarchitekten Joseph Saint-Pierre und Carl von Gontard zahlreiche repräsentative Bauten und Anlagen: das markgräfliche Opernhaus als reich ausgestattetes Barocktheater (1744–1748), die Umgestaltung und Erweiterung der Eremitage mit dem Bau des Neuen Eremitage-Schlosses mit Sonnentempel (1749–1753), der Bau des Neuen (Stadt)-Schlosses mit Hofgarten (1754 ff.), nachdem das Alte Schloss durch Unachtsamkeit des Markgrafen ausgebrannt war, sowie die prächtige Stadterweiterung in der heutigen Friedrichstraße. Es entstand eine eigenständige Variante des Rokoko, das sogenannte Bayreuther Rokoko, das vor allem die Innenarchitektur der erwähnten Bauten prägte.

Die alten finsteren Torhäuser wurden abgerissen, da sie den Verkehr behinderten und verteidigungstechnisch veraltet waren. Auch die Stadtmauern wurden an einigen Stellen überbaut. Markgraf Friedrich hielt sein Fürstentum aus den zu dieser Zeit wütenden Kriegen seines Schwagers Friedrichs des Großen erfolgreich heraus und bescherte dadurch dem Fränkischen Reichskreis eine Friedenszeit.

1742 kam es zur Gründung der Friedrichs-Akademie, die 1743 zur Universität erhoben, jedoch wegen der ablehnenden Haltung der Bevölkerung nach schweren Ausschreitungen noch im gleichen Jahr nach Erlangen verlegt wurde. Dort besteht sie als Universität bis heute. Von 1756 bis 1763 bestand auch eine Akademie der freien Künste und Wissenschaften.

Die Katholiken erhielten das Recht, ein Oratorium einzurichten, und auch jüdische Familien siedelten sich wieder an. 1760 wurde die Synagoge und 1787 der jüdische Friedhof eingeweiht.

Die Markgräfin Wilhelmine starb 1758. Markgraf Friedrich heiratete zwar noch einmal, die Ehe war aber nur kurz und ohne Nachkommen. Nach dem Tode des Markgrafen Friedrich im Jahre 1763 wanderten viele Künstler und Kunsthandwerker nach Berlin bzw. Potsdam ab, um für König Friedrich den Großen zu arbeiten, denn der Nachfolger Markgraf Friedrichs, Markgraf Friedrich Christian, hatte wenig Verständnis für die Kunst. Es fehlten ihm aber auch die Mittel, denn der aufwendige Lebensstil des Vorgängers, die Bauten und die Gehälter für die meist ausländischen Künstler hatten viel Geld verschlungen. So war der Hofstaat, der unter Georg Friedrich Karl rund 140 Personen umfasst hatte, bis zum Ende der Regierung des Markgrafen Friedrich auf ca. 600 Beschäftigte angewachsen. 1769 stand das Fürstentum kurz vor dem Bankrott.

1769 folgte auf den kinderlosen Friedrich Christian Markgraf Karl Alexander aus der Ansbacher Linie der fränkischen Hohenzollern. Bayreuth sank zu einer Nebenresidenz ab. Karl Alexander residierte weiterhin in Ansbach und kam nur selten nach Bayreuth.

1775 wurde der Brandenburger Weiher in St. Georgen trockengelegt.

Nach dem Verzicht des letzten Markgrafen Karl Alexander auf die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth am 2.  Dezember 1791 wurden seine Gebiete preußische Provinz. Der preußische Minister Karl August Freiherr von Hardenberg übernahm ab Anfang 1792 die Verwaltung.

19. Jahrhundert – Das Fürstentum Bayreuth wird bayerisch

Die Herrschaft der Hohenzollern über das Fürstentum Kulmbach-Bayreuth endete im Jahre 1806 nach der Niederlage Preußens gegen das napoleonische Frankreich. Als Preußen im Sommer 1806 Frankreich den Krieg erklärte, war das Fürstentum nahezu schutzlos Napoleon und dessen bayerischen Verbündeten ausgeliefert. Am 7. Oktober besetzte Marschall Soult, über die Dürschnitz kommend, mit 30 000 Mann die Stadt. Am 8. Oktober erschien Marschall Ney mit 18 000 Soldaten, tags darauf marschierte die erste bayerische Division ein. Zwangseinquartierungen, Requirierungen, Plünderungen und gewaltsame Übergriffe versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Mit Etienne Le Grand de Mercey erhielt die Stadt einen Militärgouverneur, der mit harter Hand durchgriff.

Während der französischen Besetzung von 1806 bis 1810 galt Bayreuth als Provinz des französischen Kaiserreichs und musste hohe Kriegskontributionen zahlen. Gefordert wurden 2,5 Millionen Franken „in möglichst kurzer Zeit“. Ab dem 14. November 1806 stand das Fürstentum unter der Verwaltung des Comte Camille de Tournon, der eine ausführliche Bestandsaufnahme des damaligen Fürstentums Bayreuth verfasste. Im Juni 1809 wurde die Stadt von österreichischen Truppen besetzt, die den Franzosen im Juli aber wieder weichen mussten.

Am 30. Juni 1810 übergab die französische Armee das ehemalige Fürstentum an das mittlerweile zum Königreich aufgestiegene Bayern, das es für 15 Millionen Francs von Napoleon gekauft hatte. Bayreuth wurde Kreishauptstadt des bayerischen Mainkreises, der später in den Obermainkreis überging und schließlich in Regierungsbezirk Oberfranken umbenannt wurde. Die bisher protestantische Schlosskirche wurde katholisch und das Oratorium profaniert.

Napoleon Bonaparte kam mit seiner Gemahlin Maria Louise am 15. Mai 1812 in die Stadt. Von der Bevölkerung wurde er ohne Jubel begrüßt, das Vorhaben eines ortsansässigen Kaufmanns, ihn in die Luft zu sprengen, schlug fehl.

Bei der Erschließung Bayerns durch die Eisenbahn wurde die Hauptlinie von Nürnberg nach Hof an Bayreuth vorbei gelegt, sie führt über Lichtenfels, Kulmbach und Neuenmarkt-Wirsberg nach Hof. Anschluss an das Schienennetz erhielt Bayreuth erst 1853, als die auf Kosten der Stadt Bayreuth errichtete Pachtbahn (von Neuenmarkt) eingeweiht wurde. Ihr folgten 1863 die Ostbahn (von Weiden), 1877 die Fichtelgebirgsbahn von Nürnberg und 1896 die Lokalbahn nach Warmensteinach.

Am 17. April 1870 besuchte Richard Wagner Bayreuth, weil er vom markgräflichen Opernhaus gelesen hatte, dessen große, vor allem aber tiefe Bühne ihm für seine Werke passend schien. Allerdings konnte der Orchestergraben die große Anzahl der Musiker beispielsweise beim Ring des Nibelungen nicht fassen, und auch das Ambiente des Zuschauerraums erschien für das von ihm propagierte „Kunstwerk der Zukunft“ unpassend. Deshalb trug er sich mit dem Gedanken, in Bayreuth ein eigenes Festspielhaus zu errichten. Die Stadt unterstützte ihn in seinem Vorhaben und stellte ihm ein Grundstück zur Verfügung, eine unbebaute Fläche außerhalb der Stadt zwischen Bahnhof und Hoher Warte, den Grünen Hügel. Gleichzeitig erwarb Wagner ein Grundstück am Hofgarten zum Bau seines Wohnhauses, Haus Wahnfried. Am 22. Mai 1872 wurde der Grundstein für das Festspielhaus gelegt, das am 13. August 1876 feierlich eröffnet wurde (siehe Bayreuther Festspiele). Planung und Bauleitung lagen in den Händen des Leipziger Architekten Otto Brückwald, der sich schon beim Bau von Theatern in Leipzig und Altenburg einen Namen gemacht hatte.

Die erste elektrische Straßenbeleuchtung wurde versuchsweise 1887 und dauerhaft 1893 installiert. Den Strom lieferte das Pumpwerk im Cest-bon-Tal am südlichen Ende des Röhrensees.

20. Jahrhundert

Bis zum Ende der Weimarer Republik (1900–1933)

Das neue Jahrhundert brachte einige Neuerungen der modernen Technik: 1908 wurde der erste Kinosaal eröffnet, 1909 das städtische Elektrizitätswerk an der Eduard-Bayerlein-Straße in Betrieb genommen.

1904 wurden die Nebenbahn nach Hollfeld und 1909 die Lokalbahn über Thurnau nach Kulmbach eröffnet.

In den Jahren 1914/15 wurde der nördliche Arm des Roten Mains auf einem Teilabschnitt begradigt und verbreitert, nachdem Gebiete längs des Roten Mains bei einem Hochwasser im Jahr 1909 überschwemmt worden waren.

Nach dem Kriegsende 1918 übernahmen in Bayreuth kurz die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht. Es kam am 17. Februar 1919 zum dreitägigen Speckputsch, insgesamt ein kurzes Intermezzo in der sonst recht biederen Garnisonsstadt.

Am 30. September 1923 fand in Bayreuth ein völkisch-nationalistischer Deutscher Tag mit über 5000 Teilnehmern (ca. 15 % der Einwohnerzahl Bayreuths) statt. Unter den Gästen befanden sich u. a. Oberbürgermeister Albert Preu sowie Siegfried und Winifred Wagner, die Adolf Hitler, den Hauptredner in Bayreuth, in die Villa Wahnfried einluden, wo er auch den Schwiegersohn Richard Wagners, den antisemitischen Rassentheoretiker und Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain, kennenlernte. Auch Hans Schemm traf an diesem Tag zum ersten Mal Hitler.

1929 wurde mit dem Stadtbad das städtische Hallenschwimmbad eröffnet.

Im Jahre 1932 wurden die Regierungsbezirke Ober- und Mittelfranken zusammengelegt und als Sitz der Regierung Ansbach festgelegt. Bayreuth bekam als kleinen Ausgleich die fusionierten Landesversicherungsanstalten Ober- und Mittelfranken. Im Gegensatz zu der Zusammenlegung der Regierung wurde diese Fusion nie rückgängig gemacht.

Bei der Reichstagswahl am 6. November 1932 erreichte die NSDAP in Bayreuth bereits 46,7 Prozent der Stimmen (33,1 Prozent im Reichsdurchschnitt).

Die Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)

1933 wurde Bayreuth Gauhauptstadt des NS-Gaues Bayerische Ostmark (ab 1943 Gau Bayreuth) und sollte dementsprechend zu einem Gauforum ausgebaut werden; erster Gauleiter war Hans Schemm, zugleich Reichswalter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB), der in Bayreuth seinen Sitz hatte. 1937 erfolgte der Anschluss an die neue Reichsautobahn.

Die Deutsche Post betrieb in der Stadt seit 1936 öffentlichen Personenverkehr mit Autobussen. Mit dessen Übernahme durch das Elektrizitätswerk entstand 1938 der erste städtische Verkehrsbetrieb. Die erste Linie führte von Sankt Georgen über den Sternplatz zum Bahnhof Altstadt.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Münzgasse geschändet und geplündert, aber wegen der Nähe zum Opernhaus nicht niedergebrannt. Im Innern der Synagoge Bayreuth, die derzeit wieder von einer jüdischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt wird, erinnert eine Gedenktafel neben dem Thora-Schrein an die Verfolgung und Ermordung der Juden in der Shoa, die mindestens 145 jüdische Bayreuther das Leben kostete.

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich in der Stadt eine Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg, in dem Häftlinge an physikalischen Experimenten für die V2 teilnehmen mussten. Wieland Wagner, der Enkel des Komponisten Richard Wagner, war dort von September 1944 bis April 1945 stellvertretender ziviler Leiter.

Nach der Zerstörung des Gebäudes in Berlin am 3. Februar 1945 wurde beschlossen, den Volksgerichtshof nach Potsdam auszulagern und die für Hoch- und Landesverrat zuständigen Senate nach Bayreuth zu verlegen. Seit Herbst 1944 hatte der Volksgerichtshof bereits mehrmals im Justizpalast in Bayreuth getagt.

Am 6. Februar 1945 begann deshalb der Abtransport von insgesamt rund 270 politischen Gefangenen aus Berlin. Sie trafen am 17. Februar in der Strafanstalt Bayreuth St. Georgen ein und sollten, angesichts der anrückenden amerikanischen Truppen, am 14. April 1945 erschossen werden. Die Köpenickiade des als amerikanischen Offiziers verkleideten, wenige Tage vorher von dort entflohenen politischen Häftlings Karl Ruth rettete ihnen – darunter Ewald Naujoks und dem späteren Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier – in letzter Minute das Leben.

Am 5., 8. und 11. April 1945 wurden bei schweren Luftangriffen viele öffentliche Gebäude und Industrieanlagen sowie 4500 Wohnungen zerstört, darunter auch Haus Wahnfried, 741 Menschen starben. Am Nachmittag des 14. April besetzten Truppen der US Army die Stadt.

Nachkriegszeit, Wiederaufbau (1945–2000)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Bayreuth zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus der Ukraine. Das Lager wurde von der UNRRA betreut.

Die Wohnungssituation war anfangs sehr schwierig: Es lebten ca. 55 000 Einwohner in der Stadt, also erheblich mehr als vor Kriegsbeginn. Diese Zunahme resultierte vor allem aus der hohen Zahl von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. Noch 1948 wurden mehr als 11.000 Flüchtlinge gezählt. Da gleichzeitig viele Wohnungen kriegsbedingt zerstört waren, mussten Tausende von Menschen in Notunterkünften leben, sogar im Festspielrestaurant neben dem Festspielhaus waren ca. 500 Personen untergebracht.

1945 wurden ca. 1400 Männer von der Stadtverwaltung für „lebensnotwendige Arbeiten“ (Aufräumarbeiten an zerstörten Gebäuden, Räumung von Straßen) dienstverpflichtet.

Aber auch das kulturelle Leben kam bald wieder in Gang: 1947 wurden im Opernhaus Mozart-Festspielwochen abgehalten, aus denen sich die Fränkischen Festwochen entwickelten. 1949 wurde erstmals wieder das Festspielhaus bespielt; es gab ein Festkonzert mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Knappertsbusch. 1951 fanden die ersten Richard-Wagner-Festspiele nach dem Krieg unter Leitung von Wieland und Wolfgang Wagner statt.

1949 wurde Bayreuth wieder Sitz der Regierung von Oberfranken. 1964 wurde auf dem Gelände der vormaligen „Schwimmschule“ das Kreuzsteinbad eröffnet.

In der Nachkriegszeit kam es zur Vernichtung großer Teile der historischen Bausubstanz.

1971 beschloss der Bayerische Landtag die Errichtung der Universität Bayreuth, die am 3. November 1975 ihren Betrieb aufnahm. Im Wintersemester 2013 gab es über 13.000 Studenten in der Stadt.

Im Mai 1972 ereignete sich auf dem Volksfest der Stadt das bisher folgenschwerste Unglück mit einer Achterbahn seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein überbesetzter Wagen entgleiste, mehrere Personen wurden herausgeschleudert. Vier Menschen starben, fünf wurden zum Teil schwer verletzt.

Zerstörung historischer Substanz nach 1945

Vieles von dem, was die Bombennächte im April 1945 übriggelassen hatten, wurde anschließend zerstört. Das Alte Schloss wurde ein spätes Opfer der Nationalsozialisten, die dort belastendes Material verbrannten. Das Feuer griff auf das Gebäude und die Häuserfront an der Nordseite des Marktplatzes über. Mangels Feuerwehr und Löschwassers konnte es erst auf Anordnung der einrückenden amerikanischen Soldaten durch die Sprengung zweier Häuser eingedämmt werden.

Ein schwerer Verlust für die Stadt war der Abriss des Geburtshauses Max Stirners (1970), des historischen Sozialquartiers Burg bis 1980 und der verbliebenen Reste des Reitzenstein-Palais. Dem Straßenverkehr wurde in den 1970er Jahren mit dem Bau des Stadtkernrings unter anderem das Ensemble am Anfang der Erlanger Straße, darunter das seinerzeit einzige erhaltene Haus mit sichtbarem Fachwerk (Eck-Schoberth), geopfert. Der Rote Main wurde in seinem im Zentrum bisher sichtbaren Teil weitgehend als Straßen- und Parkplatzfläche gedeckelt (Abriss der Ludwigsbrücke und des Wachhäuschens aus dem 18. Jahrhundert). Für den Bau des neuen Rathauses wurde das idyllische Viertel am Altbachplatz abgerissen, einschließlich des vom ersten Festspieldirigenten und Bayreuther Ehrenbürger Hans Richter bewohnten Richterhauses. Dazu kamen aus heutiger Sicht weitere wenig sinnvolle Abrisse in der Richard-Wagner-Straße (Türkenhaus, erbaut 1709), am Sternplatz und in der Sophienstraße (Priesterhäuser aus dem 16. Jahrhundert). Am Marktplatz wurden drei der wenigen verbliebenen alten Häuser der Nordseite ab 1962 einem Kaufhausneubau geopfert, und erst kürzlich musste das alte Sparkassengebäude aus dem Jahr 1934 einem umstrittenen Neubau weichen.

Am Ort des abgerissenen Stirnerhauses wurde 1971 ein modernes Gebäude errichtet. Der Text der einst von John Henry Mackay initiierten und dort wieder angebrachten Gedenktafel, wonach es sich um das Geburtshaus Max Stirners handle, trifft deshalb nicht mehr zu und ist somit irreführend.

Bernd Mayer, 2011 verstorbener Historiker und Ehrenbürger der Stadt, hat die Zerstörungen der Nachkriegszeit als umfassender als jene während des Zweiten Weltkriegs bezeichnet.

21. Jahrhundert

Seit 2005 gehört die Stadt der in jenem Jahr gegründeten Metropolregion Nürnberg an.

2007 wurde ein Jugendparlament gewählt, bestehend aus zwölf Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. Ende Oktober wurden der lang geplante Busbahnhof und das damit verbundene Funktionsgebäude am neugeschaffenen Hohenzollernplatz eingeweiht und in Betrieb genommen.

Am 26. Juli 2011 gab es in der Stadthalle Bayreuth das erste Gastspiel eines israelischen Orchesters in Bayreuth. Am 30. Juni 2012 erhob die UNESCO das markgräfliche Opernhaus zum Weltkulturerbe.

Eingemeindungen

  • 1811: Sankt Georgen
  • 1840: Altenstadt (heutiger Stadtteil Altstadt)
  • 1. April 1939: Colmdorf, Meyernberg, St. Johannis
  • 1. Januar 1972: Oberkonnersreuth
  • 1. Mai 1972: Laineck
  • 1. Juli 1976: Aichig, Oberpreuschwitz, Seulbitz, Thiergarten
  • 1. Mai 1978: Wolfsbach (teilweise) mit Schlehenberg, Krugshof und Püttelshof

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung

Bayreuth hatte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur wenige tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So zerstörten 1430 die Hussiten die Stadt; 1602 starben bei einem Ausbruch der Pest rund 1000 Bewohner. Auch während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) musste die Stadt Einwohnerverluste hinnehmen. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1818 10.000 Menschen in der Stadt, waren es 1900 bereits rund 30.000.

Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl – auch aufgrund der Eingemeindung mehrerer Orte am 1. April 1939 – auf 45.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten einen weiteren Zuwachs um 11.000 Personen auf 56.000 Einwohner bis Oktober 1946. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter, ab den 1970er-Jahren nicht zuletzt aufgrund der neu gegründeten Universität. Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Bayreuth nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 74.137 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Davon waren 63,7 Prozent evangelisch und 28,8 Prozent katholisch. Gegenwärtig zählt die Stadt Bayreuth ca. 35.000 Haushalte. 51,0 Prozent der Bürger sind evangelisch und 27,1 Prozent katholisch. 21,9 Prozent haben einen anderen Glauben oder sind nicht religiös.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1818 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1735 7000
1792 9000
1818 10.000
1. Juni 1830 ¹ 13.030
1. Dezember 1840 ¹ 16.700
3. Dezember 1852 ¹ 18.600
3. Dezember 1855 ¹ 17.372
3. Dezember 1858 ¹ 17.850
3. Dezember 1861 ¹ 18.100
3. Dezember 1864 ¹ 19.200
3. Dezember 1867 ¹ 19.500
1. Dezember 1871 ¹ 17.841
1. Dezember 1875 ¹ 19.200
1. Dezember 1880 ¹ 22.072
1. Dezember 1885 ¹ 23.600
1. Dezember 1890 ¹ 24.556
2. Dezember 1895 ¹ 27.693
1. Dezember 1900 ¹ 29.387
1. Dezember 1905 ¹ 31.903
Jahr Einwohner
1. Dezember 1910 ¹ 34.547
1. Dezember 1916 ¹ 28.807
5. Dezember 1917 ¹ 27.913
8. Oktober 1919 ¹ 33.128
16. Juni 1925 ¹ 35.306
16. Juni 1933 ¹ 37.196
17. Mai 1939 ¹ 45.028
31. Dezember 1945 53.684
29. Oktober 1946 ¹ 55.612
13. September 1950 ¹ 58.800
25. September 1956 ¹ 59.544
6. Juni 1961 ¹ 61.835
31. Dezember 1965 63.033
27. Mai 1970 ¹ 64.536
31. Dezember 1975 67.035
31. Dezember 1980 70.633
31. Dezember 1985 71.848
25. Mai 1987 ¹ 69.813
31. Dezember 1990 72.345
Jahr Einwohner
31. Dezember 1995 73.016
31. Dezember 2000 74.153
30. Juni 2005 74.137
31. Dezember 2006 73.202
31. Dezember 2007 73.097
31. Dezember 2008 72.935
31. Dezember 2009 72.576
31. Oktober 2010 72.670
9. Mai 2011 ² 70.808
31. Dezember 2012 71.482
31. Dezember 2013 71.572
31. Dezember 2014 71.601

¹ Volkszählungsergebnis² Zensus 2011

Bevölkerungsprognose bis 2034

Einer Prognose des Bayerischen Statistischen Landesamtes zufolge wird die Einwohnerzahl Bayreuths zwischen 2014 und 2034 um ca. 3,8 % abnehmen.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich aus 44 Stadträten und der Oberbürgermeisterin zusammen. Die Wahl zum Stadtrat am 16. März 2014 brachte folgendes Ergebnis für die Sitzverteilung der Stadträte (+/–: Veränderung zur Wahl 2008):

Partei/Liste Stimmen +/– Sitze +/–
CSU 29,9 % +1,7 13 Sitze 0
SPD 21,2 % -1,3 9 Sitze -1
BG 17,2 % -4,4 8 Sitze -2
Grüne/Unabhängige 11,7 % +1,7 5 Sitze +1
Junges Bayreuth 6,9 % +1,1 3 Sitze +1
FDP 5,8 % +1,4 3 Sitze +1
Die Unabhängigen 4,8 % +4,8 2 Sitze +2
Bayreuther Bürger-Liste 2,6 % -0,6 1 Sitz 0

Aufsehen erregte die Kommunalwahl vom März 1990, bei der die rechtskonservative Partei Die Republikaner 10,6 Prozent der Listenstimmen erhielt.

Stadtoberhäupter von Bayreuth seit 1818

Zeitraum Stadtoberhaupt Partei Bezeichnung
1818–1848 Erhard Hagen von Hagenfels erster rechtskundiger Bürgermeister
1851–1863 Friedrich Carl Dilchert bürgerlicher Bürgermeister
1863–1900 Theodor von Muncker rechtskundiger Bürgermeister
1900–1918 Leopold von Casselmann rechtskundiger Bürgermeister,
Oberbürgermeister ab 1907
1919–30. April 1933 Albert Preu Oberbürgermeister
1. Mai 1933–Juni 1937 Karl Schlumprecht NSDAP
21. Juli 1937–April 1938 Otto Schmidt
3. Mai 1938–30. Juni 1938 Fritz Wächtler Gauleiter, selbsternannter
kommissarischer Oberbürgermeister
1. Juli 1938–April 1945 Fritz Kempfler Oberbürgermeister
24. April 1945–November 1945 Joseph Kauper
November 1945–30. Juni 1948 Oscar Meyer
1. Juli 1948–30. April 1958 Hans Rollwagen SPD
1. Mai 1958–30. April 1988 Hans Walter Wild
1. Mai 1988–30. April 2006 Dieter Mronz
1. Mai 2006–30. April 2012 Michael Hohl CSU
seit 1. Mai 2012 Brigitte Merk-Erbe BG Oberbürgermeisterin

Stadtwappen

Markgraf Albrecht Achilles, gleichzeitig Kurfürst von Brandenburg, verlieh der Stadt Bayreuth im Dezember 1457 das noch heute gültige Stadtwappen. Zwei Felder zeigen das schwarz-weiße Hohenzollernwappen. Der schwarze Löwe auf Gold mit rotweißer Umrandung war das Amtswappen der Burggrafen von Nürnberg und stammt ursprünglich von der Familie von Raabs. Längs der beiden Diagonalen sind zwei Reuten, Rodungswerkzeuge mit leicht gekrümmten Stiel. Sie verweisen auf die Endung -reuth im Ortsnamen.

Offiziell wird das Stadtwappen so beschrieben (Blasonierung): „Das Stadtwappen besteht aus zwei über Eck gestellten Feldern in Gold mit je einem schwarzen Löwen und zwei ebenfalls über Eck gestellten, quadriert schwarz-weißen Feldern. Die beiden Felder in Gold sind durch einen in rot-weiße Felder geteilten Rahmen eingefasst. Über die zwei Löwenfelder geht ein weißer, über die zwei schwarz-weißen Felder ein schwarzer Reuthaken. Über dem Wappen befindet sich ein Helm mit zwei gekreuzten Hörnern in weißer und roter Farbe, dazwischen ein schwarzer Löwe mit goldener Krone, auf einem Hutstulp stehend. Die Helmdecke ist rot-weiß im Wechsel.“

Städtepartnerschaften

Die Stadt Bayreuth unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

  • , Frankreich, seit 1966
  • , Thüringen, seit 1990
  • , Italien, seit 1999
  • Stadtbezirk Prag 6, Tschechien, seit 2008
  • , Türkei, seit 2012

Weitere Partnerschaftsverträge mit anderen europäischen Städten sind geplant. Im Gespräch ist derzeit noch die englische Stadt Shrewsbury.

Es besteht weiterhin eine Kulturpartnerschaft mit dem österreichischen Burgenland und eine Universitätspartnerschaft der Universität Bayreuth mit der Washington and Lee University in Lexington im US-Bundesstaat Virginia.

Patenschaft

Im Jahre 1955 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Franzensbad im Okres Cheb übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das markgräfliche Opernhaus ist ein seit 1748 bestehendes Theater. Es ist Museum und gleichzeitig die älteste heute noch bespielte Szene in Bayreuth. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Bayreuther Festspielhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird nur bei den Bayreuther Festspielen bespielt. Zur Aufführung kommen nur Werke Richard Wagners.

Die Stadthalle Bayreuth (Mehrzweckanlage in den Mauern der ehemaligen markgräflichen Reithalle) hat kein eigenes Ensemble. Sie wird regelmäßig vom Theater Hof bespielt. Außerdem machen dort Tourneetheater Station.

Die beiden einzigen Theater mit einem eigenen Ensemble sind die Studiobühne Bayreuth und das Amateurtheater Brandenburger Kulturstadl. Spielstätten der Studiobühne in Bayreuth sind das Domizil des Theaters in der Röntgenstraße, das Ruinentheater der Bayreuther Eremitage und der Innenhof der Bayreuther Klavierfabrik Steingraeber & Söhne.

Das Marionettentheater Operla wurde im Jahr 2008 gegründet. Anlässlich des 300. Geburtstages von Markgräfin Wilhelmine wurde das Stück Wilhelmine – Prinzessin am goldenen Faden inszeniert. Seit Januar 2012 finden die Aufführungen in der Steingräber-Passage statt.

Museen

  • Altstadt-Kult-Museum der SpVgg Bayreuth, Markgrafenallee 3a
  • Das Andere Museum Nachdem Franz Joachim Schultz im Jahr 2012 das von ihm gegründete Kleine Plakatmuseum in die Bestände des Kunstmuseums Bayreuth überführt hatte, gründete er in den Räumen in der Friedrich-Puchta-Straße das Andere Museum, einen Musentempel eigener Prägung.
  • Das Archäologische Museum im Italienischen Bau des Neuen Schlosses, Ludwigstraße 21, wurde 1827 vom Historischen Verein gegründet. In acht Ausstellungsräumen sind unter anderem jungsteinzeitliche Steinäxte, 80 Tongefäße aus der Hallstattzeit und keltischer Bronzeschmuck zu besichtigen. Die ausgestellten Funde, die alle aus dem östlichen Oberfranken mit Schwerpunkt Fränkische Schweiz und Bayreuther Umland stammen, reichen von der Altsteinzeit bis in das Mittelalter. Im experimentellen Bereich findet man einen rekonstruierten Webstuhl, einen Steinbohrer und eine originale Schiebemühle.
  • Die Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen wurde im August 2007 im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21, eröffnet. Gezeigt werden 80 Werke der niederländischen und deutschen Malerei des späten 17. und des 18. Jahrhunderts.
  • Maisels Brauerei- und Büttnereimuseum Kulmbacher Straße 40; dort erfährt man auf 2400 Quadratmetern alles über die Weizenbierproduktion. Es wurde 1988 als „umfangreichstes Biermuseum“ ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen (u. a. über 5500 Biergläser und -krüge)
  • Museum Das Bayreuth der Wilhelmine im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21
  • Deutsches Freimaurer-Museum im Haus der Freimaurerloge Eleusis zur Verschwiegenheit, Im Hofgarten 1, mit der Darstellung des Brauchtums der Freimaurer und der Geschichte der Logen.
  • Deutsches Schreibmaschinenmuseum Bernecker Str. 11, mit einer Sammlung von über 450 historischen Schreibmaschinen der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung
  • Bayreuther Feuerwehr-Museum An der Feuerwache 4
  • Franz-Liszt-Museum im Sterbehaus Franz Liszts, Wahnfriedstraße 9, mit ca. 300 Bildern, Handschriften und Drucken aus der Sammlung des Münchener Pianisten Ernst Burger, die 1988 von der Stadt Bayreuth angekauft wurden. Daneben sind ein Stummklavier, der Ibach-Flügel aus dem Haus Wahnfried, Briefe und Werkerstausgaben Franz Liszts zu sehen. Biografische Tafeln, ein Abguss des Taufsteins aus Liszts Geburtsort Raiding sowie die Liszt-Büste von Antonio Galli ergänzen die Sammlung. Der Besucher wird begleitet von der Musik Franz Liszts. Der Ziegelsteinbau auf der ehemaligen „Miedelschen Peunt am Rennweg“ wurde in den späten 1870er Jahren errichtet, seit 1993 beherbergt Lists ehemalige Wohnung im Hochparterre das Museum.
  • Historisches Museum in der Alten Lateinschule, Am Kirchplatz 4. Es zeigt im Erdgeschoss die Geschichte und Entwicklung Bayreuths vom späten Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert mit einem Modell der Stadt im Jahr 1763. Im ersten Stock ist die Abteilung zur Kunst- und Kulturgeschichte der Bayreuther Markgrafenzeit (17. und 18. Jahrhundert) untergebracht. Eine weitere Abteilung zeigt das Kunsthandwerk in Bayreuth und Umgebung mit den Erzeugnissen der Fayencemanufaktur, der Glashütten des Fichtelgebirges und der Steinzeugtöpfer aus Creußen. Malerei, Handwerk und frühe Industrieprodukte aus der Biedermeierzeit und dem späten 19. Jahrhundert runden den Museumsbesuch ab
  • Iwalewahaus, wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer außereuropäischer – insbesondere afrikanischer – Kunst Wölfelstraße 2
  • Jean-Paul-Museum im ehemaligen Wohnhaus von Richard Wagners Tochter Eva Chamberlain, Wahnfriedstraße 1, mit Autographen, Erstausgaben der Werke, Porträts und anderem Bildmaterial.
  • Johann-Baptist-Graser-Schulmuseum in der Graserschule, Schulstraße 4
  • Katakomben der Bayreuther Aktien-Brauerei Kulmbacher Straße 60
  • Kleines Plakatmuseum früher Friedrich-Puchta-Straße 12, jetzt im Kunstmuseum Bayreuth, Maximilianstraße 33
  • Kunstmuseum Bayreuth im Alten Rathaus, Maximilianstraße 33, mit der Helmut- und Constanze-Meyer-Kunststiftung, der Sammlung Georg Tappert, dem Archiv und der Sammlung Caspar Walter Rauh. Die Sammlungen enthalten schwerpunktmäßig Werke aus dem 20. Jahrhundert, darunter Grafiken und Zeichnungen des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd.
  • Markgräfliche Prunkräume und Sammlung Bayreuther Fayencen im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21
  • Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte im Lettenhof, Adolf-Wächter-Straße 17
  • Porzellanmuseum Walküre Gravenreutherstraße 5
  • Naturkunde-Museum Lindenhof Karolinenreuther Straße 58
  • Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried, Richard-Wagner-Straße 48, dem Wohnhaus Richard Wagners und Familiensitz bis 1966, seit 1976 Museum mit angegliedertem Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth.
  • Schulmuseen im Richard-Wagner-Gymnasium, Wittelsbacherring 9
  • Tabakhistorische Sammlung der British American Tabacco in den ehemaligen Oberbürgermeisterräumen des Alten Rathauses, Maximilianstraße 33
  • Transport-Museum Wedlich Ludwig-Thoma-Straße 36
  • Das Urwelt-Museum Oberfranken Kanzleistraße 1, zeigt die Geschichte des Lebens in Oberfranken seit Beginn der Welt. Die Ausstellungen wechseln ständig, derzeit sind insbesondere die lebensgroßen Sauriermodelle von Interesse.
  • Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte in seinem Geburtshaus Moritzhöfen 25
  • Wo Sarazen Art Brandenburger Straße 36

Kunst im öffentlichen Raum

  • Der Leuchtbuchstaben-Schriftzug Gluehwürmchen Feuersalamander von Roland Schön ist seit 2011 auf dem Dach des Kolpighauses installiert. 2008 befand er sich, bei umgekehrter Reihenfolge der Wörter, im Rahmen des Kunstprojekts Parallelaktion im Ehrenhof des Alten Schlosses. Anschließend zierte er fast zwei Jahre lang den Kopfbau der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH).
  • Die seit Mitte 2012 bestehende Installation Verstummte Stimmen im Richard-Wagner-Park unterhalb des Festspielhauses erinnert an die Mitwirkenden der Festspiele, die wegen ihrer jüdischen Herkunft schon vor 1933 diffamiert oder nicht engagiert und in der Zeit des Nationalsozialismus ins Exil vertrieben oder ermordet wurden. Sie sollte bis zum Ende 2013 in Bayreuth bleiben.
  • Eine originale Variante der Skulptur Non Violence des schwedischen Malers und Bildhauers Carl Fredrik Reuterswärd, ein Revolver mit verknotetem Lauf, befindet sich in der Maximilianstraße. Sie wurde am 3. April 2011 aufgestellt, bald darauf von Unbekannten zerstört und steht restauriert seit August 2012 wieder an ihrem Platz.
  • Auf dem Campus der Universität steht auf dem Freigelände hinter der zentralen Bibliothek die Plastik Große Raumkurve Bayreuth, die letzte große Raumkurve des Bildhauers Norbert Kricke.
  • Der Förderkreis Skulpturenmeile Bayreuth e. V. will ungewöhnliche Kunstwerke aufstellen, um im Laufe der Zeit zwischen Kunstmuseum und Festspielhügel eine „Achse der Kunst“ mit Werken zeitgenössischer Künstler zu schaffen. Als Erstes konnte im April 2001 die Bronzeplastik Marsyas I von Alfred Hrdlicka vor dem Kunstmuseum Bayreuth aufgestellt werden. Im April 2004 folgten drei Stahlskulpturen von Horst Antes im Bayreuther Mühlkanal. Im Juli 2012 wurde die Skulptur Bayreuther Gruppe von Jürgen Brodwolf an der Stadtkirche eingeweiht. Seit März 2013 startet vor dem Jean-Paul-Museum Luftschiffer Giannozzo zu seiner im Bordbuch von 1800 festgehaltenen Deutschlandrundfahrt. Die zehn Meter hohe, schwungvoll gekurvte Gitterkonstruktion wurde vom Förderkreis Skulpturenmeile Bayreuth e. V. bei dem Berliner Künstlerkollektiv Inges Idee in Auftrag gegeben.

Bedeutende Bauwerke

  • Markgräfliches Opernhaus Das von Joseph Saint-Pierre entworfene und im Innern von Giuseppe Galli da Bibiena gestaltete markgräfliche Opernhaus wurde zwischen 1744 und 1748 erbaut. Es zählt zu den wenigen im Original erhaltenen Theater- und Opernbauten der damaligen Zeit in Europa und ist ein Juwel unter den Theaterbauten des 18. Jahrhunderts. Am 30. Juni 2012 erhob die UNESCO das barocke Gebäude zum Weltkulturerbe.
  • Richard-Wagner-Festspielhaus Das Richard-Wagner-Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wurde in den Jahren 1872–1875 von Otto Brückwald nach Entwürfen von Richard Wagner im Stil der hellenistischen Romantik errichtet. Unter Fachleuten gilt es, was die Entwicklung des Musiktheaters betrifft, als das „wichtigste Opernhaus der Welt“.
  • Haus Wahnfried Das Haus Wahnfried ist das ehemalige Wohnhaus Richard Wagners am Rande des Hofgartens. Das von Baumeister Carl Wölfel nach den Vorstellungen von Richard Wagner und abgeänderten Plänen des Berliner Architekten Wilhelm Neumann errichtete Gebäude war ein Geschenk König Ludwigs II. von Bayern. Der Bau wurde 1872 begonnen und 1874 fertiggestellt.
  • Rollwenzelei Das jahrhundertealte vormalige Straßenwärterhaus mit Landwirtschaft und Gastronomie, etwa auf halbem Weg zwischen der Stadt und der Eremitage gelegen, wurde im späten 18. Jahrhundert vom Ehepaar Rollwenzel erworben. Die Wirtin Anna Dorothea erwarb die Freundschaft des Dichters Jean Paul, der sie als die „beste Suppen- und Mehlspeisköchin im Staate Ansbach-Bayreuth“ titulierte. Sie richtete ihrem Stammgast einen eigenen Raum ein, in dem er seine bedeutendsten Werke schrieb. Diese Dichterstube wurde restauriert und kann besichtigt werden.
  • Altes Schloss Das Alte Schloss ist eine unregelmäßige Anlage von Bauten aus unterschiedlicher Zeit. Nachdem es 1753 abgebrannt war, wurde es im April 1945 ein zweites Mal Opfer der Flammen. Die Nationalsozialisten verbrannten dort, am Tag des amerikanischen Einmarsches, belastendes Material, wobei das Feuer auf das Gebäude und die angrenzenden Häuser übergriff. Heute ist hinter der wiederhergestellten Fassade das Finanzamt untergebracht.
  • Neues Schloss mit Hofgarten Das Neue Schloss wurde ab 1753 erbaut, nachdem ein Feuer im Januar 1753 die bisherige Residenz – das Alte Schloss – größtenteils zerstört hatte. 1758 war es im Wesentlichen fertiggestellt, Baumeister war der markgräfliche Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre. Der Italienische Bau wurde nach 1759 für die zweite Ehefrau des Markgrafen, Sophie Karoline Marie von Braunschweig, als alleinstehendes Gebäude südlich des Schlosses gebaut und erst später durch einen Verbindungstrakt mit dem Neuen Schloss baulich verbunden. Architekt war Carl von Gontard.
  • Eremitage Der Landschaftspark Eremitage ist ein Kleinod des Rokokos und ein Musterbeispiel der Gartenbaukultur des 18. Jahrhunderts. Ab 1715 entstanden unter Markgraf Georg Wilhelm ein kleines Sommerschlösschen und weitere Gebäude als Zentrum einer höfischen Einsiedelei. Die Planungen stammten vom Hofbaumeister Elias Räntz. Markgräfin Wilhelmine veranlasste die Erweiterung des kleinen Schlosses um zwei Seitenflügel. In den Jahren 1749 bis 1753 wurde westlich davon das Neue Schloss errichtet. Es besteht aus zwei gebogenen Flügeln, die vom Mittelteil getrennt sind. Dieser trägt eine vergoldete Quadriga und wird als Sonnentempel bezeichnet, die Seitenflügel bilden heute die Orangerie der Eremitage. Bemerkenswert sind die Anlagen und Wasserspiele der Oberen, Unteren und Inneren Grotte.
  • Ordensschloss St. Georgen Das Ordensschloss im Stadtteil St. Georgen wurde 1727 fertiggestellt. Bis zum Ende der Ära der Markgrafen war es Lustschloss und Austragungsort vieler großer Veranstaltungen. Eine der Hauptattraktionen war der 1775 stillgelegte Brandenburger Weiher, auf dem mit sechs größeren Segelschiffen und entsprechenden Mannschaften Seeschlachten inszeniert wurden. Heute ist das Schloss Bestandteil der JVA St. Georgen-Bayreuth, eine Besichtigung des aufwendig restaurierten Ordenssaales ist nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Schloss Colmdorf 1754 ließ der markgräfliche Minister Freiherr von Reitzenstein das Schloss in seiner heutigen Form errichten. Bereits wenige Jahre später erwarb es Markgraf Friedrich und schenkte es seiner zweiten Frau Sophie Caroline Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel. Nach dieser wurde es auch Carolinenruhe genannt.
  • Jagdschloss Thiergarten Markgraf Georg Wilhelm ließ das Gebäude an der Stelle eines Vorgängerbaus durch Johann David Räntz errichten. Es beherbergt seit 2010 eine private internationale Schule.
  • Schloss Birken Der Bau des Gebäudes mit Barockgarten und Teehaus nach Plänen von Charles Philippe Dieussart stammt aus den Jahren 1687 bis 1692. Das barocke Schlösschen befindet sich in Privatbesitz.
  • Burggüter der Stadt Bayreuth Die Burggüter, auch als Freihäuser bezeichnet, waren privilegierte Gebäude vor allem lokaler Adelsfamilien in der Nähe der Stadtmauer. In der Kanzleistraße befinden sich das Seckendorffer und das Nanckenreuther Burggut, in der Sophienstraße das Burggut Plassenberg.
  • Mohren-Apotheke Die Mohren-Apotheke gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt. Der Apotheker Johann von Gera ließ es 1610 durch den Hofbaumeister Michael Mebart an der Stelle einer Brandruine (Stadtbrand von 1605) errichten. Im Jahr 1614 erhielt der Apotheker Wolfgang Schmauß die Konzession für die Apotheke zum Goldenen Greif, die Namensänderung in Mohren-Apotheke erfolgte im 18. Jahrhundert.
  • Ehemaliges Waisenhaus in der Friedrichstraße Markgraf Georg Friedrich Karl ließ das Gebäude als Waisenhaus und Armenschule in den Jahren 1732/33 errichten. 1804 wurde das Gymnasium (spätere Königlich Bayerische Studienanstalt, seit 1952 Gymnasium Christian Ernestinum) dorthin verlegt. Seit dessen Umzug in einen Neubau in der Albrecht-Dürer-Straße wird der Bau als Verwaltungsgebäude genutzt.
  • Präsidialbau der Regierung von Oberfranken Das dreigeschossige Gebäude wurde im Oktober 1904 fertiggestellt. Drei im Jugendstil gestaltete Innenräume wurden vor ihrem Einau auf der Weltausstellung von St. Louis, USA, gezeigt, wo sie hohe Auszeichnungen erhielten.
  • Siegesturm Der Siegesturm auf der Hohen Warte am nördlichen Stadtrand ist ein 17 Meter hoher Aussichtsturm, der zum Gedenken an den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erbaut wurde.

Kirchen, Synagogen und Moscheen

  • Stadtkirche Heilig Dreifaltigkeit Das markante Gebäude mit seinen zwei 50 m hohen Türmen ist die Hauptpfarrkirche der protestantisch geprägten Stadt. In den Untergeschossen des Nordturms erhaltene Reste deuten auf ein Vorgängerbauwerk hin, das am 9. November 1194 geweiht wurde. Der aktuelle Bau wurde zwischen 1437 und 1495 errichtet, seit 1668 haben die Türme ihre Gestalt mit welschen Hauben und steinerner Brücke.
  • Spitalkirche Die erste Weihe des gotischen Bauwerks erfolgte 1439, ab den Jahren 1576/77 kam es zu einer umfassenden Erneuerung im Stil der Renaissance. Nach Plänen des Bayreuther Hof-Architekten Joseph Saint-Pierre wurde zwischen 1748 (Grundsteinlegung) und 1750 (Weihe) das jetzige Gebäude errichtet.
  • Schlosskirche ''Unsere Liebe Frau'' Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Schlosskirche birgt in ihrer Fürstengruft die Marmorsärge der für die Stadtentwicklung bedeutenden protestantischen Markgräfin Wilhelmine und ihrer Familie. In bayerischer Zeit wurde sie 1813 der katholischen Pfarrgemeinde der Stadt übergeben. Der 1565 errichtete achteckige Turm ist ein Profanbau, das weithin sichtbare Kreuz wurde 1964 unter Umgehung des Stadtrats auf seine Spitze gesetzt.
  • Synagoge Bayreuth Die Bayreuther Synagoge wurde am 15. März 1760 (Sabbath Para 5520) eingeweiht. In der Nacht des 9. November 1938 wurden die Räume geplündert und zerstört, aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum markgräflichen Opernhaus entging das Gebäude aber der Brandlegung.
  • Reformierte Kirche Seit 1755 befindet sich die Kirche im Palais von Gleichen, einem ehemaligen Adelshaus.
  • Ordenskirche St. Georgen Die Ordenskirche, auch Sophienkirche genannt, liegt im 1811 eingemeindeten Sankt Georgen. Das barocke Bauwerk wurde 1711 geweiht.
  • Stiftskirche
  • Christuskirche Der Stadtteil Neuer Weg und das Bahnhofsviertel erhielten in den 1950er Jahren ein Kirchengebäude. Das markante Bauwerk mit drei Türmen wurde auf Ruinengrundstücken errichtet.
  • Kreuzkirche im Stadtteil Kreuz, eingeweiht am 23. Oktober 1960. Das seit 1897 jährlich im Spätsommer stattfindende Volksfest Kreiza Kerwa (Kreuzer Kirchweih) hat indes einen profanen Ursprung.
  • Erlöserkirche im Stadtteil Altstadt, eine moderne Backsteinkirche, 1956 eingeweiht
  • Pfarrkirche St. Johannis
  • kath. Pfarrkirche St. Hedwig im Stadtteil Altstadt, 1960 eingeweiht. Gilt mit ihrer Fassade aus unbehauenem Jurakalk als eines der schönsten Bauwerke des Architekten Emil Steffann.

Parkanlagen und Friedhöfe

Im Osten der Innenstadt liegt der Hofgarten am Neuen Schloss, im Süden davon der Röhrensee mit dem gleichnamigen Park und einem kleinen Zoo. Unterhalb des Festspielhauses, am Grünen Hügel, befindet sich der Festspielpark und an der Dürschnitz, östlich des Stadtzentrums, mit dem kleinen Miedelsgarten einer der Lieblingsplätze Jean Pauls. Der Ökologisch-Botanische Garten am südlichen Stadtrand gehört zur Universität Bayreuth.

Die bekannteste unter allen Parkanlagen Bayreuths ist die Eremitage im Stadtteil St. Johannis. Mit einer Gesamtfläche von fast 50 Hektar ist sie der größte Park der Stadt.

Bayreuth wurde im Frühjahr 2009 als Veranstalter für die Bayerische Landesgartenschau 2016 ausgewählt. Aus diesem Grund ist in den oberen Mainauen, zwischen dem Volksfestplatz und der Autobahn A 9, eine weitere, ausgedehnte Grünanlage entstanden.

Der älteste existierende Friedhof Bayreuths ist der Stadtfriedhof mit einer Reihe von Grabdenkmälern berühmter Persönlichkeiten. Am Südrand des Ortsteils Saas liegt der Südfriedhof mit einem Krematorium. Eigene Friedhöfe besitzen die Stadtteile St. Johannis und St. Georgen. Der Jüdische Friedhof befindet sich an der Nürnberger Straße im Südosten der Stadt. Am Rand des Stadtteils Altstadt existierte früher mit dem Schelmängerlein, in unmittelbarer Nähe des Galgens, eine Begräbnisstätte für Hingerichtete.

Im Stadtgebiet liegen mehrere Natura-2000-Gebiete mit einer Gesamtfläche von fast 200 ha; dazu gehören das obere und das untere Rotmaintal sowie das Misteltal und der Park der Eremitage.

Natur- und Landschaftsschutzgebiete

Am Nordostrand der Stadt existiert mit dem Muschelkalkgebiet am Oschenberg ein Naturschutzgebiet (NSG-00739.01). Ergänzend gibt es neun Landschaftsschutzgebiete, fünf FFH-Gebiete und drei ausgewiesene Geotope (Satnd März 2016).

Siehe auch:

  • Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Bayreuth
  • Liste der Landschaftsschutzgebiete in der Stadt Bayreuth
  • Liste der FFH-Gebiete in der Stadt Bayreuth
  • Liste der Geotope in Bayreuth

Naturdenkmäler

  • Gesteinsverwerfungen an der Hohen Warte.
  • Rhätsandstein-Felsengruppe auf dem 411 m hohen Buchstein, 600 m südöstlich von Geigenreuth in der Gemarkung Meyernberg (Geotop-Nummer 462R001).
  • Geologischer Aufschluss Bodenmühlwand, ca. 200 m südöstlich der Bodenmühle, Gemarkung Wolfsbach (Geotop-Nummer 462A001).
  • Teufelsgraben mit Teufelsbrücke, Donndorf (Geotop-Nummer 462R002).

Gewässer und Brunnen

Bedeutendstes Fließgewässer ist der Rote Main, der die Stadt von Ost nach West durchquert. Zwei Flutkatastrophen von 1907 und 1909 waren Anlass für die zwischen 1913 und 1916 erfolgte Regulierung, das Flussbett wurde verbreitert und kanalisiert. Mit dem Bau des Stadtkernrings verschwand es in den 1970er Jahren teilweise unter einer Betondecke,

Sein im Innenstadtbereich ebenfalls gedeckelter künstlicher Seitenarm Mühlkanal erhielt in den Jahren 1997/98 am La-Spezia-Platz einen neuen, offenen Lauf. Im Gegensatz zum Roten Main ist dieser Wasserlauf über stufenförmige Terrassen erreichbar.

Während die Warme Steinach bereits am östlichen Stadtrand in den Roten Main mündet, verläuft die Mistel, in Bayreuth Mistelbach genannt, länger im Stadtgebiet. Der Bach wurde zwischen dem Stadtteil Altstadt und seiner Mündung in den Roten Main reguliert und optisch renaturiert.

Der Sendelbach ist im Stadtbild weitgehend unsichtbar und fast nur in Höhe der Moritzhöfenbrücke noch erkennbar. Sein ebenfalls unterirdisch kanalisierter Zufluss Tappert speist den Zierkanal im Hofgarten. Sein südlicher Zufluss Aubach liefert das Wasser für den Röhrensee.

Der von einer Parkanlage mit Tiergehegen umgebene Röhrensee ist das größte stehende Gewässer der Stadt. Der Vorläufer dieses künstlichen Teichs war im 17. Jahrhundert angelegt worden, um in seinem Wasser Holzröhren zu lagern. Sie waren für eine Wasserleitung von den nahegelegenen Quellhöfen zur Innenstadt bestimmt, die dort vier Brunnen speiste.

Von den einstigen Ziehbrunnen in der Innenstadt ist kein funktionsfähiger mehr erhalten. Bei historischen Ausgrabungen im Rahmen der Umgestaltung des Marktplatzes wurden über 20 ehemalige Brunnenschächte sowie ein Teil des ehemaligen Kanalverlaufes des Tapperts aus Sandstein gefunden. Einer der Brunnen wurde im Durchgang zwischen Spital und Rotmaincenterbrücke wiederhergestellt.

Vor allem aus der Markgrafenzeit stammt eine größere Anzahl von Zierbrunnen:

  • Famabrunnen auf dem Marktplatz, 1708 von Elias Räntz geschaffen
  • Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz, um 1732.
  • Markgrafenbrunnen vor dem Neuen Schloss, eine barocke Brunnenanlage von Elias Räntz aus dem Jahr 1699
  • Neptunbrunnen auf dem Marktplatz von 1755.
  • Obeliskenbrunnen neben der Stadtkirche von 1788
  • Reiterbrunnen auf dem Sternplatz von 1922
  • Wittelsbacherbrunnen an der Opernstraße von 1914

Auf dem Marktplatz wurde, in Anlehnung an den ursprünglichen Lauf des Tappert, 2010 eine wasserführende Zierrinne mit begehbarem Brunnen und Wasserspielplatz als Stadtbächlein neu geschaffen.

Stiftungen

  • Emil-Warburg-Stiftung (Universität Bayreuth), benannt nach dem Physiker Emil Warburg.
  • Otto-Warburg Chemie-Stiftung (Universität Bayreuth), benannt nach dem Chemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg, Sohn von Emil Warburg.
  • Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth
  • Hospital-Stiftung der Stadt Bayreuth
  • Bernd-Mayer-Stiftung, umfangreiche Sammlung an Fotos und Dokumenten zur Geschichte von Bayreuth Bernd Mayer.
  • Brigitte Merk-Erbe-Stiftung, Stiftung der Oberbürgermeisterin zur Stärkung von gemeinnützigen Bayreuther Vereinen.

Freizeiteinrichtungen

  • Öffentliche Bäder
    • Das Altstadtbad ist ein speziell für Kinder geschaffenes städtisches Freibad an der Fantaisiestraße. Es verfügt über ein Nichtschwimmerbecken, ein flaches Becken für Kleinkinder, Spielgeräte und eine große Liegewiese. Der Eintritt ist frei.
    • Freiluftbad Bürgerreuth (mit Kneippanlage)
    • Das Kreuzsteinbad ist das größte Freibad der Stadt. Markant ist der 10-Meter-Sprungturm am Sprungbecken. Daneben gibt es ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Wellenbecken, ein Becken für Kleinkinder und eine 85 Meter lange, gewundene Großrutsche. Der Eingang befindet sich an der Frankengutstraße.
    • Hallenbad des Schwimmvereins SVB
    • Lohengrin Therme (im Ortsteil Seulbitz mit Stellplatz für Wohnmobile)
    • Das Stadtbad ist das älteste Hallenbad in Oberfranken. Das Bad in der Kolpingstraße wurde 1929 eröffnet und Mitte der 90er Jahre grundlegend erneuert. Es verfügt über ein 25 Meter langes Schwimmbecken, dazu existieren ein Planschbecken, ein Lehrschwimmbecken sowie eine Saunalandschaft.
  • Tierpark, generationenübergreifende Spielanlage und Kahnverleih am Röhrensee
  • Gastronomie Als Festspiel- und Universitätsstadt verfügt Bayreuth über ein umfangreiches Angebot an Kneipen und Restaurants. Legendär ist das Traditionsgasthaus Eule, eine beliebte Adresse für Künstler und Festspielgäste und, nach längerer Zeit unter neuer Leitung wiedereröffnet, gesuchter Anlaufpunkt für Touristen. Erwähnenswert ist das Lesecafé Samocca im Gebäude der Volkshochschule und Stadtbibliothek „RW21“ (Richard-Wagner-Str. 21). Das Café ist in die Bibliothek integriert und wird von Menschen mit Behinderungen geführt.
  • Kinos Von den traditionellen Kinos des 20. Jahrhunderts hat keines überlebt. Zuletzt wurden 1999 die Reichshof-Lichtspiele geschlossen, 1997 aber das Cineplex mit mehreren Sälen eröffnet.
  • Internationaler Zirkel Bayreuth Gemeinsame Einrichtung der Internationalen Gesellschaften in Bayreuth (Deutsch-Französische, Deutsch-Polnische, Deutsch-Tschechische, Deutsch-Englische und Deutsch-Hispanische Gesellschaft Bayreuth), Schulstr. 5. Unter dem Motto Sprachen öffnen Türen gibt es zahlreiche Veranstaltungen, darunter Fremdsprachliche Konversation und den gemeinsamen monatlichen Internationalen Apéritif.

Siehe auch: Bibliotheken und Archive

Stadtschreiber

Von Februar bis Juli 2013 war der Berliner Autor Volker Strübing Bayreuths erster Stadtschreiber. Das Jean Paul-Jubiläum bot den Anlass, dieses Amt ins Leben zu rufen. Strübing hat sich in dieser Zeit intensiv mit Jean Paul auseinandergesetzt und in einem Blog seine Erlebnisse kommentiert.

Sport

  • Vereinssport Über 60 Vereine bieten die Möglichkeit, sich in knapp 100 Sportarten zu betätigen. Erfolgreichster Verein der Stadt ist derzeit die Luftsportgemeinschaft Bayreuth mit ihrem Segelflug-Bundesliga-Team: 2002 und 2015 gewannen die Piloten die Bundesliga, 2015 sogar die Segelflug-Weltliga „IGC World League“. 2003, 2005, 2008 und 2010 wurden sie Vize-Meister. Mehrere Deutsche Meister-Titel kann auch das Streethockey-Team der Hurricans Bayreuth vorweisen, welches dreimal Deutscher Vize-Meister (1998/2004/2006) wurde und sogar fünfmal den Titel des Deutschen Meisters (1996/1997/2001/2005/2007) holte. In einer ersten Bundesliga spielt neben Luftsportgemeinschaft und Hurricans die Basketball-Mannschaft des BBC Bayreuth, die seit der Saison 2010/11 wieder in der Basketball-Bundesliga vertreten ist. Die Handballer von HaSpo Bayreuth und die Volleyballer des BSV Bayreuth gehen in der Bayernliga und das Eishockeyteam des EHC Bayreuth geht in der Oberliga Süd an den Start. Seit der Saison 2014/15 spielt die Mannschaft Damen I der HaSpo Bayreuth unter ihrem Trainer Thomas Hankel in der 3. Bundesliga Ost der Frauen. Dabei wurde in der ersten Saison der 6. Tabellenplatz erzielt.
Bedeutendste Fußballvereine sind die Spielvereinigung Bayreuth (SpVgg) und der ehemalige 1. FC Bayreuth. Für erstere war der Höhepunkt der zweite Platz in der 2. Bundesliga Süd im Jahr 1979, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga berechtigte. Am 12. Januar 1980 gelang im DFB-Pokal ein 1:0-Sieg über den amtierenden deutschen Meister FC Bayern München. Insgesamt zwölf Jahre spielte die SpVgg in der 2. Bundesliga (davon sechs in der eingleisigen), zuletzt in der Saison 1989/90. Seit Herbst 2014 spielt die SpVgg in der Regionalliga. Vor dem Zweiten Weltkrieg dominierte der 1. FC Bayreuth das Fußballgeschehen in Bayreuth. Die Mannschaft stieg zur Saison 1926/27 in die Bezirksliga Bayern auf, die seinerzeit höchste Spielklasse. 2003 ging die Fußballabteilung des 1. FC im FSV Bayreuth auf. Die Volleyballspieler der Bayreuther Turnerschaft (BTS), des ältesten und größten Sportvereins der Stadt, fuhren im Dezember 1966 nach Rudolstadt in Thüringen. Es war das erste Mal seit dem Berliner Mauerbau, dass eine westdeutsche Mannschaft in die damalige DDR einreisen durfte. Glanzzeiten hatte der Sport in Bayreuth auch in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren. Die Basketballer von Steiner Bayreuth wurden zweimaliger Deutscher Pokalsieger (1987/1988 und 1988/1989), in der Saison 1988/1989 holte man zudem die Deutsche Meisterschaft in die Wagnerstadt, das Eishockeyteam des Schwimmvereins Bayreuth (SVB) wurde zweimaliger Deutscher Meister der Zweiten Bundesliga Süd und spielte auch ein Jahr in der Eishockey-Bundesliga. Weiterhin war zu dieser Zeit die Tischtennis-Mannschaft von Steiner Bayreuth – damals hieß der Verein noch TTBG Steiner-Optik Bayreuth – erstklassig (seit 1983 Zweite Bundesliga, 1984/85, 1986/87 und 1987/88 1.Bundesliga, 1988 Rückzug) und die Spielvereinigung spielte viele Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga. Auch die Tischtennisspieler des 1. FC Bayreuth waren von 1994 bis 1997 in der 1. Bundesliga vertreten. Rollstuhltanzsport kann man in der Rollstuhltanzgruppe im RSV (Rollstuhlsportverband) Bayreuth ausüben. 1999 fanden in Bayreuth die Weltmeisterschaften im Segelflug statt.
  • Unabhängige Sportmöglichkeiten Über das Stadtgebiet verstreut finden sich Bolz-, Basketball- und Beachvolleyballplätze, die kostenlos genutzt werden können. An der südlichen Adolf-Wächter-Straße existiert das Städtische Fitness-Studio im Freien (derzeit geschlossen). Hier gibt es auch einen Trimm-Dich-Pfad im nahegelegenen Wäldchen Wolfsgrube, ein weiterer wurde im Studentenwald angelegt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar, Mai, Juni, Juli, November und Dezember: Junge Meisterpianisten (Konzertserie junger Pianisten verschiedener Musikhochschulen in den Räumen der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne)
  • Februar/März: Bayreuther Faschingsumzug und Faschingsmarkt
  • April: Bayreuther Osterfestival (Benefizkonzerte zugunsten krebskranker Kinder)
  • Mai: Musica Bayreuth
  • Juni: Uniopenair
  • Juni: Zeit für Neue Musik
  • Juni: Bayreuther Volksfest
  • Juli: Afro-Karibik-Festival
  • Juli: Bayreuther Bürgerfest (jeweils am ersten Juli-Wochenende)
  • Juli: Sankt Georgen swingt. ein Mitte Juli stattfindendes zweitägiges Musikfestival, in dessen Verlauf viele Interpreten / Bands in Hinterhöfen des Stadtteils Sankt Georgen und auf dessen Hauptstraße auftreten
  • Juli: Bayreuther Klavierfestival
  • Juli–August: Bayreuther Festspiele, Sommernachtsfest, Festival junger Künstler (ehem. Jugendfestspieltreffen)
  • August: Kinder-Ferienstadt Mini-Bayreuth mit Kinderparlament auf dem Gelände des SC Kreuz
  • September: Rock in Bayreuth
  • September: Bayreuther Barock (Opernaufführungen im markgräflichen Opernhaus)
  • Oktober: Bayreuther Kneipenfestival
  • Oktober: Bayreuther Museumsnacht (am Tag vor der Zeitumstellung)
  • Oktober: Seit 2008 verleiht die Stadt im Rahmen des Symposions Zukunftsforum Bayreuth der Universität Bayreuth jährlich den Markgräfin-Wilhelmine-Preis der Stadt Bayreuth für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt

Sonstiges

Im Jahr 1990 durfte die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden in Bayreuth nicht auftreten. Die Stadtverwaltung sagte ein geplantes Konzert in der Oberfrankenhalle ab, begründet wurde dies mit dem als „Brutalo-Rock“ bezeichneten Musikstil.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Fernstraßen

Autobahnen:

  • A 9: Berliner Ring–Leipzig–Bayreuth–Nürnberg–Ingolstadt–München. 1937 wurde das Teilstück Leipzig–Nürnberg fertiggestellt. Damit ist sie eine der ältesten Autobahnen in Deutschland mit überregionaler Bedeutung. Der sechsstreifige Ausbau im Bereich Bayreuth wurde 2006 abgeschlossen, am Stadtteil Laineck wurde sie auf einer Länge von 360 m eingehaust. Im Stadtgebiet existieren die beiden Anschlussstellen Bayreuth-Nord und Bayreuth-Süd, wodurch der dazwischenliegende Abschnitt auch eine Funktion als Stadtautobahn aufweist.
  • A 70: Schweinfurt–Bamberg–Bayreuth. Der Baubeginn für diese Ergänzungsstrecke erfolgte 1937, jedoch konnte erst am 21. November 1958 der erste Abschnitt vom Dreieck Bayreuth/Kulmbach zur Anschlussstelle Kulmbach/Neudrossenfeld als einbahnige Autobahn mit zwei Fahrstreifen in Betrieb genommen werden. Die endgültige Fertigstellung bis Bamberg war erst 1996 abgeschlossen. Die A 70 berührt das Stadtgebiet nicht, ist über die A 9 und das Dreieck Bayreuth/Kulmbach aber schnell erreichbar.

Bundesstraßen:

  • B 2: Rosow–Berlin–Potsdam–Lutherstadt Wittenberg–Leipzig–Gera–Hof–Bayreuth–Nürnberg–Donauwörth–Augsburg–München–Mittenwald
  • B 22: Würzburg–Bamberg–Hollfeld–Bayreuth–Weiden–Cham
  • B 85: Berga–Weimar–Ludwigsstadt–Kulmbach–Bayreuth–Amberg–Schwandorf–Cham–Neukirchen vorm Wald–Passau

In der Nachkriegszeit waren alle drei durch Bayreuth führenden Bundesstraßen in der Richard-Wagner-Straße gebündelt. Die durch die untere Maximilianstraße verlaufende B 22 und die vom Mühltürlein kommende B 85 trafen sich am westlichen Ende des Marktplatzes, den sie gemeinsam der Länge nach durchquerten. Aus der Opernstraße kommend stieß am Sternplatz die B 2 dazu. An der Dürschnitz verließen die B 2 und die B 85 den Straßenzug zur Nürnberger Straße hin und blieben bis hinter Pegnitz vereint.

Heute verlaufen die Bundesstraßen über den Stadtkernring, die in weiten Teilen zur Fußgängerzone umgewandelte Innenstadt wird nur noch tangiert.

Eisenbahn

Vom Hauptbahnhof Bayreuth aus führen Hauptstrecken in Richtung Norden nach Neuenmarkt-Wirsberg (und von dort weiter nach Bamberg bzw. über die Schiefe Ebene nach Hof), Südosten nach Weiden und Süden nach Schnabelwaid (mit Anschluss nach Nürnberg über die Pegnitztalbahn). Einzig verbliebene Nebenbahn ist die seit 1993 nur bis Weidenberg betriebene Strecke nach Warmensteinach. Die ehemals ins westliche bzw. nordwestliche Umland führenden Strecken nach Hollfeld und Thurnau (– Kulmbach) sind restlos abgebaut. Die Bahnstrecken rund um Bayreuth sind ausnahmslos eingleisig und nicht elektrifiziert.

Seit 23. Mai 1992 verkehrten zwischen Bayreuth und Nürnberg mit Neigetechnik ausgestattete Dieseltriebwagen der Baureihe 610, die von der damaligen Deutschen Bundesbahn speziell für die kurvenreiche Strecke angeschafft wurden. Diese wurden später durch die Baureihe 612 abgelöst.

Zum Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 wurde die neu geschaffene ICE-Linie 17 (Dresden – Nürnberg im Stundentakt, jeder zweite Zug über Bayreuth) in Betrieb genommen. Zwei Jahre lang verkehrten ICE-TD-Triebzüge mit Neigetechnik der Baureihe 605. Seit dem Fahrplanwechsel 2006/2007 ist Bayreuth nicht mehr an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen.

Der IRE Franken-Sachsen-Express bot ersatzweise seit Dezember 2006 bis Dezember 2013 eine Direktverbindung über Hof und Plauen nach Dresden (seit Dezember 2007 im Zwei-Stunden-Takt). Zum Einsatz kamen dabei Dieseltriebwagen mit Neigetechnik der Baureihe 612. Auch gab es eine Regional-Express-Direktverbindung mit solchen Triebwagen über Lichtenfels und Bamberg nach Würzburg.

Seit dem 12. Juni 2011 bedient das Verkehrsunternehmen agilis das neugeschaffene Dieselnetz Oberfranken im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und damit den schienengebundenen Nahverkehr im Raum Bayreuth.

Seit Dezember 2013 gibt es von Bayreuth keine Direktverbindungen mehr nach Dresden und nach Würzburg.

Überregionale Verbindungen (Deutsche Bahn AG):

  • RE Bayreuth Hbf – Pegnitz – Nürnberg Hbf (weitgehend im Stundentakt)
  • RE Hof Hbf – Münchberg – Bayreuth Hbf – Nürnberg Hbf (weitgehend im 2-Stunden-Takt)
  • RE Bamberg – Lichtenfels – Kulmbach – Bayreuth Hbf (weitgehend im 2-Stunden-Takt)

Regionalbahnverbindungen weitgehend im Stundentakt (agilis):

  • RB Bad Rodach – Coburg – Lichtenfels – Kulmbach – Bayreuth Hbf
  • RB (Hof Hbf –) Marktredwitz – Kirchenlaibach – Bayreuth Hbf
  • RB Weidenberg – Bayreuth Hbf – Weiden (Oberpf)

;Siehe auch

  • Geschichte der Eisenbahn in Bayreuth
  • Liste der Bahnhöfe und Haltepunkte in Bayreuth

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Stadtbuslinien werden von der Stadtwerke Bayreuth Verkehr und Bäder GmbH betrieben. Zum Teil fahren in deren Auftrag auch Fahrzeuge privater Busunternehmer. 16 Linien (Linien 301 bis 316) fahren Montag bis Freitag überwiegend in einem 20- bzw. 30-Minuten-Takt. Durch Überlagerung von Linien bei gleichzeitig versetzten Fahrzeiten sind größere Stadtteile im 10- bzw. in einem 10-/20-Minuten-Takt erreichbar. Während des Wintersemesters wird darüber hinaus das Angebot der Linie 306 so verdichtet, dass zwischen der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) und dem Uni-Campus alle 5 Minuten ein Bus fährt. Ansonsten ist am Wochenende der Takt auf 30 Minuten gedehnt, wobei nicht alle Linien verkehren. In den nachfrageschwachen Zeiten (samstags von 6:15 Uhr bis 7:45 Uhr, sonn- und feiertags von 9:15 Uhr bis 13:15 Uhr sowie täglich abends zwischen 19:45 Uhr und 23:45 Uhr, am Wochenende 0:45 Uhr) wird ein auf sechs Linien reduziertes Netz (Linien 321 bis 326) im 30-Minuten-Takt angeboten. Vororte mit wenig Nachfrage werden zu diesen Zeitlagen mit Anruf-Linien-Taxen bedient.

Das Netz ist, mit einer zentral gelegenen Umsteigehaltestelle (ZOH), sternförmig aufgebaut. Einzige Ausnahme bildet die seit 1. Oktober 2015 verkehrende Linie 316, die ohne den Umweg über die ZOH zu nehmen, den Hauptbahnhof direkt mit der Universität verbindet. Ursprünglich lag die ZOH auf dem Marktplatz, in der Straßenmitte der Maximilianstraße. Seit dem 27. Oktober 2007 befindet sich die ZOH auf dem Hohenzollernplatz an der Einmündung der Kanalstraße in den Hohenzollernring. An der ZOH sind auch Haltestellen für Regionalbusse eingerichtet, um ein leichteres Umsteigen zu ermöglichen.

Die Stadtwerke Bayreuth Verkehr und Bäder GmbH ermöglicht die Fahrradmitnahme in den Stadtbussen. Nach 20 Uhr besteht zudem die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung beim Fahrer auch zwischen zwei regulären Haltestellen auszusteigen, sofern dies verkehrsrechtlich möglich ist. An der Zentralen Omnibushaltestelle informiert ein dynamisches Fahrgastinformationssystem über die nächsten Abfahrten bzw. aktuelle Fahrplanänderungen und Umleitungen. Ebenfalls an der Zentralen Omnibushaltestelle befindet sich das Kundencenter, in dem montags bis samstags verbundweite Fahrplaninformationen und Tickets erhältlich sind.

Der Regionalverkehr wird durch die Omnibusverkehr Franken GmbH bedient. Stadt und Landkreis Bayreuth sind Teil der Metropolregion Nürnberg. Zum 1. Januar 2010 wurde der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert. Das gesamte Stadtgebiet Bayreuth entspricht der VGN-Tarifzone 1200, in der die VGN-Stadttarif-Preisstufe D gilt. Für Fahrten über die Stadtgrenze hinaus gilt die VGN-Tarifzonenregelung (Preisstufen 1 bis 10). Bayreuth ist auch Mitglied im deutsch-tschechischen Verkehrsverbund EgroNet.

Fahrradverkehr

Ein Radwegenetz ist teilweise vorhanden, dessen Beschilderung ist oft überörtlicher Natur (Beispiel: Haidenaab-Radweg). Durch die unmittelbare Lage am 600 Kilometer langen Main-Radweg ist Bayreuth Anfahrtsziel für mehrere touristische Radreiserouten.

Von einem großen Teil der über 13.000 Studenten der Universität Bayreuth wird das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel genutzt. Die Topografie der Stadt und das Fehlen durchgehender sicherer Routen bereiten Schwierigkeiten und führen teilweise zu problematischen Lösungen. An vielen Stellen werden Radfahrer auf Fußwege und Gehsteige geleitet oder sogar durch Beschilderung zu deren Benutzung gezwungen, was Konflikte mit den Fußgängern birgt. Parkanlagen müssen in der Regel umfahren werden, das Queren des Hofgartens ist seit 2012 auf zwei Wegen aber gestattet. Die Fußgängerzone in der Innenstadt darf weitgehend mit dem Fahrrad befahren werden. Ein Abschnitt der Route von der Universität in die Innenstadt (Univercity) ist als Fahrradstraße ausgeschildert.

Die Fahrradmitnahme in den in Bayreuth abfahrenden DB-Regiozügen und in den Bussen des VGN ist, soweit möglich, kostenpflichtig.

Flugverkehr

Der Verkehrslandeplatz Bayreuth dient der gewerblichen Luftfahrt, dem individuellen Geschäftsreiseverkehr, der allgemeinen Luftfahrt und dem Luftsport. Bis 2002 machte die Fluglinie Frankfurt–Hof dreimal täglich einen Zwischenstopp in Bayreuth.

Der Verkehrslandeplatz am Bindlacher Berg ist auch einer der wichtigsten Stützpunkte für den Segelflugsport in Deutschland, u. a. fanden hier 1999 die Weltmeisterschaften statt. Für die Luftsportgemeinschaft Bayreuth ist der Flughafen Ausgangspunkt für die Flüge in der Segelflug-Bundesliga. Der Verein führt hier auch die Ausbildung im Segelflug und Motorflug durch.

Tourismus

  • Jugendherberge an der Universitätsstraße
  • Jugendzeltplatz des Jugendrings
  • Stellplatz für Wohnmobile an der Lohengrin Therme im Stadtteil Seulbitz

Medizinische Versorgung

Krankenhäuser und Kliniken

  • Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Str. 101
  • Krankenhaus mit Rehabilitationsklinik ''Hohe Warte'', Hohe Warte 8
  • Bezirkskrankenhaus Bayreuth, Nordring 2
  • Klinik Herzoghöhe, Kulmbacher Str. 103

Notfallpraxen

  • Bayreuther Notfallpraxis der Hausärzte Dokhaus, Spinnereistr. 5
  • Orthopädisch-chirurgische Notfallpraxis im Medcenter, Spinnereistr. 7

Tierversorgung

  • Tierärztliche Klinik für Kleintiere mit Notfallbehandlung, Friedrich-von-Schiller-Str. 3 c
  • Tierheim des Tierschutzvereins Bayreuth, Jakobstraße 120

Märkte

  • Wochenmarkt mittwochs und samstags in und vor der Rotmainhalle
  • Viktualienmarkt dienstags und donnerstags auf dem Stadtparkett (Maximilianstraße)
  • Flohmarkt auf dem Gelände des Volksfestplatzes, zweimal jährlich
  • Christkindlesmarkt auf dem Stadtparkett (Maximilianstraße), jährlich, vom Wochenende des Ersten Advent bis zum 23. Dezember

Bedeutende Unternehmen

Die Industrialisierung setzte in der Stadt erst verhältnismäßig spät ein. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden drei Baumwollspinnereien zu den bedeutendsten Betrieben. Daneben ließen sich Porzellan-, Eisen- und Farbenfabriken sowie zwei Dampfziegeleien nieder. Neben Mälzereien existierte eine Vielzahl kleiner Brauer, von denen sich etliche zu einer Gemeinschaftsbrauerei zusammenschlossen.

Nach 1945 setzte auf dem Gelände des trockengelegten Brandenburger Weihers im Norden der Stadt eine rasante wirtschaftliche Entwicklung ein, wobei sich eine Zigarettenfabrik und ein Elektrounternehmen als bedeutendste Betriebe ansiedelten. In den Folgejahren wurden weitere Gewerbegebiete erschlossen. Neuen Industriebetrieben und Dienstleistungsunternehmen stehen aber auch Abwanderungen und Schließungen gegenüber. So ist z. B. die Zahl der ortsansässigen Brauereien auf mittlerweile drei Betriebe geschrumpft.

Aktuell bedeutende Unternehmen

  • Adolf Riedl GmbH & Co. KG (Bademoden)
  • Lyondellbasell Bayreuth Chemie GmbH, Köln (Polyolefine)
  • Brauerei Gebr. Maisel KG (Weizenbier)
  • British American Tobacco (Germany) GmbH (Zigaretten)
  • Cybex (Kinderwagen, Kindersitze, Kindermoden)
  • Grundig Business Systems (professionelle Diktiersysteme)
  • W. Markgraf (Bauunternehmen)
  • medi GmbH & Co. KG (Medizinische Hilfsmittel)
  • Rottolin (Kunststoffe)
  • Schlaeger (Kunststofftechnik)
  • Stäubli (Textilmaschinen, technische Kupplungen und Roboter)
  • Steiner-Optik (Ferngläser)
  • Steingraeber & Söhne Pianomanufaktur (Klaviere)
  • Zapf GmbH (Fertiggaragen, Fertighäuser)
  • ZF Electronics (Dateneingabegeräte, Schalter, Sensoren, Automotive)

Bedeutende Unternehmen der Vergangenheit

  • F. C. Bayerlein 1894–1979 (Textilunternehmen: Weberei, Spinnerei, Zwirnerei und Färberei)
  • Mechanische Baumwoll-Spinnerei Bayreuth 1853–ca. 1970
  • Neue Baumwollen-Spinnerei Bayreuth 1889–1992
  • Franka Kamerawerk 1909–1967

Lokale Tageszeitung

Nordbayerischer Kurier
Der Nordbayerische Kurier ging am 2. Januar 1968 aus der Fusion der miteinander konkurrierenden lokalen Tageszeitungen Bayreuther Tagblatt und Fränkische Presse hervor. Herausgeber sind Wolfgang Ellwanger und Dr. Laurent Fischer, Chefredakteurin ist Christina Knorz. Die Zeitung erzielt mit weiteren Lokalausgaben eine verkaufte Auflage von

Sonstige Printmedien

  • Bayreuth4U (Stadtmagazin)
  • Oberfränkische Wirtschaft, (Wirtschaftsmagazin für Oberfranken)
  • Thalia-Festspielmagazin (früher Gondrom´s Festspielmagazin) – erscheint zu den Bayreuther Festspielen
  • Der Tip (Studentenzeitung der Universität Bayreuth)
  • Bayreuth Aktuell (Offizielles Veranstaltungsmagazin der Stadt Bayreuth)
  • Festspielzeitung - erscheint einmal jährlich zur Eröffnung der Bayreuther Festspielen

Anzeigenblätter

  • Bayreuther Sonntagszeitung
  • Fränkische Zeitung (FZ); ehemals Bayreuther Anzeiger, Umbenennung Oktober 2008.

Rundfunk und Fernsehen

  • Bayerischer Rundfunk (Korrespondentenbüro Oberfranken Nord). In den 1950er/1960er Jahren betrieb der Bayerische Rundfunk in Bayreuth einen Rundfunksender auf der Mittelwelle mit der Frequenz 520 kHz und einer Sendeleistung von 200 Watt mit einem 60 Meter hohen Sendemast.
  • Radio Galaxy (Lokalstation des bayernweiten Jugendsenders)
  • Radio Mainwelle (Lokalradio)
  • Campus TV (Medienprojekt der Medienwissenschaft, Universität Bayreuth)
  • Kultradio (Bayernweiter DAB Radiosender)

Internet

  • Dispositiv (Medienblog der Universität Bayreuth)
  • Schalltwerk (Webradio der Universität Bayreuth)

Öffentliche Einrichtungen

  • Regierung von Oberfranken Die Regierung von Oberfranken ist eine staatliche Mittelbehörde mit 550 Mitarbeitern. Ihr obliegt unter anderem die allgemeine Aufsicht über die staatlichen Behörden sowie die Rechts- und Fachaufsicht, beispielsweise über die oberfränkischen Gebietskörperschaften. Sie vertritt die Staatsregierung in Oberfranken und umgekehrt. In ihrem Zuständigkeitsbereich liegen vier kreisfreie Städte und 210 kreisangehörige Gemeinden bzw. Verwaltungsgemeinschaften.
  • Oberfrankenstiftung
  • Agentur für Arbeit (vormals Arbeitsamt)
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth
  • Bezirksverbindungskommando Oberfranken der Bundeswehr
  • Bundesarchiv für das Lastenausgleichswesen
  • Bundespolizeiabteilung
  • Deutsche Rentenversicherung Nordbayern (vormals Landesversicherungsanstalt – LVA)
  • Evang.-Luth. Kirchensteueramt
  • Finanzamt
  • Handwerkskammer Oberfranken
  • Industrie- und Handelskammer für Oberfranken
  • Justizvollzugsanstalt Sankt Georgen-Bayreuth
  • Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern
  • Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), Geschäftsstelle Bayreuth
  • Polizeipräsidium Oberfranken
  • Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth
  • Stadtjugendring Bayreuth
  • Vermessungsamt
  • Zentrum Bayern Familie und Soziales, Zentrale und Region Oberfranken (vormals Amt für Versorgung und Familienförderung)

Bayreuth hat verschiedene Gerichte: Amts-, Land-, Arbeits-, Verwaltungs- und Sozialgericht.

Bildung

Hochschulen

In der Stadt befinden sich mit der Universität Bayreuth und der Hochschule für evangelische Kirchenmusik der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern zwei Hochschulen.

Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik geht zurück auf die 1948 in Erlangen gegründete Kirchenmusikschule und ist das Nachfolgeinstitut der Fachakademie für evangelische Kirchenmusik Bayreuth. Sie befindet ich an der Kreuzung Wilhelminenstraße/Wittelbacher Ring in einem eigens für ihre Zwecke errichteten Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Studierendenwohnheim „Am Campus“ des Evangelischen Siedlungswerkes (ESW).

Nahezu alle Einrichtungen der Universität befinden sich auf dem Campus, der sich südlich des Stadtteils Birken auf dem Gelände des ehemaligen Exerzierplatzes erstreckt.

Schwerpunkte der 1975 gegründeten Universität sind die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik, Materialwissenschaften, Biowissenschaften, Bio- und Umweltingenieurwesen. Hierbei bietet die Universität interdisziplinäre Studiengänge sowie Zusatzausbildungen. Beispiele hierfür sind etwa die wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung für Juristen sowie Studiengänge wie Gesundheitsökonomie, Sportökonomie und der Bachelor-Studiengang Philosophy & Economics.

In Rankings belegt die Universität in den Bereichen Jura und BWL, aber etwa auch in Physik vordere bis Spitzenplätze. Beim Elitenetzwerk Bayern ist sie mit den Studiengängen Advanced Materials and Processes und Macromolecular Science beteiligt sowie mit den Doktorandenkollegs Structure, Reactivity and Properties of Oxide Materials, Leitstrukturen der Zellfunktion und Global Change Ecology.

Eine Besonderheit der Universität Bayreuth stellt der rund 16 ha große Ökologisch-Botanische Garten (ÖBG) dar. Er ist seit 1978 eine Zentrale Einrichtung der Universität. Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit bilden die Leitmotive des ÖBG.

Einzigartig im deutschsprachigen Raum ist das Institut für Afrikastudien (kurz IAS genannt). Es fördert und koordiniert die Afrikastudien von 14 Disziplinen der Universität Bayreuth, die sich auf vier ihrer sechs Fakultäten verteilen.

Gymnasien

  • Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) Humanistisches, sprachliches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium mit etwa 750 Schülern (Stand: Anfang Schuljahr 2011/12). Die 1664 gegründete Schule ist das älteste Gymnasium der Stadt, am jetzigen Standort befindet sie sich jedoch erst seit 1966.
  • Graf-Münster-Gymnasium (GMG) Naturwissenschaftlich-technologisches, sprachliches und europäisches Gymnasium mit etwa 940 Schülerinnen und Schülern (Stand 2015). 1833 als Kreis-Landwirtschafts- und Gewerbeschule gegründet, bezog die Schule 1910 als Königliche Kreisoberrealschule für Oberfranken das heutige Hauptgebäude. 1966 erhielt die Oberrealschule (im örtlichen Sprachgebrauch: OR) ihren jetzigen Status und Namen. Bis in die 1970er Jahre hinein handelte es sich um eine reine Knabenschule, Mädchen waren nur in Ausnahmefällen in der Oberstufe zugelassen.
  • Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) Musisches und sprachliches Gymnasium mit etwa 780 Schülern (Stand: Schuljahr 2008/2009). Der monumentale Prachtbau wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert als Königliche Lehrerbildungsanstalt auf freiem Feld errichtet. 1949 wurde der Lehrerbildungsanstalt eine „Oberschule in Kurzform“ angegliedert, die ihren Absolventen nach sieben Schuljahren den Zugang zum Volksschullehrerstudium ermöglichte. 1954 wurde letztere in Deutsches Gymnasium umbenannt, 1964 verließ die mittlerweile als Pädagogische Hochschule bezeichnete Lehrerbildungsanstalt das Gebäude. Das Gymnasium erhielt im Schuljahr 1965/66 seinen aktuellen Namen. Namenspatin ist die Bayreuther Fürstin Wilhelmine.
  • Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) Sprachliches, wirtschaftswissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Gymnasium mit etwa 900 Schülern (Stand: Schuljahr 2006/07). Das Schulgebäude der damaligen Höheren Töchterschule wurde 1908 eingeweiht, 1930 wurde aus der Städtischen Höheren Mädchenschule das zunächst sechstklassige Mädchenlyzeum. 1939 wurde es in eine achtklassige Oberschule für Mädchen überführt und 1947 zur Oberrealschule für Mädchen. 1965 erhielt die Schule ihren heutigen Namen, 1976 wurde sie auch für Knaben zugänglich.
  • Wirtschaftswissenschaftliches und Naturwissenschaftliches Gymnasium der Stadt Bayreuth (WWG) mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt und Naturwissenschaftlich-Technologischem Gymnasium, etwa 1200 Schüler (Stand: Schuljahr 2006/07).

Real- und Oberschulen

  • Alexander-von-Humboldt-Realschule Bayreuth (Staatliche Realschule Bayreuth I)
  • Johannes-Kepler-Realschule (Staatliche Realschule Bayreuth II)
  • Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Bayreuth

Berufsschulen

  • Staatliche Berufsschule I (Gewerbliche Ausbildungsberufe und IT-Berufe)
  • Staatliche Berufsschule II (Kaufmännische Ausbildungsberufe)
  • Staatliche Berufsschule III (Landwirtschaft, Gartenbau, Hauswirtschaft)

Berufsfachschulen

  • Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern
  • Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern
  • Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft
  • Staatliche Berufsfachschule für Sozialpflege
  • Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Multi Lingua – Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe
  • Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe
  • Bayreuther Berufsfachschule für Kosmetik
  • Berufsfachschule für Diätassistenten
  • Berufsfachschule für Ergotherapie Bayreuth der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste – DAA mbH
  • Berufsfachschule für Physiotherapie beim Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für medizinisch-technische Laborassistentinnen und Laborassistenten beim Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege am Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Krankenpflege mit Weiterbildungsstätte zur Fachschwester/zum Fachpfleger für Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus
  • Evangelische Berufsfachschule für Altenpflege
  • Berufsfachschule für Altenpflege des Bayerischen Roten Kreuzes und Berufsfachschule für Altenpflegehilfe des Bayerischen Roten Kreuzes

Fachschulen

  • Fachschule für Heilerziehungspflege Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste – DAA mbH
  • Landwirtschaftsschule Bayreuth und Staatliche Höhere Landbauschule Bayreuth
  • Staatliche Technikerschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität

Wirtschaftsschulen

  • Städtische Wirtschaftsschule
  • Private Wirtschaftsschule

Grund- und Mittelschulen

  • Altstadtschule
  • Graserschule
  • Schule Herzoghöhe
  • Jean-Paul-Schule
  • Schule Laineck
  • Schule Lerchenbühl
  • Luitpoldschule
  • Schule Meyernberg
  • Grundschule St. Georgen
  • Mittelschule Bayreuth – St. Georgen
  • Schule St. Johannis
  • Albert-Schweitzer-Mittelschule Bayreuth

Sonstige Schulen

  • Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Private Schule zur Lernförderung)
  • Dr.-Kurt-Blaser-Schule (Private Schule zur Lebensbewältigung)
  • Markgrafenschule (Schule zur Sprachförderung)
  • Staatliche Schule für Kranke
  • Janusz-Korczak-Schule Private Schule zur Erziehungshilfe (Grund- und Teilhauptschule)
  • Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung
  • Private Montessori-Schule Bayreuth (staatlich anerkannte integrative Grund- und Hauptschule)
  • Bayreuther Berufsfachschule für Kosmetik
  • Städtische Musikschule
  • Euro-Schulen Bayreuth (Deutschgrundlehrgänge für Aussiedler und Asylberechtigte, Kurse der beruflichen Weiterbildung, Fremdsprachenkurse für Firmen- und Privatkunden sowie Übersetzungsdienste)

Bibliotheken und Archive

  • Bibliothek des Bundesarchivs
  • Bibliothek des Deutschen Freimaurermuseums
  • Deutsche Bibliothek für Kurzschrift, Textverarbeitung und Maschinenschreiben
  • Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung
  • Stadtarchiv Öffentliches Archiv zur Geschichte der Stadt Bayreuth im Hof der Spitalkirche, Maximilianstraße 64
  • Stadtbibliothek mit Jugendbücherei Öffentliche Bibliothek mit Veranstaltungsräumen und Lesecafé Samocca im Haus der Bildung RW21, Richard-Wagner-Straße 21. Im „Sprachencafé“ treffen sich (anmeldungsfrei und unentgeltlich) regelmäßig u. a. offene Konversationsgruppen verschiedener Fremdsprachen.
  • Universitätsbibliothek Bayreuth Öffentliche Bibliothek auf dem Campus der Universität

Sonstige Bildungseinrichtungen

  • Industrie- und Handelskammer für Oberfranken – Bildungszentrum
  • Handwerkskammer für Oberfranken – Berufsbildungs- und Technologiezentrum
  • Deutsche Angestellten Akademie (DAA) – Bildungswerk der DAG e. V.
  • Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk e. V. (DEB)
  • Institut für berufliche Bildung (BDP)
  • Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH (bfz)
  • Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Bayreuth, Zweigakademie der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Nürnberg
  • Akademie Handel, Bildungszentrum des Bayerischen Handels e. V.
  • TÜV Akademie GmbH Training Center Bayreuth
  • Ausbildungsstätte für Stenografie und PC-Maschinenschreiben des Stenografenvereins Bayreuth e. V.
  • Landwirtschaftliche Lehranstalten des Bezirks Oberfranken – Landmaschinenschule
  • Evang.-Luth. Predigerseminar

Einrichtungen der Erwachsenenbildung

  • Volkshochschule der Stadt Bayreuth
  • Evangelisches Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e. V.
  • Evangelische Familien-Bildungsstätte Bayreuth
  • Seniorenbildungshaus Kirchplatztreff
  • Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bayreuth e. V. (KEB)

Akkreditierungsagentur

Bayreuth ist auch Sitz von ACQUIN einer der sechs Akkreditierungsagenturen, die im Auftrag der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland die fachlich-inhaltliche Begutachtung von Studiengängen mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister national und international leistet.

Forschungseinrichtungen

Bayreuth (genauer der Stadtteil Wolfsbach, welcher der südlichste der Stadt ist und in dem etwa 500 Einwohner leben) ist Sitz des Kompetenzzentrums für Neue Materialien. Die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) ist ein Dienstleistungsunternehmen, das an Innovationen interessierte Firmen in Werkstofffragen berät und anwendungstechnisch unterstützt.

Mit der Überreichung des Zuwendungsbescheides (ZWB) am 2. März 2006 in der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken fiel der Startschuss für die Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation für Unternehmen des ostbayerischen Raumes (PRINZ). Diese steht unter der Leitung von Professor Rolf Steinhilper.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Mundartforschung, betrieb bis März 2012 als aktuelles Projekt das Ostfränkische Wörterbuch in Bayreuth. Die Stadt Bayreuth ist weiterhin „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.

Garnison

Über Jahrhunderte war Bayreuth auch Garnisonsstadt. Waren es anfangs markgräfliche Haustruppen, wurden es 1792 bis 1806 Verbände der Preußischen Armee, nämlich das brandenburgische Infanterie-Regiment von Voit und danach das Füsilier-Bataillon von Requard. Zwei Jahre lang war das Grevenitzsche Infanterie-Regiment unter Oberst von Bonin in Bayreuth stationiert. Nach vierjähriger Besetzung durch Truppen des französischen Kaiserreichs lagen ab 1810 Verbände der Königlich Bayerischen Armee in Bayreuth. Von 1810 bis 1866 waren Teile des 13. Infanterie-Regiments, von 1866 bis 1919 das 7. Infanterie-Regiment in Bayreuth stationiert, von 1832 bis 1866 zusätzlich Teile des 5. Chevaulegers-Regiments und von 1866 bis 1919 das 6. Chevaulegers-Regiment. 1920 bis 1935 stand das III. Bataillon des 21. (Bayerischen) Infanterie-Regiments der Reichswehr in Bayreuth, aus dem das Infanterieregiment 42 der Wehrmacht hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Einheiten der US-Armee, ab 1957 zusätzlich Truppen der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes (BGS) vor Ort. Mit dem Ende des Kalten Krieges endete Anfang der 1990er Jahre weitgehend die Garnisonstradition der Stadt, als die Markgrafenkaserne der Bundeswehr mit dem Panzerartilleriebataillon 125 (Panzerbrigade 12), dem Panzergrenadierbataillon 102, den Bayreuther Jägern (Panzergrenadierbrigade 10) und der II./Luftwaffenausbildungsregiment 3 sowie die Röhrenseekaserne der US-Armee (2nd Armored Cavalry Regiment) aufgegeben wurden. Nur die ehemalige Bundesgrenzschutzabteilung, jetzt Bundespolizeiabteilung, befindet sich noch in ihrer Unterkunft neben der Markgrafenkaserne.

Siehe auch: Kasernenviertel (Bayreuth)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Hauptartikel: In Bayreuth geborene Persönlichkeiten

Bekannteste gebürtige Bayreuther sind der Philosoph Max Stirner, die Politiker Heinrich von Gagern und Wilhelm Leuschner sowie der Schriftsteller Max von der Grün.

Persönlichkeiten, die in Bayreuth gelebt und gewirkt haben

Hauptartikel: Bekannte Einwohner von Bayreuth

Unter den Menschen, die in Bayreuth lebten und wirkten, ohne Kinder der Stadt zu sein, ragen drei heraus: die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, der Komponist Richard Wagner und der Dichter Jean Paul.

Ehrenbürger

Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Bayreuth

Zu den Ehrenbürgern der Stadt gehören der Reichskanzler Otto von Bismarck, der Dirigent Arturo Toscanini und der Komponist Richard Strauss.

Sonstiges

  • Bayreuth ist der Name des 2003 in Dienst gestellten Schiffes der Bundespolizei mit der Hull-Number BG 25. Das Schiff ist in Cuxhaven stationiert und fährt Seestreife in der Nordsee. Das Schiff und die Stadt sind durch eine Patenschaft verbunden.
  • Bayreuth war der Name des Airbus A 340-311 der Lufthansa, der unter dem Kennzeichen D-AIGK am 23. Dezember 1994 in Dienst gestellt wurde.
  • Bayreuth 1 ist der Titel des 1998 veröffentlichten Albums des deutschen Musikers Joachim Witt. Im Jahre 2000 folgte das Album mit dem Titel Bayreuth 2 und 2006 (nach einigen Alben mit anderen Titeln) dann Bayreuth 3.

Wahrnehmung

  • Vicco von Bülow alias Loriot im Interview: „Was ist für Sie das vollkommene Glück?“ – „Bayreuth (Ankunft)“. „Das größte Unglück?“ – „Bayreuth (Abfahrt)“.
  • Friedrich Nietzsche in einem Brief an Malwida von Meysenbug 1873: „Ich denke immer noch, irgendwann einmal sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und begreifen gar nicht mehr, wie man es anderswo aushalten konnte.“
  • Voltaire beschrieb die Stadt 1743 bei einem Besuch: „Bayreuth ist eine wunderliebe Stadt. Man kann hier alle Annehmlichkeiten des Hofes ohne die Unannehmlichkeiten der großen Welt genießen.“
  • Jean Paul bezeichnete Bayreuth in einer Liebeserklärung als: „Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten – man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.“
  • Thomas Mann bezeichnete die Stadt als einen „Ort suggestiven Schwindels“, für George Bernhard Shaw war Bayreuth eine „furchtbar stumpfsinnige Kleinstadt“. Mark Twain berichtete 1893 von „malerischen alten Gassen“.
  • Für Alban Berg war Bayreuth „ein leerer Wahn“, der Satiriker Wiglaf Droste nennt Bayreuth „deutsches Kaff“, „geistiges Erdloch“ sowie einen „Kuhdunghaufen, aus dem turnusmäßig Größenwahnfried quillt“.
  • Die Zeitung Die Welt aus dem Springer-Verlag berichtete 2014 polemisch, Bayreuth sei „die urdeutsche Hölle auf Erden“.

Anmerkungen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bayreuth

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