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Argenbühl
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Gemeindeverwaltung Argenbühl
Eisenharz
Kirchstr. 9
88260 Argenbühl

http://www.argenbuehl.de

Argenbühl

160pxAbb. 1 Wappen von Argenbühl
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Höhe 670 m
PLZ 88260
Vorwahl 07566
Website www.argenbuehl.de
Bürgermeister Roland Sauter ()

Argenbühl ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg im Württembergischen Allgäu.

Geographie

Argenbühl liegt in 662 bis 761 Meter Höhe im Allgäu zwischen den Städten Wangen und Isny. Die Quellflüsse der Argen sind die Untere und die Obere Argen, welche zum Teil die Gemeindegrenzen bilden. Der zweite Teil des Namens Bühl soll die hügelige Landschaft, in der die Gemeinde liegt, zum Ausdruck bringen.

Die Gemeinde besteht aus den Teilorten

  • Christazhofen (957 Einwohner, 15,44 km²)
  • Eglofs (1645 Einwohner, 23,40 km²)
  • Eisenharz (1639 Einwohner, 13,38 km²)
  • Göttlishofen (518 Einwohner, 7,22 km²)
  • Ratzenried (1309 Einwohner, 13,77 km²)
  • Siggen (212 Einwohner, 3,17 km²)(Einwohner: Stand 1. Januar 2016)

Geschichte

Die Gemeinde existiert seit dem 1. Januar 1972 und entstand durch den Zusammenschluss der zuvor selbständigen Gemeinden Christazhofen, Eglofs, Eisenharz, Göttlishofen, Ratzenried und Siggen. Der Name Argenbühl ist eine Zusammensetzung aus Argen und Bühl. Deren Geschichte ist in der Beschreibung des Oberamts Wangen von 1841 sehr ausführlich geschildert. 1810 wurden alle vorgenannten Gemeinden dem Oberamt Wangen zugeordnet. Über den Landkreis Wangen kam das Gebiet 1973 zum Landkreis Ravensburg.

  • Christazhofen gehörte jahrhundertelang zur Herrschaft Trauchburg, das zunächst den Grafen von Veringen gehörte. Daher führt Christazhofen das veringische Hirschgeweih im Wappen. Anschließend kam es in den Besitz den Grafen und später der Fürsten von Waldburg-Zeil und Trauchburg.
  • Eglofs, gelegentlich auch als Meglofs und Megletz beurkundet, kann sich rühmen, lange Zeit keine Herrschaft außer dem Kaiser über sich gehabt zu haben. 1661 wurde Eglofs den Grafen von Abensperg und Traun überlassen und 1804 von den Fürsten Windisch-Graetz gekauft. 1806 wurde das Gebiet um Eglofs dem Königreich Württemberg zugesprochen.
  • Eisenharz kam 1301 durch Kauf in den Besitz der Truchsessen von Waldburg und letztlich wie Christazhofen zur Herrschaft Trauchburg.
  • Göttlishofen kam vergleichbar Eglofs an die Fürsten von Windisch-Grätz.
  • Siggen kam ebenfalls vergleichbar Eglofs an die Fürsten von Windisch-Grätz.
  • Ratzenried war eine ehemals reichsritterschaftliche Herrschaft, die im 14. Jahrhundert ausstarb. Mehrfach änderten sich danach die Besitzverhältnisse, lange Zeit war der Ort geteilt, was zwei Burganlagen, die parallel existierten, bezeugen. Zuletzt erbte 1813 Paul Joseph von Beroldingen Ratzenried. 1806 kam das Gebiet an Bayern, doch schon 1810 ebenfalls an Württemberg.
    siehe auch Burg Ratzenried, Burg Neideck, Burg Schwenden, Burg Valleray

Religionen

In Argenbühl gibt es insgesamt sechs römisch-katholische Gemeinden. Für die wenigen evangelisch-lutherischen Gläubigen ist die Kirchengemeinde in Wangen im Allgäu zuständig.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 68,6 % – 12 Sitze (−1)
  2. Die Unabhängigen (UA) 31,4 % – 5 Sitze (+2)

Gemeindepartnerschaften

  • Capannoli, Italien
  • Cieszanów, Polen
  • Berbisdorf, Sachsen

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde ist durch einige Buslinien mit umliegenden Städten verbunden, unter anderem Leutkirch, Isny im Allgäu und Wangen im Allgäu und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an. In Ratzenried existierte früher ein Haltepunkt der Bahnstrecke Kißlegg–Hergatz.

Bildung

In Eglofs und Ratzenried besteht jeweils eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Christazhofen und Eisenharz gibt es reine Grundschulen. Für die jüngsten Bewohner bestehen vier Kindergärten in der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ortsteil Eglofs liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Museum

Der Ortsteil Ratzenried beherbergt das Heimatmuseum, während in Eglofs das Allgäu-Schwäbische Musikarchiv befindet. In Eisenharz wurde 2009 eine Museumsstube eröffnet, die sich mit der Geschichte des Ortes und der historischen industriellen Milchverwertung durch die Molkerei Wunderlich und die Nestle AG beschäftigt.

Gebäude

  • Die Barockkirche in Eglofs liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße.
  • Schloss Ratzenried, Sitz des Humboldt-Instituts – Verein für Deutsch als Fremdsprache e. V.
  • Rundkapelle Eisenharz, mittelalterliche Kapelle und Ziel einer Reiterprozession

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Gebhard Razenried/Ratzenried (1583–1652), Jesuit, 1621–1631 Rektor des Jesuitenkollegs in Eichstätt, ab 1637 des Jesuitenkollegs in Augsburg
  • Konstantin Rösch (1869–1944), Theologe
  • Anton Kulmus (1900–1989), Entwickler und Hersteller landwirtschaftlicher Fahrzeuge
  • Anton Morent (1924–2006), Busunternehmer
  • Helmut Maucher (* 1927), Manager (Nestlé)

Weitere Persönlichkeiten

  • Melanie Leupolz (* 1994), Fußballspielerin, aufgewachsen im Ortsteil Ratzenried

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Argenbühl

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