Landratsamt
Unterallgäu
Bad Wörishofer Str. 33
87719 Mindelheim

http://www.unterallgaeu.de

Landkreis Unterallgäu

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Unterallgäu
Basisdaten
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Schwaben
Verwaltungssitz Mindelheim
Adresse des Landkreises Bad Wörishofer Str. 33
87719 Mindelheim
Website www.unterallgaeu.de
Landrat Hans-Joachim Weirather (FW)
Der Landkreis Unterallgäu liegt zentral im Regierungsbezirk Schwaben. Der Landkreis gehört zur Planungsregion Donau-Iller. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Mindelheim, größte Stadt (Stand: 30. Juni 2011) ist Bad Wörishofen. Gegründet wurde der Landkreis Unterallgäu 1972 aus großen Teilen der früheren Landkreise Mindelheim und Memmingen und einigen Gemeinden der früheren Landkreise Illertissen, Kaufbeuren und Krumbach. Am 1. Mai 1973 erhielt er den neuen Namen Landkreis Unterallgäu. Das Kreisgebiet reicht nach Norden allerdings über den eigentlichen Allgäuer Raum hinaus und ein Teil des Kreises gehört landschaftlich zu Mittelschwaben. Vor allem die Bereiche um die Ortschaften Bad Grönenbach, Legau und Böhen können dem Allgäu zugerechnet werden.

Die Exklave Buxheim im Westen wird durch die kreisfreie Stadt Memmingen vom übrigen Kreisgebiet getrennt.

Geographie

Lage

Das südliche Kreisgebiet gehört dem Grünlandgebiet des voralpinen Hügellandes an; der nördliche Teil gehört zur Iller-Lech-Platte des schwäbisch-bayerischen Hügellandes. Der Landkreis hat mit der Iller im Westen und der Wertach im Osten zwei natürliche Grenzen, die als Grenzflüsse in etwa die Gebietsränder anzeigen. Zwei Gemeinden des Unterallgäus (Amberg und Wiedergeltingen) liegen östlich der Wertach.

Die Fläche des Landkreises umfasst 1.230,24 km². Damit steht er unter den 71 bayerischen Landkreisen an 19. Stelle, im Regierungsbezirk Schwaben nimmt er den vierten Platz unter den zehn Landkreisen ein. Insgesamt besteht er aus 52 Städten, Märkten und Gemeinden. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt in dem mittelgroßen Landkreis 54 km (Haselbach–Legau), die größte Ost-West-Ausdehnung 44 km (Heimertingen–Amberg). Das einzige noch gemeindefreie Gebiet ist der Ungerhauser Wald mit einer Fläche von 3,26 km². Die nördlichste Ortschaft des Unterallgäus ist Kettershausen, die südlichste ist Legau. Die westlichste Ortschaft ist Lautrach, die östlichste ist Amberg.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die bayerischen Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Augsburg, Ostallgäu und Oberallgäu sowie die baden-württembergischen Landkreise Ravensburg und Biberach. Außerdem grenzt er im Westen an die kreisfreie bayerische Stadt Memmingen.

Landschaft und Klima

Das Kreisgebiet wird von den vier Längstälern von Iller, Günz, Mindel und Wertach durchzogen. Dazwischen finden sich meist bewaldete Endmoränen aus der Eiszeit. Das Land öffnet sich von Norden nach Süden aus breiten Ebenen zu einem abwechslungsreichen Hügelland. Im südlichen Teil gehört das Kreisgebiet landschaftlich dem ausgesprochenen voralpinen Gründlandgebiet an.Am Nordrand des Landkreises werden im Günztal und Mindeltal, etwa bei Tafertshofen und Tiefenried, 520 Höhenmeter gemessen. Das Gelände steigt nach Süden hin an und erreicht bei Unterwarlins (Gemeinde Böhen) am Südrand des Landkreises, seine oberste Marke von 845 Metern. Der Höhenunterschied beträgt also mehr als 300 Meter. In ähnlicher Relation schwankt auch das Klima der einzelnen Landkreisteile. Das Klima ist voralpin, wobei atlantische Einflüsse überwiegen.Im südlichen Landkreisbereich wird das Klima von Föhn- und Stauwetterlagen der Ostalpen beeinflusst. Niederschläge und Temperatur sind von der Höhenlage abhängig. Die Höhe der jährlichen Niederschläge beträgt zwischen 900 mm im Norden und 1.200 mm im Süden des Landkreises. Damit zählt das Unterallgäu zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands.

Mit einer mittleren Temperatur von 6,8 bis 7,3 °C im Jahresdurchschnitt und 13 bis 15 °C in der Hauptwachstumszeit von Mai bis Juli sind die Temperaturen als „mäßig kühl“ oder „kühl“ einzustufen. Der südliche Landkreis rechnet schon aufgrund der Höhenlage bis 845 Meter zur kühleren Zone. Diese „Klimalinie“ läuft etwa von Legau über Bad Grönenbach, Ottobeuren, Wineden bis Warmisried.

Natur, Natur- und Landschaftsschutz

Hauptartikel: Naturschutz und Schutzflächen im Landkreis Unterallgäu

Der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder, der im Süden bis Türkheim reicht und das Gebiet der Stauden umfasst, liegt mit etwa 1/10 seiner Fläche im Landkreis.

Zur Erhaltung ökologisch wertvoller Flächen und zum Schutz gefährdeter Tierarten ist der Landkreis bemüht, schutzwürdige Flächen aufzukaufen, um sie im naturnahen Zustand erhalten zu können und so das ökologische Gleichgewicht in den Teilregionen zu sichern. Naturschutzgebiete im Landkreis sind das Benninger Ried (22 ha), das Hundsmoor (21 ha) und das Pfaffenhauser Moos (ca. 51 ha) sowie das „Kettershauser Ried“ (44 ha).

Die Landschaftsschutzgebiete im Landkreis sind: Beiderseits der Iller (von der Landkreisgrenze Oberallgäu bis Lautrach, 800 ha), Untere Iller bei Kardorf (von Lautrach bis zur Stadtgrenze Memmingen, 80 ha), Südlich und östlich der Iller (westlich von Volkratshofen bis Buxheim, 170 ha), Illerauen nördlich von Buxheim (von Buxheim bis zur Landkreisgrenze Neu-Ulm, 400 ha), Mühlbachtal (südlich von Wolfertschwenden, 700 ha), Hochfirst (westlich von Erisried, 600 ha) und die Wertachauen (von der Landkreisgrenze Ostallgäu bis zur Landkreisgrenze Augsburg, 800 ha).

Nahezu 500 ausgewiesene Biotope gewährleisten den Erhalt ökologischer Ausgleichszonen inmitten landwirtschaftlichen Kulturlandes und zur Bebauung ungenutzter und vorgesehener Siedlungsbereiche. In der Naturdenkmalliste sind mehr als 100 weitere Naturdenkmäler festgehalten, davon sind die bedeutendsten:

  • Aurikelschlucht (Markt Rettenbach, Gemarkung Engetried)
  • Blumenwiese Goßmannshofen (Gemeinde und Gemarkung Lachen, im Eigentum des Landkreises)
  • Geologische Orgeln bei Bossarts (Gemeinde Wolfertschwenden, Gemarkung Dietratried)
  • Leinhang (Gemeinde und Gemarkung Heimertingen)
  • Weiherbrunner Quellen (Markt Bad Grönenbach, Gemarkung Zell)

Geschichte

Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden im heutigen Kreisgebiet 1804 die Landgerichte Grönenbach, Ottobeuren, Mindelheim und Türkheim. 1808 wurde das Stadtgericht Memmingen gebildet. Die Stadt Memmingen wurde 1809 durch die Einsetzung eines Polizeikommissärs eine kreisunmittelbare Stadt. Alle Verwaltungsbezirke gehörten zunächst zum Lechkreis, ab 1810 zum Illerkreis und ab 1817 zum Oberdonaukreis, der 1838 in Schwaben und Neuburg (später nur noch Schwaben) umbenannt wurde.

1862 wurde aus den Landgerichten Grönenbach und Ottobeuren sowie dem Landbezirk des Stadt- und Landgerichts Memmingen das Bezirksamt Memmingen gebildet. Letzteres wurde aus 14 Gemeinden des Landgerichts Grönenbach und Ottobeuren errichtet. Ferner entstand aus den Landgerichten Mindelheim und Türkheim das Bezirksamt Mindelheim. 1880 wurden einige Gemeinden dieses Bezirks in die Bezirke Kaufbeuren, Augsburg und Krumbach abgegeben.Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Memmingen und Mindelheim.

1940 wurde die kreisfreie Stadt Memmingen in den Landkreis Memmingen eingegliedert, doch wurde diese 1948 wieder kreisfrei.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus den folgenden Bestandteilen ein neuer Landkreis Mindelheim gebildet:

  • Alle Gemeinden des alten Landkreises Mindelheim mit Ausnahme der Gemeinde Traunried, die zum Landkreis Augsburg kam
  • Alle Gemeinden des Landkreises Memmingen mit Ausnahme der Gemeinden Amendingen und Buxach, die in die kreisfreie Stadt Memmingen eingegliedert wurden
  • Die Gemeinden Babenhausen, Dietershofen bei Babenhausen, Engishausen, Greimeltshofen, Herretshofen, Inneberg, Kirchhaslach, Klosterbeuren, Oberschönegg, Olgishofen, Reichau, Weinried, Winterrieden und Zaiertshofen aus dem Landkreis Illertissen
  • Die Gemeinde Schlingen aus dem Landkreis Kaufbeuren
  • Die Gemeinden Hasberg und Tiefenried aus dem Landkreis Krumbach (Schwaben)Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seinen heutigen Namen Landkreis Unterallgäu. Wichtigste Herrschaftsträger der zahlreichen Hoheitsgebiete, die früher im Bereich des Landkreises bestanden, waren die oberschwäbische Reichsabtei Ottobeuren, die schwäbischen Fugger sowie die Memminger Unterhospitalstiftung.

Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Unterallgäu die Gemeinden Dickenreishausen, Eisenburg und Steinheim an die kreisfreie Stadt Memmingen ab, am 1. Mai 1978 außerdem die Gemeinde Volkratshofen mit Ferthofen. Am 1. Mai 1978 erhielt der Landkreis die Gemeinde Traunried aus dem Landkreis Augsburg, die in die Gemeinde Ettringen eingegliedert wurde sowie die Gemeinden Bebenhausen und Kettershausen aus dem Landkreis Neu-Ulm.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

Von 1987 bis 2013 wuchs der Landkreis Unterallgäu um etwa 21.700 Einwohner. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stagnierte die Einwohnerzahl bei rund 136.000, ehe sie seit etwa 2010 wieder stetig anstieg. Mit Stand 31. Dezember 2013 lebten 137.484 Personen im Landkreis. Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 58.780 69.170 78.132 117.358 104.927 111.531 115.770 121.157 130.166 133.709 135.708 135.366 140.419

Politik

Liste der Landräte

  • 1. Juli 1972 bis 30. April 1978: Otto Weikmann (FWV), (1967–1972 Landrat Kreis Mindelheim)
  • 1. Mai 1978 bis 31. Juli 2006: Hermann Haisch (CSU)
  • seit dem 1. August 2006: Hans-Joachim Weirather (FW)

Hans-Joachim Weirather setzte sich bei einer vorgezogenen Landratswahl am 16. Juli 2006 gegen seine Mitbewerber Klaus Holetschek (CSU), Michael Helfert (SPD) und Doris Kienle (GRÜNE) bereits im ersten Wahlgang durch. Bei der Landratswahl 2012 wurde er im Amt bestätigt. Stellvertreter des Landrates sind Stefan Winter (CSU), Helmut Koch (SPD) und Marlene Preisinger (FW).

Kreistag

Im Einzelnen setzt sich der Kreistag wie folgt zusammen:

  • CSU: 25 Sitze
  • FW: 14 Sitze
  • SPD: 6 Sitze
  • GRÜNE: 5 Sitze
  • ödp/Bürger für die Umwelt: 4 Sitze
  • Junge Wählerunion (JWU): 5 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 2014)

Wappen, Flagge und Logo

Die Flagge ist Blau-Gelb-Blau gestreift mit und ohne aufgelegtem Kreiswappen.

Das Logo des Landkreises besteht aus dem Schriftzug Unterallgäu Landkreis sowie einer geschwungenen Linie in der die Farben Blau, Grün und Gelb wechseln. Das Wort Allgäu im Wort Unterallgäu ist dabei fettgeschrieben und zeugt von der Politik des Landrates Hans-Joachim Weirather der weiteren Voranschreitung der Verallgäuerung des eigentlich mittelschwäbischen Landkreises.

Partnerkreise

Der Partnerlandkreis ist das polnische Powiat Gostyński; der Patenlandkreis ist Nordhausen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis ist mit einem Tierbestand von 70.000 Kühen der milchstärkste Landkreis der Bundesrepublik Deutschland. In den letzten Jahrzehnten hat der ehemals überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landkreis einen starken wirtschaftlichen Wandel vollzogen und beherbergt mittlerweile eine gewerbliche Vielfalt aller Branchen. Dank der Investitionsbereitschaft der ansässigen Betriebe, der Neuansiedlung zukunftsorientierter Unternehmen und nicht zuletzt dem Fleiß der Bürger präsentiert sich das Unterallgäu heute als solider und krisenfester Wirtschaftsraum mit großem Zukunftspotential. Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Platz 115 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.

Bedeutende Arbeitgeber im Landkreis Unterallgäu sind unter anderem die Ehrmann AG in Oberschönegg, Multivac Sepp Haggenmüller in Wolfertschwenden, die Grob-Werke in Mindelheim und die Wanzl Metallwarenfabrik in Kirchheim.

Die Arbeitslosenquote betrug im November 2017 im Landkreis Unterallgäu 1,6 %.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 7 und 96, die sich am Autobahnkreuz Memmingen schneiden. Weitere Bundesstraßen sind B 16 und B 300.

Da für den öffentlichen Verkehr zunächst keine Bahnbauten geplant waren, ergriff die Stadt Memmingen die Initiative und erbaute 1862/63 die Illertalbahn, die von Ulm nach Kempten dem Fluss von Norden nach Süden folgt.

Die Bayerische Staatsbahn eröffnete 1874 von Buchloe über Mindelheim eine Strecke nach Memmingen, die 1889 zur Württembergischen Staatsbahn in Richtung Leutkirch–Kißlegg verlängert wurde.

In den folgenden Jahren ergänzten Lokalbahnen das Liniennetz:

  • 1894: Kellmünz – Babenhausen
  • 1900: Ungerhausen – Ottobeuren
  • 1904: Memmingen – Legau
  • 1908: Türkheim-Bahnhof – Ettringen, die 1911/12 über Markt Wald nach Gessertshausen verlängert wurde
  • 1909: Mindelheim – Pfaffenhausen – Kirchheim, die 1910 eine Querverbindung nach Krumbach – Günzburg erhielt.

Eine Besonderheit stellte die von der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft Wörishofen im Jahre 1896 eröffnete Strecke Türkheim-Bahnhof – Bad Wörishofen dar, die bis 1939 elektrisch betrieben wurde.

Der Personenverkehr wurde zwischen 1960 und 1991 auf mehr als einem Drittel des Gesamtnetzes von 156 km stillgelegt:

  • 1960: Pfaffenhausen – Kirchheim 6,9 km
  • 1964: Kellmünz – Winterrieden – Babenhausen 10,3 km
  • 1972: Ungerhausen – Ottobeuren 10,7 km und Memmingen – Kronburg – Legau 16,9 km
  • 1982/91: Türkheim-Bahnhof – Ettringen – Markt Wald – Oberneufnach – Gessertshausen 42,4 kmDas reguläre Netz umfasst heute genau 100 km. Außerdem bietet die Staudenbahn von Markt Wald in Richtung Augsburg touristische Züge an.

Über den Flughafen Memmingen ist der Landkreis auch an den Luftverkehr angebunden.

Der ausgeschilderte Iller-Radweg als touristisches Angebot für Radfahrer durchzieht den Landkreis Unterallgäu von Süden nach Norden.

Bildungseinrichtungen

Im Kreisgebiet gibt es mehrere Grund- und Hauptschulen. Daneben gibt es je vier Realschulen und Gymnasien. Überregional bekannt sind das Maristenkolleg in Mindelheim (Gymnasium und Realschule), sowie das Gymnasium des Augsburger Schulwerkes, das Marianum Buxheim.

Kliniken

Im Landkreis gibt es zwei Kliniken in Mindelheim und Ottobeuren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der oberschwäbische Landkreis ist durch viele Sehenswürdigkeiten bekannt. Der Westen war ursprünglich durch die Reichsstadt Memmingen und die umliegenden Klöster geprägt, während der Osten des heutigen Landkreises mit der Herrschaft Mindelheim lange Zeit eine bayerische Exklave in Oberschwaben darstellte. Zu den größten Sehenswürdigkeiten zählen die große und den Ort Ottobeuren beherrschende barocke Klosteranlage, die Benediktinerabtei Ottobeuren. Diese zeugt vom Reichtum des ehemaligen Reichsklosters, das die gesamte Umgebung prägte und einen reichen Grundbesitz hatte. Die ehemalige Kartause Buxheim, ebenfalls ein freies Reichskloster, erlangte nur wenig zusammenhängenden Grundbesitz außerhalb des Klostergebiets um Buxheim, zählt jedoch mit seinen drei Zimmermannkirchen ebenso wie Ottobeuren zu einem der Höhepunkte der Oberschwäbischen Barockstraße.

Der Norden des heutigen Landkreises war ebenso wie ein kleiner Teil des Ostens durch die Fugger geprägt. Diese bauten das Fuggerschloss Babenhausen in Schwaben sowie das Fuggerschloss Kirchheim in Schwaben. Die Kreisstadt Mindelheim besticht durch die kleine Altstadt mit der Jesuitenkirche und dem Areal um St. Stephan sowie drei Toren aus dem Mittelalter. Über der Stadt thront die Mindelburg und zeugt von der ehemaligen Herrschaft. Dort residierte zum Beispiel der „Vater der Landsknechte“, Georg von Frundsberg. Kaiser Maximilian I. besuchte ihn häufig in seiner Burg.

Zahlreiche weitere Baudenkmäler im Landkreis Unterallgäu zeugen von der reichen Geschichte Mittelschwabens.

Gemeinden

(Einwohner am )

Städte
  1. Bad Wörishofen ()
  2. Mindelheim (Kreisstadt) ()

Märkte

  1. Babenhausen ()
  2. Bad Grönenbach ()
  3. Dirlewang ()
  4. Erkheim ()
  5. Kirchheim in Schwaben ()
  6. Legau ()
  7. Markt Rettenbach ()
  8. Markt Wald ()
  9. Ottobeuren ()
  10. Pfaffenhausen ()
  11. Türkheim ()
  12. Tussenhausen ()

Gemeindefreies Gebiet

  1. Ungerhauser Wald (3,26 km²)

Weitere Gemeinden

  1. Amberg ()
  2. Apfeltrach ()
  3. Benningen ()
  4. Böhen ()
  5. Boos ()
  6. Breitenbrunn ()
  7. Buxheim ()
  8. Egg an der Günz ()
  1. Eppishausen ()
  2. Ettringen ()
  3. Fellheim ()
  4. Hawangen ()
  5. Heimertingen ()
  6. Holzgünz ()
  7. Kammlach ()
  8. Kettershausen ()
  9. Kirchhaslach ()
  10. Kronburg ()
  11. Lachen ()
  12. Lauben ()
  13. Lautrach ()
  14. Memmingerberg ()
  15. Niederrieden ()
  16. Oberrieden ()
  17. Oberschönegg ()
  18. Pleß ()
  19. Rammingen ()
  20. Salgen ()
  21. Sontheim ()
  22. Stetten ()
  23. Trunkelsberg ()
  24. Ungerhausen ()
  25. Unteregg ()
  26. Westerheim ()
  27. Wiedergeltingen ()
  28. Winterrieden ()
  29. Wolfertschwenden ()
  30. Woringen ()

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Babenhausen
    (Markt Babenhausen und Gemeinden Egg an der Günz, Kettershausen, Kirchhaslach, Oberschönegg und Winterrieden)
  2. Bad Grönenbach
    (Markt Bad Grönenbach und Gemeinden Wolfertschwenden und Woringen)
  3. Boos
    (Gemeinden Boos, Fellheim, Heimertingen, Niederrieden und Pleß)
  4. Dirlewang
    (Markt Dirlewang und Gemeinden Apfeltrach, Stetten und Unteregg)
  5. Erkheim
    (Markt Erkheim und Gemeinden Kammlach, Lauben und Westerheim)
  6. Illerwinkel mit Sitz in Legau
    (Markt Legau und Gemeinden Kronburg und Lautrach)
  7. Kirchheim in Schwaben
    (Markt Kirchheim in Schwaben und Gemeinde Eppishausen)
  8. Memmingerberg
    (Gemeinden Benningen, Holzgünz, Lachen, Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen)
  9. Ottobeuren
    (Markt Ottobeuren und Gemeinden Böhen und Hawangen)
  10. Pfaffenhausen
    (Markt Pfaffenhausen und Gemeinden Breitenbrunn, Oberrieden und Salgen)
  11. Türkheim
    (Markt Türkheim und Gemeinden Amberg, Rammingen und Wiedergeltingen)

Kfz-Kennzeichen

Am 5. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Mindelheim gültige Unterscheidungszeichen MN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Memmingen Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren AA bis DZ und den Zahlen von 100 bis 999.

Die Einführung des neuen Autokennzeichens UA scheiterte seinerzeit an den massiven Protesten der Bevölkerung.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Unterallgäu

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