Landratsamt
Mittelsachsen
Frauensteiner Str.43
9599 Freiberg

http://www.landkreis-mittelsachsen.de

Landkreis Mittelsachsen

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Mittelsachsen
Basisdaten
Bundesland Sachsen
Verwaltungssitz Freiberg
Adresse des Landkreises Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Website www.landkreis-mittelsachsen.de
Landrat Matthias Damm (CDU)

Der Landkreis Mittelsachsen ist ein Landkreis im Freistaat Sachsen, der im Zuge der sächsischen Kreisreform 2008 zum 1. August 2008 entstanden ist.

Der Kreis erstreckt sich auf dem Gebiet der vorherigen Landkreise Döbeln, Freiberg und Mittweida. Er grenzt im Westen an den Landkreis Altenburger Land (Freistaat Thüringen), im Südwesten an den sächsischen Landkreis Zwickau und die kreisfreie Stadt Chemnitz, im Süden an den sächsischen Erzgebirgskreis und an Tschechien, im Osten an die sächsischen Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen, im Norden an den Landkreis Nordsachsen und im Nordwesten an den Landkreis Leipzig. Der Sitz des Landkreises Mittelsachsen ist in Freiberg.

Geografie

Der Landkreis reicht vom Mittelsächsischen Hügelland im Norden über das Erzgebirgsvorland bis zu den Höhen des Osterzgebirges. Den Norden durchschneidet die A 14 zwischen Leisnig und Döbeln, südlich davon die A 4 zwischen Frankenberg und Siebenlehn. Im Osten markiert unter anderem der Tharandter Wald und nach Westen hin das Tal der Zwickauer Mulde bei Penig, sowie die kreisfreie Stadt Chemnitz den Rand des Landkreises. Nach Süden reicht der Landkreis bis an den Erzgebirgskamm, welcher gleichzeitig auch die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien markiert.

In diesem Landkreis bzw. unmittelbar außerhalb der Kreisgrenzen befinden sich nach verschiedenen Methoden errechnete Mittelpunkte des Freistaates und des ehemaligen Königreiches Sachsen.

Die Höhen der im nördlichen Teil leicht gewellten Hochfläche jedoch im südlichen Teil bewegteren Landschaft reichten von (Tal der Freiberger Mulde bei Leisnig als tiefster Punkt) bis 855 m über NN (an der Grenze zu Tschechien bei Neuhausen im Erzgebirge als höchster Punkt). Die größte Erhebung ist mit 837 m der Kohlberg, einen km westlich vom höchsten Punkt gelegen.

Die wichtigsten Gewässer sind die Zwickauer und die Freiberger Mulde, die Zschopau mit der Talsperre Kriebstein, die Bobritzsch, die Striegis mit ihren Quellflüssen Große und die Kleine Striegis, die Gimmlitz mit der Talsperre Lichtenberg sowie die Flöha mit der Talsperre Rauschenbach. Die Flüsse, meist noch als Oberlauf oder Mittellauf, sind mit ihren windungsreichen und nach Norden hin stark ausgeprägten Kerb- und Kerbsohlentälern in das umliegende Gelände eingeschnitten. Somit stellten sie von je her bis in das 19. Jahrhundert hinein für die west-östlich verlaufenden Verkehrswege ernsthafte Hindernisse dar, während sie in Nord-Süd-Richtung zugang zum Gebirge boten. Der Kreis hat in seinem südlichen Teil Anteil am Naturpark Erzgebirge/Vogtland.

Bemerkenswert sind die auf den alten Erzgängen aufsitzenden, heute noch sichtbaren Bergbauhalden, die so genannten Züge zwischen Halsbrücke, Freiberg und Brand-Erbisdorf. Kunstteiche und Kunstgräben um Freiberg, Brand-Erbisdorf und Großhartmannsdorf stellten mit ihrem Graben- und Röschensystem die Wasserversorgung und -entsorgung des Erzbergbaus jahrhundertelang sicher, darunter der Rothschönberger Stolln, der Brander und Freiberger Bergbau über die Triebisch zur Elbe hin entwässerte.

Kreisübergreifend war zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit den Städten Nossen im Landkreis Meißen, Roßwein, Großschirma, den Städten Freiberg und Brand-Erbisdorf eine Zone der Verstädterung tendenziell im Entstehen. Diese umfasste 2004 etwa 75.000 Einwohner.

Im Norden des Kreises ist das Land, das sich an die Lößzone der Lommatzscher Pflege anschließt, von Ackerflächen, Wiesen und Wäldern bedeckt. Die geoökologische Grenze zwischen Hügelland und Bergland liegt ungefähr auf der Linie Seifersdorf – Großschirma – Sand – Oberschaar – Herrndorf – Landberg im Tharandter Wald (Weißeritzkreis). Auf den steinigen Hochebenen wächst überwiegend Fichtenwald, an den steilen Talhängen vorwiegend Laubwald. Je weiter man nach Süden kommt, umso mehr nimmt der Anteil der Ackerbauflächen ab, es dominieren Bergwiesen und ganz im Süden in Nähe der im Winter schneesicheren, rauen Kammlagen findet sich geschlossener Fichtenwald. Die Böden setzen sich im Norden aus Lößen und Lehmen und nach Süden hin mehr und mehr aus Verwitterungsböden zusammen.

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale im Landkreis Mittelsachsen, Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen, Liste von Bergen in Sachsen, Naturräume in Sachsen

Politik

Wappen

Um ein Wappen für den neu entstandenen Kreis zu finden, wurden Anfang September 2008 die Heraldische Gesellschaft „Schwarzer Löwe“ in Leipzig und das Grafikstudio Eberhard Heinicker aus Geringswalde vom Landrat beauftragt, verschiedene Entwürfe vorzulegen. Es wurden insgesamt sechs verschiedene Entwürfe eingereicht, wobei drei dieser Entwürfe in jeweils zwei Farbvarianten vorlagen. Am 10. Juni 2009 beschloss der Kreistag die Annahme eines Entwurfs der Heraldischen Gesellschaft „Schwarzer Löwe“. Das Wappen ist geviert, oben links steht der Meißner Löwe (schwarz auf gelbem Grund) für die Markgrafschaft Meißen, der die drei alten Kreise angehörten. Rechts daneben befindet sich (gelb auf schwarzem Grund) das Bergeisen, welches für den alten Kreis Freiberg und die Bergbauregion steht. Unten links zeigt der Entwurf drei blaue Wellen auf gelbem Grund, die dem alten Kreiswappen des Kreises Mittweida entnommen sind und unten rechts sind drei schwarze Wecken auf gelbem Grund zu sehen, die dem Wappen der Leisnig aus dem ehemaligen Landkreis Döbeln entlehnt sind.

Landrat

Am 7. Juni 2015 fand die Landratswahl im Landkreis Mittelsachsen statt. Bei dieser Wahl erreichte der ehemalige Mittweidaer Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) die absolute Mehrheit der Stimmen (65,74 %).

Landräte

  • Volker Uhlig (CDU) (2008 – 2015)

Kreistag

Der aktuelle Kreistag des Landkreises Mittelsachsen wurde am 25. Mai 2014 gewählt. Der Landkreis Mittelsachsen ist dabei in 14 Kreistags-Wahlkreise aufgeteilt, von denen im ehemaligen Landkreis Döbeln drei, im ehemaligen Landkreis Freiberg sechs und im ehemaligen Landkreis Mittweida fünf liegen. Die 98 Sitze im Kreistag verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2008
Sitze
2008
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 42,2 42 41,3 43
DIE LINKE. DIE LINKE. 16,2 16 18,5 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12,1 12 13,2 13
FWM Freie Wähler Mittelsachsen 9,4 9 n.k. n.k.
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 6 9,6 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 4,3 4 2,6 2
AfD Alternative für Deutschland 4,2 4 n.k. n.k.
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 3,8 3 4,7 4
RBV Regionalbauernverband Erzgebirge 1,8 1 1,6 1
Sonstige n.k. n.k. 8,5 8
Gesamt 100 98 100 98
Wahlbeteiligung in Prozent 51,5 48,0

Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen haben sich der Fraktion der SPD angeschlossen und der Kreisrat Gunther Zschommler, der für den Regionalbauernverband kandidierte, hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen.Die vier Kreisräte der AfD sowie die drei Kreisräte der NPD bilden keine eigene Fraktion (Zusammenschluss von mindestens fünf Abgeordneten).Der Kreistag hat einen Finanz- und Verwaltungsausschuss (18 Mitglieder), einen Ausschuss für Umwelt und Technik (18 Mitglieder) und einen Jugendhilfeausschuss (14 Mitglieder) gebildet.

Wirtschaft

Der Landkreis wird durch einen Branchenmix geprägt, u.a.:

  • Halbleiter- und Solarindustrie
  • Holz-, Papier und Druckindustrie
  • Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
  • Maschinen- und Fahrzeugbau, Automobilzulieferer
  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Handwerk und Kunsthandwerk
  • Tourismus

Verkehr

Straße

Der Landkreis wird durch drei Autobahnen erschlossen, die A 4 als Hauptmagistrale zwischen Ost und West, die A 14 zweigt nach Nordwesten ab. Im äußersten Westen tangiert die A 72 den Landkreis. Des Weiteren führen die Bundesstraßen 7, 101, 107, 169, 171, 173, 175, 176, 180 und Staatsstraßen durch den Landkreis.

Eisenbahn

Mit den Strecken Dresden–Freiberg–Chemnitz–Werdau, Riesa–Döbeln–Chemnitz, Neukieritzsch–Chemnitz und Borsdorf–Döbeln–Coswig führen vier Hauptstrecken durch den Landkreis Mittelsachsen.

Züge des Schienenpersonenfernverkehrs verkehren im Landkreis nicht, sie sind nur mit Umstieg in Dresden Hbf, Riesa, Elsterwerda oder Leipzig Hbf zu erreichen. Die bis 2014 noch bestehende überregionale Verbindung Dresden-Nürnberg über Freiberg und Flöha, zuletzt als Franken-Sachsen-Express vermarktet, wurde in Hof gebrochen, um fortan zwischen Dresden, Freiberg, Flöha und Hof mit elektrischer Traktion und barrierefreien Fahrzeugen fahren zu können. Mit Zügen des Nahverkehrs sind vom Landkreis Mittelsachsen aus neben den vorgenannten Fernverkehrsbahnhöfen auch Oberzentren wie Chemnitz, Zwickau, Plauen und Hof erreichbar, aber auch regionale Ziele wie beispielsweise Olbernhau, Annaberg-Buchholz und Grimma. Die Kreisstadt Freiberg ist zudem in das Netz der S-Bahn Dresden eingebunden. Burgstädt, Hainichen, Mittweida und Frankenberg sind in das Chemnitzer Modell integriert und werden durch die City-Bahn Chemnitz bedient.

Das einst umfangreiche Schienennetz wurde noch vor der Kreisreform 2008 von der Deutschen Bahn erheblich ausgedünnt. Ganze Eisenbahnknoten wie beispielsweise Rochlitz mit den Strecken Glauchau–Rochlitz–Wurzen, Rochlitz–Penig und Waldheim–Rochlitz wurden stillgelegt. Andere Knoten wie Nossen und Freiberg büßten erheblich an Bedeutung ein. Heute sind mit den Strecken Nossen–Moldava, Bahnstrecke Berthelsdorf–Brand-Erbisdorf, Reitzenhain–Flöha, Pockau-Lengefeld–Neuhausen, Hainichen–Niederwiesa und Hartmannsdorf–Wittgensdorf noch einige Nebenstrecken im Erzgebirge und Erzgebirgsvorland in Betrieb, auch wenn nicht alle Abschnitte regelmäßig im Personenverkehr bedient werden. Teilweise werden diese Strecken durch nichtbundeseigene Eisenbahninfrastrukturunternehmen vorgehalten.

Luftverkehr

In der Nähe von Großschirma, in der Gemarkung Langhennersdorf gibt es einen Sonderlandeplatz. Nahegelegene Verkehrsflughäfen sind Flughafen Leipzig/Halle (ca. 58 km), Flughafen Dresden (ca. 28 km) und Leipzig-Altenburg Airport (ca. 15 km - jeweils vom Punkt der geringsten Entfernung an der Landkreisgrenze gemessen).

Schifffahrt

Im Landkreis gibt es keine im Sinne der gewerblichen Binnenschifffahrt schiffbaren Gewässer. Lediglich touristische Fahrgastschifffahrt auf der Talsperre Kriebstein ist hier zu erwähnen.

Schutzgebiete

Im Landkreis befinden sich 16 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand März 2017).

Gesundheitswesen

Die Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH ist eines von zehn Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung in Sachsen mit 365 Betten. Hauptgesellschafter ist der Landkreis, weiterer Gesellschafter die Sana Kliniken AG. Das Krankenhaus besitzt ein zertifiziertes Schlaganfallzentrum.

Seit 1996 bilden die Krankenhäuser in Mittweida, Frankenberg und Rochlitz die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH, eine Krankenhausgesellschaft der Regelversorgung mit 360 Betten und einem zertifizierten Brustzentrum. Ende 2013 wurde der Krankenhausbetrieb in Frankenberg eingestellt.

2010 wurden beide Krankenhausgesellschaften Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden.

Das DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land in Hartmannsdorf (Träger: DIAKOMED gGmbH), das Klinikum Döbeln (Träger: Dr. med. Ralf Lange Krankenhausbetriebe GmbH, Dr. Lange ist gleichzeitig Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor) und das Helios-Krankenhaus Leisnig sind weitere Regelversorger mit 250, 195 bzw. 175 Betten.

Zudem gibt es mit der Klinik am Tharandter Wald (privater Träger: Rehabilitationszentrum Niederschöna GmbH) und dem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie Bethanien Hochweitzschen zwei Fachkrankenhäuser.

In Schönborn-Dreiwerden betreibt die Sozialpsychiatrie des Klinikums Chemnitz in einem Vierseitenhof die Therapiestätte „Kastanienhof Rossau“.

Bildung

Im Landkreis existieren zwei Hochschulen, die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Mittweida (FH).

Städte und Gemeinden

Dem Landkreis gehören 53 Kommunen an (Einwohnerzahlen vom ):

Städte
  1. Augustusburg ()
  2. Brand-Erbisdorf, Große Kreisstadt ()
  3. Burgstädt ()
  4. Döbeln, Große Kreisstadt ()
  5. Flöha, Große Kreisstadt ()
  6. Frankenberg/Sa. ()
  7. Frauenstein ()
  8. Freiberg, Große Kreisstadt ()
  9. Geringswalde ()
  10. Großschirma ()
  11. Hainichen ()
  12. Hartha ()
  13. Leisnig ()
  14. Lunzenau ()
  15. Mittweida, Große Kreisstadt ()
  16. Oederan ()
  17. Penig ()
  18. Rochlitz, Große Kreisstadt ()
  19. Roßwein ()
  20. Sayda ()
  21. Waldheim ()
Gemeinden
  1. Altmittweida ()
  2. Bobritzsch-Hilbersdorf ()
  3. Claußnitz ()
  4. Dorfchemnitz ()
  5. Eppendorf ()
  6. Erlau ()
  7. Großhartmannsdorf ()
  8. Großweitzschen ()
  9. Halsbrücke ()
  10. Hartmannsdorf ()
  11. Königsfeld ()
  12. Königshain-Wiederau ()
  13. Kriebstein ()
  14. Leubsdorf ()
  15. Lichtenau ()
  16. Lichtenberg/Erzgeb. ()

  1. Mühlau ()
  2. Mulda/Sa. ()
  3. Neuhausen/Erzgeb. ()
  4. Niederwiesa ()
  5. Oberschöna ()
  6. Ostrau ()
  7. Rechenberg-Bienenmühle ()
  8. Reinsberg ()
  9. Rossau ()
  10. Seelitz ()
  11. Striegistal ()
  12. Taura ()
  13. Wechselburg ()
  14. Weißenborn/Erzgeb. ()
  15. Zettlitz ()
  16. Zschaitz-Ottewig ()

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Verwaltungsgemeinschaft Burgstädt mit den Mitgliedsgemeinden Burgstädt, Mühlau und Taura
  2. Verwaltungsgemeinschaft Lichtenberg/Erzgeb. mit den Mitgliedsgemeinden Lichtenberg/Erzgeb. und Weißenborn/Erzgeb.
  3. Verwaltungsgemeinschaft Mittweida mit den Mitgliedsgemeinden Altmittweida und Mittweida
  4. Verwaltungsgemeinschaft Ostrau mit den Mitgliedsgemeinden Ostrau und Zschaitz-Ottewig
  1. Verwaltungsgemeinschaft Rochlitz mit den Mitgliedsgemeinden Königsfeld, Rochlitz, Seelitz und Zettlitz
  2. Verwaltungsgemeinschaft Sayda mit den Mitgliedsgemeinden Dorfchemnitz und Sayda

Gebietsveränderungen im Landkreis

Datum AGS Gemeinde Änderung AGS aufnehmende Gemeinde
01.07.2011 14522100 Ebersbach Eingliederung in 14522080 Döbeln, Stadt
01.10.2011 14522130 Falkenau Eingliederung in 14522140 Flöha, Stadt
01.01.2012 14522160 Frankenstein Eingliederung in 14522440 Oederan, Stadt
14522040 Bockelwitz Eingliederung in 14522310 Leisnig, Stadt
14522030 Bobritzsch Neubildung zu 14522035 Bobritzsch-Hilbersdorf
14522270 Hilbersdorf
01.01.2013 14522610 Ziegra-Knobelsdorf Umgliederung in 14522080 Döbeln, Stadt
14522570 Waldheim, Stadt
14522410 Niederstriegis Eingliederung in 14522510 Roßwein, Stadt
01.01.2016 14522370 Mochau Eingliederung in 14522080 Döbeln, Stadt

Kultur

Im Landkreis ist das Mittelsächsische Theater mit Spielstätten in Freiberg und Döbeln beheimatet.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. August 2008 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Januar 1991 für den Landkreis Freiberg gültige Unterscheidungszeichen FG zugewiesen. Die Entscheidung darüber, es beim Unterscheidungszeichen FG an Stelle der auch möglichen MSN und MFG zu belassen, fiel am 29. Oktober 2008 in einer Abstimmung im neuen Kreistag mit knapper Mehrheit von 44 zu 40 Stimmen. Dagegen gab es große Widerstände. Rocco Werner, Döbelner Geschäftsmann und Vorsitzender der Döbelner FDP, gründete die Bürgerinitiative Pro MSN. Ziel der Initiative war es, mittels einer Unterschriftensammlung einen Bürgerentscheid über das Kennzeichen MSN zu erreichen. Anfang März 2009 gründeten der Freiberger FDP-Vorsitzende Benjamin Karabinski, der Vorsitzende der JU Mittelsachsen, Sebastian Hamann, und der Techniker Steffen Fischer in Freiberg eine überparteiliche Initiative zum Erhalt des Kennzeichens FG. Die Initiatoren reagierten damit auf die wiederholte Forderung der MSN-Befürworter, ohne Bürgerbeteiligung das Kürzel MSN festzulegen. Für diesen Fall drohte die Initiative Pro FG mit einem eigenen Bürgerbegehren zur Umbenennung des Landkreises in Landkreis Freiberg.

Der Kreistag entschied daraufhin am 11. März 2009, alle Mittelsachsen bei einem Bürgerentscheid am 7. Juni 2009 über das Autokennzeichen abstimmen zu lassen. Sechs Kreisräte – darunter Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) – enthielten sich dabei der Stimme. Bei einer Wahlbeteiligung von 56,67 % stimmten am 7. Juni 2009 52,67 % der Wähler gegen das Kennzeichen MSN und damit für die Beibehaltung des Kennzeichens FG.

Seit dem 9. November 2012 sind die Unterscheidungszeichen BED (Brand-Erbisdorf), DL (Döbeln), FLÖ (Flöha), HC (Hainichen), MW (Mittweida) und RL (Rochlitz) erhältlich.

Trivia

Der Landkreis Mittelsachsen ist in Deutschland zusammen mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte derjenige mit der höchsten Anzahl ehemaliger Kreisstädte in Deutschland. Es sind insgesamt sechs (in Klammern das Jahr des Verlusts des Kreisstadtstatus und das jeweilige Kfz-Kennzeichen).Diese sind:

  1. Brand-Erbisdorf (1994) (BED)
  2. Döbeln (2008) (DL)
  3. Flöha (1994) (FLÖ)
  4. Hainichen (1994) (HC)
  5. Mittweida (2008) (MW)
  6. Rochlitz (1994) (RL)

Die Stadt Siebenlehn wurde als erste Stadt Sachsens in eine Landgemeinde eingemeindet. Großschirma erhielt damit auch das Stadtrecht.

Am 23. September 2008 erhielt die Region Freiberg den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Mittelsachsen

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

Deutschlandkarte
Karte Mittelsachsen