Landratsamt
Zollernalbkreis
Hirschbergstr. 29
72336 Balingen

http://www.zollernalbkreis.de

Zollernalbkreis

160pxAbb. 1 Wappen Zollernalbkreis
Basisdaten
Bundesland Baden-Württemberg
Regierungsbezirk Tübingen
Region Neckar-Alb
Verwaltungssitz Balingen
Adresse des Landkreises Hirschbergstraße 29
72336 Balingen
Website www.zollernalbkreis.de
Landrat Günther-Martin Pauli (CDU)

Der Zollernalbkreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Landkreis Reutlingen und dem Landkreis Tübingen die Region Neckar-Alb im Regierungsbezirk Tübingen.

Geographie

Lage

Der Zollernalbkreis hat Anteil an drei Landschaften des südwestdeutschen Schichtstufenlandes: dem ''Oberen Gäu'' im Nordwesten, dem Albvorland im zentralen Bereich und der ''Schwäbischen Alb'' im Südosten. Im Norden reicht die Kreisgrenze bis fast an den Neckar, im Südosten beinahe an die Donau.

Nachbarkreise

Das Kreisgebiet grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Tübingen, Reutlingen, Sigmaringen, Tuttlingen, Rottweil und Freudenstadt.

Flächenaufteilung

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Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2015.

Landschaft

Im Landschaftsbild besonders auffällig ist die nach Nordwesten ausgerichtete Stufenstirn der Schwäbischen Alb – der sogenannte Albtrauf. Seine Steilhänge sind größtenteils bewaldet und mit schroffen Felsen durchsetzt, z. B. dem ''Lochenhörnle'' (bei Balingen) oder dem Hangenden Stein (bei Albstadt-Onstmettingen). Der Albtrauf erreicht im Bereich der Zollernalb mit rund 400 Metern seine maximale Höhe. Er zieht sich quer durch das Kreisgebiet und teilt es in zwei etwa gleich große Hälften. Etwas weniger stark ausgeprägt ist das ebenfalls meist bewaldete Keuperbergland, dessen Stufenrand das Albvorland von der Gäulandschaft scheidet.

Natur

Der Zollernalbkreis besitzt folgende Naturschutzgebiete. Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) stehen 1561,57 Hektar der Kreisfläche unter Naturschutz, das sind 1,70 Prozent.

  1. Bei der Mühle: 7,0 ha; Stadt Burladingen - Gemarkung Stetten unter Holstein
  2. Beurener Heide: 31,6 ha; Stadt Hechingen - Gemarkung Beuren
  3. Braunhartsberg: 3,2 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Tailfingen
  4. Breilried: 5,8 ha; Stadt Haigerloch - Gemarkung Trillfingen
  5. Bürgle: 14,1 ha; Gemeinde Jungingen - Gemarkung Jungingen
  6. Dobelwiesen: 18,6 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Laufen an der Eyach
  7. Eichberg: 17,8 ha; Stadt Geislingen - Gemarkung Erlaheim
  8. Eselmühle: 50,0 ha; Gemeinde Straßberg - Gemarkung Straßberg, Stadt Albstadt - Gemarkung Ebingen
  9. Espenloch-Hintere Halde: 22,3 ha (davon 10,0 ha im Zollernalbkreis); Gemeinde Rangendingen - Gemarkung Rangendingen
  10. Galgenwiesen: 47,8 ha (davon 27,1 ha im Zollernalbkreis); Gemeinde Nusplingen - Gemarkung Nusplingen
  11. Geifitze: 33,0 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Onstmettingen
  12. Gnagen: 7,5 ha; Stadt Geislingen - Gemarkung Geislingen
  13. Häselteiche: 28,9 ha; Stadt Rosenfeld - Gemarkung Bickelsberg
  14. Heimberg: 32,9 ha; Stadt Meßstetten - Gemarkungen Unterdigisheim und Oberdigisheim
  15. Hessenbol: 5,1 ha; Stadt Hechingen - Gemarkung Weilheim
  16. Heuberg: 7,5 ha; Stadt Balingen - Gemarkungen Balingen und Endingen
  17. Hochberg: 17,6 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Tailfingen
  18. Hohegert: 2,3 ha; Gemeinde Bisingen - Gemarkung Wessingen
  19. Hülenbuchwiesen: 41,9 ha; Stadt Meßstetten - Gemarkung Tieringen
  20. Immerland: 1,9 ha; Stadt Rosenfeld - Gemarkung Leidringen
  21. Irrenberg-Hundsrücken: 127,7 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Pfeffingen, Stadt Balingen - Gemarkungen Streichen und Zillhausen, Gemeinde Bisingen - Gemarkungen Bisingen und Thanheim
  22. Känzele: 3,6 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Tailfingen
  23. Kapfhalde: 11,8 ha (davon 5,6 ha im Zollernalbkreis); Gemeinde Rangendingen - Gemarkung Bietenhausen
  24. Kornbühl: 10,0 ha; Stadt Burladingen - Gemarkung Salmendingen
  25. Kugelwäldle: 12,9 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Truchtelfingen
  26. Längenloch: 5,5 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Onstmettingen
  27. Lauchhalde: 18,3 ha; Stadt Hechingen - Gemarkung Stein
  28. Lauen: 6,1 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Truchtelfingen
  29. Leimen: 25,3 ha; Stadt Albstadt - Gemarkungen Tailfingen und Truchtelfingen
  30. Mehlbaum: 12,4 ha; Stadt Albstadt - Gemarkungen Ebingen und Margrethausen
  31. Nähberg: 29,3 ha; Stadt Burladingen - Gemarkung Killer
  32. Oberberg-Köpfle: 33,7 ha, Stadt Burladingen - Gemarkung Hausen im Killertal
  33. Ortenberg: 5,1 ha; Gemeinde Ratshausen - Gemarkung Ratshausen
  34. Owinger Bühl: 21,1 ha; Stadt Haigerloch - Gemarkung Owingen (Haigerloch)
  35. Plettenkeller: 36,0 ha; Stadt Schömberg - Gemarkung Schömberg, Gemeinde Dotternhausen - Gemarkung Dotternhausen, Gemeinde Ratshausen - Gemarkung Ratshausen
  36. Riedbachtal: 38,6 ha; Gemeinde Dormettingen - Gemarkung Dormettingen
  37. Roschbach: 109,3 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Pfeffingen und Stadt Balingen, Gemarkung Zillhausen
  38. Salenhofweiher: 8,0 ha; Stadt Haigerloch - Gemarkungen Trillfingen und Hart
  39. Schafberg-Lochenstein: 102,0 ha; Stadt Balingen - Gemarkung Weilstetten, Gemeinde Hausen am Tann - Gemarkung Hausen
  40. Scharlenbachtal-Hofwald: 99,2 ha; Stadt Burladingen - Gemarkung Starzeln
  41. Scheibhalden: 11,6 ha; Stadt Meßstetten - Gemarkung Oberdigisheim
  42. Schwarzenbach: 82,0 ha (davon 47,3 ha im Zollernalbkreis); Stadt Schömberg - Gemarkung Schömberg, Gemeinde Zimmern unter der Burg - Gemarkung Zimmern
  43. Stettener Weinberg: 27,8 ha; Stadt Haigerloch - Gemarkungen Stetten und Owingen
  44. Stromelsberg-Hessenbühl: 43,6 ha; Gemeinde Obernheim - Gemarkung Obernheim, Stadt Meßstetten - Gemarkung Tieringen
  45. Tailfinger Ried: 9,6 ha; Stadt Albstadt - Gemarkungen Onstmettingen und Tailfingen
  46. Tiefer Weg: 13,7 ha; Gemeinde Ratshausen - Gemarkung Ratshausen
  47. Untereck: 89,7 ha; Städte Albstadt - Gemarkung Laufen, Balingen - Gemarkungen Frommern und Weilstetten sowie Meßstetten - Gemarkung Tieringen
  48. Wacholderbusch: 33,0 ha; Stadt Burladingen - Gemarkung Hausen
  49. Warrenberg: 18,3 ha; Stadt Haigerloch - Gemarkung Owingen
  50. Westerberg: 42,8 ha; Gemeinde Nusplingen - Gemarkung Nusplingen
  51. Winterhalde: 54,0 ha (davon 53,1 ha im Zollernalbkreis); Stadt Hechingen - Gemarkungen Stein und Bechtoldsweiler
  52. Zellerhornwiese: 4,4 ha; Stadt Albstadt - Gemarkung Onstmettingen
  53. Zollerhalde: 90,6 ha; Gemeinde Bisingen - Gemarkungen Wessingen und Zimmern

Geologie

Vor fast 200 Millionen Jahren erstreckte sich dort, wo heute die Zollernalb ist, ein Meer – das Jurameer. Fossilien aus dieser Zeit sind im Fossilienmuseum des Zementwerks in Dotternhausen (an der B 27 zwischen Balingen und Rottweil) zu besichtigen.

Bergbau

In Zollernalbkreis gebrochene Hartkohle wurde zum Schmuckstein poliert als Gagat gehandelt. Bereits in der Hallstattzeit waren Gagatarmbänder in Dautmergen gebräuchlich.Bis 1870 wurde im Zollernalbkreis Eisenerz abgebaut, heute wird Kalkstein,Ölschiefer,Sand und Salz gewonnen.

Prominente Erhebungen im Zollernalbkreis

Die Erhebungen werden von Ost nach West aufgelistet:
Kornbühl (886 m), Dreifürstenstein (854 m), Raichberg (956 m), Zeller Horn (912 m), Hohenzollern (855 m), Heersberg (964 m), Hundsrücken (931 m), Gräbelesberg (915 m), Lochen (963 m), Weichenwang (989 m), Schafberg (1000 m), Plettenberg (1002 m), Oberhohenberg (1011 m)

Geschichte

Der Zollernalbkreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 durch Vereinigung des Landkreises Balingen mit den meisten Gemeinden des Landkreises Hechingen (einige kamen auch zum vergrößerten Landkreis Freudenstadt), drei Gemeinden des Landkreises Sigmaringen und der Gemeinde Hartheim des Landkreises Stockach gebildet. Am 1. Februar 1973 wurde die Gemeinde Schörzingen vom Landkreis Rottweil in den Zollernalbkreis umgegliedert (Eingemeindung in die Stadt Schömberg). Am 1. Juli 1974 folgte Hörschwag aus dem Landkreis Reutlingen (Eingemeindung nach Burladingen).

Der Altkreis Balingen ging 1938 im Wesentlichen aus dem gleichnamigen Oberamt hervor, das 1806 nach dem Übergang an das Königreich Württemberg errichtet worden war. Im Laufe der Geschichte wurde dieses mehrmals verändert, 1938 wurden dem Landkreis Balingen Orte aus den Oberämtern Sulz, Spaichingen und Rottweil zugeordnet. Der Altkreis Hechingen war 1925 aus den hohenzollerisch-preußischen Oberämtern Hechingen und Haigerloch sowie einigen Orten des Oberamtes Gammertingen gebildet worden. Auch die Oberämter Hechingen und Haigerloch veränderten im Laufe der Geschichte ihre Grenzen mehrmals (u. a. 1854 Aufhebung der Oberämter Glatt und Straßberg).

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Zollernalbkreis noch 25 Gemeinden, darunter neun Städte, darunter die zwei Großen Kreisstädte Albstadt und Balingen. Größte Stadt des Kreises ist Albstadt, kleinste Gemeinde ist Dautmergen. Zwischen 1990 und 1994 kam es zur Verwaltungspartnerschaft mit dem Landkreis Freital in Sachsen, diese endete aber nach der sächsischen Landkreisreform.

Sprachen

Im Gebiet des Zollernalbkreises war bis zum Zweiten Weltkrieg neben dem schwäbischen Dialekt auch Jiddisch und Pleißne in Verwendung. Romanes wird heute noch gesprochen.Das Pleißne ist ein historischer regionaler Soziolekt aus dem Hausierhandel im Zollernalbkreis, der zu den Dialekten des Rotwelschen gehört. Bis zur Motorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem damit einhergehenden Niedergang des Peitschenhandels diente es den Burladinger Händlern als Geheimsprache. Pleißne wird im Rahmen lokaler Traditionspflege weiter praktiziert und hat den Wortschatz der örtlichen Umgangssprache geprägt.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 176.801
31. Dezember 1975 173.554
31. Dezember 1980 173.240
31. Dezember 1985 170.231
25. Mai 1987¹ 172.245
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 181.635
31. Dezember 1995 192.862
31. Dezember 2000 192.891
31. Dezember 2005 192.722
31. Dezember 2010 188.393
31. Dezember 2015 188.595

Politik

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung (60 Sitze, vorher 61 Sitze):

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,7 25 36,82 23 39,7 27 43,5 26 39,5 23 40,8 21
FW Freie Wählervereinigung Zollernalb 23,6 15 25,73 17
WG Wählervereinigungen
28,9 18 27,9 17 27,7 17 30,3 17
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,5 10 16,26 9 16,6 9 17,9 9 24,3 12 23,7 11
FDP Freie Demokratische Partei 7,9 4 11,09 6 6,3 4 3,2 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,0 5 8,19 5 7,2 4 5,6 3 8,5 4 5,1 2
Linke Die Linke 1,8 1 1,92 1
AfD Alternative für Deutschland 0,5
REP Die Republikaner
1,3
1,9 1
gesamt 100,0 60 100,0 61 100,0 62 100,0 57 100,0 56 100,0 51
Wahlbeteiligung 48,37 % 48,4 % 50,0 % 51,1 % 63,1 % 57,1 %
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.

Landrat

Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

;Die Landräte des Landkreises Balingen 1945–1972

  • 1945–1948: Robert Wahl
  • 1948–1967: Friedrich Roemer
  • 1968–1972: Erhard Lazi

;Die Landräte des Landkreises Hechingen 1945–1972

  • 1945: Clemens Moser
  • 1945–1946: Peter Remark
  • 1946–1966: Hans Speidel
  • 1966–1972: Hans-Jörg Mauser

;Die Landräte des Zollernalbkreises seit 1973

  • 1973–1981: Erhard Lazi
  • 1981–1991: Heinrich Haasis (CDU)
  • 1991–2007: Willi Fischer (FW)
  • seit 2007: Günther-Martin Pauli (CDU)

Wappen

Blasonierung: In gespaltenem Schild vorne von Silber und Schwarz geviert, hinten in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen

(Wappen-Verleihung: 2. August 1974)

Bedeutung: Die vordere Bildhälfte zeigt das Wappen der Hohenzollern. Bis 1945 war der Raum Hechingen Teil der 1850 durch Erbschaft an Preußen gelangten Hohenzollernschen Lande. Die Hirschstangen symbolisieren Württemberg, zu dem die Gegend um Balingen gehörte.

Die Liste der Wappen im Zollernalbkreis zeigt die Wappen der aktuellen und ehemaligen Gemeinden des Kreises.

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus

Die Zollernalb gehört zum höchsten Teil der Schwäbischen Alb und eröffnet daher bei entsprechender Witterung Fernsicht bis in die Alpen oder zum Schwarzwald. Die Region ist mit ausgeschilderten Wander- und Radwegen touristisch gut erschlossen. Die Touristikrouten Hohenzollernstraße, Römerstraße Neckar-Alb-Aare und Schwäbische Albstraße sowie der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg verlaufen durch den Zollernalbkreis.

Die Städte Albstadt, Balingen, Burladingen, Haigerloch und Hechingen bieten neben Museen, Ausstellungen, Theatern und Konzerte auch zum Teil gut erhaltene historische Innenstädte.

Verkehr

Die Württembergischen Staatseisenbahnen eröffneten 1869 zunächst die Strecke von Tübingen nach Hechingen; sie wurde 1874 bis Balingen und 1878 bis Ebingen und Sigmaringen verlängert.

In Hechingen kreuzt die Hohenzollerische Landesbahn, die ihre Strecken von hier aus im Jahr 1901 nach Burladingen und 1908 weiter in Richtung Sigmaringen führte, während es 1912 nach Westen bis Stetten ging, wo schon seit 1901 eine Verbindung nach Haigerloch-Eyach bestand.

Innerhalb von Albstadt liegt heute noch die inzwischen stillgelegte „Talgangbahn“ zwischen Ebingen und Onstmettingen, die 1901 durch die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft gebaut worden ist. Von Balingen verkehrten ab 1911 die Züge der Württembergischen Staatsbahnen nach Schömberg, von wo die Deutsche Reichsbahn ab 1928 bis Rottweil weiterfuhr (Bahnstrecke Balingen–Rottweil).

Mit 115 km Länge erreichte das Bahnnetz seine maximale Ausdehnung. Davon werden nur noch 68 km voll mit Personenverkehr bedient. Der Personenverkehr endete:

  • 1971: Schömberg–Schörzingen (–Rottweil) (3 km)
  • 1971: Balingen–Schömberg (13 km, jetzt Touristikbahn)
  • 1972: (Eyach–) Bad Imnau–Haigerloch (6 km, jetzt Touristikbahn)
  • 1973: Haigerloch–Hechingen Landesbahnhof (17 km, jetzt Touristikbahn)
  • 1998: Albstadt-Ebingen–Albstadt-Onstmettingen (8 km, Regionalstadtbahn in Planung)

Das Kreisgebiet wird von keiner Bundesautobahn berührt. Die Autobahn A 81 Stuttgart–Singen (Hohentwiel) führt jedoch nur wenige Kilometer westlich des Kreises vorbei. Die wichtigsten Bundesstraßen sind die B 27 Stuttgart–Balingen–Villingen-Schwenningen, die B 32 Hechingen–Sigmaringen und die B 463 Empfingen–Balingen–Sigmaringen.

Kreiseinrichtungen

Der Zollernalbkreis ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Gewerbliches Schulzentrum Balingen, Hauswirtschaftliche Schulen Albstadt, Hauswirtschaftliche Schulen Hechingen, Kaufmännische Schulen Albstadt und Kaufmännische Schulen Hechingen sowie folgender Sonderschulen: Rossentalschule für Geistigbehinderte Albstadt, Sprachheilschule Balingen und Weiherschule für Geistigbehinderte Hechingen.

Der Zollernalbkreis ist Gesellschafter der Zollernalb Klinikum gGmbH mit Sitz in Balingen. Diese Gesellschaft ist Träger der Kliniken in Albstadt und Balingen.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Städte
  1. Albstadt, Große Kreisstadt ()
  2. Balingen, Große Kreisstadt ()
  3. Burladingen ()
  4. Geislingen ()
  5. Haigerloch ()
  6. Hechingen ()
  7. Meßstetten ()
  8. Rosenfeld ()
  9. Schömberg ()Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände
  10. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Albstadt mit der Gemeinde Bitz
  11. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Balingen mit der Stadt Geislingen
  12. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Bisingen mit der Gemeinde Grosselfingen
  13. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Hechingen mit den Gemeinden Jungingen und Rangendingen
  14. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Meßstetten mit den Gemeinden Nusplingen und Obernheim
  15. Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Schlichemtal“ mit Sitz in Schömberg; Mitgliedsgemeinden: Stadt Schömberg sowie Gemeinden Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg
  16. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Winterlingen mit der Gemeinde Straßberg
Gemeinden
  1. Bisingen ()
  2. Bitz ()
  3. Dautmergen ()
  4. Dormettingen ()
  5. Dotternhausen ()
  6. Grosselfingen ()
  7. Hausen am Tann ()
  8. Jungingen ()
  9. Nusplingen ()
  10. Obernheim ()
  11. Rangendingen ()
  12. Ratshausen ()
  13. Straßberg ()
  14. Weilen unter den Rinnen ()
  15. Winterlingen ()
  16. Zimmern unter der Burg ()

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Januar 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Balingen gültige Unterscheidungszeichen BL zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Teilkreisen besondere Erkennungsnummern, in allen Fällen wurden die Zahlen von 1 bis 999 vergeben:

  • Im Teilkreis Balingen die Buchstabengruppen von AA bis AZ, EA bis EZ, KA bis KY und von MA bis MZ.
  • Im Teilkreis Albstadt die Buchstabengruppen von CA bis DZ und von LA bis LZ.
  • Im Teilkreis Hechingen die Buchstabengruppen von HA bis HZ und von JA bis JZ.

Seit dem 25. Februar 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen HCH (Hechingen) erhältlich.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zollernalbkreis

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