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Kamen
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Stadtplan Kamen

Kamen

160pxAbb. 1 Wappen von Kamen
Basisdaten
BundeslandNordrhein-Westfalen
KreisUnna
Höhe67 m
PLZ59174
Vorwahl02307
Gliederung6 Stadtteile
Websitewww.stadt-kamen.de
BürgermeisterinElke Kappen (SPD)
Kamen (niederdeutsch: Kaomen) ist eine nordrhein-westfälische Hansestadt des östlichen Ruhrgebietes und gehört zum Kreis Unna. Kamen wurde früher auch Camen geschrieben.

Geografie

Kamen liegt am Südrand der Westfälischen Bucht und unmittelbar nördlich des ersten Höhenrückens der mitteldeutschen Hügelzone, des Haarstrangs, und nahe der Hellweg-Zone, die durch die Kreisstadt und südliche Nachbarstadt Unna zentriert ist.

Kamen wird von dem Flüsschen Seseke von Osten nach Westen durchströmt, nimmt auf seinem äußersten nordwestlichen Stadtgebiet die Körne, die aus dem Dortmunder Osten kommt, auf und klärt im nordwestlichen Stadtgebiet beide Flüsschen, die ein Jahrhundert lang eine Abwasserfunktion hatten, jedoch nun renaturiert werden und in künstlichen Mäandern fließen. Die Seseke mündet in der Lüner Innenstadt in die Lippe.

Kamen liegt in der Südwestecke des Kamener Kreuzes, einem der wichtigsten Straßenverbindungspunkte Deutschlands. Das Stadtgebiet wird in Ost-West-Richtung durch die Eisenbahn-Magistrale Dortmund-Hamm gegliedert, was bis zurSchaffung der bahn-überbrückenden Hochstraße (B 233) anfangs der 1970er Jahre wegen des schienengleichen Bahnübergangs ein gewaltiges Verkehrsproblem für den innerstädtischen und regionalen Nord-Süd-Verkehr nach sich zog.

An Natur ist Kamen etwas arm; in der Stadt befinden sich nur kleine Grünzonen mit dem Postpark, dem Stadtpark, dem Koppelteich-Park, dem Park am Galgenberg und der baumbestandenen Seseke-Aue (siehe Foto). Draußen nahe den Stadtgrenzen finden sich zwei Waldgebiete, der Kurler Busch jenseits der Stadtgrenze zu Dortmund im Westen, und im Osten auf Kamener Gebiet das Heerener Holz. Die einzelnen Ortschaften von Kamen sind durch Ackerland voneinander getrennt; das Kamener Umland gehört zum Randgebiet der sehr fruchtbaren und ertragreichen Werl-Unnaer Börde.

Gliederung und angrenzende Gemeinden

Kamen grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Städte und Gemeinden Bergkamen, Hamm, Bönen, Unna, Dortmund und Lünen.

Stadtgliederung

Die Stadt Kamen gliedert sich in vier Ortschaften und sechs Stadtteile

Ortschaften:

  1. Kamen-Mitte (mit Rottum und Derne)
  2. Heeren-Werve
  3. Methler (mit Westick und Wasserkurl)
  4. Südkamen (mit Kamen-Süd)Stadtteile:
  5. Kamen-Mitte
  6. Heeren-Werve
  7. Methler (mit Westick und Wasserkurl)
  8. Südkamen (mit Kamen-Süd)
  9. Rottum
  10. Derne
Stadtteil Einwohner Fläche Bevölkerungsdichte
Kamen-Mitte 20.940 7,4 km² 2.830 EW/km²
Methler 11.602 12,6 km² 921 EW/km²
Heeren-Werve 8.277 10,1 km² 820 EW/km²
Südkamen 4.673 6,0 km² 778 EW/km²
Derne 75 2,5 km² 30 EW/km²
Rottum 94 2,3 km² 41 EW/km²
Gesamt 45.661 40,9 km² 1.116 EW/km²

Die Einwohnerzahlen haben den Stand vom 31. Dezember 2012 und umfassen Haupt- und Nebenwohnsitze.

Methler

Der Bereich, der heute als Stadtteil Methler bezeichnet wird, hat eine über 1100-jährige Geschichte und bestand vor der kommunalen Neuordnung von 1968 aus den selbständigen Gemeinden Methler, Westick und Wasserkurl. Die Ortslage Kaiserau war nie eine eigenständige Gemeinde, sondern ursprünglich eine Bergarbeitersiedlung, die sich auf den Gemeindegebieten von Westick und Methler befand. Der Name „Kaiserau“ wurde bundesweit durch die Sportschule Kaiserau bekannt, die inzwischen in SportCentrum Kaiserau umbenannt wurde. Hier trainierte die deutsche Fußballnationalmannschaft zu den Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 1990. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war die spanische Nationalmannschaft zu Gast.

Hauptverbindungsstrecke zwischen der Kamener Innenstadt und Methler ist die Westicker Straße, die sich nach einem großzügigen Ausbau in den 1970er Jahren zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt hatte. Durch den Bau mehrerer Kreisverkehre wurde dieser Entwicklung begegnet.

Südkamen

Südkamen entstand als Wohnbereich um ehemalige landwirtschaftliche Hofstellen herum. Mit der formellen Zusammenlegung der Siedlungsbereiche "Kamen Süd" und Südkamen entstand der heutige Stadtteil Südkamen, der heute eine umfangreiche soziale Infrastruktur (Seniorenzentrum, Behindertenwerkstätten, Grundschule, Kindergärten, evangelische und katholische Gemeindehäuser) bietet. Insbesondere die großflächigen Gewerbegebiete Zollpost und Kamen Karree haben eine wichtige Versorgungsfunktion für die gesamte Stadt Kamen (Verbrauchermarkt, Möbelhaus, Gartenmarkt, Baumarkt u. a.) und über die Stadtgrenzen hinaus.

Kamen-Süd

Kamen-Süd ist eigentlich Teil der Kamener Stadt, wird jedoch durch die Eisenbahn von der nördlich der Eisenbahnlinie gelegenen Innenstadt getrennt. Die für Autos nutzbaren Verbindungen zum Innenstadtbereich sind die Hochstraße der B233, die aufgrund der langen Rampen für jeden Nord-Süd-Weg mindestens drei Kilometer zu fahren erfordert und nicht als Fußweg oder per Fahrrad genutzt werden kann, sowie die Südkamener Straße, mit Überquerung der Bahnlinie durch einen beschrankten Bahnübergang, nutzbar für Auto und Fahrradfahrer. Fußgänger und Radfahrer können darüber hinaus eine Unterführung östlich des Kamener Bahnhofs nutzen.

Aufgrund dieser Trennung versteht sich Kamen-Süd als eigener Stadtteil und war lange auch von Südkamen durch einige hunderte Meter Ackerland getrennt. Insbesondere durch die Erschließung von Wohngebieten im südlichen Ortsteil in den 1980er Jahren ist Kamen-Süd mit Südkamen inzwischen zusammengewachsen. Daher wurde bereits damals der Stadtteil Kamen-Süd mit dem Stadtteil Südkamen zusammengelegt. Heute gibt es somit (gemäß § 1 Absatz 2 der Hauptsatzung der Stadt Kamen) nur noch den Stadtteil Südkamen.

Heeren-Werve

Heeren mit dem Stammsitz Haus Heeren des märkischen Uradelsgeschlechts von der Recke war eine eigene Bauerschaft und hat bis heute einen ausgeprägten Ortskern. Die Heerener sind in ihrem Selbstverständnis zumeist nicht erst Kamener, sondern eben Heerener. Der Weg zur Stadt Kamen ist mit über vier Kilometern recht weit.

Der Ortsteil Werve hat ebenso einen eigenen kleinen Dorfkern und ist sowohl westfälisch ländlich als auch aus der Bergbauzeit geprägt. Getrennt werden Heeren und Werve durch den Mühlbach. Zu erreichen ist der jeweils andere Teil des Dorfes über eine von vier Brücken.

Heeren-Werve liegt zwischen Bönen, Unna und Kamen.

Rottum

Rottum liegt in unmittelbarer Nähe des Kamener Kreuzes, wo die Bundesautobahnen A 1 und A 2 kreuzen. In dennoch sehr ruhiger Lage leben im Moment etwa neunzig Menschen in Rottum, das zusammen mit Derne der kleinste Stadtteil ist. Durch das Getrenntsein per zwei Autobahntrassen orientiert sich Rottum eher zum benachbarten Bönen-Nordbögge und zu Hamm.

Derne

Derne ist eine verstreute Bauerschaft im Osten von Kamen, in Betrachtung zum Autobahnkreuz diagonal der Stadt Kamen gegenüberliegend. Der wohl bekannteste Anziehungspunkt von Derne ist der Segelflugplatz an der Grenze zu Heeren-Werve. Hier findet jedes Jahr im Mai das Drachenflugfestival „Kite“ mit internationaler Beteiligung statt, das mit seinen zahlreichen ausgefallenen Drachen und seinem bunten Rahmenprogramm Zuschauer aus der ganzen Region anlockt.

Geschichte

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1968 wurden die vorher selbständigen Orte Derne, Heeren-Werve, Methler, Rottum und Südkamen eingemeindet.

Demographie

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung weist eine typische Kurve der Ruhrgebiets-Industrialisierung aus. In Kamen kletterten die Einwohnerzahlen mit dem Abteufen der Zechen Monopol und Königsborn.

Am 1. Dezember 1910 hatte die Gemeinde 10.754 Einwohner.

Seit der Montankrise und der Eingemeindung von Heeren und Methler hat sich die Einwohnerschaft stabilisiert, knapp unterhalb der förderungsrelevanten 50.000er Schallmauer.Lt. Landesdatenbank NRW lebten 2013 in Kamen 43.177 Einwohner.

Einwohnerstatistik

Nach den statistischen Daten des Demographie-, des Integrations- sowie des Sozialberichts, welche von Wegweiser-Kommune veröffentlicht wurden, ergeben sich für Kamen folgende Werte:

  • Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 15,3 % (Stand: 2019)
  • Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 24,0 % (Stand: 2019)
  • Ausländeranteil: 9,6 % (Stand: 2019)
  • Arbeitslosenanteil (im Verhältnis zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten): 9,2 % (Stand: 2019)

Religion

Um 1540 wurde in Kamen von den Gemeinden an St. Severin in Kamen, St. Margarethe in Methler und der Pfarrkirche in Heeren zunächst der evangelisch-lutherische Glaube angenommen. Um 1600 wechselten die Gemeinden in der Stadt und in Heeren zum reformierten Bekenntnis, während in der Stadt eine Minderheit und die Gemeinde in Methler lutherisch blieben. Um 1740 wurde der lutherischen Minderheit in der Stadt eine eigene Kirche genehmigt, die heutige Lutherkirche. Die evangelischen Gemeinden in Kamen schlossen sich 1920 zusammen, in dessen Folge die Severinskirche in Pauluskirche umbenannt wurde.Erst durch den Zuzug von Arbeitskräften infolge des Bergbaus im 19. Jahrhundert entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die katholischen Gemeinden mit den drei Kirchen Heilige Familie in Kamen, St. Marien Kaiserau in Methler (seit 2008 als Pastoralverbund Kamen-Kaiserau) und Herz Jesu in Heeren-Werve.Durch spätere Arbeitsmigration hat Kamen vor allem in den nördlichen Stadtteilen auch einen islamischen Bevölkerungsanteil. Auf der Lüner Höhe existiert entsprechend eine islamische Kultusgemeinde. Andere Religionen sind in Kamen nicht stark vertreten.

Politik/Verwaltung

Rat der Stadt

In der folgenden Tabelle ist die Sitzverteilung im Rat seit der Kommunalwahl 2009 dargestellt.

Partei / Liste Sitze 2020Sitze 2014 Sitze 2009
SPD 21 22 24
CDU 13 10 10
Grüne 9 4 4
Die Linke 2 2 2
FDP 2 1 2
FW 2 1 0
AfD 1 0 0
Sonstige 0 0 2
Gesamt 50 40 44
In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975 aufgelistet. Bis 2004 sind die Stimmenanteile nur der Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die wenigsten einmal mindestens 1,95 Prozent der Stimmen erhalten haben.
Jahr SPD CDU Grüne1 Linke FW FDP BG2 VK3 VDS/DKP4 AfD
1975 55,9 % 32,7 % 6,1 % 5,3 %
1979 60,0 % 32,0 % 6,7 % 1,3 %
1984 56,5 % 26,5 % 13,1 % 3,9 %
1989 54,4 % 24,2 % 17,0 % 4,3 %
1994 53,2 % 28,6 % 15,7 % 2,6 %
1999 49,5 % 37,7 % 9,3 % 3,6 %
2004 49,0 % 30,1 % 11,2 % 4,4 % 5,2 %
2009 52,2 % 23,1 % 9,2 % 5,4 % 5,0 % 3,1 % 1,3 %
2014 51,6 % 25,2 % 10,3 % 5,7 % 3,5 % 2,6 %
2020 41,2 % 24,7 % 18,2 % 4,3 % 4,8 % 4,1 % 2,7 %
1 Grüne 1984: Grüne: 7,8 %, GAL: 5,3 %, 1989: Grüne: 10,5 %, GAL: 6,5 %, 1994: B’90/Grüne: 10,8 %, GAL: 4,9 %, 1999: B90/Grüne, 2004: B90/Grüne: 8,1 %, GAL: 3,1 %, 2009 und 2014: B’90/Grüne 2 Bürgergemeinschaft Kamen e. V.
3 Volksinitiative Kamen
4 1975: VDS, 1979: DKP

Bürgermeister(in)

Bürgermeister Erdtmann, ein früherer Bergmann und Grundschulrektor, war der erste hauptamtliche Bürgermeister nach der Kommunal-Gesetzesreform der 1990er Jahre. Der zuvor in Kamen amtierende Stadtdirektor Hermann Görres wurde Geschäftsführer der Gemeinschaftsstadtwerke (zusammen mit Bönen und Bergkamen).

Hermann Hupe (* 1950), zuvor Schulleiter des Gymnasiums wurde im Jahr 2003 als Bürgermeister der Vorsitzende der städtischen Verwaltung. Er wurde mit 55,1 % der gültigen Stimmen gewählt. Im Jahr 2009 erhielt er 68,6 % der Stimmen und 2014 wurde er bei einer Wahlbeteiligung von 52,1 % mit einem Stimmenanteil von 71,8 % wiedergewählt. Zum 31. Juli 2018 trat er auf eigenen Wunsch vom Amt des Bürgermeisters der Stadt Kamen zurück.

Seit dem 1. August 2018 ist Elke Kappen (SPD) als erste Frau in das Amt des Stadtoberhaupts nachgefolgt. In einer Stichwahl am 1. Juli 2018 konnte sie einen Stimmenanteil von 54,3 % erringen.

Verwaltung

Die Verwaltung von Kamen ist in einem recht neuen Rathaus vor den westlichen Toren der Innenstadt konzentriert. EinigeVerwaltungsbereiche, so die VHS und das Stadtarchiv, sind in anderen städtischen Liegenschaften ausgelagert.

Gemeindewappen

Das Wappen der Stadt Kamen zeigt den märkischen Schachbalken und das Kammrad auf gelbem Grund.

Der Schachbalken ist das Wappen der mittelalterlichen Landesherren der Grafen von der Mark. Das Kammrad istein Zusatz für die Stadt Kamen. Die Bedeutung ist umstritten. Es wird in einigen Theorien als Mühlrad gedeutet, andere sehen es als Zeichen der westfälischen Feme oder als germanisches Sonnenrad. Im Jahre 1912 wurde die vom Staat verordnete Wappenform angenommen, ein unten zugespitzter spanischer Schild mit oben aufgesetzter, dreitürmiger Mauerkrone. Diese Form wurde für die meisten Städte mit mittelalterlicher Tradition verordnet. Die Mauerkrone sollte die Wehrhaftigkeit Deutschlands unterstreichen. In den 1990er Jahren führte die Stadt Kamen wieder die historische Form des Wappens ohne die Mauerkrone ein.

Städtepartnerschaften

Kamen unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

  • Montreuil-Juigné (Frankreich, seit 1969)
  • Ängelholm (Schweden, seit 1978)
  • Eilat (Israel, seit 1979)
  • Beeskow (Brandenburg, seit 1990)
  • Bandırma (Türkei, seit 1999)
  • Sulęcin (Zielenzig) (Polen, seit 2002)
  • Unkel (Rheinland-Pfalz, seit 2005)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst im öffentlichen Raum

Siehe: Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Kamen

Bauwerke

Kamener Altstadt

Pauluskirche

Der romanische Turmbau der Pauluskirche aus grünem Sandstein sowie das (nicht mehr erhaltene) ursprüngliche Kirchenschiff wurden im 12. Jahrhundert errichtet. Die Dachhaube (im Volksmund „Schiefer Turm“ genannt) soll bei ihrer Errichtung im 14. Jahrhundert angeblich bewusst gegen die vorherrschende Windrichtung geneigt worden sein, da der alte Turm um etwa 1800 durch einen Sturm nach hinten gekippt und so das Kirchenschiff zerstört wurde. Nach dem Wiederaufbau wurde der Turm in die entgegengesetzte Windrichtung gebaut, sodass er, falls er nochmal fallen sollte, es unmöglich wäre, dass er auf dem Kirchenschiff landet. Aus dem Bau des schiefen Turmes resultierten ein großer Platz und ausschließlich unbewohnte Gebäude vor dem Turm. Er ist heute das Wahrzeichen von Kamen und im Stadtlogo vereinfacht (als Kontur) dargestellt. Der Turm wurde lange Zeit renoviert, da immer wieder Teile der Sandsteine abbrachen und hinunterfielen. Das heutige Kirchenschiff dieser evangelischen Stadtkirche wurde 1844–1849 im neoromanischen Stil neu errichtet.

Weiße Straße und Alter Markt

Die mitten im Stadtzentrum gelegenen Straßen weisen schöne und gut erhaltene Fachwerkhäuser auf, so die gegenüber dem historischen Rathaus am Marktplatz gelegene.

Rathausapotheke

Das Fachwerkhaus gehört zu den seltenen Fachwerkbauten mit einer öffentlichen Kolonnade (vgl. The Rows in Chester, Großbritannien).

Die Quelle

Die Quelle ist ein neuzeitlicher Brunnen auf dem Marktplatz.

Kämerstraße 5

Das kleine zweigeschossige Traufenhaus wurde ursprünglich wohl als Speicher errichtet. Es ist im 16. Jahrhundert entstanden. Der Scheunenanbau stammt von 1865.

Fünf-Bogen-Brücke

Die 1846 für die Köln-Mindener Eisenbahn auf tausenden Eichenpfählen im Flussbett der Seseke errichtete Fünf-Bogen-Brücke ist eine im Originalzustand erhaltene Steinbrücke. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Eisenbahnbauwerken Deutschlands. An ihr wurde 2015 eine Schallschutzwand errichtet, die ein goldenes Geländer hält. Dies fand bei vielen Anwohnern keinen Zuspruch, da es die Sicht einschränkt und das alte Bauwerk nicht mehr zur Geltung kommt.

Bahnhofsgebäude

Das 1848 nach einem Musterentwurf von Karl Friedrich Schinkel errichtete Bahnhofsgebäude befindet sich im restaurierten Originalzustand.Das Bahnhofsgebäude und die Seseke-Brücke gehören zur Route der Industriekultur.

Heeren-Werve

  • Schloss Heeren: Im Jahr 1606 errichtetes frühbarockes Wasserschloss. Es befindet sich heute im Besitz der Familie von Plettenberg (Hofbesichtigung möglich).
  • Rollmannsbrunnen: frühindustrielle Solequelle, 1844 abgeteuft für die benachbarte Saline Königsborn (Pumpmaschinenhaus noch vorhanden).

Methler

  • Margaretenkirche: spätromanische Hallenkirche aus dem 12. Jahrhundert mit besonderen Deckenmalereien im Altarbereich.

Stadthalle

Dem Rathaus unmittelbar benachbart ist die Stadthalle, in der unterschiedliche Veranstaltungen kultureller, vereins- und gewerbebezogener Art stattfinden. Regelmäßig gastieren hier Tournee-Theater und Konzert-Ensembles. Weiter finden hier kommerzielle Partys statt (z. B. „Ü 30-Fete“), Ausstellungen der ortsansässigen Autohändler sowie regelmäßige Büchermärkte (des Lions-Clubs Kamen) und Flohmärkte (z. B. Modelleisenbahnen). Die Stadthalle ist seit der Errichtung defizitär und wird mit ca. 300.000 Euro pro Jahr aus dem Haushalt der Stadt Kamen bezuschusst.

Konzertaula

Kamen hat mit der Konzertaula auf dem Gelände des Gymnasiums eine weitere Schauspiel- und Musikspielstätte, in der regelmäßig Konzerte und Tourneetheater-Gastspiele überregionaler Ensembles stattfinden

Vereine

Kamen besitzt ein reges Vereinsleben.

  • Sportvereine für
    • Fußball,
    • Leichtathletik
    • Handball,
    • Segel- und Motorsegelflug, Ultraleichtfliegen und Modellflug,
    • Tischtennis,
    • Schwimmen einschließlich Wasserball,
    • Radsport
    • Billard
    • Ultimate Frisbee
    • Sledge-Eishockey
    • Indiaca
    • Tanzen,
    • Tennis,
    • Reiten,
    • Unihockey (Floorball)
    • Schach
  • Schützenvereine,
  • teils überregional bekannte Leistungs-Chöre,
  • Mandolinen- und Gitarrenvereinigung Kamen-Heeren 1924 e.V.,
  • Tierzüchtervereine,
  • Modellbauverein (mit großem Modellfluggelände, auf dem, eine Seltenheit mittlerweile, mit Verbrennungsmotoren geflogen werden darf),
  • Motorsportverein (mit dem Angebot Jugendmotorsport und Oldtimersport)
  • Musikerinitiative „Laut & Lästig e.V. – Verein zur Förderung der Kamener Amateurmusik“ (eine der ältesten noch aktiven Musikerinitiativen Deutschlands)
  • Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) ist mit dem Vereinsheim O12 vertreten

Regelmäßige Veranstaltungen

Vor Beginn der Sommerferien Nordrhein-Westfalens findet das mehrtägige Altstadt-/Brunnenfest statt sowie in den Oster- und Herbstferien jeweils ein mehrtägiger „Severinsmarkt“, eine Kirmes mit Feuerwerk zum Abschluss oder neuerdings auch zu Beginn, und im Spätsommer in Stadtteil Methler die „Pflaumenkirmes“. Das international besuchte Drachenfestival „KITE“ wird seit 1987 jährlich im Mai auf dem Segelfluggelände in Kamen-Derne ausgerichtet. Einer der Höhepunkte ist das Nachtdrachenfliegen mit Drachen und Feuerwerk am Samstagabend.

Wirtschaft und Infrastruktur

Auf dem Gelände der früheren Zeche Monopol ist ein Technologie- und Gründerzentrum angesiedelt. Ebenfalls angesiedelt haben sich ein Fahrradhändler, ein Piano-Restaurations- und Handelshaus, ein Computer-Bau- und -Handelsunternehmen, ein Spezialist für Bühnen-Beschallungstechnik sowie mehrere Lebensmittelmärkte. Es befindet sich ebenso eine Großhandlung für den Innenausbau im Umfeld.

Kamen ist Sitz einiger großer Firmen und Institutionen. Eine der ersten IKEA-Niederlassungen in Deutschland wurde hier schon in den 1970er Jahren eröffnet und zog 2005 auf eine große Fläche östlich der Autobahn A1.Das amerikanische Unternehmen 3M betreibt in Kamen eine Fertigungsstätte für Verbandsmaterialien und Wundversorgungs-Produkte (440 Mitarbeiter). In der Nähe des den Bahnhofs befinden sich die Betriebe der Zahnradfabrik Lechleitner, des Kaltwalzwerkes Gülde (150 Mitarbeiter) und die Firma Paul Vahle , ein Hersteller für individuelle Energie- und Datenübertragungssysteme für mobile Industrieanwendungen mit rund 500 Mitarbeitern. In Kamen-Methler produzieren rund 150 Mitarbeiter Büromaterialien für das Unternehmen Durable.

2016 wurde auf dem Gelände des vor Jahren aufgegebenen und abgerissenen Karstadt-Kaufhauses in einem Neubau ein Einkaufszentrum, das Kamen Quadrat, eröffnet, in dem ein großer Lebensmittel-Einzelhändler, ein Drogeriemarkt und diverse Boutiquen angesiedelt sind.

In der Innenstadt hat die im Jahre 1857 gegründete Städtische Sparkasse ihren Hauptsitz. 2013 fusionierte die Sparkasse Kamen mit der Sparkasse Unna. Das Institut ist jetzt unter dem Namen Sparkasse UnnaKamen tätig. Die Commerzbank und die Volksbank sind in Kamen mit Niederlassungen vertreten. Neben Geschäften des täglichen Bedarfs, Boutiquen, Fotohändlern, kleiner Gastronomie und Eisdielen findet sich in der Innenstadt auch noch ein großer Elektronikhändler.

Verkehr

Straßenverkehr

Kamen ist für sein Autobahnkreuz bekannt, das Kamener Kreuz. Hier kreuzen sich die Nord-Süd-Achse A 1 (Lübeck–Saarbrücken) und die West-Ost-Achse A 2 (Oberhausen–Berlin). Das Kreuz wurde bis September 2009 umgebaut und ist jetzt sechsspurig befahrbar.

Durch Kamen verlaufen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

  • Die B 61 beginnt in Lünen an der B 54. Sie verläuft von Westen kommend durch den Bergkamener Stadtteil Oberaden und führt durch das Zentrum Kamens durch den ländlichen Süden des Bergkamener Ortsteils Overberge. Sie verlässt den Kreis Unna in Richtung Hamm. Nach insgesamt ca. 160 km endet sie in Bassum vor den Toren Bremens.
  • Die B 233 beginnt in Werne an der B 54. Über Bergkamen erreicht sie in Nord-Süd-Richtung Kamen. Sie endet zunächst an der Auffahrt der A 1. Der nun folgende Straßenabschnitt bis Unna wurde zur L 678 herabgestuft. Ab Unna verläuft die B 233 bis Iserlohn, wo sie an der A 46 endet.
  • Die L 663 kommt von Dortmund. Sie durchquert die Ortsteile Südkamen und Heeren-Werve. Sie verläuft weiterhin durch den Bönener Ortsteil Flierich und endet an der B 63 in Hamm-Osterflierich.
  • Die L 665 beginnt im Hammer Ortsteil Pelkum an der B 61. Sie verläuft über Bönen-Nord- und Altenbögge und Heeren-Werve bis nach Unna, wo sie an der L 678 (der ehemaligen B 233) endet.
  • Die L 821 beginnt im Bergkamener Ortsteil Heil. Sie verläuft hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung durch Oberaden, Methler, den Unnaer Stadtteil Massen und Holzwickede nach Dortmund-Aplerbeck bis zur B 234.

Radverkehr

Kamen verfügt über mehrere gut ausgebaute Radwegverbindungen innerhalb des Stadtgebiets sowie in umliegende Gemeinden, von denen einige größtenteils kreuzungsfrei verlaufen. Viele dieser Radwege verlaufen auf ehemaligen (Zechen-)Bahntrassen. Weiterhin verfügt Kamen neben einer Radstation am Bahnhof über ein Fahrradparkhaus in der Innenstadt. Auch der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll durch das Stadtgebiet verlaufen.

Als wichtige, gut ausgebaute Verbindungen sind insbesondere zu nennen:

  • Radweg entlang des Körnebachs von Mitte über Westick, Kurl, Husen und Scharnhorst nach bis zum Hoeschpark
  • Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Fröndenberg-Kamen sowie der Klöcknerbahn zwischen Bergkamen-Overberge, Kamen-Mitte und Unna-Königsborn
  • Trasse der ehemaligen Zechenbahn vom Gelände der ehemaligen Zeche Monopol über Bergkamen-Overberge und Rünthe nach Werne
  • Max-von-der-Grün-Weg zwischen Heeren-Werve und Bönen
  • Sesekeradweg von Flierich über Bönen, Kamen-Mitte und Bergkamen nach Lünen-Horstmar

Bahnverkehr

Eine der ältesten und meistbefahrenen Eisenbahn-Magistralen führt durch Kamen: die Köln-Mindener Eisenbahn auf der Teilstrecke zwischen Dortmund und Hamm. Derzeit (2021) halten in beiden Richtungen an Wochentagen vier Regional-Express-Linien (RE1, RE3, RE6, RE11) jeweils stündlich in Kamen. Am Haltepunkt Kamen-Methler halten nur die Linien RE1 und RE3.

Linie Verlauf Takt

Kamen soll zukünftig von den Linien 2, 3, 4 und 6 des Rhein-Ruhr-Express (RRX) angefahren werden, der Haltepunkt Kamen-Methler von der Linie 3. Derzeit fahren bereits die Linien RE1 und RE11 (Abellio) sowie RE 6 (National Express) im RRX-Vorlaufbetrieb.

Das 1854 eingeweihte und 1906 erweiterte Bahnhofsgebäude Kamen ist ein Baudenkmal aus den Jahren um 1850. Es wurde im Rahmen eines Projektes der IBA Emscher-Park (Internationale Bauausstellung Emscher Park) Ende der 1990er Jahre umfangreich saniert und um eine Radstation (eine der ersten in Nordrhein-Westfalen) erweitert. 2015 wurde die Station erneut ergänzt und ist nun barrierefrei.

Am Bahnhof Kamen zweigte die Bahnstrecke Fröndenberg–Kamen in Richtung Unna ab. Bis auf ein heute nicht mehr genutztes Anschlussgleis zwischen dem Bahnhof Kamen und dem Gewerbegebiet Henry-Everling-Straße sowie einen vom Bahnhof Unna-Königsborn ausgehenden Gleisanschluss ist die Strecke seit 1955 abgebaut. An dieser Strecke befand sich auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Heeren-Werve der Bahnhof Heeren, welcher allerdings bereits im Jahr 1918 – vor der Eingemeindung nach Kamen – stillgelegt wurde.

Über- und Unterführungen

Fußgänger und Radfahrer können eine Unterführung im Bereich des Kamener Bahnhofs nutzen. Im Westen des Stadtgebietes bestehen weitere vier Bahnquerungen:

  • eine ehemalige Viehdrift in Nähe des Körnebaches, die als Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut wurde,
  • eine neu ausgebaute Unterführung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich der ehemaligen Gemeinde Westick,
  • zwei Querungen für Kraftfahrzeuge (Unterführung Schimmelstraße und Überführung Wasserkurler Straße).

Des Weiteren gibt es einen letzten schienengleichen Bahnübergang im Bereich Südkamen. Auch hier ist der Umbau zu einer Unterführung geplant.

Im Osten der Stadt gibt es drei weitere Bahnquerungen, hier jedoch sind überall Brückenbauwerke vorhanden. Der gesamte innerstädtische Verkehr geht über die vierspurige Hochstraße der B 233.

Zusätzlich gibt es noch einige Unterführungen nur für Fußgänger und Radfahrer im Stadtgebiet.

Busverkehr

Von 1908 bis 1950 war Kamen betrieblicher Mittelpunkt der Kleinbahn Unna–Kamen–Werne, einer Überland-Straßenbahn auf Regelspurgleisen mit 600-V-Oberleitung. Nach ihrer Stilllegung stellen die Nachfolge-Buslinien das Rückgrat der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) dar.

Heute wird neben dem Bahnverkehr der weitere ÖPNV über die ortsansässige VKU geregelt. Sie betreibt folgende Linien im Taktverkehr in Kamen:

Schnellbus-Linie
Linie Streckenverlauf
Werne, Holtkamp – Werne, Stadthaus – Bergkamen-Rünthe, Marina – Bergkamen, Busbahnhof – Kamen, Bahnhof – Unna-Königsborn, Rehfuß – Unna, Bahnhof (Samstags verkehrt die Linie nur zwischen Kamen Bahnhof und Bergkamen Busbahnhof.)
Regiobus-Linien
Linie Streckenverlauf
Bergkamen Busbahnhof – Werner Straße – Kamen Bahnhof
Unna, Bahnhof – Unna-Massen, Kleistraße – Unna-Massen, Landesstelle – Kamen-Methler, Schmiedeweg – Methler, Lutherplatz
1 Werne, Krankenhaus – Werne, Stadthaus – Bergkamen-Rünthe, Gewerbepark (R82) bzw. Kettelersiedlung (R81) – Bergkamen, Busbahnhof – Bergkamen-Weddinghofen, Wellenbad – Kamen, Bahnhof – Unna-Königsborn, Rehfuß – Unna, Bahnhof
2 Kamen, Arvato – Kamen, Stadthalle – Kamen, Bahnhof
Die Regiobus-Linien fahren teilweise unter anderer Liniennummer weiter:
ab Kamen-Methler, Schmiedeweg weiter als Linie C24 in Richtung Kamen, Markt
Stadtbus-Linien
Kamen, Bahnhof – Kamen, Markt – Kamen, Auf dem Spiek – Kamen, Stammer Hausgeräte – Kamen, Lüner Höhe
Kamen-Südkamen, Friedhof – Kamen, Hochstraße – Kamen, Stadthalle – Kamen, Markt
Kamen, Bahnhof – Kamen, Markt – Kamen, Hochstraße – Kamen-Heeren, Denkmal
Kamen, Markt – Kamen, Bahnhof – Kamen, Industriegebiet „Hemsack“ – Kamen-Methler, Lutherplatz – Kamen-Kaiserau, Heimstraße – Kamen-Methler, Bahnhof – Kamen-Methler, Schmiedeweg
Kamen-Heeren, Denkmal – Bönen-Altenbögge, Markt – Bönen, Bahnhof – Bönen, Industriegebiet „Am Mersch“ – Bönen-Nordbögge, Bahnhof – Bönen-Nordbögge, Jungholzstraße
Die StadtBus-Linien fahren teilweise unter anderer Liniennummer weiter:
ab Kamen-Heeren, Denkmal weiter als Linie R53 in Richtung Unna, Bahnhof bzw. als Linie R92 in Richtung Bönen, Woortstraße
ab Kamen-Methler, Schmiedeweg weiter als Linie R54 in Richtung Unna, Bahnhof
Direktbus-Linien
Bergkamen Busbahnhof – Kamen Bahnhof
Schwerte, Bahnhof – Unna, Bahnhof – Königsborn, Indu-Center Nord bzw. Königsborn, Rehfuß – Kamen, Westring – Bergkamen, Werner Straße – Werne, Amazon bzw. Werne, Bahnhof
NachtAST-Linie
Kamen
1 Linie verkehrt ab Bergkamen Busbahnhof abwechselnd als R81 oder R82 nach Werne mit abweichender Linienführung in Rünthe. 2 Nur einzelne Fahrten.

Darüber hinaus werden weitere Linien angeboten, die nicht im Takt verkehren, sowie einige Schulbuslinien, welche nur an Schultagen in den Morgen- bzw. Mittagsstunden verkehren.

Auf allen Linien gilt der Tarifverbund Westfalentarif (Netz „Münster / Ruhr-Lippe“). Im Übergang zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) u. a. nach Dortmund wird auf allen Bus- und Bahnlinien der VRR-Tarif angewendet.

Die Nacht-Anruf-Sammel-Taxis (Nacht-AST) Kamen verkehren ab bestimmten Haltestellen in Kamen-Mitte, Kamen-Methler, Kamen-Süd oder Kamen-Heeren zu allen Zielen in Kamen und Bönen bis vor die Haustür.

Der Kamener Markt und der Kamener Bahnhof sind mit jeweils verschiedenen Steigen versehen für die verschiedenen Linien der VKU.

Bildung

In Kamen sind alle Schulformen vertreten. Weiterhin verfügt Kamen über eine Musikschule und eine Volkshochschule. Die Stadtbücherei zog 1998 in das alte Rathaus am Alten Markt.

Grundschulen

Kamen-Mitte und -Südkamen

  • Diesterwegschule
  • Friedrich-Ebert-Schule
  • Südschule/Josefschule (Schulverbund)

Kamen-Methler

  • Eichendorffschule
  • Jahnschule

Kamen-Heeren-Werve

  • Astrid-Lindgren-Schule/Schule in der Mark (Schulverbund)

Weiterführende Schulen

  • Städtisches Gymnasium Kamen
  • Gesamtschule Kamen
  • Fridtjof Nansen Realschule
  • Städtische Hauptschule Kamen

Kindergärten und Gemeinschaftshäuser

In jedem Stadtteil Kamens existieren Kindergärten. In der Stadt selbst besteht oft noch die Wahl zwischen städtischen und konfessionellen Kindergärten. Insgesamt ist die Versorgung der Bevölkerung mit Kindergärten in Kamen als gut zu bezeichnen.

Als Einrichtungen der Behinderten- und Altenpflege ist zuvorderst das Justus-Perthes-Heim in Kamen-Süd zu nennen, eine Wohn- und Arbeitsstätte für behinderte Menschen. In Kamen-Heeren unterhält das Perthes-Werk der Ev. Kirche das Haus Mühlbach. Weiter befindet sich „Am Schwimmbad“ eine große Alten-Wohneinrichtung, eine weitere kommerzielle Anlage ist in Kamen-Süd östlich der Hochstraße mit dem Volkermann-Hof im Ausbau.

Kamen hat im Gebäude der städtischen Grundschule einen türkisch-deutschen Club. Des Weiteren finden sich in allen Stadtteilen Hallen, die für Vereins- und große Familien-Veranstaltungen genutzt werden können.

Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kamen ist in 7 Löschgruppen (3 Löschzüge) aufgeteilt:

  • Mitte und Südkamen (Löschzug 1)
  • Methler, Westick und Wasserkurl (Löschzug 2)
  • Heeren-Werve und Rottum (Löschzug 3).

Neben den freiwilligen Kräften unterhält die Feuerwehr Kamen auch eine hauptamtliche Wache, welche unter anderem auch den Rettungsdienst in Kamen, Bergkamen und Bönen bewältigt.

Insgesamt stehen den Einsatzkräften 23 Fahrzeuge zu Verfügung (Mitte 9 + Rettungswagen, Südkamen 2, Methler 4, Westick 2, Wasserkurl 1, Heeren-Werve 4, Rottum 1)

Mit dem im Einsatzgebiet liegenden Kamener Kreuz liegt der Fokus der meisten Fahrzeuge auf technischer Hilfeleistung. In jedem Löschzug ist mindestens ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät sowie ein Tanklöschfahrzeug stationiert.

Sport- und Freizeiteinrichtungen

Kamen hat, neben mehreren Fußballvereinen, insbesondere mit dem VfL Kamen einen tatkräftigen Sportverein, der mit seinen Sporteinrichtungen in der westlichen Stadt am Hemsack über gute Trainingsmöglichkeiten verfügt und in viele Abteilungen gegliedert ist. In der Nachbarschaft „Am Schwimmbad“ befindet sich, wie der Straßenname nahelegt, eine große Freibadanlage, in der oft Schwimmwettbewerbe und vor allem zweimal jährlich überregionale Wasserball-Turniere ausgetragen werden.

Gegenüber dem Freibad befindet sich eine baulich interessante, als Spannbeton-Rundbogenkonstruktion ausgeführte Sporthalle, die neben der Funktion als Schulsporthalle für die benachbarten Grund- und Hauptschulen auch dem Sportvereinsleben dienstbar ist; insbesondere für die Handballabteilung des VfL Kamen. In den Jugendräumen der Sporthalle befindet sich auch das Vereinsheim des Billard-Sportvereins Kamen.Von den zahlreichen Schulsporthallen sei noch die Friedrich-Ebert-Sporthalle erwähnt, die mit ihrer komfortablen Einrichtung besonders dem Gerätturnen eine ideale Trainings- und Wettkampfstätte bietet. Im zweijährigen Turnus zeigen hier Nationalturner aus Weißrussland, die seit 1989 im Austausch mit der Turnabteilung des VfL Kamen stehen, ein Schauturnen, das sportbegeisterte Menschen aus der ganzen Region anzieht.

Wichtigstes Aushängeschild des Kamener Sports ist die Sportschule Kaiserau des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW). Neben der Funktion als Ausrichtungsstätte namhafter Tanzturnier-Wettbewerbe war diese Sportstätte oftmals auch Trainingslager für Nationalmannschaften, bis hin zur deutschen Fußballnationalmannschaft oder der kanadischen Leichtathletiknationalmannschaft. Während der Fußball-WM 2006 war Kaiserau WM-Quartier der spanischen Fußballnationalmannschaft.

Kamen hat drei Tennisvereine. Die Anlage des ältesten Kamener Tennisvereins, die Tennisabteilung des VfL Kamen (sieben Ascheplätze), ist dem Schwimmbad-Komplex benachbart. Ein zweiter großer Verein mit acht Ascheplätzen und einer Drei-Feld-Halle (TC Methler) existiert in Methler an der Stadtgrenze zu Dortmund-Husen. In Kamen-Heeren verfügte der von dem späteren Bürgermeister und Ehrenbürger Werner Berg gegründete HTC 1975 e.V. zunächst über 7 Ascheplätze, ab 2006 über sechs Ascheplätze und einen Beach-Tennisplatz. Der Heerener Tennisclub hatte in den letzten Jahren einen so starken Mitgliederschwund zu verzeichnen, dass vier der sieben Plätze aufgegeben werden mussten. Der Beach-Tennisplatz wurde wieder in einen normalen Tennisplatz verwandelt. Mitte 2019 wurde dieser 3. Platz wiederum umgebaut. Ein Investor errichtete auf dem Gelände eine Outdoor-Padel Arena. Dort stehen nun 2 Plätze mit Flutlicht für dieses in Spanien und Südamerika weit verbreitete Spiel zur Verfügung.

Der Westfälische Tennisverband hat seinen Sitz in Kamen neben dem VfL-Tennisplatz, wo er auch ein Schulungs- und Leistungszentrum betreibt (vier Ascheplätze, ein Hartplatz, vier Hallenplätze).

Im Stadtgebiet von Kamen befindet sich eine Minigolf-Anlage, eine weitere ist in der unmittelbaren Nachbarschaft der nordöstlichen Stadtgrenze in Bergkamen-Overberge zu finden.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Werner Berg (1924–2002), Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Stadt

  • Arnold Sparenberg († 1417), Kaufmann und Ratsherr der Hansestadt Lübeck
  • Friedrich Wilhelm Riga († 1506), Kunstschmied für Palastbauten und Kirchen im Gotischen Stil
  • Balthasar Fannemann (um 1500–1561), Dominikaner, Weihbischof von Münster, Hildesheim und Mainz; Titularbischof von Misenum
  • Elsa aus Kamen (≈1545–≈1565), als Hexe verurteilt
  • Johann Buxtorf der Ältere (1564–1629), reformierter Theologe
  • Carl Böddinghaus (1835–1903), katholischer Priester und Publizist
  • Friedrich Vohwinkel (1840–1900), Holzgroßhändler und Unternehmer
  • Alexander Herzberg (1841–1912), Ingenieur
  • Ernst Marcus (1856–1928) Richter und Philosoph (Essener „Krupp der Logik“)
  • Wilhelm Middelschulte (1863–1943), Organist, Komponist und Lehrer
  • Karl Zuhorn (1887–1967), Politiker, OB von Münster
  • Julius Voos (1904–1944), Kantor, Rabbiner und Pädagoge
  • Alfred Gleisner (1908–1991), Politiker (SPD), MdB, MdL (Nordrhein-Westfalen)
  • Werner Flume (1908–2009), Rechtswissenschaftler
  • Ernst Beier (1927–2011), Chemiker und Hochschullehrer
  • Diether Ritzert (1927–1987), Maler und Graphiker
  • Elmar Altvater (1938–2018), Politikwissenschaftler
  • Horst Hensel (* 1947), Schriftsteller
  • Gerd Puls (* 1949), Schriftsteller und Maler
  • Heinrich Peuckmann (* 1949), Schriftsteller
  • Hans-Heinrich Bass (* 1954), Wirtschaftswissenschaftler
  • Karl-Heinz Krems (* 1955), Politiker, ehemaliger Staatssekretär im Justizministerium von Nordrhein-Westfalen
  • Dietrich Schulze-Marmeling (* 1956), Sachbuchautor
  • Martin Eimer (* 1959), deutsch-britischer Neuropsychologe und Hochschullehrer
  • Hartmut Weber (* 1960), Leichtathlet, Europameister
  • Volker Meyer-Dabisch (* 1962), Schauspieler und Regisseur
  • Frank Seelhoff (* 1963), Diplom-Volkswirt und Schauspieler
  • Bernd Schäfer (* 1966), Politiker (SPD), Bürgermeister der Stadt Bergkamen
  • Michael Menzel (* 1968), Handballspieler und Handballtrainer
  • Oliver Kaczmarek (* 1970), Politiker (SPD), MdB
  • Marc Rennhack (* 1974), Koch
  • Frank Fahrenhorst (* 1977), Fußballspieler und Fußballtrainer
  • Rieke Werner (* 1987), Synchronsprecherin und Sängerin
  • Stefan Titze (* 1994), Autor und Komiker

Persönlichkeiten, die in Kamen gewirkt haben

  • Hermann Hamelmann (1526–1595), Theologe, Historiker und Reformator Westfalens
  • Anton Praetorius (1560–1613), Theologe, Rektor der Lateinschule in Kamen 1586–88
  • Gertrud Bäumer (1873–1954), Frauenrechtlerin, arbeitete in Kamen von 1892 bis 1895 als Lehrerin an der Volksschule
  • Wilhelm Groß (* 1925), ehemaliger Personalratsvorsitzender und Schulleiter, in der NAMERKA (Nachbarschaftsgemeinschaft Mersch Kamen) bis heute aktiv
  • Wilhelm Fehring (* 1935), Besitzer der größten Sammlung historischer Dokumente der Stadt Kamen, Spender von Dokumenten
  • Fritz Nöpel (1935–2020), Wegbereiter des Gōjū-Ryū-Karate in Deutschland, seit September 2007 höchst graduierter deutscher Dan-Träger
  • Reimund Kasper (* 1947), Maler, Grafiker, Bildhauer und Kulturmacher
  • Ina Scharrenbach (* 1976), Politikerin (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kamen

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