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Hamminkeln
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Hamminkeln
Brüner Str. 9
46499 Hamminkeln

http://www.hamminkeln.de/

Hamminkeln

160pxAbb. 1 Wappen von Hamminkeln
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Wesel
Höhe 21 m
PLZ 46499
Vorwahl 02852, 0281, 02850, 02856, 02857, 02865, 02871, 02872, 02873
Gliederung 7 Ortsteile
Adresse der Verwaltung Brüner Straße 9
46493 Hamminkeln
Website www.hamminkeln.de
Bürgermeister Bernd Romanski (SPD)
Die Stadt Hamminkeln liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Hamminkeln ist die jüngste und flächengrößte Stadt des Kreises Wesel. Mit ihren 164,54 km² liegt sie auf Platz 28 aller nordrhein-westfälischen Kommunen. Sie ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal und liegt in den Zuständigkeitsbereichen des Landschaftsverbandes Rheinland sowie des Regionalverbandes Ruhr. Zwei Drittel des Stadtgebietes liegen im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland. Hamminkeln ist der Niederrhein Tourismus GmbH in Viersen angeschlossen, kooperiert aber auch mit der Ruhr Tourismus GmbH.

Geographie

Räumliche Lage

Die Stadt Hamminkeln liegt zwischen Bocholt im Norden (ca. 15 Kilometer) und Wesel im Süden (ca. 10 km). Die Issel durchfließt von Raesfeld kommend das Stadtgebiet bis an die Stadtgrenze Wesels, um von dort nach Nordwesten verlaufend in Wertherbruch das Stadtgebiet nach Isselburg zu verlassen. Der Rhein befindet sich vom Ortsteil Hamminkeln aus etwa 12 km westlich. Von Hamminkeln bis zur niederländischen Grenze sind es etwa 16 km. Ungefähr zwei Drittel des Stadtgebiets liegen im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland. Zur Stadtgrenze nach Wesel liegt das Naturschutzgebiet Diersfordter Forst/Großes Veen.

Stadtgliederung

Die Stadt Hamminkeln gliedert sich in sieben Ortsteile, von denen die Ortsteile Hamminkeln (ca. 6700 Einwohner) und Ringenberg (ca. 1800 Einwohner) den geographischen Mittelpunkt des Stadtgebiets bilden. Die Ortsteile Dingden (ca. 7100 Einwohner) und Mehrhoog (ca. 6300 Einwohner) sind die weiteren Siedlungsschwerpunkte im Stadtgefüge. Die übrigen Ortsteile sind Brünen (ca. 4100 Einwohner) mit Marienthal, Loikum (ca. 800 Einwohner) und Wertherbruch (ca. 1050 Einwohner).

Nachbargemeinden/-städte

Stadt Isselburg
(Kreis Borken)
Stadt Bocholt,
Stadt Rhede
(beide Kreis Borken)
Stadt Rhede
(Kreis Borken)
Stadt Rees
(Kreis Kleve)
Datei:Windrose klein.svg Gemeinde Raesfeld
(Kreis Borken),
Gemeinde Schermbeck
(Kreis Wesel)
Stadt Wesel
(Kreis Wesel)
Gemeinde Hünxe
(Kreis Wesel)

Geschichte

Die Hamminkelner Issel war bereits seit Römerzeiten eine natürliche Grenze. Die Römer errichteten hier zusätzlich Grenzwälle, die mit der Klever Landwehr gleichgesetzt werden. Zur Zeit der Völkerwanderung um 350 bildete die Issel die Grenze zwischen den christlichen Franken im Westen und den Sachsen östlich des Flusses. Der Fluss war die Grenze der Christianisierung. Im Jahr 779 überquerte Karl der Große im Gebiete der heutigen „Römerrast“, gelegen zwischen den Hamminkelner Ortsteilen Dingden und Loikum, mit seinem Heer die dortige Isselniederung. 843 wurde durch den Vertrag von Verdun das Karolingerreich entlang der Issel als Grenzfluss geteilt, in das Ostreich von Ludwig dem Deutschen und das Mittelreich von Kaiser Lothar. 946 wurde Hamminkeln als „Hamwinkile“ erstmals urkundlich erwähnt.

Im Ortsteil Ringenberg diente die gleichnamige Wasserburg, erbaut von Sueder von Dingden, als Grenzfeste. Im Dreißigjährigen Krieg zerstört, wurde die Burg als Schloss im Stile des niederländischen Barocks durch den kurbrandenburgischen Generalfeldmarschall Alexander Freiherr von Spaen (1619–1692) wieder aufgebaut. Im Siebenjährigen Krieg besiegte am 5. August 1758 in der Schlacht bei Meer (franz. Affaire de Meer, heute Hamminkeln-Mehrhoog) der braunschweigische Generalleutnant Philipp von Imhoff die französischen Truppen unter General François de Chevert.

Am 24. März 1945 wurden im Rahmen der Operation Varsity von den Alliierten große Gebiete von Hamminkeln als Landezone für Lastensegler und Fallschirmspringer genutzt. Ihr Ziel war, bei Wesel einen Brückenkopf über den Rhein zu bilden, nachdem der Rheinübergang in Arnheim/NL gescheitert war. Die Operation Varsity war die größte Luftlandeoperation der Alliierten während des Zweiten Weltkrieges.

Am 1. Januar 1975 wurden im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms die bis dahin selbständigen Gemeinden Hamminkeln und Ringenberg des ehemaligen Amtes Ringenberg, die Gemeinden Loikum und Wertherbruch sowie der Ort Mehrhoog (aus den Gemeinden Haffen-Mehr und Haldern) des ehemaligen Amtes Haldern und die Gemeinde Brünen des ehemaligen Amtes Schermbeck (alle im früheren Kreis Rees) sowie die westfälische Gemeinde Dingden im Kreis Borken zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen. Gleichzeitig wurden wesentliche Teile der ehemaligen Kreise Dinslaken, Moers und Rees mit Teilgebieten der Kreise Borken und Recklinghausen zum neuen Kreis Wesel zusammengefügt. Hamminkeln führt seit 1995 nach Überschreiten der Grenze von 25.000 Einwohnern den Titel Stadt.

Einwohnerentwicklung

(jeweils am 31. Dezember)
  • 1980: 22.607
  • 1985: 23.880
  • 1990: 25.380
  • 1995: 27.330
  • 2000: 27.722
  • 2005: 27.895
  • 2010: 27.899
  • 2011: 27.798
  • 2012: 27.380
  • 2013: 27.395
  • 2014: 27.618
  • 2015: 28.017
  • 2016: 27.836

Politik

Stadtrat und Bürgermeister

Die 38 Sitze im Stadtrat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei / Liste Sitze G/V
CDU 17 − 1
SPD 10 + 2
FDP 3 − 1
GRÜNE 4 ± 0
USD 4 ± 0

Bürgermeister der Stadt Hamminkeln ist seit dem 21. Oktober 2015 Bernd Romanski (SPD). Die stellvertretenden Bürgermeisterinnen/Bürgermeister: Anneliese Große-Holtforth (CDU), Bernd Störmer (SPD), Gisela Dahmen (Bündnis 90/die Grünen).

Wappen, Dienstsiegel und Flagge

Der Regierungspräsident in Düsseldorf hat der Stadt Hamminkeln mit Urkunde vom 11. November 1977 das Recht zur Führung eines Wappens und Dienstsiegels und mit Urkunde vom 6. August 1978 das Recht zur Führung einer Flagge in Form eines Banners verliehen,; Wappenbeschreibung „In Grün – über einem silbernen Wellenbalken – ein silberner Rundschild, belegt mit einer achtstrahligen schwarzen Lilienhaspel, auf dem Schildrand sieben kleine Rundschilde in Wechselfarben.“Bedeutung

Das Grün als Grundfarbe des Wappens symbolisiert die niederrheinische Landschaft, während die große Kreisfläche für die Stadt Hamminkeln und die sieben kleinen Kreisflächen für die früher eigenständigen Gemeinden und Gemeindeteile stehen. Die Lilienhaspel weist auf die historische Zugehörigkeit aller früheren Gemeinden zum Herzogtum Kleve hin (bis auf Dingden), der Wellenbalken symbolisiert die durch die Stadt fließende Issel.Dienstsiegel

Das Siegel zeigt in schwarz-weißer Tingierung die Embleme des Wappens.Flaggenbeschreibung

Das Banner zeigt auf grünem Fahnentuch die Embleme des Wappens.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Hamminkeln unterhält Städtepartnerschaften mit der englischen Stadt Sedgefield im County Durham seit 1982 und mit der polnischen Gemeinde Chmielno seit 1999. Mit der brandenburgischen Gemeinde Neuhardenberg bestehen seit 1990 Kontakte durch die im Zuge der deutschen Wiedervereinigung geleistete Verwaltungshilfe.

Wirtschaft, Kultur & Infrastruktur

Wirtschaft

Hamminkeln ist eine Mittelstadt mit ländlichem Charakter. Der Ortsteil Dingden ist bundesweit ein Schwerpunkt textilverarbeitender Industrie.

Wichtige Arbeitgeber der Stadt sind der direkt an der A 3 liegende deutsche Bekleidungsfilialist Bonita, die Johann Borgers KG, die Gerhard van Clewe GmbH & Co. KG, die SETEX Textil GmbH, H. u. W. Schmänk (biberna) GmbH & Co. KG, die Maibom GmbH Textilvertrieb, die Akademie Klausenhof gGmbH, die Elektrotechnik Eimers GmbH, die Max Bögl Fertigteilwerke GmbH & Co. KG, die GTA Maschinensysteme GmbH, die WAT Wärmeaustauschtechnik GMBH und der international bekannte Motorradhersteller Thunderbike.

Im Ortsteil Hamminkeln ist die 1852 gegründete Feldschlösschen Brauerei ansässig, die verstärkt auf Malzbiere spezialisiert ist. Ebenfalls ist dort die Obstkelterei van Nahmen KG ansässig, die seit einigen Jahren „Hoflieferant“ des Bundespräsidenten ist. Als letzte der ehemals sieben Schnapsbrennereien in Ortsteil Ringenberg ist die Bovenkerck GmbH übrig geblieben. Der einzige Winzer am Niederrhein ist im Ortsteil Wertherbruch zu finden. Das Weinkontor Kloster-Kraul betreibt hier ein Wein-Freilichtmuseum.

Neben dem viele Tausend Besucher zählenden Bikerfestival „Jokerfest“, auf dem schon bekannte Bands aufgetreten waren, finden zahlreiche klassische Veranstaltungen wie die renommierte Konzertreihe auf Gut Rodehorst oder die Marienthaler Abende statt.

Sehenswürdigkeiten

Verkehrsinfrastruktur

Schienen- und Busverkehr

Im Schienenpersonennahverkehr ist die Stadt Hamminkeln über drei Bahnhöfe erreichbar,

  • über die Bahnhöfe Hamminkeln und Dingden an der Bocholter Bahn, die von der RB 32 (Der Bocholter) Wesel–Bocholt mit Anschluss an den RE 5 (Rhein-Express) in Wesel bedient werden, und
  • über den Bahnhof Mehrhoog an der Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem, der vom RE 19 (Rhein-IJssel-Express) bedient wird.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der Abellio Rail NRW; der RE 5 von DB Regio NRW.

Im Straßenpersonennahverkehr ist das Stadtgebiet durch fünf Buslinien und ein Anrufsammeltaxi (AST) erschlossen.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Straßen

Hamminkeln ist durch die Bundesautobahn 3 (E 35) und die Bundesstraßen 8, 70 und 473 an das Fernstraßennetz angebunden.

Bilder

Persönlichkeiten

  • Wilhelm von Lans (* 1861 in Hamminkeln (Gut Loosen); † 1947 in Charlottenburg), Admiral der Kaiserlichen Marine
  • Augustinus Winkelmann (* 1881 in Amelsbüren; † 1954 in Marienthal), Pfarrer in Marienthal, Förderer bildender Kunst im sakralen Raum
  • Hildegard Bienen (* 1925 in Walsum; † 1990 in Marienthal), bildende Künstlerin
  • Heinrich Meyers (* 1938 in Orsoy; † 25. Dezember 2000), Bürgermeister und Landtagsabgeordneter
  • Joseph Anton Kruse (* 1944 in Dingden), ehem. Leiter des Heinrich-Heine-Institutes in Düsseldorf
  • Michael Maerker (* 1955 in Leverkusen; † 2005 in Wesel), Bildhauer, Dozent für Steingestaltung an der Akademie Klausenhof
  • Gerd-Heinz Stevens (* 1957), Musikwissenschaftler, Komponist und Kirchenmusiker
  • Maria Klein-Schmeink (* 1958 in Dingden), Politikerin der Grünen, Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2009
  • Ralf Miggelbrink (* 1959 in Dingden), Professor für Systematische Theologie an der Universität Duisburg-Essen
  • Wolfgang Buschfort (* 1961 in Dingden), Sozialwissenschaftler, Fernsehjournalist und Sachbuchautor
  • Claudia Wissmann (* 1964 in Dingden), Lichtkünstlerin
  • Thomas Großbölting (* 1969 in Dingden), Historiker
  • Corina Schröder (* 1986 in Dingden), Fußballspielerin

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hamminkeln

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