Stadtplan Dillingen (Saar)
Stadt Dillingen
Merziger Str. 51
66763 Dillingen

http://www.dillingen-saar.de

Dillingen/Saar

160pxAbb. 1 Wappen von Dillingen/Saar
Basisdaten
Bundesland Saarland
Höhe 183 m
Fläche 22.07 km2
PLZ 66763
Vorwahl 06831
Kfz SLS
Gliederung 3 Stadtteile (Dillingen, Pachten, Diefflen)
Website www.dillingen-saar.de
Bürgermeister Franz-Josef Berg (CDU)

Dillingen/Saar ist eine Stadt im Landkreis Saarlouis, Saarland. Sie hat etwa 21.600 Einwohner. Dillingen liegt am Rand des Naturparks Saar-Hunsrück an der Mündung der Prims in die Saar.

Geographie

Geographische Lage

Dillingen liegt rechts der Saar im nördlichen Teil des Saarlouiser Beckens und damit im Saar-Nahe-Becken. Das Saarlouiser Becken ist im Nordwesten, Norden und Nordosten von den Höhen des Buntstandsteins begrenzt. Die Buntsandsteinhöhen gehören zu den östlichsten Randstufen des Pariser Beckens und leiten in die Primsmulde über. Die im Schwarzwälder Hochwald entspringende Prims mündet oberhalb des Stadtteils Pachten in die Saar. Wenige Kilomenter nördlich des Pachtener Bannes vereinigt sich die Saar mit der aus Lothringen kommenden Nied. Die angeschwemmten Aufschüttungen im Talbecken ermöglichen eine gute landwirtschaftliche Nutzung.

Geologie - Großräumige Übersicht

Die Gesteinsschichten des Saarbrücker Steinkohlesattels (Karbon) tauchen nach Nordwesten ab und es kommt zu einer Überlagerung von jüngeren Gesteinen des Rotliegenden und der Trias. Dillingen liegt auf einer Scholle des Mittleren Buntsandsteins. Die rechteckige Scholle ist in Richtung Südost-Nordwest gestreckt und wird im Süden vom Karbon in einer Linie Ensdorf-Hülzweiler-Schwarzenholz begrenzt. Im Südwesten und Nordwesten dieser Buntsandsteinscholle liegen die Höhenzüge des Oberen Buntsandsteins (Röt-Formation) und des Muschelkalks zwischen Berus, Siersburg und dem Haustadter Tal. Die Gesteine des Unter-Rotliegenden und des Karbons bilden den nordöstlichen Randbereich.

Geologie - Engerer Raum

Die ausgeweitete Tallage des Raumes Dillingen und Saarlouis liegt im Bereich des Mittleren Buntsandsteins, in den sich die Täler der Saar und der Prims eingegraben haben. Im Mittleren Buntsandstein sind vorwiegend mürbe, leicht erodierbare Sandsteinformationen entwickelt. Darüber liegt der Obere Buntsandstein (Röt-Formation), der sich aus festeren, zu Teilen tonig oder karbonatisch gebundenen Sandsteinen aufbaut. Diese wurden in früheren Zeiten in zahlreichen Steinbrüchen als Baustoff gewonnen. Darüber befinden sich Muschelkalk-Schichten: Die unterste Muschelkalkschicht bilden sandig-tonig-kalkige Gesteine. Die mittlere Muschelkalkschicht enthält Mergel mit Gips und Anhydrit. Die obere Muschelkalkschicht baut sich aus massigen Kalken und plattigen Kalken mit Mergellagen auf.

Über diesen festen Untergrundgesteinen sind flächenhaft Sedimentterrassen der Flüsse Saar und Prims abgelagert. Die unterschiedlichen Höhenlagen dieser Terrassen geben Zeugnis von verschiedenen Stadien der Eintiefung der beiden Flüsse und der Ablagerung von mitgeführtem Kiesschotter. Die jüngsten Ablagerungen bilden die Auenlehme der beiden Flusstäler.

Morphologie

Im Stadtgebiet Dillingens liegt der Schnittpunkt der beiden Flusstäler von Saar und Prims. Die Prims beendet hier ihren 91 Kilometer langen Lauf. Die Geländehöhe bei der Mündung beträgt . Östlich der Saar ist auf beiden Ufern der Prims Mittlerer Buntsandstein vorkommend. Er ist breifflächig abgetragen und bildet eine flachwellig gestufte Landschaft. Die Flächen sind von breiten Kies- bzw. Lehm-Terassenfeldern bedeckt.

Mineralogie

Nahezu alle im Raum Dillingen auftretenden Gesteine sind wirtschaftlich nutzbar. Die mürben Gesteine des Mittleren Buntsandsteins wurden als Sand in Gruben oder Hangkanten abgebaut. Die festeren Sandsteine des Oberen Buntsandsteins (Röt-Formation) lieferten Hau- und Bruchsteine. Aus den Terrassen wurde Kies gewonnen. Lehme wurden als Ziegeleimaterial nutzbar gemacht.

Klima

Das Klima in Dillingen ist gemäßigt ozeanisch. Dillingen gehört als Teil des Saarlandes zu den wärmsten Örtlichkeiten Deutschlands. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt im landesweiten Durchschnitt bei 800 Millimetern. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei ca. 9°C.

Stadtgliederung

Dillingen besteht aus drei Stadtteilen: Dillingen, dem 1936 eingemeindeten Pachten und dem 1969 hinzugekommenen Diefflen. Diefflen ist an der unteren Prims gelegen und hat rund 4.800 Einwohner. Geprägt durch die Nähe zur Dillinger Hütte hat der Stadtteil einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Industriearbeitern.

Einwohner

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Dialekt

Die Dillinger Mundart gehört zu den Moselfränkischen Dialekten und ist damit eine westmitteldeutsche Mundart. Sie gehört zu den mittelfränkischen Dialekten. Dillingen liegt mit dem Kreis Saarlouis unmittelbar nördlich der dat-das-Linie. Hinsichtlich der hochdeutschen Lautverschiebung bleiben "wat" und "dat" in Dillingen unverschoben. Ebenso unverschoben bleiben: "it" bzw. "et", "dit", "allet" und die Adjektivendung des Neutrums (z. B. "schenet" für "schönes"). "P" im Anlaut und "PP" im Inlaut sind nicht verschoben: So sagt man "Pund" statt "Pfund" und "Appel" statt "Apfel". Dagegen ist das "t" verschoben: z. B. "Wasser", "Zeit", "Katz". Innerhalb des Moselfränkischen ist der Dillinger Dialekt dem "of"-Gebiet zuzurechnen. Die binnendeutsche Konsonantenschwächung und die hochdeutsche Diphthongierung ist vollzogen.

Die Manifestation der Grenzlinien (z. B. der Verlauf der das-dat-Linie von Völklingen nach Nordosten) kann aus konfessionsgeschichtlichen und politischen Gegebenheiten erklärt werden: Die rheinfränkischen Sprachgebiete des Saarlandes gehörten vor 1815 im Wesentlichen zu den protestantischen Herrschaften (z. B. der Grafschaft Saarbrücken und des Herzogtums Zweibrücken), während Dillingen mit allen anderen moselfränkisch sprechenden Orten des Saarlandes zum Einflussbereich des katholischen Kurfürstentums Trier gehörte. Durch den historischen Einfluss Frankreichs auf Dillingen sind auch zahlreiche Gallizismen in die Dillinger Mundart übernommen worden.

Durch die Mobilität der Bevölkerung kommt es zunehmend dazu, dass die Trennungslinie zwischen dem Moselfränkischen und dem Rheinfränkischen nicht mehr so scharf gezogen werden kann. Wörter und Ausdrucksweise beginnen sich anzugleichen, überlappen und verbinden sich. Ein Beispiel wäre die Ablösung des alten Dillinger "braat" (gebracht) durch "gebrung" oder die Ablösung von "eisch/meisch/deisch" durch "isch/misch/disch".

Geschichte

Antike

Die gallo-römische Siedlung Contiomagus bestand an der Kreuzung der Fernstraßen Metz-Mainz und Trier-Straßburg, im heutigen Stadtteil Pachten. 275/276 wird Contiomagus im Zuge der Völkerwanderung zerstört und wieder aufgebaut.

Mittelalter

;Nachrömische Zeit und fränkische NeubesiedelungAufgrund von Grabfunden in der Umgebung der heutigen Pachtener Kirche ist zu vermuten, dass das antike Pachten in der nachrömischen Zeit, wenn überhaupt, nicht lange brach lag, sondern sehr früh, spätestens seit dem 7. Jahrhundert, wieder eine fränkische Besiedlung vorweisen konnte. Dies bestätigen auch weitere Bodenfunde (Waffen, Schmuck).

Der Name Dillingen (ursprünglich Dullingen, erst seit dem 16. Jh. Dillingen) dürfte auf einen fränkischen Ortsgründer namens Dullo hinweisen. Unklar bleibt, warum der mittelalterliche Ortsname Pachten keinerlei Bezugnahme mehr zu dem ursprünglichen gallorömischen Ortsnamen Contiomagus aufweist. Diefflen (erste Nennung als Dieffendael) bedeutet „Siedlung im tiefen Tal“.

;Urkundliche ErsterwähnungenDie älteste schriftliche Nachricht von „Dillingen“ und „Pachten“ findet sich in der Urkunde des Trierer Bischofs Albero von Montreuil (1131-1152), wonach 76 Pfarreien der Saargegend, darunter auch „Dullinga“ und „Pahta“ jedes Jahr an Palmsonntag zum Grab des Abtes Liutwin ins Kloster Mettlach an der Saar wallfahren mussten.1324 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung von Diefflen und 1357 die erste Erwähnung des Alten Schlosses.

;Teil LotharingiensMit dem Vertrag von Verdun vom 10. August 843 wurde das Gebiet der heutigen Stadt Dillingen als Teil des fränkischen Mittelreiches Kaiser Lothar I. als unmittelbarer königlicher Herrschaftsbereich (Lotharii Regnum) zugeteilt. Nachfolger Lothars I. als König (jedoch ohne die Kaiserwürde) wurde dessen Sohn Lothar II.; er gab dem Großterritorium, zu dem Dillingen, Pachten und Diefflen zugehören, die Bezeichnung „Lotharingien“ („das Reich Lothars“). Im Jahr 925 kam das heutige Stadtgebiet mit diese Herrschaftsterritorium unter Heinrich I. endgültig an das ostfränkische Reich.

;Teil OberlothringensMit dem Zerfall des alten Herzogtum in die Herzogtümer Oberlothringen und Niederlothringen kam das heutige Stadtgebiet zu Oberlothringen und war Teil des herzoglichen Hausbesitzes. Dillingen und Pachten unterstanden dem Amt Siersberg auf der anderen Saarseite. Sie hatten aber mindestens seit dem 13. Jahrhundert eine eigene Gerichtsbarkeit.

;Amt SiersbergDas Siersberger Amt übte in Dillingen und Pachten im Namen des Herzogs von Lothringen Steuerrechte, Regalien, Monopolrechte und Wehrhoheit aus. Die Grundhoheit sowie die mittlere und hohe Gerichtsbarkeit wurde von der örtlichen Lehnsherrschaft, den Herren von Siersberg als lothringische Lehensnehmer, ausgeübt. Dabei waren die Herren von Siersberg in Personalunion auch Herren von Dillingen.Die Herren von Siersberg sind urkundlich erstmals im Jahr 1131 fassbar.

Die als Burgbefestigungen errichteten Herrschaftssitze der Siersberger Herren in Dillingen und auf der Siersburg dienten der Kontrolle der Schifffahrt auf der Saar sowie der vorbeiführenden Handelsstraßen, etwa der Flandernstraße von Italien nach Flandern (unterhalb des Limberges im Pachtener Bann mit der Niedüberquerung bei Siersdorf) sowie der alten Römerstraße von Metz über Tholey nach Mainz.

Mit der Eroberung der Siersburg durch Erzbischof von Trier Arnold I. von Valcourt im Jahr 1172 wurde der eigentliche Lehensgeber Herzog Simon II. von Lothringen gezwungen, die trierische Lehenshoheit über Dillingen und Siersberg anzuerkennen.

;Elsässisches KirchenpatronatDas Kirchenpatronat zu Dillingen wurde von den Herren von Dillingen um das Jahr 1250 dem Kloster auf dem Odilienberg im Elsass abgekauft.

Die Erinnerung an das elsässische Odilienpatronat wird auch heute noch u.a. durch die Namensgebung der Odilienschule und das Odiliendenkmal vor dem Saardom aufrechterhalten.

;Streitigkeiten zwischen Lothringen, Trier und SaarbrückenBei weiteren Hoheitsstreitigkeiten um die Herrschaft Dillingen im 14. Jahrhundert konnte sich das Erzbistum Trier unter Erzbischof Balduin von Luxemburg, einem der einflussreichsten Reichsfürsten seiner Zeit und einer der bedeutendsten Trierer Kurfürsten, wieder gegen Lothringen durchsetzen. Herzog Rudolf von Lothringen, der sich noch 1333 durch demonstrative Abwesenheit auf dem Mannengericht in Merzig geweigert hatte, die Trierer Oberhoheit über Dillingen und Siersberg anzuerkennen, musste im Jahr darauf vertraglich Balduins Lehenshoheit anerkennen. Erst mit dem Tod Erzbischof Balduins geriet die Trierische Lehenshoheit über Dillingen und Siersberg allmählich in Vergessenheit und Lothringen erhob neue Ansprüche, sodass die Streitigkeiten weiterhin virulent blieben, da Siersberg und Dillingen als Stützpunkte an der mittleren Saar von strategischer Bedeutung waren.

Eine Lehensabhängigkeit der Herren von Dillingen und Siersberg unter die Grafen von Saarbrücken seit dem Jahr 1388 ist belegt.Über diese Lehensabhängigkeit gab es dann im 16. Jahrhundert Streitigkeiten zwischen den Herren von Dillingen und den Grafen von Saarbrücken vor dem Reichskammergericht, dem obersten Gericht des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in Speyer, da die Herren von Dillingen nur noch die Lehensabhängigkeit von Lothringen anerkennen wollten. Der Konflikt konnte außergerichtlich durch Tauschgeschäfte bereinigt werden und die Saarbrücker Grafen schieden aus der Lehnshoheit über Dillingen aus. Dillingen blieb fortan Lothringen und seiner „Bailliage d´Allemagne“, dem deutschen Bellistum in Wallerfangen auf der anderen Saarseite unterstellt.

;Aussterben des Hauses Dillingen und SiersbergDas Geschlecht der Herren von Dillingen und Siersberg erlosch im Mannesstamm mit dem Tod des kinderlos verstorbenen Lantwein von Dillingen-Siersberg im Jahr 1554 oder 1555.Bezüglich des Ortes Pachten sind im späten Mittelalter zwei Grundherrschaften zu nennen: Das adelige Damenstift in Fraulautern und die Deutschordenskomturein in Beckingen.Die Pachtener Besitzungen gelangten durch Schenkungen an die beiden religiösen Gemeinschaften.

;Dieffler VogteihoheitDer Ort Diefflen als Teil des Nalbachert Tales unterstand einer Vogtei:

  • vor 1327 - 1336 Nikolaus von Kastel I.
  • vor 1344 - ? Rupprecht von Saarbrücken
  • vor 1388 - vor 1405 Nikolaus von Kastel II.
  • vor 1405 - vor 1425 Johann von Lewenstein I.
  • vor 1425 - 1439 Johann von Lewenstein II.
  • nach 1439 - vor 1478 Krapp von Saarburg
  • 1478 - nach 1509 Heinrich von Ratsamshausen
  • vor 1514 - nach 1522 Heinrich von Harancourt
  • vor 1522 - 1527 Jacob von Harancourt
  • 1527 - vor 1545 Johann Ludwig Graf von Nassau-Saarbrücken (Mitvogt Johann von Braubach)
  • 1548 - nach 1560 Alexander von Braubach
  • nach 1560 - 1633 Wilhelm Marzloff von Braubach
  • 1633 - ca. 1664 Kurpfalz verwaltet das Lehen selbst
  • nach 1664 - 1681 Charles Henri Gaspard de Lénoncourt-Blainville
  • 1681 - 1697 Unter Verwaltung der Réunionskammer in Metz
  • nach 1697 - 1711 Kurpfalz verwaltet das Lehen selbst
  • 1711 - 1750 Johann Wilhelm Ludwig von Hagen zur Motten
  • nach 1750 - 1791 Karl Emmerich von Hagen und dessen Bruder Johann Hugo von Hagen

Frühe Neuzeit

;Lehensübergabe an das Haus BraubachMit dem Tod des kinderlos verstorbenen Lantwein von Dillingen-Siersberg im Jahr 1554 oder 1555 ging die Herrschaft Dillingen an den Sohn seiner Schwester Lyba geb. von Dillingen-Siersburg über, die mit Johann von Braubach, Amtmann des lothringischen Amtes Saargemünd, verheiratet war: Alexander von Braubach, lothringischer Amtmann zu Saaralben. 1557 folgte die Belehnung Alexanders von Braubach durch den pfälzischen Kurfürsten Ottheinrich aus der Familie der Wittelsbacher mit Gütern im Nalbacher Tal, die Alexander von Braubach bereits 1548 gekauft hatte. Hiermit beginnt die feudalrechtliche Verflechtung Dillingens mit dem Nalbacher Tal, zu dem auch Diefflen gehörte. Schon in der nächsten Generation starb die Familie von Baubach als Herren von Dillingen im Jahr 1633 aus. Im Frauenstamm wurde die Herrschaft Dillingen durch eine Braubachsche Tochter an Franz von Savigny, Baron de Lemont, übertragen.

;HexenprozesseMit dem Beginn der frühen Neuzeit breitete sich auch in Dillingen und Umgebung der Hexenwahn aus, der besonders in den Jahren zwischen 1570 bis 1634 stark wütete. Besonders der herzoglich lothringische Oberrichter Nikolaus Remigius gelangte bei der Ausrottung der vermeintlichen Hexen und Teufelsanbeter zu trauriger Berühmtheit. Der umfangreichste Prozess in Dillingen wurde im Jahr 1603 geführt. Innerhalb des Prozesses kam es zu einer regelrechten Denuziationswelle von angeblichen Komplizen der drei angeklagten Frauen und einer immer ausufernderen Phantasieschilderung der angeblich angewandten Schadenszauber.Der Prozess endete mit der Hinrichtung der Angeklagten.

Die Hexenprozesse des Nalbacher Tales, zu dem Diefflen gehörte, wurden in Dillingen geführt, die Hinrichtungen allerdings dann in Nalbach vollstreckt (1575 sowie 1591/92 mehrere Personen des Nalbacher Tales / unbekannter Ausgang des Verfahrens, 1595 ein Mann aus Diefflen, 1595 eine Frau aus Piesbach, 1602 ein Mann aus Körprich, ca. 1605 jeweils ein Mann aus Piesbach und Körprich, 1609 ein Mann aus Diefflen, der angeblich mit seinem Pferd sexuell verkehrt haben soll und deshalb auch zusammen mit seinem Pferd hingerichtet wurde, 1611 ein Mann und eine Frau aus Körprich / unbekannter Ausgang des Verfahrens sowie mehrere Anschuldigungen in den Jahren 1602 und 1611).Den Vollzug der Hinrichtungen (Verbrennung bei lebendigem Leibe) besorgte jeweils ein Henker (Nachrichter) aus Roden.

Dreißigjähriger Krieg

;Zerstörungen durch französische und kaiserliche TruppenZwischen 1618 und 1648 gab es schwere Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg, vor allem in der letzten Kriegsphase ab 1635.Durch die Parteinahme des lothringischen Herzogs Karl IV. auf der Seite des deutschen Kaisers besetzte Frankreich Lothringen. 1624/25 kam es an der Saar zu ersten großen Einquartierungen, also schon Jahre vor dem offiziellen Kriegseintritt Frankreichs im Jahr 1635. Dabei wurden die Schlösser Dillingen und Siersberg von französischen Soldaten besetzt.

Ende September 1635 trafen im Gebiet von Dillingen die vor dem kaiserlichen Heer flüchtenden Franzosen unter La Valette, Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne und Abraham de Fabert und die mit ihnen verbündeten Schweden unter Bernhard von Sachsen-Weimar ein, um über eine Fassbrücke und zwei Furten die Saar zu überqueren und in die damals befestigte Stadt Wallerfangen zu fliehen. Den Saarübergang befehligte der französische Marschall Turenne. Dabei kam es zu Gefechten und die kaiserlichen Truppen konnten dem Gegner Verluste zufügen. Unter anderen kam der schwedische Oberst Bernholf von Crailsheim zu Tode.

Kurze Zeit später gelang auch den Kaiserlichen unter Matthias Gallas der Saarübergang bei Dillingen. Nach mehreren Gefechten und fünf Sturmangriffen konnte Wallerfangen eingenommen werden und wurde von kroatischen Söldnern geplündert. Bei diesen Plünderungen wurde auch Dillingen nicht verschont. Die Einwohner hatten versucht, wenigstens einen Teil ihres Besitzes im Schloss vor den Marodeuren in Sicherheit zu bringen, doch auch hier kam es zur Einnahme und Plünderung.Auch nach dem Abzug der kaiserlichen Truppen aus dem Dillinger Gebiet blieben Überfälle, Plünderungen und Kriegskontributionen weiter virulent.

;Kriegsbedingter BevölkerungsrückgangDazu gesellten sich Hungersnöte und Seuchen. Den überlebenden Bevölkerungsresten blieb kaum noch eine Existenzgrundlage. Bei einer Bevölkerungszählung zwecks Besteuerung des deutschen Bellistums des Herzogtums Lothringen im Jahr 1643 wurden in Dillingen inclusive sogenannter Refugierter (Flüchtlinge) noch 18 Menschen gezählt. Während der furchtbaren Jahre von 1632 und 1656 weist das Schöffenbuch von Pachten keinerlei Eintragungen mehr auf, das von Dillingen keine zwischen den Jahren 1633 und 1647.

Der Abt Philipp Gretsch von Wadgassen berichtet auf einer Kirchenrechnung aus dem Jahr 1652, dass es in der Gegend wegen der großen Hungersnot sogar zu Kannibalismus gekommen sei. Das Gebiet um Dillingen mit dem Amt Siersberg verlor durch den Krieg über 70 % seiner Bevölkerung (Vergleichsjahre: 1590 / 1667).Während in anderen Teilen Deutschlands der Dreißigjährige Krieg mit dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück 1648 zu Ende ging, schwelte der Konflikt in Lothringen weiter. Dillingen, als Teil Lothringens, lag nicht im Geltungsbereich der Bestimmungen des Westfälischen Friedens. Es kam weiterhin zu Überfällen durch marodierende Söldnerheere der Lothringer oder Franzosen. Erst mit dem Frieden von Vincennes bei Paris im Jahr 1661 endete der Krieg zwischen Frankreich und Lothringen.

Bei einer Bevölkerungszählung aus dem Jahr 1667 des Amtes Siersberg sind für Dillingen noch 15 und für Pachten 16 Haushaltungen verzeichnet. Für das Nalbacher Tal, zu dem Diefflen gehörte, wurden laut Bericht des Nalbacher Maiers an den Trierer Kurfürsten aus dem Jahr 1664/65 nur noch 47 Haushaltungen gezählt (Verlust von 65 % der Vorkriegsbevölkerung).

17./18. Jahrhundert

;Verwüstungen im Holländischen KriegWenige Jahre nach dem Friedensschluss von Vincennes 1661 wurde Dillingen wieder Operationsgebiet des Holländischen Krieges (1672–1678/79). Im Jahr 1670 hatte der französische König Ludwig XIV. ganz Lothringen besetzt. Dabei vertrieb ein französisches Heer unter dem Maréchal de Crequy (1624–1687) den lothringischen Herzog Karl IV. (1604–1675) und eroberte innerhalb kurzer Zeit dessen Festungen.

In Folge des Krieges, in den auch Kurtrier und das Heilige Römische Reich hineingezogen wurden, kam es in Dillingen zu schweren Verwüstungen des Dorfes und des Schlosses und zu brutalen Drangsalierungen der Einwohner durch die Soldateska.

Als Mitte Mai 1677 Karl V. von Lothringen, ein Neffe und offizieller Nachfolger Karls IV. von Lothringen, der 1675 gestorben war, als kaiserlicher Heerführer einen Vorstoß nach Lothringen unternahm, um Frankreich das Herzogtum wieder abzunehmen, wurde Dillingen mitsamt seinem Schloss von den Österreichern unter Graf Starhemberg erobert, die vorherigen französischen Besatzer in Gefangenschaft geführt und der Kommandant des Dillinger Schlosses gehängt.

;Lehensherrschaft Lénoncourt-BlainvilleNach dem Aussterben der Herrschaft Dillingen im Mannesstamm durch den Tod des Franz de Savigny und seiner Frau Anna Magdalena (geb. von Braubach), die nur eine Tochter, Antoinette de Savigny, hatten, kam Dillingen im Jahr 1657 an deren Ehemann Francois de Lénoncourt, Marquis de Blainville, der einer einflussreichen lothringischen Familie entstammte. Da im Nalbacher Tal das kurpfälzische Recht galt, das eine weibliche Erbfolge ausschloss, schied dieses Territorium mit der Ortschaft Diefflen aus dem Besitz der Familie aus. Erst im Jahr 1665 konnte das Nalbacher Tal wiedererlangt werden.

Auf die Familie Lénoncourt geht die Gründung der Eisenhütte Dillingen zurück. Ihr Familienwappen ist heute das Firmenlogo der Dillinger Hütte. Allerdings hielt sich Francois de Lénoncourt, der bereits 1664 starb, meist am lothringischen Hof in Nancy auf und ließ seine Frau mit dem einzigen Sohn Charles Henri Gaspard in Dillingen alleine. Charles Henri Gaspard de Lénoncourt trat unverzüglich die Herrschaft an, die bis zu seinem Tod 1713 andauerte. Auf Grund einer vertrauensvollen Beziehung zum lothringischen Herrscherhaus wurde er dessen Gesandter am französischen Königshof in Versailles und stand in persönlichem Kontakt zu König Ludwig XIV. Nach dem Frieden von Ryswyk im Jahr 1697, der den pfälzischen Erbfolgekrieg Ludwigs XIV. beendete wurde Lénoncourt Gesandter Lothringens am päpstlichen Hof in Rom. Ebenfalls wurde er unter der Regentschaft des lothringischen Herzogs Leopold (1690-1729) in den Rang eines Staatsrates und Groß-Kammerherrn erhoben.

;Merkantilismus und aufgeklärter AbsolutismusCharles Henri Gaspard de Lénoncourt ließ im Geist des Merkantilismus und des aufgeklärten Absolutismus die Grundstücksgrenzen neu vermessen. Zu den 376 Morgen Ackerland und den 130 Fudern Wiesen, die sich im Nutzungseigentum der Bauern befanden, fügte er zur Verbesserung der wirtschaftlichen Grundlage seiner Untertanen noch aus seinem eigenen Herrschaftsbesitz 260 Morgen hinzu. Zur Linderung der Futternot in der Zeit zwischen Winterende und erster Mahd durften die Bauern ihre Pferde und Rinder in seinen Wäldern weiden lassen.

Die folgenreichste Entscheidung Charles Henri Gaspard de Lénoncourts war es jedoch, die heute noch bestehende Dillinger Hütte gegründet zu haben. Einige seiner Vorfahren hatten sich bereits als Inhaber von Eisenhämmern in Lothringen betätigt. Im Dezember 1685 erteilte König Ludwig XIV. in Versailles Marquis de Lénoncourt-Blainville die Erlaubnis zur Errichtung von Eisenhütten und Schmelzen in Dillingen:

Im Weiteren bestimmte Ludwig XIV., dass der Dillinger Hüttenwald durch Lénoncourt und seine Rechtsnachfolger erhalten bleiben müsse, der Betrieb der Hüttenwerke niemandem Schaden zufügen dürften und bis zum Ende des Bestehens der Hüttenwerke an die königliche Domänenkasse für die erteilte Erlaubnis, ein Grundzins von 1 Écu in Gold zu zahlen wäre. Abschließend ordnete der König an, dass die Räte des Metzer Parlamentshofes diese königliche Genehmigung zu registrieren hätten und zu gewährleisten hätten, dass der Hüttenbetrieb ohne Störungen und Behinderungen laufen könnte.

Durch die Reunionspolitik Ludwigs XIV. war Lénoncourt gezwungen worden, die Herrschaft Dillingen im Jahr 1681 bei der Reunionskammer in Metz der Oberlehensherrschaft der französischen Krone zu unterstellen.

;Diefflen unter kurpfälzischer HerrschaftDiefflen, als Teil des Nalbacher Tales, wurde zwischen den Jahren 1699 und 1711 Lénoncourt, als letztem lothringischen Vogt im Nalbacher Tal entzogen und unter die Selbstverwaltung der Kurpfalz gestellt.

;Diefflen unter der Herrschaft Hagen zur MottenIm Jahr 1711 wurde Diefflen, das zur kurpfälzischen Vogtei des Nalbacher Tales gehörte (mit Körprich, halb Bettstadt und dem Unterdorf in Nalbach), durch den pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz (auch „Jan Wellem“ genannt; 1658–1716) dem Freiherrn Johann Wilhelm Ludwig von Hagen zur Motten (Schloss La Motte) als Mannlehen und seit 1714 als Erblehen übergeben. Dieses Lehen blieb bis zur Französischen Revolution bestehen. Diefflen zählte nach einer Einwohnerliste des Nalbacher Tales um die Mitte des 18. Jahrhunderts 54 Familien und umfasste ein Gebiet von 503 ha.

Im Jahr 1685 erteilte nun der französische König in seiner neuen Funktion als Oberlehensherr Dillingens Lenoncourt die Erlaubnis, in Dillingen eine Eisenhütte zu errichten. Seit dieser Zeit ist die Stadtgeschichte geprägt von der Geschichte der Dillinger Hütte.

;Erster Aufschwung der EisenindustrieDurch den Frieden von Rijswijk im Jahr 1697, der die französischen Reunionen rückgängig machte und das Herzogtum Lothringen wieder restituierte, wurde die Herrschaft Dillingen dem Königreich Frankreich wieder entrissen. Dadurch erfuhr das neue Dillinger Eisenwerk durch Zollgrenzen nach Norden und Osten in seiner wirtschaftlichen Expansion empfindliche Einschränkungen. Eine ungewöhnliche Ausweitung des Absatzmarktes erfuhr die Eisenhütte durch den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1778–1783, als die französische Kriegsmarine die gesamte Eisenproduktion des Werkes über mehrere Jahre hin aufkaufte, um damit die Nordamerikaner in ihrem Kampf gegen England unterstützen zu können.

;Wechselnde Adelsherrschaften und wachsender französischer EinflussIm Jahr 1743 war die Herrschaft Dillingen mit den dazugehörigen Eisenwerken von der Familie Lénoncourt an den Marquis Francois Toussaint de Viray, Generaladvokat des Herzogs von Lothringen am obersten Gerichtshof des Herzogtums Lothringen, verkauft worden. Dieser verkaufte Dillingen bereits drei Jahre später, am 3. März 1746 an seinen Schwager Charles Francois de Tailfumyr, Seigneur de Cussigny.

Als der Herzog von Lothringen und Bar (seit 1729–1737) und damit Lehensherr Dillingens und Pachtens, Franz III. Stephan (1708–1765), im Jahr 1736 die Kaisertochter Maria Theresia heiratete, musste er am 13. Februar 1737 auf Lothringen und Bar verzichten und wurde im Tausch dafür als Franz II. Großherzog der Toskana (1737–1765) sowie ab 21. November 1740 Mitregent in den Habsburgischen Erblanden und seit 1745 als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.Im diplomatischen Einvernehmen zwischen dem Kaiser und der französischen Krone wurde Stanislaus I. Leszczyński, der Schwiegervater des französischen Königs Ludwigs XV., nun zum Herzog von Lothringen und Bar ernannt.

Obwohl Dillingen und Pachten als Teil des Herzogtums Lothringen erst mit dem Tod des polnischen Königs und lothringischen Herzogs Stanislaus I. Leszczyński (1677–1766, seit 1736 Herzog von Lothringen und Bar) vertraglich an die französische Krone fallen sollten, waren schon im Jahr 1748 durch Anordnung alle öffentlichen Akten und Kirchenbücher in französischer Sprache zu führen. Mit dem Tode Stanislaus I. Leszczyńskis am 23. Februar 1766 übernahm Frankreich die Herrschaft Lothringens und damit auch über Dillingen und Pachten. Somit verlief die Staatsgrenze zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation zwischen Dillingen und Diefflen.

Der Dillinger Lehensnehmer Tailfumyr ließ, als getaufter Jude, auf Dillinger Bann im Jahr 1755 an der Grenze zu Diefflen im Dillinger Wald einen jüdischen Friedhof anlegen. Unter seiner Herrschaft fand auch eine Besitztrennung zwischen Herrschaft und Hüttenbetrieb statt. Die Hüttenwerke verkaufte Tailfumyr im Jahr 1754.Im Jahr 1757–59 errichtete Tailfumyr mit Erlaubnis des lothringischen Herzogs Stanislaus I. Leszczyński in Dillingen die Dillinger Papiermühle mit Druckerei. Die Dillinger Papiermühle war bis 1864 neben der Dillinger Hütte wichtigster Arbeitgeber der Umgebung.

Infolge der Scheidung von seiner Frau, der Marquise Toussaint de Viray, musste Tailfumyr im Jahre 1762 allerdings die Herrschaft Dillingen öffentlich versteigern lassen.Dabei ging Dillingen für 147.710 Franken an die Eheleute Louise Charlotte geb. d´Osquet und Albert Lasalle, den vermögenden Sohn des zeitweiligen Pächters der Dillinger Hütte und Steuerpächters unter König Ludwig XV., Georg Theodor Lasalle. Albert Lasalle, der besonders durch die Verpflegungsorganisation der französischen Armee reich geworden war, wurde im Jahr 1763 unter Vermittlung des Trierer Kurfürsten Johann Philipp Reichsgraf von Walderdorff durch Kaiser Franz I. von Habsburg-Lothringen (1745–65) in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Damit durfte er sich Seigneur von Dillingen nennen. Nach seinem Tod im im Alter von 47 Jahren im Jahr 1769 wurde er in der damaligen Dillinger Luzienkirche (heute St. Johannes der Täufer) bestattet.

Lasalles Ehefrau Louise Charlotte geb. d´Osquet verkaufte am 3. April 1787 die Baronie Dillingen für 200.500 Franken an den Baron Wilhelm von Mandel, Ludwigsritter und Oberst im Regiment Nassau-Kavallerie.;Erhebung Dillingens zum französischen HerzogtumWohl wegen Streitigkeiten mit den Hüttenbesitzern verkaufte Mandel die Herrschaft Dillingen schon am 22. Januar 1789 an den Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken zu einem Preis von 225.000 Franken. Der Fürst wollte mit dem Besitz Dillingen seine zweite Ehefrau Katharina Kest („Gänsegretel von Fechingen“) ausstatten, die zuvor Kammerzofe der früheren Maitresse des Fürsten, Frau von Dorsberg, gewesen war. Zur Herrschaft Dillingen gehörten auch Rechte in den Ortschaften Pachten, Itzbach (heute Siersburg), Fickingen (heute Saarfels), Bettingen (heute Schmelz), Diefflen und Nalbach.

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken erreichte beim französischen König Ludwig XVI. durch „lettres patentes“ vom April 1789 aus Versailles die Erhebung der bisherigen Baronie Dillingen zum Herzogtum.

Infolgedessen wurde begonnen, das bisherige Dillinger Schloss durch Balthasar Wilhelm Stengel, dem Sohn von Friedrich Joachim Stengel, zu einer herzoglichen Residenz umzubauen. Durch die Wirren der französischen Revolution mussten der Fürst und die Fürstin von Nassau-Saarbrücken vor den eindringenden Revolutionstruppen fliehen und der französische Staat zog das Herzogtum Dillingen ein.

Französische Revolution

;Dillingen im "Ancien Régime"Die großen sozialen und politischen Umwälzungen der französischen Revolution begannen sich schon in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts bemerkbar zu machen. So kam es zu verstärkten Widersetzlichkeiten der Bauern im Dillinger Raum hinsichtlich der Erfüllung der Frondienste und der herrschaftlichen Abgaben.Um Kosten für den Neubau der Deutschordenskomturei in Beckingen, die vom Kurfürsten von Köln, Clemens August I. von Bayern, in seiner Funktion als Hochmeister des Ordens angeordnet worden war, zu erwirtschaften, sollte ein Großteil des Pachtener Waldes abgeholzt werden. Daraufhin strengten die Pachtener einen Gerichtsprozess an, der zum Amt Busendorf (heute Bouzonville) verwiesen wurde. Der Pachtener Wald wurde dennoch abgeholzt; die heutige "Pachtener Heide" entstand.

Im Jahr 1786 kam es zum Zusammengehen der Pachtener Bauern mit den Einwohnern des Nachbarortes Beckingen, um gemeinsam gegen drückende Lasten der Leibeigenschaft zu protestieren. Der Konflikt, der vor das Parlament in Metz gelangte, endete jedoch ohne spürbaren Erfolg für die Bauern. Im Folgejahr 1787 verweigerten die Pachtener Bauern Frondienste an einer Baustelle.

Nach einer vorangegangenen Kanzlankündigung im sonntäglichen Gottesdienst kam es in Pachten am 8. März 1789 und in Dillingen am Folgetag zu Volksversammlungen, bei der Beschwerdeschriften (Cahiers de Doléances) mit zahlreichen Kritikpunkten verfasst und unterschrieben wurden.

Heftig moniert wurde in der Dillinger Beschwerdeschrift die Generalfinanzpacht, mit deren Hilfe alle staatlichen Monopolabgaben eingezogen wurden. Innerhalb der Liste der staatlichen Monopole wurde besonders die sogenannte „Gabelle“, die Salzsteuer, von den Dillinger Untertanen angefeindet: „Diese Salzsteuer verteuert das Salz derart, dass sich die Armen wochenlang nicht einmal Salz für die Suppe kaufen können, dass mancher arme Familienvater über die Grenze gehen muss, um das dortige billigere Salz zu kaufen.“

Verhasst waren den Dillingern auch die weiter bestehenden Zollschranken zwischen den lothringischen und den altfranzösischen Gebieten: „Wir sind doch Untertanen des einen Königs.“Weitere Kritikpunkte sind die Eisensteuer, die Ledersteuer, fehlende infrastrukturelle Maßnahmen (angemahnter Brücken- und Straßenbau nach Saarlouis sowie die Errichtung notwendiger Hochwasserdämme), die drückenden Frondienste, herrschaftliche Abgaben wie der neue Kartoffelzehnt, übermäßige Taubenhaltung durch die adelige Herrschaft, die dazu führe, dass den Bauern das Saatgut auf den Feldern weggepickt würde, die Sperrung der herrschaftlichen Wälder und die Abgaben für die Kirche.

Ähnliche Beschwerdepunkte werden auch im Pachtener Beschwerdebrief geäußert und noch um Kritikpunkte wie Besthaupt (Abgabe des besten oder zweitbesten Stückes Vieh beim Todes des Haushaltsvorstandes), Verkaufssteuer, Ein- und Auszugsgeld, Bannrecht (Bannwein, Bannmühle, Bannofen), Bau- und Transportfronen sowie landwirtschaftliche Hilfsdienste für die Niederlassung des Deutschen Ordens in Beckingen. Abschließend forderten die Pachtener Einwohner die französische Regierung in ihrem Beschwerdeschreiben auf, Abhilfe hinsichtlich der angesprochenen Kritikpunkte zu schaffen und die adeligen Forderungen an sie auf ihre reale Berechtigung zu überprüfen.

;Dillingen ab 1789Als Dillinger Delegierte für die Wahl der Abgeordneten zur französische Nationalversammlung wurden der Tagelöhner Conrad Bernard und der Schmied Philipp Hector gewählt. In Pachten wurden als Delegierte Simon Hector und Adam Reiter gewählt

In der französischen Nationalversammlung wurde in der Sitzung vom 4. August 1789 der Forderung der Beschwerdeschriften aus allen Provinzen Frankreichs entsprochen und alle Sonderrechte des Adels und des Klerus mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Die Beschneidung der Feudalherrsschaft wurde von der Dillinger Bevölkerung mit dem Pflanzen eines Freiheitsbaumes, Musik und Tanz sowie fröhlichem Zechen gefeiert.

In der Dillinger Papiermühle und Druckerei wurde 1790 ein „Patriotischer Bericht von dem Departement der Mosel an die Einwohner auf dem Lande“, der propagandistisch die Errungenschaften der französischen Revolution feiert. Als der Dillinger Ortspfarrer 1791 den Eid auf die revolutionäre Verfassung Frankreichs verweigerte, entzog ihm der Dillinger Gemeindevorstand den Zugang zur Kirche. Theis floh im Jahr 1792/93 nach Trier, nachdem ihm von Revolutionsanhängern zugesetzt worden war. Bei einem Versuch, nach Dillingen zurückzukehren wurde Theis von den Franzosen verhaftet und ins rechtsrheinische Gebiet abgeschoben. Erst im Jahr 1803 wurde Theis amnestiert und konnt nach Dillingen zurückkehren.

Der Pfarrer von Pachten, Christoph Hauck, hatte im Gegensatz zu Theis den Eid auf die Revolutionsverfassung abgelegt und konnte in seiner Pfarrei in Pachten bleiben. Für zahlreiche revolutionsfeindliche katholische Einwohner galt Hauck deshalb als Verräter am Glauben. Sie boykottierten seine Sakramentenspendungen und ließen ihre Kinder in Nalbach, Düppenweiler, Bietzen oder Merzig taufen oder zur Erstkommunion gehen. Auch in der Folgezeit kam es zu Boykotten von konstitutionellen (geschworenen) Geistlichen, die nach Dillingen versetzt worden waren, durch die Bevölkerung. Kirchengeräte und Pfarrkapital wurden durch die Revolutionsbehörden eingezogen bzw. in Assignaten (Papiergeld) zwangsumgetauscht. Dillingen war 1790 der Diözese Metz unterstellt worden (Nach der Eingliederung nach Preußen wurde die Pfarrei provisorisch dem Bistum Trier unterstellt. Dies wurde 1821 durch die päpstliche Bulle „De salute animarum“ bestätigt).

Die noch bestehenden Feudalrechte auf den Ländereien, die den Dillinger Bauern vom Fürsten von Nassau-Saarbrücken zugeteilt worden waren, wurden immer kritischer hinterfragt. So ließ man über den Abgeordneten Lasalle im Jahr 1791 bei der französischen Regierung in Paris nachfragen, ob diese Rechte noch Geltung hätten. Dabei wurde ihnen mitgeteilt, dass dies noch so sei. Das heißt, dass auch noch 1791 Abgaben an den Fürsten geleistet wurden.

Erst unter dem massiven Druck der Bevölkerung verfügte Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken und Herzog zu Dillingen am 20. Januar 1793 die Abschaffung der Leibeigenschaft sowie eine Minderung der Feudallasten und hoffte so noch, seine Herrschaft sichern zu können: "Da wir nun durch gegenwärtige Erlasse und Erleichterungen den Untertanen den deutlichsten Beweis Unserere Landesväterlichen Liebe geben, so halten Wir Uns auch im Voraus versichert, daß dieselben sich hierdurch zur ferneren, schuldigen Treue, Vertrauen und Ergebenheit gegen Uns und Unser Fürstliches Haus werden verbunden erachten und zum Wohlstand des Landes alles, was an ihnen liegt, mit allen Kräften beitragen."

Noch im selben Jahr floh der gesundheitlich angeschlagene Ludwig und die Fürstin von Nassau-Saarbrücken im Mai vor der Französischen Revolution ins Kurmainzer Exil nach Aschaffenburg. Dort verstarb er 1794. Seine sterblichen Überreste wurden in der Schlosskirche zu Usingen beigesetzt. Der französische Staat zog das Herzogtum Dillingen ein. Der Gutsbesitz wurde verpachtet.

Verwaltungsmäßig wurden Dillingen und Pachten zunächst dem Kanton Beckingen (später zum Kanton Rehlingen), zum Arrondissement Diedenhofen (heute Thionville) und zum Moseldépartement mit der Hauptstadt Metz zugeordnet. Zeitweilig, vor der Bildung der Arrondissements, gab es noch eine Distriktsverwaltung in Saarlouis, der in Dillingen Verwaltungsrechte zustanden.Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, gehörte zum Kanton Lebach, zum Arrondissement Saarbrücken und zum Saardépartement mit der Hauptstadt Trier.

;Dillingen in den RevolutionskriegenMit dem Ausbruch der Koalitionskriege 1792 und der Kriegserklärung des revolutionären Frankreich an Österreich und Preußen wurde das Dillinger Gebiet zeitweilig zum Kriegsschauplatz. Preußen und Österreich, die sich bereits 1791 mit der Pillnitzer Deklaration zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen das revolutionäre Frankreich entschlossen hatten, rückten an, mussten sich aber nach der Kanonade von Valmy wieder über die Reichsgrenzen zurückziehen. Dabei belagerten österreichische Truppen im Dillinger Umland (Nalbacher Tal, Düppenweiler, Lebach) die französischen Stellungen und die Festung Saarlouis. Einzelne Vorstöße wurden auch gegen Dillingen unternommen. Als die Österreicher in Dillingen befahlen, den revolutionären Freiheitsbaum umzuhauen, erschoss ein Dillinger Republikaner einen österreichischen Soldaten. Der Täter wurde entdeckt und sofort hingerichtet.

Bei der Besetzung Dillingens durch die Österreicher kam es zu Zerstörungen in der Hütte, die als französischer Rüstungsbetrieb demoliert wurde, und der Papiermühle.

Im Zuge der sogenannten „Levée en masse“, die während des Ersten Koalitionskriegs in Frankreich eingeführt wurde, wurden die jungen Männer Dillingens im Alter von 15 bis 35 Jahren in die französische Revolutionsarmee eingezogen. Daraufhin emigrierten ca. 40 junge Dillinger sofort. Die übrigen Gezogenen wurden nach Pfalzburg (heute Phalsbourg / Département Moselle) verbracht, wo einigen die Flucht gelang. Die scharmützelhaften Kämpfe zwischen Franzosen und Österreichern zogen sich im Dillinger Raum bis zum Jahr 1794 hin.

Erst im Juli 1794 gelang den Franzosen der Durchbruch bis an den Rhein. Im Zusammenhang mit den religionspolitischen Bestrebungen des Jahres 1793, das Christentum abzuschaffen, wurde am 8. Juni 1794 in Saarlouis das Fest der Göttin der Vernunft begangen. In Dillingen kam es zur Schändung des Missionskreuzes durch Auswärtige.

Am 17. Oktober 1797 wurde Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, wie alle linksrheinischen Territorien in einem geheimen Zusatzartikel des Friedensvertrages von Campo Formio, der zwischen Frankreich, vertreten durch Napoléon Bonaparte, und dem römisch-deutschen Kaiser Franz II. geschlossen wurde, Frankreich zugeschlagen.

Der Friede beendete den am 20. April 1792 von Frankreich begonnenen Ersten Koalitionskrieg. Eine offiziell Regelung dieser Grenzverschiebung wurde auf dem Rastatter Kongress (9. Dezember 1797 bis 23. April 1799) getroffen, der jedoch aufgrund des Ausbruches des Zweiten Koalitionskrieges nicht regulär beendet wurde.

Dillingen, Pachten und Diefflen wurden nach der Eroberung der linksrheinischen deutschen Territorien durch die französischen Revolutionsarmeen im Jahr 1794 ab dem Jahr 1798 Teil des neugeschaffenen Département de la Sarre (dt. Saardepartement). Völkerrechtlich erfolgte die Abtretung durch den Frieden von Lunéville am 9. Februar 1801. Das Saardepartement erstreckte sich von der Nordeifel bei Blankenheim bis in das heutige Saarland. Der größte Teil des 4935 Quadratkilometer umfassenden Gebietes gehörte zuvor zum Kurfürstentum Trier. Innerhalb des Saardepartements gehörte das heute Dillinger Stadtgebiet zum Arrondissement Saarbrücken und zum Kanton Lebach. Die Präfektur des Département de la Sarre befand sich in Trier.

19./20. Jahrhundert

;Angliederung an das Königreich PreußenIn der Silvesternacht 1813/1814 war es dem preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher gelungen, in Höhe der Burg Pfalzgrafenstein den Rhein mit rund 50.000 preußischen und russischen Soldaten zu überqueren. Mit dieser Aktion begann das Ende der napoleonischen Herrschaft über Dillingen. In seiner Schrift "An die Bewohner des linken Rheinufers" vom 1. Januar 1818 machte Blücher der Bevölkerung die neue politische Situation unmissverständlich und drastisch klar: "Ich werde euer Eigenthum sichern. Jeder Bürger, jeder Landmann bleibe ruhig in seiner Wohnung, jeder Beamte ans seinem Platz, uns setze ungestört seine Dienstverrichtung fort. Von dem Augenblick des Einrückens der verbündeten Truppen muß jedoch alle Verbindung mit dem französischen Reiche aufhören. Wer sich dieser Anordnung nicht fügt, begeht Verrath an den verbündeten Mächten, wird vor ein Militairgericht gestellt und erleidet die Todesstrafe."

Bereits am 11. Januar 1814 war Blücher bis zur Saar vorgestoßen und hatte die Franzosen unter Marschall Auguste-Frédéric-Louis Viesse de Marmont zur Flucht gezwungen. Durch den Vormarsch der preußischen Truppen wurde auch die durch das heutige Dillinger Stadtgebiet verlaufende französische Telegraphenlinie von Metz nach Mainz unterbrochen.

Nachdem Napoleon Bonaparte zur Abdankung gezwungen worden war, wurde mit dem Bourbonen Ludwig XVIII. der erste Pariser Frieden am 31. Mai 1814 geschlossen, laut dessen Bestimmungen Frankreich auf die Staatsgrenzen von 1792 beschränkt wurde. Das deutschsprachige Dillingen und Pachten sollten demnach bei Frankreich verbleiben.

Nach der Rückkehr Napoleons und dessen endgültiger Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815 sowie seiner Verbannung auf die Insel St. Helena wurden im Zweiten Pariser Frieden Dillingen und Pachten von Frankreich abgetrennt und an das Königreich Preußen (Rheinprovinz) übergeben. Dabei hatten mehrere Bittschriften von Kaufleuten aus Saarbrücken und St. Johann und eine Unterschriftenaktion unter Federführung des Saarbrücker Bürgermeisters Heinrich Böcking, die den Anschluss der Saarorte an das Königreich Preußen zum Ziel hatten, einen nicht unerheblichen Anteil.

Als im Zuge der Befreiungskriege 1814/15 die Frage der künftigen staatlichen Zugehörigkeit der Saarorte diskutiert wurde, war Böcking neben Philipp Fauth der herausragendste Verfechter einer Angliederung an Preußen. So gehörte Böcking verschiedenen Delegationen an, insbesondere der im Sommer 1815 zur Pariser Friedenskonferenz entsandten Deputation. Mit dem Unterhändler Preußens in den Pariser Friedensverhandlungen im Jahre 1815, Karl August Freiherr von Hardenberg, stand man in engstem Kontakt.

Im Artikel I, Absatz 1 des Zweiten Pariser Friedens wurde der Grenzverlauf dementsprechend definiert und am 20. November 1815 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Kaiser Franz I. von Österreich und Zar Alexander I. von Russland paraphiert: "Von Perle läuft sie (gemeint ist die Grenze zwischen dem Königreich Frankreich und dem Königreich Preußen) durch Launsdorf, Wallwick, Schardorff, Niederweiling, Pellweiler, so daß alle diese Ortschaften mit ihren Kirchspielen bey Frankreich verbleiben, bis nach Houvre, und folgt sodann den ehemahligen Gränzen des Fürstenthums Saarbrücken, dergestalt, daß Saar-Louis, und der Lauf der Saar mit den zur Rechten der oben bezeichneten Linie liegenden Ortschaften und ihren Kirchpielen außerhalb der Französischen Gränze bleiben."

Am 30. November 1815 erfolgte durch einen offiziellen Festakt der preußischen Regierung in der Saarbrücker Ludwigskirche die feierliche Besitzergreifung Dillingens und der übrigen Saarorte durch den königlich-preußischen Kommissarius Mathias Simon im Auftrag König Friedrich Wilhelms III..

Im Jahr 1816 wurde das heutige Stadtgebiet Dillingens in den neugegründeten preußischen Landkreis Saarlouis eingegliedert.

Diefflen, das zur Bürgermeisterei Nalbach gehörte, war durch den ersten Pariser Frieden nicht mehr Teil Frankreichs. Es unterstand einer österreichisch-bayerischen Landesadministrationskommission, die am 16. Januar 1814 mit Sitz in Kreuznach installiert worden war. Dies war als Provisorium gedacht, da noch nicht abschließend geklärt war, welcher Macht Diefflen als Teil der zurückgewonnenen linksrheinischen deutschen Gebiete zufallen sollte. Das bedeutete, dass die östliche Banngrenze von Dillingen und Pachten und die westliche Banngrenze von Diefflen für mehr als ein Jahr zugleich Staatsgrenze war.

Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, kam unter preußischer Verwaltung am 1. Juli 1816 vom Kreis Ottweiler zum Kreis Saarlouis. Laut Volkszählung des Jahres 1821 hatte Diefflen 83 Häuser, 89 Haushaltungen und 455 Einwohner.

Von 1821 bis 1829 wurde Diefflen von der Bürgermeisterei Fraulautern aus in Personalunion verwaltet, da die aus sechs Dörfern bestehende Samtgemeinde Nalbacher Tal (als Rechtsform 1815 gegründet) die Verwaltungskosten für das Bürgermeisteramt nicht aufbringen konnte. Ab 1830 ging die Bürgermeisterverwaltung des Nalbacher Tales von Fraulautern an Saarwellingen (Personalunion) über und dauerte bis zum 31. Dezember 1899 an.Am 25. April 1854 kam es durch die drei Dieffler Mitglieder des Samtgemeinderates der Samtgemeinde Nalbacher Tal zur Beantragung der Auflösung der Samtgemeinde und die Trennung ihrer Ländereien. Ebenfalls wurde dies durch ein Gesuch an den Regierungspräsidenten in Trier begründet: „Die Armut der Ortschaften ist zum Spott und Sprichwort der Umgegend geworden. Weil alles noch gemeinschaftlich ist, erfolgt keine Veredelung des Landes und der Gewinn sei daher sehr gering, auch ruhe kein Segen darauf (...) Weil Reichtum der höchste Segen des Lebens ist, würde durch ihn die Armut aus dem Lande gejagt und dadurch Moral und Sittlichkeit veredelt und der Ort Diefeln (sic!) in die Situation gestellt, sich aus dem Staube zu erheben“

Die Gemeindetrennung wurde daraufhin am 1. September 1854 mit 7 gegen 2 Stimmen der Nalbacher Samtgemeinderatsmitglieder beschlossen und am 16. Juni 1858 durch den König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., auf Schloss Babelsberg genehmigt. Die bürgermeisteramtliche Verwaltung blieb allerdings in Nalbach bzw. bis 1899 in Saarwellingen. (Erst 1969 erfolgte die bürgermeisteramtliche Trennung von Nalbach und die Angliederung an die Stadt Dillingen Saar.)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Infrastruktur in einem schlechten Zustand. Erst 1840 wurde eine steinerne Primsbrücke errichtet. Mit der Straßenpflasterung begann man in den 1860er Jahren. Der Übergang über die Saar war im Gemeindegebiet durch eine Furt und eine Fähre gewährleistet. Die nächste Saarbrücke befand sich in Saarlouis. Verzögert durch den Ersten Weltkrieg konnte die erste Saarbrücke erst im Jahr 1929 durch Sir Ernest Wilton, den britischen Präsidenten der Regierungskommission des Saargebietes, dem Verkehr übergeben werden.

Zur Jahrhundertmitte beschreibt der Dillinger Pfarrer Philipp Schmitt die Gemeinde folgendermaßen: "Dillingen liegt in einer sehr schönen Gegend der Prims, über welche hier eine steinerne Brücke führt, nicht fern von ihrer Mündung. Es zählt 1.305 Einwohner und hat zwei Schulen. Das Dorf ist berühmt wegen seiner beiden großen Fabriken. Diese werden durch einen aus der Prims abgeleiteten Kanal betrieben und beschäftigen jede gegen 200 Menschen. Ihre Produkte gehen durch das ganze Gebiet des deutschen Zollvereins. Beide Fabriken gehören anonymen Gesellschaften. Die Blechfabrik besteht seit 1685. Sie verkauft Schwarzblech und Weißblech und bereitet sich ihre Eisen sowie ihre Maschinen selbst. Sie hat Hilfswerkstätten zu Geislautern, Bettingen und Münchweiler, welche derselben Gesellschaft gehören. Die Papierfabrik besteht seit 1758, bereitet das schönste Papier in Deutschland, liefert täglich 400 Ries und versendet es bis Königsberg und Krakau. Ein sehr schöner Punkt in Dillingen ist der Heiligenberg. Nirgendwo stellt sich dem Blicke das Tal der Saar und der Prims so schön dar wie hier. Man sieht von dieser kleinen Anhöhe 20 Ortschaften und die Saar zeigt sich achtmal."

;Dillingen während des Deutsch-Französischen KriegesDer Deutsch-Französische Krieg von 1870 bis 1871, eine militärische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der Führung Preußens sowie den mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt andererseits, brachte weitreichende Folgen für Dillingen.

Auslöser war der Streit zwischen Frankreich und Preußen um die Frage der spanischen Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck ließ die Emser Depesche, mit der er darüber informiert worden war, dass König Wilhelm I. französische Forderungen abgelehnt hatte, in provokant verkürzter Form veröffentlichen. Dies erregte auf beiden Seiten nationalistische Empörung und veranlasste den französischen Kaiser Napoléon III. am 19. Juli 1870 zur Kriegserklärung an Preußen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Kriegserklärung kam es in Dillingen und den übrigen Orten des Saartales zu Hamsterkäufen der Bevölkerung und einem enormen Preisauftrieb. Ab dem 20./21. Juli wurde das Saarlouiser Landratsamt wegen der Kriegsgefahr durch Landrat Heinrich Friedrich von Selasinsky nach Dillingen verlegt.

Die Bevölkerung Dillingens, Pachtens und Diefflens durchlebte in den Jahren 1870/71 und auch darüber hinaus eine harte Zeit. Während im Frühsommer 1870 eine große Dürre den landwirtschaftlichen Ertrag großen Schaden zufügte, verdarb eine anschließende Nässephase die herbstliche Kartoffelernte.

Dazu kamen die kriegsbedingten Forderungen des Militärs nach Fuhrengestellung, Vorspannleitungen und Biwakplätzen auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die Bevölkerung musste die Soldaten und deren Pferde mit Naturalien versorgen und ihnen Quartier bieten. Dillingen alleine hatte 115 Offiziere, 3.546 Soldaten und 2.132 Pferde zu beherbergen und zu versorgen. Damit überstieg der Militäranteil die Zahl der Einwohner Dillingens (2.417). Darüber hinaus war der Anteil armer Tagelöhnerfamilien in Dillingen sehr hoch: Von 2.417 Dillinger waren 392 Familien mit 1.900 Menschen (= 78,6% der Gemeindebevölkerung) ohne selbständiges bzw. festangestelltes Auskommen in der Landwirtschaft.

Die Dillinger Fabriken waren kriegsbedingt geschlossen. Neben den unmittelbar Wehrpflichtigen waren in Dillingen 49 Männer zur Landwehr einberufen worden. Insgesamt musste der Kreis Saarlouis im Jahr 1870 657.854 Mark an Kriegskosten aufbringen.

Auch waren zahlreiche Verwundete zu versorgen. Für ihre selbstlose Tätigkeit wurde die Dillingerin Margaretha Schaeffner im Jahr 1872 mit dem Königlich-Preußischen Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen ausgezeichnet.Die Verleihung erfolgte auf persönlichen Vorschlag der preußischen Königin Augusta, die anschließend vom König bestätigt bzw. vollzogen wurde.

Nicht unerhebliche Folgen für die Bevölkerung hatte auch die schusstechnisch bedingte Rasur der Landschaft, Sprengung von Gebäuden und die künstliche Aufstauung der Saar auf knapp 7 m zum Zwecke einer militärische Inundation im weiten Umkreis der nahegelegenen Festung Saarlouis. Dabei waren die Schleusen unter der Brücke vor dem Deutschen Tor in Saarlouis durch Versatzbalken geschlossen und gleichzeitig flussabwärts die drei Nadelwehre der Saar bei Gersweiler gezogen worden.

Auf dem Limberg legte das Militär Verschanzungen an, um den über die Hochfläche des Saar-Nied-Gaues denkbarerweise vorrückenden Fein daran hindern zu können, dort Kanonen in Richtung Dillingen und Saarlouis aufstellen zu können. Alle Saarschiffe und Boote wurden versenkt, damit der Feind sie nicht nutzten konnte.

Ab dem 2. November wurden ca. 80.000 französische Kriegsgefangene über Dillinger Gleisgebiet nach Trier transportiert.

Zusätzlich zu den beschriebenen Kriegsfolgen breitete sich eine epidemische Viehseuche in Dillingen und im ganzen Kreis Saarlouis aus: die Rinderpest. Grund dafür war, dass die Militärverwaltung zur Versorgung der Truppen massenhaft infizierte Rinderherden aus osteuropäischen Gebieten hinter den Truppen ins deutsch-französische Grenzgebiet getrieben hatte. Ein großer Viehsammelplatz befand sich in der Umgebung des Bahnhofes Saarlouis. Wegen der Truppenkonzentration im Saartal erreichte die Seuche hier ihren Kulminationspunkt. Der aggressive Rinderpestvirus aus der Gattung Morbillivirus kann bis zu fünf Monate in Heu, Stroh oder in der Erde überleben und führt in bis zu 90 % der Fälle zum Tod.

Die Tiere verendeten innerhalb kürzester Zeit oder mussten notgeschlachtet und wegen weiterer Seuchengefahr in sogenannten Schindkaulen verscharrt werden. Material, das mit den infizierten Tieren in Berührung gekommen war, musste entseucht oder verbrannt werden. Weiden durften monatelang nicht mehr benutzt werden. Dillingen und die umgebenden Gemeinden wurden ab dem 1. Oktober 1870 durch Verordnung der Trierer Regierung mit weitreichenden Maßnahmen zum Sperrgebiet erklärt. So waren etwa größere öffentliche Ansammlungen von Mensch und Tier verboten worden. Dennoch flammte die eingeschleppte Seuche immer wieder auf. In Dillingen und den anderen Orten des Kreises Saarlouis fielen der kriegsbedingten Seuche 1.123 Tiere zum Opfer.

Kriegsentschädigungen der Bevölkerung durch den Staat wurden nur teilweise und sehr schleppend geleistet.

;Prosperitätsphase nach der Reichsgründung 1871Mit dem Beginn der Panzerplatten-Fabrikation auf der Dillinger Hütte in den 1870er Jahren wuchs der Wohlstand der Gemeinde Dillingen stark an. Die Einwohnerzahl erhöhte sich von 1877 bis zur Jahrhundertwende von 2600 auf 5300. Die Gemeinden Pachten und Diefflen erlebten ebenfalls einen starken Bevölkerungsanstieg und entwickelten sich allmählich von Bauerndörfern zu Industriearbeitersiedlungen mit Nebenerwerbslandwirtschaft. Im Jahr 1876 zerstörte am 13. August ein Großbrand die größtenteils noch strohgedeckten Bauernhäuser Diefflens zu etwa 50 Prozent. Die Folgen waren so verheerend, dass ein Bericht des Saarlouiser Landratsamtes Diefflen noch im Jahr 1892 als ärmste Landkreisgemeinde einordnete.Bereits im Jahr 1858 war Dillingen an das Eisenbahnnetz (Saarbrücken-Trier) angeschlossen worden. 1901 wurde Dillingen mit der Eröffnung der Linien Dillingen-Busendorf (heute Bouzonville) und Dillingen-Primsweiler Verkehrsknotenpunkt.Durch den vermehrten Zuzug evangelischer Arbeitskräfte in die bisher rein katholische Gemeinde Dillingen kam es 1908 zur Gründung einer eigenen evangelischen Volksschule, für die 1911–1913 ein eigenes Gebäude in der Karcherstraße errichtet wurde.

Am 1. April 1897 schieden die Gemeinden Dillingen und Pachten aus dem Verband der Bürgermeisterei Fraulautern aus und wurden zu einer selbständigen Bürgermeisterei Dillingen vereinigt. Zusammen hatten beide Gemeinden nun 5.667 Einwohner. Die Dillinger Hütte, die die Gründung einer eigenen Bürgermeisterei Dillingen aus wirtschaftlichen Gründen massiv forciert hatte, beschäftigte zu dieser Zeit 2.528 Menschen. Innerhalb weniger Jahre wurde aus ländlichen Gemeinden blühende Gemeinwesen:

  • 1897: Einführung der elektrischen Straßenbeleuchtung
  • 1899: Bau des Schlachthofes
  • 1902: Bau einer zentralen Wasserversorgung
  • 1902: Einrichtung eines Realgymnasiums
  • 1902: Anlage des Volksgartens
  • 1904: Anlage einer zentralen Kanalisation mit Kläranlage
  • 1906: Bau einer Turnhalle und eines Feuerwehrgerätehauses
  • 1907: Bau einer Volksschule in Pachten
  • 1907: Bau eines Gymnasiums
  • 1907: Neubau des Rathauses
  • 1913: Neubau eines zentralen Schlacht- und Viehhofes

Ebenfalls in diese Zeit der Prosperität Dillingens, Pachtens und Diefflens fallen die Neubauten der im historistischen Stil errichteten Pfarrkirchen: St. Maximin in Pachten (Neogotik; 1891–1892, Turmdachzerstörung durch Orkan 1895, danach Wiederaufbau), Saardom (Hl. Sakrament) (Neoromanik, 1911–1913) und evangelische Kirche (neoromanische Einzelformen, 1902, abgerissen 1967, danach Neubau durch das Architektenbüro Wandel, Hoefer und Lorch) in Dillingen, St. Josef und St. Wendelinus in Diefflen (Neogotik, 1899–1900).

;Preußischer Kulturkampf gegen die katholische KircheIm Kulturkampf, dem Konflikt zwischen dem Königreich Preußen bzw. später dem Deutschen Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der katholischen Kirche unter Papst Pius IX. war Dillingen als hauptsächlich katholisch geprägte Gemeinde stark betroffen. Die Auseinandersetzungen eskalierten ab 1871, wurden bis 1878 aber beendet und 1887 diplomatisch beigelegt.

Als Folge des Kulturkampfes wurde die seit 1868 vakante Pfarrstelle in Pachten nicht mehr besetzt. Dem Dillinger Pfarrer Peter Hillen wurde das Gehalt gesperrt. Die dringend notwendige Verwirklichung von Kirchenneubauplänen für Pachten, Dillingen und dem von Nalbach aus pfarrlich verwalteten Diefflen rückten dadurch in weite Ferne, obwohl die Bevölkerung immer stärker anwuchs und die bestehenden Kirchengebäude nicht mehr ausreichten. Die sozial-karitative Tätigkeit der Kirche in Dillingen, Pachten und Diefflen war verunmöglicht worden.

Die Kulturkampf-Verhältnisse in Dillingen verstärkten die antipreußischen Ressentiments der katholischen Bevölkerung Dillingens weiterhin. In Dillingen und in vielen Orten in der Umgebung kam es zu Protestversammlungen, die die Zentrumspartei organisiert hatte. Am 5. Mai 1874 wurde der ohne staatliche Anmeldung seit Herbst 1873 in Dillingen angestellte Kaplan Julius Wilhelm Imandt verhaftet und in Saarbrücken ins Gefängnis gesperrt. Daraufhin versammelten sich in Dillingen mehrere hundert Menschen vor dem Pfarrhaus zu einer Protestkundgebung. Pfarrer Hillen forderte aber die Bevölkerung zur Ruhe gegenüber der preußischen Regierung Bismarck auf, sodass es zu keiner Eskalation kam. Nachdem das Königreich Preußen Hillen das Gehalt gesperrt hatte, wurde er von freiwilligen Spenden der Dillinger Bevölkerung versorgt.

Das Amt des Küsters und Organisten hatte bisher ein staatlich angestellter Leherer mitversorgt. Nun wurde ihm unter Androhung von beruflichen Konsequenzen durch den Staat die Mitarbeit in der Pfarrei verboten. Auch die Anstellung des Organisten Meiser stieß auf Schwierigkeiten, da Meiser Angehöriger der katholischen Zentrumspartei war.

Die Verbitterung der katholischen Bevölkerung hielt noch lange an, wurde dann aber durch die wirtschaftliche Prosperitätsphase in den sogenannten Gründerjahren, die den Wohlstand auch in Dillingen erheblich ansteigen ließen, gemildert.

;Erster WeltkriegIm Ersten Weltkrieg wurde Dillingen, als wichtiger Standort der deutschen Rüstungsindustrie (Panzerplattenproduktion der Dillinger Hütte), am 25. August 1915 von ca. 30-35 Flugzeugen der Alliierten angegriffen. Dabei gingen etwa 90 Bomben über dem Gemeindegebiet nieder, von denen aber viele als Blindgänger nicht explodierten. Der Hochofen wurde von zwei Bomben getroffen. Schwerere Schäden entstanden am Gleisdreieck, in der Merziger Straße und an der Brücke über die Prims. Diesem ersten Bombardement fielen sechs Menschen zum Opfer, 25 Personen wurden verletzt. In der Folgezeit gingen über 170 Bombardements über der näheren Umgebung nieder.

Dillingen in der Zeit des Nationalsozialismus

;Politische Verhältnisse während der Herrschaft des Völkerbundes

Durch den Friedensvertrag von Versailles wurde das Saargebiet ab 1920 dem Völkerbund unterstellt und kehrte erst 1935 nach der Volksabstimmung vom 13. Januar zum Deutschen Reich zurück. Bereits am 30. Juni/6. Juli 1932 war in Dillingen eine Ortsgruppe der NSDAP-Saar mit anfänglich 60 Mitgliedern gegründet worden. Die von Alois Lauer eingereichte Satzung erklärte als Ziel den „Kampf gegen den Materialismus und den volksverhetzenden Judengeist“, war ansonsten jedoch eher unpolitisch gehalten. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich kam es in Dillingen zu mehreren Ausschreitungen der Nationalsozialisten gegen Andersdenkende.Dagegen hatte sich Anfang Oktober 1933 der Widerstand der Dillinger Arbeiterbewegung organisiert, indem die Dillinger SPD-Saar unter ihrem Ortsvorsitzenden Franz Glauben und die KPD-Saar unter Ambrosius Thomaser eine „Antifaschistische Front“ gründeten. Dem Bündnis gehörten in der Folgezeit auch Personen anderer Weltanschauungen, darunter auch Links-Katholiken der Vitus-Heller-Bewegung, an.

Im letzten freien Gemeinderat der Gemeinde Dillingen (1932-35) war die NSDAP-Saar auf Anhieb mit zwei Sitzen vertreten, während die übrigen Parteien über 21 Stimmen verfügten (Zentrum 6, Volkspartei 6, KPD 5, Deutsch-Saarländische Volkspartei 2, SPD 1, Arbeiter- und Bauernpartei 1).Am 23. November 1933 trat im Gemeinderat Dillingens zum ersten Mal Alois Lauer als Führer der Deutschen Front auf. In der Gemeinderatssitzung vom 13. Dezember 1934 wurde der jüdische Kaufmann Eugen Levy, der auch Mitglied des Kreistages sowie einer der Stellvertreter des Dillinger Bürgermeisters war, mit Stimmenmehrheit aus dem Gemeinderat ausgeschlossen.

;Volksabstimmung 1935Bei der Volksabstimmung am 13. Januar 1935 stimmten im Saargebiet 90,5 % für die Angliederung an das Deutsche Reich, im Kreis Saarlouis 91,19 %, in der Gemeinde Dillingen 87,7 % (Status quo 9,7 %, Frankreich 0,6 %).Das Abstimmungsergebnis hatte zur Folge, dass auch Dillinger Antifaschisten in die Emigration getrieben wurden. So floh der Dillinger KPD-Vorsitzende Ambrosius Thomaser noch im Januar nach Frankreich. Nikolaus Schneider (aus Diefflen stammend) und Ludwig Forster flohen nach Spanien, wo sie in den Internationalen Brigaden gegen das faschistische Franco-Regime kämpften. Andere Dillinger Oppositionelle wurden in den KZ Flossenbürg oder Dachau inhaftiert. Nach städtischen Angaben verließen allein im Januar/Februar 1935 129 Personen (darunter auch viele Juden) als Emigranten die Gemeinde.

;Politisch motivierte StraßenumbenennungenDer nach der Rückgliederung neu besetzte Gemeinderat beschloss für Dillingen umgehend die politisch motivierte Umbenennung der Hüttenwerkstraße in Joseph-Goebbels-Straße, der Friedrich-Ebert-Straße in Hermann-Göring-Straße, der Heiligenbergstraße und Karcherstraße in Am Platz des 13. Januar, der Johannesstraße in Straße der SA, der Feldstraße in Hans-Schemm-Straße, des Rosengartens in Platz des 13. Januar, der Saarlouiser Straße in Saarlauterner Straße, der Saarstraße in Schlageterstraße, des Schäferweges in Adolf-Hitler-Straße. In Pachten wurden folgende Straßen umbenannt: die Nachtweidstraße in Horst-Wessel-Straße, die Marienstraße in Ostmarkstraße, die Maximinstraße in Deutsche-Front-Straße. Ebenfalls 1935 kam es in Diefflen durch den Ortsbürgermeister (1935-40) Hermann Greilach zu Straßenumbenennungen: der Dillinger Straße und der Nalbacher Straße in Straße des 13. Januar, der Grabenstraße in Befreiungsstraße, des Kirchplatzes in Adolf-Hitler-Platz, der Wiesenstraße in Deutsche-Front-Straße.

;Gegnerschaft gegen den NationalsozialismusDoch auch nach der Volksabstimmung von 1935 war die Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus in Dillingen noch nicht zu Ende. So wurde der Dillinger Sozialdemokrat Jakob Burger 1944 nach einer Anzeige des Sicherheitsbeauftragten seines Betriebes als aktiver Antifaschist vom Volksgerichtshof wegen Sabotage zum Tode verurteilt und in Stuttgart hingerichtet. Nach Kriegsende wurde die Göbenstraße zu Ehren Burgers in Jakob-Burger-Straße umbenannt. Die Umbenennung dauerte jedoch nur zehn Jahre bis zur Angliederung an die Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus fielen dem Terror der NSDAP der politische Leiter der Pachtener KPD-Ortsgruppe Johann Schmitt sowie Heinrich Bies (ebenfalls KPD) im KZ zum Opfer.Nach seinem Abitur am Ludwigsgymnasium Saarbrücken 1937 absolvierte Willi Graf, späteres Mitglied der christlich motivierten Widerstandsgruppe Weiße Rose von April bis Oktober 1937 in Dillingen den Reichsarbeitsdienst. Willi Graf war bei Begradigungsarbeiten an der Prims eingesetzt und lebte in einem Barackenlager gegenüber dem Eingang zur Dillinger Hütte.

;Die jüdische GemeindeDie jüdische Gemeinde Dillingens bestand im Jahr 1928 aus ca. 130 Personen. Die jüdische Gemeinde hatte in den 1920er Jahren in der Schlossstraße ein Haus zur Synagoge umgebaut. Wie auch im übrigen Deutschland wurden 1933 in Dillingen erste Flugblattaktionen durchgeführt, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen. 1934 kam es zur ersten Schändung des jüdischen Friedhofs an der Gemarkungsgrenze zu Diefflen. Der Druck wurde so groß, dass zahlreiche Juden Dillingen verließen und die jüdische Gemeinde in Dillingen im November 1935 ihre Auflösung als Körperschaft beantragen musste. Im Dezember 1935 lebten nur noch 11 Juden in Dillingen.Am 9. November 1938 versammelten sich die Dillinger SA und Mitglieder der NSDAP anlässlich der Feier des (gescheiterten) Münchner Hitlerputsches von 1923, um anschließend die Dillinger Synagoge in der sogenannten Reichskristallnacht anzuzünden. Es kam zu Demütigungen und Misshandlungen der wenigen noch verbliebenen Dillinger Juden und Demolierung ihrer Wohnungen und Geschäfte. Wiederum geschändet wurde dabei auch der jüdische Friedhof in Diefflen.Die Zivilgemeinde Dillingen beschlagnahmte im Anschluss an die Aktion von den Dillinger Juden ca. 20 ha Grundbesitz. Die in Diefflen noch wohnenden Juden wurden nach dem Novemberpogrom dazu gezwungen, nach Nalbach umzusiedeln. Am 22. Oktober 1940 wurden sie ins KZ Gurs deportiert.

;ZwangsarbeiterIn der Zeit des Krieges wurden in Dillingen 2000-3000 Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten auf der Dillinger Hütte zwangsverpflichtet. Diese Zwangsarbeiter wurden in mehreren Gefangenenlagern unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten.Im Jahr 1962 wurde im hinteren Teil des jüdischen Friedhofes in Diefflen eine Sammelgrabstätte für tote Zwangsarbeiter und deren im Lager geborenen und bald nach der Geburt gestorbenen Kinder angelegt.

;KriegsvorbereitungenIm Vorfeld des geplanten Krieges wurde im Jahr 1937 mit dem Bau des Westwalles begonnen, dessen Bunkerlinie von der belgischen Grenze bis zur Schweiz führt. Einer der in Pachten gebauten Bunker wurde 2008 restauriert und kann besichtigt werden. Im Kreis Saarlouis und damit auch im Dillinger Gemeindegebiet wurde der Westwall rechts der Saar gebaut.

;Beginn des Zweiten Weltkrieges und erste EvakuierungMit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde im Rahmen der Freimachung der Roten Zone am 1. September 1939 die vollständige Evakuierung Dillingens, Pachtens und Diefflens zwangsangeordnet. Die Bewohner mussten innerhalb weniger Stunden ihre Heimat verlassen. Bergungsgebiete waren: Köln, Helmstedt, Halberstadt, Köthen-Anhalt, Kassel, Bad Abbach und dessen Ortsteil Gemling in Niederbayern sowie für Diefflen verschiedene Orte in Thüringen und Sachsen. Die Einwohner Dillingens waren insgesamt in fast 360 Landkreisen Deutschlands untergebracht.

Während der Zeit der Evakuierung bestand von der Gemeindeverwaltung nur eine Abwicklungsstelle in Limbach, dann in Halberstadt und zuletzt in Michelbach.

Nach dem Westfeldzug wurden im Juni 1940 die Vorplanungen zur Wiederbesiedlung Dillingens und Pachtens begonnen. Der Rückzug der Bevölkerung war aber erst im Dezember 1940 abgeschlossen. So waren am

  • 6. Juli 1940: 64 Einwohner,
  • 3. August 1940: 4.700 Einwohner,
  • 4. September 1940: 11.597 Einwohner,
  • 2. Oktober 1940: 12.046 Einwohner in die Heimat zurückgekehrt. Bis zum 18. Dezember 1940 waren 12.626 Menschen wieder in Dillingen und Pachten.

;Alliierte LuftangriffeDie Fliegerangriffe begannen im Jahr 1942. Am 27. August 1944 wurde im Dillinger Bahnhofsgelände ein Munitionszug getroffen. Die darauf folgende Explosion zog sich über eine Stunde hin und richtete im Umkreis schwerste Verwüstungen an. Dabei wurden Eisenbahnschienen aus ihrer Verankerung gerissen und hunderte Meter weit geschleudert. So durchschlug ein Strangstück das Dach des Saardomes. Am 7. Oktober 1944 wurde durch US-Fliegerangriffe die Eisenbahnbrücke über die Saar total zerstört.

;Zweite EvakuierungInfolge der Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944 in Nordfrankreich schob sich die Front ab Mitte November von Westen her gegen Dillingen. Daraufhin wurde am 20. November 1944 eine zweite Evakuierung der Bevölkerung in die Pfalz, nach Württemberg, Franken und Bayern angeordnet, die mit Beginn des Monats Dezember 1944 durchgeführt wurde. Diese eher planlose Evakuierung wurde allerdings nicht mehr von allen Bevölkerungsteilen mitgetragen. Viele hundert Einwohner zogen es vor, das erwartete Kriegsende vor Ort abzuwarten und versteckten sich bei den zahlreichen Bombenangriffen in Bunkern, Kellern oder Felsenstollen.

;FrontgebietVon Dezember 1944 bis März 1945 waren Dillingen, Pachten und Diefflen Kampfgebiet und mussten in dieser Zeit starke Zerstörungen über sich ergehen lassen. Die US-Amerikaner konnten in der Nikolausnacht (5./6. Dezember) 1944 die Saar überqueren und besetzen bis zum 19. Dezember 1945 Pachten und Dillingen bis zur Dieffler Banngrenze. Sie zogen sich allerdings auf Grund der deutschen Ardennenoffensive wieder auf die linke Saarseite zurück und verzichteten auf den Durchbruch im Westwallabschnitt zwischen Litermont und Hoxberg. So wurden Dillingen und Pachten wieder von der deutschen Wehrmacht eingenommen. Die folgenden drei Monate bedeuteten für Dillingen, Pachten und Diefflen nahezu pausenloses Artilleriefeuer und Fliegerangriffe mit großen Zerstörungen und Opfern unter der Zivilbevölkerung. Der größte Teil der noch in Dillingen und Pachten verbliebenen Bevölkerung floh daraufhin in Richtung Schmelz, um aus der Kampflinie zu entkommen.

Im März 1945 starteten die US-Truppen wiederum eine Offensive, die sogenannte Operation Undertone, die die Eroberung des Saar-Mosel-Dreiecks zum Ziel hatte. Dabei konnten die 7. und 3. US-Armee sowie Teile der 1. Französischen Armee am 19. März den Hauptgürtel des Westwalls durchbrechen und das gesamte heutige Stadtgebiet Dillingens, aus Richtung Düppenweiler kommend, erobern.

Am 10. Juli 1945 wurden die US-Truppen von französischen Besatzern abgelöst. Im gesamten Zweiten Weltkrieg sind in Dillingen und Pachten folgende Opfer zu Beklagen: 465 Soldaten, 323 Vermisste, 30 Zivilisten bei einer Bevölkerungszahl von 14 107 (1938). Nach dem Ende der Kriegshandlungen fielen noch 20 Personen der Explosion von Minen und anderen Sprengkörpern zum Opfer. Bezüglich der Dieffler Bevölkerung starben von 3759 Einwohnern (Stand 1939) 272 als Gefallene und Vermisste sowie 33 Zivilpersonen. Der Zerstörungsgrad der Gemeinde Diefflen betrug 30 %. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadtgebiet zu ca. 60 % zerstört.

Dillingen nach dem Zweiten Weltkrieg

;Stadterhebung1947 wurde Dillingen Teil des teilautonomen Saarstaates und wurde 1949 durch die saarländische Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann zur Stadt erhoben.

; Volksabstimmung zum Saarstatut 1955Durch die saarländische Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 wurde Dillingen 1957 politisch und 1959 wirtschaftlich der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. In Dillingen und Pachten stimmten dabei 3708 Stimmberechtigte für die Annahme des Saarstatuts und 6460 dagegen. In Diefflen befürworteten 1151 das Abkommen, 1447 lehnten es ab. (Der Landesdurchschnitt der Nein-Sager betrug 67,7 %.) Im Gefolge des Anschlusses des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland besuchte Bundeskanzler Konrad Adenauer am Neujahrstag 1957 die Stadt Dillingen. Bundespräsident Theodor Heuss stattete der Stadt am 22. Januar 1957 einen offiziellen Besuch ab. Bundespräsident Heinrich Lübke kam am 6. November 1959 nach Dillingen. Konrad Adenauer wiederholte seinen Besuch am 25. Juni 1965.

;Honecker-BesuchVom 7. bis 11. September 1987 besuchte der Vorsitzenden des Staatsrats der DDR, Erich Honecker, die Bundesrepublik Deutschland und wurde durch Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn empfangen wurde. Auf seiner Reise durch die Bundesrepublik kam er nach Düsseldorf, Wuppertal, Essen, Trier, Bayern sowie in seine saarländische Heimat. Diese Reise war seit 1983 geplant gewesen, wurde jedoch damals von der sowjetischen Führung blockiert, da man dem deutsch-deutschen Sonderverhältnis misstraute. Vom 9. auf den 10. September 1987 hielt sich Honecker in Dillingen auf. Der saarländische CDU-Chef Peter Jacoby und der damalige Vorsitzende der saarländischen Jungen Union und spätere saarländische Ministerpräsident Peter Müller sprachen auf einer Protestveranstaltung gegen den Besuch Honeckers in Dillingen DDR-Menschenrechtsverletzungen, Schießbefehl gegen DDR-Grenzflüchlinge und die Berliner Mauer an.Mit Ministerpräsident Oskar Lafontaine und Größen aus Wirtschaft und Politik des Saarlandes kam Honecker zu einem Essen im Gästehaus der Dillinger Hütte zusammen.

;2000-Jahrfeier1990 wurde in Dillingen bzw. Pachten eine 2000-Jahr-Feier veranstaltet. Anlässlich der 2000-Jahrfeier Dillingens gab es ein Stahlsymposium. In ansässigen Betrieben wurden 5 Werke von 5 Künstlern gefertigt, die entlang der Saar und auf einer in die Innenstadt führenden Achse aufgestellt wurden. Darüber hinaus führte ein historischer Festzug zu verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte durch die Straßen der Stadt.

Politik

Wappen

;Die Blasonierung des Wappens:Auf blauem Grund eine silberne, gezinnte und gefugte Mauer, darüber ein silberner, goldgekrönter und goldbewehrter Adler mit ausgebreiteten Flügeln und roter Zunge. In der Mauer ein goldenes Tor mit rotem Rand. Darauf einen roten Zickzackbalken, der von einem dreilätzigen, blauen Turnierkragen überragt wird.

;HerkunftDas Wappen lehnt sich in seiner Gestaltung an das Wappen der Herren von Siersberg bzw. an das Amtswappen der ehemaligen Prévôté (Vogtei) Siersburg an. Turnierkragen sind in der rheinischen Heraldik sehr häufig angewandte Unterscheidungszeichen für jüngere Nebenlinien von Adelsgeschlechtern.;Verleihung des Wappens und der StadtfarbenIn der Urkunde zur Stadterhebung von 1949 wurde Dillingen von der Landesregierung des Saarlandes unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann das Recht verliehen, dieses Wappen zu führen.

Gleichzeitig wurde der Stadt das Recht verliehen, die Wappenfarben "Rot-Gold" des alten Herzogtums Lothringen als Stadtfarben zu führen.

Bürgermeister

  • 1. April 1897 (Ausgliederung aus der Bürgermeisterei Fraulautern) bis 31. März 1904: Julius Schuh
  • 11. Mai 1904 bis 13. November 1909: Matthias Schmitt
  • 28. Dezember 1909 bis 18. August 1920: Karl Wagner
  • 22. Oktober 1920 bis 14. Juni 1922: Camille David
  • 15. Juni 1922 bis 31. Juli 1923: Verwaltet von Kreissekretär Noll aus Saarlouis die Stelle des Bürgermeisters.
  • 1. August 1923 bis 11. Januar 1936: Otto Nicola
  • 11. Januar 1936 bis 30. März 1945: Albert Kronenberger
  • 1. April 1945 bis 7. Mai 1945: Benedikt Hoffmann
  • 8. Mai 1945 bis 5. September 1945: Heinrich Scherer
  • 1. November 1945 bis 30. September 1946: Theodor Okon
  • 1. Oktober 1946 bis 28. Mai 1956: Peter Lamar
  • 16. Oktober 1956 bis 14. Februar 1974: Eduard Jakobs, CDU
  • 20. März 1974 bis 19. März 1994: Gerhard Leonardy, CDU
  • 20. März 1994 bis 19. März 2004: Erwin Planta, SPD
  • 20. März 2004 bis heute: Franz-Josef Berg, CDU

;Ortsvorsteher der Gemeinde Diefflen bis zur Eingemeindung nach Dillingen am 1. August 1969:

  • 1845-1859: Johann Reuter
  • 1859-1867: Johann Jakob Schamper
  • 1867-1870: Bernhard Scherer
  • 1871-1872: Peter Reuter-Scherer
  • 1873-1879: Nikolaus Weyand
  • 1880-1886: Peter Scherer-Marx
  • 1887-1893: Peter Bach-Senzig
  • 1894-1899: Nikolaus Scherer
  • 1900 (Ausscheiden aus der Bürgermeisterei Fraulautern am 1. Januar 1900; Einrichtung der Bürgermeisterei Nalbach) -1918: Johann Scherer-Schamper (bis März 1918)
  • 1918-1918: Johann Bellmann-Zenner (bis Dezember 1918)
  • 1919-1920: Johann Scherer-Schamper
  • 1920-1922: Johann Albert Brutty
  • 1922-1926: Jakob Wagner-Bach
  • 1926-1930: Johann Dittgen-Kunz
  • 1930-1935: Peter Reiter-Scholer
  • 1935-1940: Hermann Greilach (ohne vorherige Wahl von der NSDAP als Ortsbürgermeister eingesetzt)
  • 1940-1945: Johann Feld (ohne vorherige Wahl von der NSDAP als Ortsbürgermeister eingesetzt; bereits seit September 1938 als Erster Beigeordneter mit der Führung der Amtsgeschäfte betraut)
  • 1945-1946: Peter Baumann (ohne vorherige Wahl als Kommunist von der US-Besatzungsmacht eingesetzt)
  • 1946-1949: Johann Scholer-Diwo
  • 1949-1950: Jakob Lorang-Bach
  • 1950-1953: Jakob Jost-Kunz (CVP)
  • 1953-1956: Josef Spurk (CVP)
  • 1956-1960: Willi Dräger
  • 1961-1965: Hans Meiers
  • 1965-1968: Nikolaus Friedolin Domma
  • 1968-1969: Hans Ring

Stadtrat

Der Stadtrat mit 39 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:

  • CDU:
  41,5 %  (-7,1)   17 Sitze  ( -3)
  • SPD:
  29,2 %  (-6,3)   12 Sitze  (-2)
  • Die Linke:
  12,0 %  (neu)   5 Sitze  (+5)
  • FDP:
  7,0 %  (+1,5)   2 Sitze  (=)
  • ÖBL Dillingen:
  6,1 %  (-1,2)   2 Sitze  (-1)
  • Grüne:
  4,3 %  (+1,2)   1 Sitz  (+1)

Städtepartnerschaften

  • Creutzwald (Frankreich) seit 1967
  • Hoyerswerda (Deutschland) seit 1988
  • Sutera (Sizilien, Italien) seit 2002

Weitere Patenschaften

  • Patenschaft für das Minenjagdboot Klasse 332 M 1065 „Dillingen“.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Eisenbahn

Der Bahnhof Dillingen (Saar) ist ein Bahnknoten an der Saarstrecke der Deutschen Bahn (Saarbrücken-Trier-Koblenz) mit Abzweig der Niedtalbahn ins französische Thionville sowie der Primstalbahn.

Schiffsverkehr

Am Dillinger Saarufer befindet sich ein Yachthafen. Der Hafen bietet 85 Liegeplätze.

Der teilweise auf Dillinger Gemarkung liegende Saarhafen Saarlouis/Dillingen weist einen Güterumschlag von mehr als 3 Millionen Jahrestonnen auf. Er wurde im Jahr 1988 eröffnet.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in einer bei Pachten flussabwärts gelegenen Flussbiegung der Saar eine Anlegestelle für die Saarschiffer. Nach dem Jahr 1685 wurde diese Anlegestelle durch die Dillinger Hütte ausgebaut. Aus schweren Eichenstämmen errichtete sie eine Laderampe in der Saar, an der die Schiffe anlegen konnten. In der Bevölkerung wurde dieses Schiffsanlegegerüst "Päther Bock" genannt. Von hier aus wurden die Produkte der Dillinger Hütte flussabwärts über Mosel und Rhein bis nach Holland transportiert. Ab dem 17. Jahrhundert wurde hier auch Holz („Holländerholz“) saarabwärts, über Mosel und Rhein, bis an die Nordsee geflößt.

Mit dem Bau des Saarkanals durch einen Staatsvertrag zwischen dem Königreich Preußen und dem Kaiserreich Frankreich im Jahre 1861 konnte erstmals eine schiffbare Verbindung zwischen Dillingen und dem 1853 fertiggestellten Rhein-Marne-Kanal hergestellt werden. Durch den Saarkanal konnten Dillinger Produkte zum Rhein und ins Innere Frankreichs transportiert werden. Darüber hinaus wurde nun auch die Einfuhr von Eisenerz aus Lothringen zur Dillinger Hütte erleichtert.Die Umsetzung des Staatsvertrages von 1861 erfolgte in den Jahren 1862 bis 1866. Ebenfalls war nun eine Verschiffung Dillinger Produkte bis nach Südfrankreich möglich.Um den Transport von und nach Dillingen über die Saar zu verbessern wurde ab 1974 der Unterlauf der Saar, von der Mündung ausgehend, für die Großschifffahrt ausgebaut: 1987 wurde die Teilstrecke Konz–Dillingen eröffnet, 1994 die Teilstrecke Dillingen–Lisdorf. Im Jahr 2001 war der gesamte Streckenausbau Konz–Saarbrücken mit einer Länge von 87,2 km bei einer Höhendifferenz von 55 m und einer Fahrrinnentiefe von 3 m abgeschlossen. Die Saarschleuse zwischen Dillingen und Rehlingen überwindet einen Höhenunterschied von 8 m. Die große Schleuse hat eine Länge von 190 m und eine Breite von 12,0 m. Die kleine Schleuse ist 40 m lang und 6,75 m breit.

Straßenverkehr

Dillingen ist über mehrere Autobahnanschlussstellen an das nationale und internationale Fernstraßennetz angebunden: Die Anschlussstellen Dillingen-Mitte (Nr. 8) und Dillingen-Süd (Nr. 10) liegen an der A 8. Zudem wird die Stadt über das dazwischenliegende Autobahndreieck Saarlouis (Nr. 9) auch an die A 620 angebunden.

Öffentlicher Personennahverkehr

Im Jahr 1913 wurden im Landkreis Saarlouis sieben elektrisch betriebene Straßenbahnlinien gebaut. Eine dieser Straßenbahnlinien führte von Saarlouis nach Dillingen und eine zweite von Dillingen über Diefflen nach Nalbach Ab dem Jahr 1928 gibt es eine Autobuslinie von Diefflen nach Düppenweiler. Im Zeitraum von 1953 bis 1963 wurde von Straßenbahn- auf Omnibusbetrieb umgestellt, wobei ab 1960 die Busse französischer Hersteller durch deutsche Busse abgelöst wurden.

Das Gemeindegebiet ist heute durch acht Linien der im Jahr 1913 gegründeten Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis gut vernetzt und mit dem Umland verbunden. Hinzu kommen fünf Bahnbuslinien.

Flughäfen im näheren Umkreis

In einem Radius von 100 km finden sich mehrere Flughäfen, von denen besonders erwähnenswert sind:

  • Flughafen Saarbrücken-Ensheim
  • Flughafen Luxembourg-Findel
  • Flughafen Hahn im Hunsrück
  • Flughafen Zweibrücken
  • Saarlouis-Düren als Verkehrslandeplatz für Privatmaschinen

Post

;Altes ReichZur Zeit des Alten Reiches lag Dillingen am alten Postweg Saarbrücken-Trier. Der Postweg für Brief- und Personenbeförderung führte in Dillingen über die Trierer Straße durch den Dillinger, Pachtener und Beckinger Wald nach Haustadt.

;Napoleonische ZeitIm Jahr 1813 wurde auf Befehl Kaiser Napoleons die erste optische Staats-Telegraphenlinie Deutschlands (Strecke Metz-Mainz, Linienlänge 225 km) nach dem System von Claude Chappe errichtet und im Mai 1813 in Betrieb genommen. Somit war eine telegraphische Verbindung von Paris nach Mainz möglich geworden. Die Signallinie verlief über das heutige Dillinger Stadtgebiet. Die Signal-Stationen, die Dillingen umgaben, waren der Siersberg und der Litermont.

;Preußische EroberungMit der preußischen Eroberung des linksrheinischen Gebietes unter Gebhard Leberecht von Blücher wurde die Signallinie unterbrochen und kurze Zeit später der Telegraphen-Betrieb komplett eingestellt. Mit der Zuweisung Dillingens an das Königreich Preußen durch den Wiener Kongress verfiel die Anlage.

;Königlich-preußische ZeitAm 3. August 1816 wurde durch den kommissarischen Landrat des neugegründeten Landkreises Saarlouis Jakob Christian Schmeltzer das Postwesen für Dillingen neu geordnet und Briefboten mit Verwaltungspost zweimal wöchentlich zu Fuß durch das Kreisgebiet geschickt. Am 30. April 1838 wurde die Reitpost auf der Strecke Saarlouis-Trier eingestellt. 1846 wurde das Landbrief-Bestellinstitut ins Leben gerufen. Die Postboten waren an bestimmten Wochentagen tätig, ab 1865 dann an allen Wochentagen außer sonntags. Die Personenbeförderung der Post ab Dillingen gewährleistete die Poststrecke Saarbrücken-Trier.

Nach Eröffnung der Eisenbahn in Dillingen wurde am 20. Januar 1858 die "Postexpedition Dillingen" eröffnet. Am 16. Oktober 1877 wurde das Postamt Dillingen mit einer Telegraphenbetriebsstelle vereinigt. Im Jahr 1897 erhielt Dillingen die erste Telefonverbindung. Im selben Jahr waren 11 Telefonanschlüsse angemeldet worden. Am 1. September 1907 bezog die Post einen Neubau (1906-1907) in Formen der Neorenaissance in der Nähe des Bahnhofes. Das Gebäude entsprach in verkleinerter Form dem zeitgleich errichteten Postamtsgebäude in Diedenhofen im benachbarten Reichsland Elsaß-Lothringen und dem von Postbaurat Hermann Struve entworfenen Postgebäude der damals selbständigen Stadt Rixdorf bei Berlin (heute Berlin-Neukölln).

Wie in Diedenhofen und Rixdorf wurde das Kaiserliche Postamt in Dillingen als axialsymmetrische Zweiflügelanlage konzipiert. Der Haupteingang war zur Grundstücksecke ausgerichtet und lag eingezogen hinter einem halbrunden Vorbau. Die Seitenfronten hatten volutengeschmückte Giebelabschlüsse und waren zu beiden Straßen orientiert. Hinzu kamen Fachwerkelemente, die mit den Fachwerkgebäudeteilen des Dillinger Bahnhofes korrespondierten. Durch die Explosion eines Munitionszuges am 27. August 1944 im Dillinger Bahnhofsgelände entstanden am Postamt schwere Beschädigungen. Nach dem Krieg wurden am Gebäude sämtliche Zierelemente heruntergeschlagen und die Fassaden schlicht verputzt.Heute befindet sich an dieser Stelle ein moderner Verwaltungsbau der Post aus den 1970er Jahren. Übriggebliebene Ornamentsteine wurden in die Umfassungsmauer des Posthofes eingesetzt.;Zweiter WeltkriegAufgrund der Evakuierung Dillingens mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges musste das Dillinger Postamt am 3. September 1939 geräumt werden. Das Postamt Dillingen wurde nach Erfurt verlegt und konnte erst am 1. Juli 1940 wieder in Dillingen eröffnet werden. Am 1. Dezember 1944 wurde das Dillinger Postamt zum zweiten Mal geräumt und nach Deidesheim in der Rheinpfalz verlegt.

;NachkriegszeitNach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Postbetrieb im Saarland auf Anordnung des Regierungspräsidiums Saar bereits am 28. Juli 1945 aus der Postorganisation der übrigen französischen Zone herausgelöst. Unter der Aufsicht der "Oberpostdirektion Saar" kam der Postverkehr allmählich wieder in Gang. Am 17. November 1947 wurde das Postamt Dillingen der "Post-, Telegraphen- und Telephon-Verwaltung des Saarlandes" unterstellt. Am 1. Januar 1957 wurde das Postamt Dillingen mit der Angliederung des Saarstaates an die Bundesrepublik Deutschland der Oberpostdirektion Saarbrücken der Deutschen Bundespost unterstellt.

1960 wurde die erste öffentliche Telefonzelle in Dillingen aufgestellt.

Die Deutsche Post unterhält heute im Dillinger Stadtgebiet mehrere Filialen, Paketshops und sogenannte Verkaufspunkte.

Ortsansässige Unternehmen

Als Industrie- und Gewerbestadt ist Dillingen historisch geprägt von der Stahlindustrie und metallverarbeitenden Betrieben. Beispiele dafür sind die Dillinger Hütte, die Bartz-Werke, die Dillinger Fabrik Gelochter Bleche, die NEMAK-Alugießerei und die Wollschläger Group (Werkzeughandel).

Medizinische Versorgung

Auf Initiative der Dillinger Hütte ließ sich im Jahr 1828 ein erster Wundarzt in Dillingen nieder.Im Jahr 1855 richtete die Dillinger Hütte eine erste Krankenstube ein, die dazu diente, bei Betriebsunfällen verletzte Arbeiter behandeln zu können.

1888 baute die Dillinger Hütte auf dem heutigen Dr.-Deilmann-Platz ein Krankenhaus mit 21 Betten, das sie dem 1862 gegründeten "Knappschaftsverein der Dillinger Hütte" übergab. Seit dem Jahr 1889 wurde die Pflege im Krankenhaus von den Barmherzigen Schwestern vom Orden des heiligen Karl Borromäus geführt. Der Orden war 1652 im lothringischen Nancy als "Schwestern der Liebe vom hl. Karl Borromäus" als Reaktion auf den Dreißigjährigen Krieg gegründet worden. Aufgrund von Personalmangel wurden die Borromäerinnen im Jahr 1953 durch Schönstätter Marienschwestern abgelöst.

Im Jahr 1898 wurde die Kapazität des Krankenhauses auf 33 Betten erhöht, doch auch diese Maßnahme konnte den Bedarf an medizinischer Versorgung nicht mehr decken. So begann man im Jahr 1907 mit den Planungen für ein neues Krankenhaus mit 114 Betten, das im Jahr 1911 in der Gemarkung "Im Präkert" bezogen werden konnte. Der neobarocker Neubau war mit dem alten Krankenhaus durch einen unterirdischen Gang verbunden. Im alten Krankenhaus verblieben die Isolierstation, die Nähstube und die Klausur der Ordensschwestern, während die Chirurgische und die Innere Abteilung ins neue Gebäude wechselten.

Im Ersten Weltkrieg wurde das Mansardengeschoss des Neubaus zu einer Frauen- und Kinderstation ausgebaut.Mit der Evakuierung Dillingens zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Dillinger Krankenhaus nach Gießen und dessen näherer Umgebung evakuiert. Erst im Juli 1940 wurde das Krankenhaus wieder geöffnet.

Bei Fliegerangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde das alte Krankenhaus im Winter 1944/45 von Brandbomben getroffen und brannte vollständig aus. Es wurde daraufhin abgetragen und nicht wieder aufgebaut. Die zweite Evakuierung des Krankenhauses begann am 29. November 1944. Die Schwerkranken wurden ins Gebiet des heutigen Baden-Württemberg verteilt.

Das neue Gebäude des Dillinger Krankenhauses war durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt worden, konnte aber ab April 1945 seinen Betrieb wieder aufnehmen.

Im Jahr 1957 wurde ein neues Personalhaus westlich des neobarocken Krankenhauses in modernen Formen der 1950er Jahre errichtet. In den 1990er Jahren wurde es im Rahmen des Baues einer Entlastungsstraße zur Hüttenwerkstraße abgetragen und durch einen Neubau in Formen der Postmoderne ersetzt. Ab 1967 wurde dem Krankenhaus ein modernes Bettenhaus hinzugefügt.In den 1980er Jahren war der Altbau des Krankenhauses komplett renoviert worden.

Am 1. Juni 2013 fusionierten die Krankenhäuser St. Elisabeth-Klinik Saarlouis und das Caritas-Krankenhaus Dillingen zum Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen. Das Krankenhaus Dillingen hat sich auf die Fachabteilungen Innere Medizin und Neurologie mit zertifizierter Stroke Unit spezialisiert.

In Diefflen wurde im Jahr 1925 erstmals eine "Freiwillige Sanitätskolonne" eingerichtet, nachdem auf der Dieffler Kirmes eine Dampfmaschine explodiert war und zahlreiche Besucher verletzt hatte. Ein erster Arzt ließ sich im Jahr 1927 in Diefflen nieder. 1960 wurde in Diefflen eine erste Apotheke eingerichtet.

Dillingen erhielt seine erste Apotheke im Jahr 1897. Bis dahin hatte es im Landkreis Saarlouis, der damals über 40.000 Einwohner zählte, nur vier Apotheken gegeben: Zwei in Saarlouis, eine in Fraulautern und eine in Lebach.

Heute haben zahlreiche Ärzte, Therapeuten, Apotheken, Deutsches Rotes Kreuz, mehrere Alten- und Pflegeheime zusätzlich zum Krankenhaus ihre Niederlassung in Dillingen.

Wasserversorgung

; Historische SituationBis zum Jahr 1878 gab es im heutigen Dillinger Stadtgebiet nur Grundwasser-Ziehbrunnen (mundartlich: "Pütz") und einen Quellbrunnen (mundartlich: "Burren") in Pachten. Einfachere Wassergewinnungsvorrichtungen waren die sogenannten "Burkeschen" bzw. "Borrenkeschden", die in ca. 3-4 m Bodentiefe Rieselwasser sammelten, das allerdings oft stark sedimenthaltig war. Zum Waschen wurde deshalb zumeist Regenwasser oder Flusswasser benutzt. In Diefflen geschah dies an der Prims, was der alte Flurname "Bei der Weschen" noch anzeigt.Dungstätten und Abortgruben befanden sich oft in der unmittelbaren Nähe und verseuchten das Grundwasser. Folge waren immer wieder ausbrechende Seuchen besonders im Jahr 1589 und in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges von 1618-1648 sowie in den Jahren 1813-1814. Nicht nur in der einfachen Bevölkerung, sondern auch in der medizinischen Wissenschaft herrschte lange Zeit Unkenntnis über den Zusammenhang von fäkalverseuchtem Trinkwasser und schweren Erkrankungen. Erst Filippo Pacini und John Snow erkannten 1854, dass die herrschende Cholera nicht wie bisher angenommen, durch Dünste (Miasmen) verbreitet wurde. Doch auch noch Jahrzehnte danach wurde in der Wissenschaft mit großer Vehemenz ein Handlungsbedarf hinsichtlich sauberen Wassers bestritten.

Nach einer verheerenden Cholera-Epidemie durch fäkalienverunreinigtes Trinkwasser im Jahre 1866, an die noch das Cholera-Kreuz im Norden des Stadtparks erinnert, und häufigem Auftreten von Typhus wurdenin den Jahren 1878/79 auf öffentlichen Plätzen durch die Gemeinde Dillingen erste Schwengelpumpen installiert. Diese Pumpen arbeiteten als Kolbenpumpe mit einem Kolben und einer Ledermanschette. Sie saugten Wasser aus einer Tiefe von bis zu 8 Metern an. Die Leistung lag, je nach Tiefe, Kraft und Ausdauer des Bedieners, bei 10 bis 40 Litern pro Minute.

;Zentrale WasserversorgungEine zentrale Wasserversorgung für Dillingen wurde erst 1902 bzw. 1904 eingeführt.

Im Jahr 1894 wurden durch die Dillinger Hütte Bohrversuche nach Wasser auf dem Dieffler Bann unternommen. Um sich den natürlichen Wasserdruck zu Nutze zu machen, fanden die Bohrungen in der Nähe des Litermontes statt. Die Bohrungen waren wenig erfolgreich. Erst im Jahr 1895 fand man ein lohnendes Wasservorkommen am Dieffler Babelsberg. Das gefundene Wasser wurde von den Hüttenwerken genutzt, aber auch für die Bevölkerung wurde ein Anschluss verlegt und die Gemeinde Diefflen erhielt im Jahr 1899 als Gegenleistung für die Nutzung des Gemeindewassers durch die Hütte vier öffentliche gusseiserne Ventilbrunnen ("Drücker") in der Ortsmitte, am Kirchenweg (Nalbacher Straße), an der Scheif und auf der Schnurr. Später auch einen "Drücker" an der alten Schule in der Wiesenstraße. Hausleitungen wurden ab dem Jahr 1923 verlegt. Dabei kaufte die Gemeinde Diefflen die von der Dillinger Hütte ab dem Jahr 1895 verlegten Rohrleitungen.

Pachten erhielt im Jahr 1926 eine Wasserleitung. Eine Kanalisation wurde in Pachten im Jahr 1937 gelegt.

Heute verfügt die Stadt Dillingen über drei Wasserwerke:

;Wasserwerk NordDas Wasserwerk im Wald oberhalb der Pachtener Heide verfügt über zwei Reinwasserkammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1500 m³ Wasser. Hiermit wird die Innenstadt Dillingens versorgt. Die Einspeiseleitung verläuft durch natürlichen Druck vom Wasserwerk Nord in Richtung Merziger Straße. Zur Versorgung des hochgelegenen Gebietes der Pachtener Heide gibt es beim Wasserwerk Nord einen Wasserturm mit ebenfalls zwei Kammern. Diese Kammern fassen je 300 m³ Wasser. Die Turmhöhe beträgt ca. 50 m (Oberkante Wasserspiegel ca. 43-44 m). Die Abgabe der Reinwassermenge des Wasserwerkes Nord beträgt insgesamt pro Tag zwischen 1000 – 1400 m³.

Die Planungen zum Wasserwerk Nord begannen im Jahr 1969, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 1975. In den Jahren 1993/94 und 2010/11 wurden umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen.

;Wasserwerk HeiligenbergIm Erdbehälter des Wasserwerkes Heiligenberg gibt es zwei voneinander getrennte Reinwasserkammern. Jede dieser Kammern faßt 1000 m³ Trinkwasser. Im Wasserwerk Heiligenberg wird das Rohwasser (Grundwasser) nur entsäuert. Das Wasserwerk Heiligenberg versorgt durch natürliches Gefälle die Innenstadt, sowie die Stadtteile Überm Berg und Pachten. Hier kommt es zu einer teilweisen Mischung der Trinkwässer von Wasserwerk Nord und Wasserwerk Heiligenberg. Die Abgabemenge beträgt etwa 1400 – 2000 m³ / Tag.

;Wasserwerk DiefflenDer Stadtteil Diefflen wird über einen Hochbehälter mittels natürlichem Gefälle versorgt. Der Hochbehälter am Babelsberg verfügt über zwei getrennte Kammern mit einem Fassungsvermögen von je 750 m³ Trinkwasser. Die Abgabemenge beträgt hier etwa 500 – 600 m³ / Tag.

Das Trinkwasser für die Stadt Dillingen wird in den Gebieten Haienbachtal, Diefflen und Kondeler-Bachtal gewonnen und in das Stadtnetz eingespeist.

Energieversorgung

Im Jahr 1923 wurde Diefflen an das Stromnetz der im Jahr 1912 als Electricitäts- und Gas-Vertriebsgesellschaft Saarbrücken (SVG) gegründeten "Saarland-Lothringen-Elektrizitäts-AG" (SLE), heute VSE AG (Vereinigte Saarländische Elektrizitätswerke), angeschlossen. In Dillingen war bereits im Jahr 1902 mit dem Aufbau eines elektrischen Versorgungsnetzes begonnen worden. Pachten erhielt elektrische Beleuchtung im Jahr 1912.

Die „Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH“ versorgt heute das Gemeindegebiet mit Energie. Das Unternehmen ist ein lokales Energieversorgungsunternehmen für Strom und Erdgas sowie Wasserversorger mit etwa 70 Mitarbeitern. Ein kaufmännischer und ein technischer Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft. Der Aufsichtsrat besteht aus 14 Mitgliedern. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Bürgermeister der Stadt Dillingen/Saar.

Beteiligt an der Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH sind die Verkehrs- und Energiebeteiligungsgesellschaft der Stadt Dillingen/Saar mbH mit 46 Prozent, die Stadt Dillingen/Saar mit 5 Prozent und die energis GmbH mit 49 Prozent. Die Umwandlung vom Eigenbetrieb der Stadt Dillingen/Saar zur GmbH erfolgte am 1. Januar 1971.Im Jahr 2010 wurde die Stadtwerke Dillingen/Saar Netzgesellschaft mbH gegründet.

Vorgelagerter Hochspannungsnetzbetreiber ist die VSE Verteilnetz GmbH. An der Übergabestation "Schlachthof" werden 35 kV, an der Übergabestation "Pachten" 110 kV übernommen. Von dort aus wird der Strom über 114 Netzstationen in das 10 kV- bzw. 0,4 kV-Netz geleitet.

Vorgelagerter Gasnetzbetreiber ist die Creos Deutschland GmbH. Die Gasversorgung erfolgt über vier Gasübergabestationen in das rd. 115 km lange Niederdrucknetz. Seit Dezember 1977 wird das gesamte Versorgungsgebiet mit Erdgas in H-Qualität beliefert.

Feuerwehr

Die Dillinger Feuerwehr unterhält in der Innenstadt und in Diefflen Feuerwehrgerätehäuser

;AnfängeBereits im 18. Jahrhundert hatte Dillingen bereits einen organisierten Feuerschutz, der unter der Aufsicht der Dillinger Herrschaft im Alten Schloss stand.

;19. JahrhundertNachdem im Jahre 1811 die 1. Feuerlösch-Kompanie in Saarlouis gegründet worden war, wurde in Dillingen im Jahre 1818 die 2. Feuerlösch-Kompanie aufgestellt. Im Jahre 1848 wurde durch den Dillinger Gemeinderat der Bau eines Lagergebäudes für die Unterbringung der Feuerlöschgeräte beschlossen. Die heutige Freiwillige Feuerwehr Dillingens wurde im Jahr 1864 gegründet. Die Kompanie hatte im Jahr 1870 etwa 50 Mitglieder. Ab dem Jahr 1870 waren die Löschgeräte und bis zum Jahre 1901, auf dem Gelände der Dillinger Hütte untergebracht. Die Dillinger Hütte trug auch die Unterhaltungskosten für die Löschgeräte, da die Freiwillige Feuerwehr bis 1901 zugleich Hüttenwehr war.

Eventuelle Löscharbeiten waren vor der Jahrhundertwende kompliziert, da Dillingen zu dieser Zeit über keine zentrale Wasserversorgung verfügte. Mit dem Bau von vier Brunnen (Marktplatz, Hintergasse, Trierer Weg, Paulinenstraße) konnten mögliche Feuerlöschungen erleichtert werden. Die Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung in Dillingen erfolgte im Jahre 1902. Dabei wurden für Löschzwecke 36 Hydranten installiert.

In Diefflen organisierte sich in der Zeit nach dem großen Dorfbrand von 1876 eine Freiwillige Feuerwehr. Bevor in den Jahren 1907/08 ein Feuerwehrgerätehaus unterhalb der Kirche errichtet werden konnte, war das Gerät bis zu einem Brand in der alten Schule in der Wiesenstraße eingelagert. Das Gebäude wurde bei der Vergrößerung des Platzes vor der Kirche abgetragen und ein neues Feuerwehrhaus mit Turm an der Stelle der alten Schule in der Wiesenstraße errichtet.

;Nationalsozialismus und Zweiter WeltkriegNach der Rückgliederung des Saargebietes an das Deutsche Reich wurden die Dillinger und Pachtener Feuerwehr sowie die Werksfeuerwehr der Dillinger Hütte zwangsvereinigt.

Durch die Einberufungen zur Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg ging der Mannschaftsbestand der Feuerwehr Dillingen stark zurück. Es kam zu Dienstverpflichtungen von älteren und nicht mehr voll einsatzfähigen Männern. Im Jahre 1942 wurde deshalb eine männliche Jugendgruppe für die Feuerwehr gebildet. Im Jahr 1944 wurde ergänzend eine weibliche Jugendgruppe eingerichtet, um die Löschtätigkeit noch aufrecht erhalten zu können.

Bei den großen Bombenangriffen auf die Städte Saarbrücken, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mannheim und Frankenthal wurde auch die Dillinger Feuerwehr zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Doch bald musste die Dillinger Feuerwehr auch im eigenen Ort angriffsbedingte Brände löschen: Bei dem Fliegerangriff auf Dillingen in der Nacht vom 1. auf den 2. September 1942, bei dem Brand- und Sprengbomben abgeworfen wurden, entstanden mehrere Großbrände. Den schwersten Löscheinsatz brachte das Jahr 1944: Bei einem Fliegerangriff am 27. August 1944 auf Dillingen wurden zahlreiche Fahrzeuge der Dillinger Feuerwehr zerstört. Hierdurch war der Löscheinsatz auf dem Bahnhof Dillingen, wo durch Bombenabwurf auf einen Munitionszug eine furchtbare Explosion entstanden war, nur eingeschränkt möglich.

;NachkriegszeitAm Ende des Zweiten Weltkrieges war das Feuerwehrgerätehaus in der Saarstraße völlig zerstört. Einsatzfähige Geräte und Ausrüstungsgegenstände waren nicht mehr vorhanden.Der Wiederaufbau der Feuerwehr war in den ersten Jahren nach dem Kriege sehr schwierig, weil die materiellen und finanziellen Voraussetzungen hierzu fehlten.

Erst im Jahr 1952 konnte das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus in der Saarstraße bezogen werden. Es war an der gleichen Stelle errichtet worden, an der das frühere Gebäude gestanden hatte.Im Jahre 1976 wurde der organisatorische Zusammenschluss der Löschbezirke Innenstadt und Pachten vollzogen. In den Jahren 1979 – 1981 wurde eine neue Feuerwache auf dem Gelände der Sporthalle Merziger Straße errichtet.

Kindertagesstätten

  • „Kinderinsel Diefflen" (Kindergarten, Tagesstätte und Krippe)
  • „Die kleinen Hüttenbären" (Tagesstätte und Krippe)
  • Evangelische Kindertagesstätte (Kindergarten, Tagesstätte und Hort)
  • Waldorfkindergarten „Feengarten" (Kindergarten, Tagesstätte und Krippe)
  • Lern- und Krabbelwiese „Regenbogen" (Kinderkrippe)
  • Katholischer Kindergarten St. Maximin (Kindergarten, Tagesstätte und Krippe)
  • Katholischer Kindergarten St. Josef (Kindergarten und Tagesstätte)
  • Katholischer Kindergarten Maria Trost (Kindergarten mit erweiterten Öffnungszeiten und Tagesstätte)
  • Katholischer Kindergarten Heilig Sakrament (Kindergarten, Tagesstätte und Krippe)
  • Katholischer Kindergarten St. Johann (Kindergarten mit erweiterten Öffnungszeiten)

Schulen und Bildung

Den frühesten schriftlichen Beleg für ein öffentlich organisiertes Schulwesen in Dillingen datierte der Dillinger Pfarrer Philipp Schmitt auf das Jahr 1615. Ein erstes bescheidenes Schulhaus wurde in der Trägerschaft der Pfarrei im Jahr 1742 im alten Pfarrgarten der Pfarrei St. Johann errichtet.

Unter dem Einfluss der französischen Revolutionsregierung wurde aus der Pfarrschule ab 1790 eine Gemeindeschule.

In der Umgebung Dillingens hatte das protestantische Herzogtum Pfalz-Zweibrücken unter dem Einfluss des hervorragenden Schulwesens der Reichsstadt Straßburg im Elsass bereits 1592 als erstes Territorium der Welt (und damit auch Deutschlands) die allgemeine Schulpflicht für Mädchen und Knaben eingeführt.

In den katholisch gebliebenen Landesteilen Deutschlands verlief die seit der Zeit der Aufklärung von Bildungsbefürwortern immer vehementer geforderte Durchsetzung der Schulpflicht äußerst zäh. Mit der Angliederung Dillingens an das Königreich Preußen durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses wurde die Schulpflicht auch hier eingeführt und der Unterricht, der bisher nur im Winter stattgefunden hatte, auch auf den Sommer ausgedehnt. Im Königreich Preußen war die Schulpflicht bereits durch die Principia regulativa König Friedrich Wilhelms I. vom 28. September 1717 festgesetzt und für ganz Preußen durch das Generallandschulreglement Friedrichs des Großen von 1763 bestätigt worden.

Die Dillinger Lehrer mussten seit 1817 das Lehrerseminar in der 1802 säkularisierten Benediktinerabtei St. Matthias in Trier besuchen, das der Trierer Domkapitular, Dompfarrer und Stadtdechant Viktor Josef Devora im Jahre 1810 eingerichtet hatte.

Im Jahre 1826 wurde eine neue, größere Schule in der Hinterstraße gebaut, 1860 ein Schulgebäude in der heutigen Merziger Straße, 1864 eines neben der Kirche St. Johann. 1899 wurde ein Schulhaus in der Stummstraße errichtet.

In der Zeit der Völkerbundsverwaltung Dillingens wurde im Jahre 1921 die Französische Domanialschule in der De-Lénoncourtstraße (heutiges VHS-Gebäude) errichtet. Sie bestand bis zur Saarabstimmung 1935 und wurde dann Sitz des Dillinger Finanzamtes. 1930 wurde das ehemalige Méguin-Bürogebäude "Überm Berg" von der Gemeinde Dillingen zum Schulhaus umgebaut.

In den Jahren 1959-1961 wurde in der Innenstadt die Odilienschule mit Turnhalle und Lehrschwimmbecken errichtet.

In Pachten hatte man 1858 das erste eigentliche Schulhaus gebaut. Vorher hatte man in einem Haus in der Mittelstraße unterrichtet. Die heutige Pachtener Römerschule wurde von 1951-1959 gebaut, nachdem das 1910 errichtete Vorgängergebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.Für die evangelischen Schüler wurde im Jahr 1908 eine eigene Schule gegründet und im Jahr 1913 in der Karcherstraße ein eigenes Gebäude errichtet. Im Jahr 1965 wurde neben der evangelischen Schule ein großer Klassentrakt errichtet und anstelle des alten Gebäudes sollte in einem zweiten Bauabschnitt eine Turnhalle gebaut werden, doch das Vorhaben wurde eingestellt. Heute ist das alte Gebäude Sitz der Katholischen Ewachsenenbildung (KEB), während der Klassentrakt der 1960er Jahre dem Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre errichteten Neubau einer Zweigstelle des Gymnasiums in der Karcherstraße zugeschlagen wurde.

In Diefflen wurde der Schulunterricht bis zum Bau eines neuen Schulhauses in der Wiesenstraße (heute Standort des Feuerwehrgerätehauses Diefflen) im Jahr 1863/63 in der alten Wendelinus-Kapelle im Kirchenweg (heute Nalbacher Straße) erteilt. Die Schule war bis zum Jahr 1858 einklassig und zählte zu dieser Zeit 176 Schülerinnen und Schüler. Im Jahr 1899 wurden im Schulhaus in der Wiesenstraße mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aufgenommen, sodass sogar Unterricht in umgebauten Ställen erteilt werden musste.

Im Jahr 1902 wurde deshalb mit dem Bau eines Schulhauses am Babelsberg begonnen. Es wurde im Jahr 1912 nochmals um sechs Klassen erweitert.

In den Jahren 1962/63 wurde ein großes neues Schulgebäude mit zwei Klassenzimmertrakten, Verwaltungsbau, Turnhalle mit Außensportanlagen und einem kleinen Arboretum in der Richard-Wagner-Straße errichtet. Der Schule wurde der Name "Primsschule" gegeben. Bis 1983 wurde das Gebäude um eine zweite, größere Sporthalle ergänzt.

Im Jahr 1902 kam es zur Einrichtung eines Realgymnasiums. Bisher hatten die Dillinger Gymnasiasten in Saarlouis das Gymnasium besuchen müssen. Ab 1904 durfte das Gymnasium auch von Mädchen besucht werden. 1907 wurde ein eigenes Mädchengymnasium gegründet. Ein neues Schulgebäude im Jugendstil wurde im Jahr 1908 in der Merziger Straße bezogen. Nach der Kriegszerstörung des Gebäudes durch die Explosion eines Munitionszuges im Dillinger Bahnhof am 27. August 1944 entstand von 1951-1955 hinter dem Saardom ein neues Gymnasium mit großer Aula, die bis zum Bau der Stadthalle Dillingen auch als städtische Veranstaltungshalle diente. In den Jahren 1956 bis 1958 wurde das Gebäude um einen Trakt für Gymnasiastinnen erweitert. Im Jahr 1965 wurde ein Staatliche Abendgymnasium eingerichtet,das 1997 geschlossen wurde. Ursprüglich in der Trägerschaft der Gemeinde bzw. Stadt Dillingen, ging das Gymnasium nach dem zweiten Weltkrieg in die Trägerschaft Saarlandes über und wechselte 1992 schließlich zum Landkreis Saarlouis. Nach der großen "Bildungsexplosion" der 60er Jahre erreichte das Dillinger Gymnasium im Jahre 1973 mit 2400 Schülern seine maximale Größe. Es war damals eines der größten Gymnasien Deutschlands. Im Jahr 1996 gab sich das Gymnasium den Namen des elsässischen Theologen, Musikers, Arztes und Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer. Bedeutendere Schüler des Gymnasiums waren die Historikerin Edith Ennen, der Schriftsteller und Journalist Gustav Regler sowie der US-amerikanische Literaturwissenschaftler an der Central Connecticut State University, Lothar Kahn (1922-1990).

Die Mittelschule Dillingen (seit 1965 Kreisrealschule) wurde 1958 gegründet. Ab den 1920er Jahren wurden berufsbildende und kaufmännische Schulen sowie ab 1954 die Kreissonderschule für Lernbehinderte eingerichtet.

Heute besuchen wochentäglich 7000 Schülern Dillinger Schulen. 4500 davon sind Einpendler aus dem direkten Einzugsgebiet, aber auch darüber hinaus. Nutzer der Erwachsenenbildung und der Fort- und Weiterbildung und die Auszubildenden in Dillinger Betrieben und Institutionen sind in diese Zahl dabei nicht eingerechnet. Nahezu 400 Lehrer sind an Dillinger Schulen beschäftigt.

Die Ausgaben der Stadt für die sich in städtischer Trägerschaft befindlichen Grundschulen und die Jugendverkehrsschule betragen im Haushaltsplan des Jahres 2007 annähernd zwei Mio. Euro für Investitionen, Unterhaltung und Bewirtschaftung. Zahlreiche Schulen haben eigene Fördervereine, die sich insbesondere im sozialen Bereich engagieren.Die Schulen unterhalten Kontakte zu Partnerschulen europaweit.

  1. Grundschule I Römerschule
  2. Grundschule II „Philipp-Schmitt“
  3. Schulkindergarten „Philipp-Schmitt-Schule“
  4. Grundschule III Odilienschule
  5. Grundschule IV Primsschule Diefflen
  6. Erweiterte Realschule
  7. Abendrealschule
  8. Albert-Schweitzer-Gymnasium
  9. Integrierte Gesamtschule
  10. Technisch-Wissenschaftliches Gymnasium Dillingen
  11. Technisch-Gewerbliches Berufsbildungszentrum Dillingen
  12. Kaufmännisches Berufsbildungszentrum
  13. Schule für Geistigbehinderte
  14. Volkshochschule Dillingen
  15. Stadtbibliothek Dillingen
  16. Katholische Erwachsenenbildung (KEB)
  17. Kreismusikschule Dillingen

Kultur, Religion und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Museum Pachten
  • Westwallbunker (Pachten)

Religion

Christentum

Das Stadtgebiet Dillingens gehört zum katholischen Bistum Trier bzw. zur Evangelischen Kirche im Rheinland.

  • Römisch-Katholische Kirchen: Hl. Sakrament (Saardom), St. Johann, Maria Trost, St. Maximin, St. Josef
  • Evangelische KircheBau einer neoromanischen Hallenkirche mit gangartigen Seitenschiffen und übereck gestelltem Turm mit hohem Spitzhelm durch den Baden-Badener Architekten Karl Heinrich Brugger (1858-1931) ab dem Jahr 1902; Abriss der Kirche 1967; Neubau in Sichtbeton 1968-1969 durch das Saarbrücker Architektenbüro Wandel, Hoefer und Lorch, das unter anderem auch für die Errichtung der Neuen Synagoge in Dresden und für das Jüdisches Zentrum München die Entwürfe fertigte.
  • Pfingstgemeinde
  • Neuapostolische Kirche

Judentum

Seit der Zerstörung der Dillinger Synagoge in der Zeit des Nationalsozialismus werden jüdische Mitbürger durch die ab 1948 errichtete Synagoge Saarbrücken seelsorglich betreut.

Islam

Für Muslime besteht das Haci-Bayram-Gebetshaus in der Gathmannstraße.Es ist dem osmanischen Mystiker Haci Bayram (1352-1429) gewidmet.

Bauwerke

Trotz starker Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg (wie zum Beispiel das alte Gymnasium im Jugendstil oder das ehemalige Kaiserliche Postamt im Stil der deutschen Neorenaissance) weist Dillingen noch eine erstaunliche Dichte späthistoristischer Architektur (oft mit Jugendstilelementen) auf, von denen manche unter Denkmalschutz gestellt wurden.

;Altes RathausAls eindrucksvolles Gebäude dieser Zeitepoche kann das alte Dillinger Rathaus gelten, das zwischen 1906 und 1908 errichtet wurde. Das aus rotem Sandstein erbaute, schiefergedeckte Rathaus wurde von Wilhelm Franz, Professor an der Königlich Technischen Hochschule in der damals noch selbständigen Stadt Charlottenburg, in einer Mischung aus Neorenaissance und Jugendstilelementen entworfen. Wilhelm Franz war vor seiner Lehrtätigkeit in Charlottenburg in St. Johann an der Saar Stadtverordneter und Regierungsbaumeister gewesen und hatte die Bauarbeiten des Rathauses St. Johann, das von Georg von Hauberrisser entworfen worden war, geleitet. Beide, Franz und Hauberrisser hatten sich beim Bau des Neuen Rathauses in Wiesbaden kennen und schätzen gelernt.

Städtebaulich bildete das Dillinger Rathaus bis zu den Zerstörungen des 2. Weltkriegs ein urbanes Zentrum aus Bahnhof, Gymnasium, Finanzamt, Kirche, Stadtpark und Wohnbauten.

Von außen zeigt das Gebäude eine Sandsteinfassade im historisierenden Stil, in der auch Jugendstilelemente eingearbeitet sind. Im Innern beeindrucken die Verglasungen und die Wandgemälde des alten Sitzungssaales.

Die Hauptfassade in Bossenwerk ist zweigeschossig und breitgelagert. Der repräsentative Hauptrisalit mit Eingangstreppe, Balkon mit vorgewölbter Balkonkonsole, Ratssaalfenster und Zwerchhausgiebel mit Eckerker ist nach rechts verschoben. Ihm entspricht auf der linken Fassadenseite ein kleinerer Risalit mit Zwerchhausgiebel und polygonalem Standerker. Die Seitenfronten sind ebenfalls giebelbekrönt. In der Mitte der Fassade erhebt sich auf dem hohen, gaubengeschmückten Dachaufbau ein Dachreiter mit Turmuhr, Rundbogengalerie und Schweifhaube mit Wetterfahne.

Auf dem Hauptgiebel prangt in Goldmosaik der Adler des Königreichs Preußen, darüber die Inschrift "Gott mit uns". Darüber erheben sich vor Mosaikgoldgrund vier lebensgroße Figuren.

Im Innern führen zwei großformatige Wandgemälde des Sitzungssaales Aspekte der Geschichte Dillingens vor Augen. Themen der Wandgemälde sind: "Die Rückkehr der Herren von Siersberg und Dillingen von der Belehungsfeier in Trier im Jahr 1334" und "Das alte Schloss und die Dillinger Hütte im Jahre 1909". Schöpfer der beiden Gemälde war der Charlottenburger Landschafts- und Architekturmaler Otto Günther-Naumburg (1856 Naumburg – 1941 Berlin). Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Gemälde vom Dillinger Maler Heinrich Faißt, der auch in der Dieffler Pfarrkirche St. Josef zwei Großgemälde geschaffen hatte, restauriert.

;Jugendstilhaus in der StummstraßeEin Beispiel für die Hinwendung des Historismus zum Jugendstil stellt die Sandsteinfassade des Wohn- und Geschäftshauses Stummstraße 19 dar. Das Haus wurde im Jahre 1905 durch den Bauunternehmer Witsch, der eigene Steinbrüche besaß, errichtet. Die Fassade ist symmetrisch gegliedert. Die Mittelachse ist mit einem Giebel bekrönt und ist durch einen Erker in der Beletage bereichert. Im Erdgeschoss befindet sich in der Mitte das Schaufenster eines Ladenlokals, rechts davon der Geschäftseingang, links eine Durchfahrt, von der aus das durch Arkaden getrennte Treppenhaus den Zugang zu den Wohnungen ermöglicht. Der Fliesensockel der Durchfahrt ist mit Friesen und Einzelornamenten in weißen, weinroten und olivgrünen Farbtönen verkleidet.

Die Sandsteinfront ist von vier Lisenen gegliedert, die durch reich verzierte Pfosten, die sich mit dem Kranzgesims verkröpfen und über die Dachkante hinausragen, bekrönt werden. Sie tragen gehörte Afrikanermasken mit Federschmuck, die von Rollwerk gerahmt werden. Aus ihren geöffneten Mündern hängen blattartige Bänder, die mit Stäben belegte Lisenen umfangen. Bei den inneren Afrikanermasken hängen runde Medaillons an einer Halskette, bei den äußeren Afrikanermasken hängen Kugelgewichte an Kettenbändern. Am Fuß der Lisenen steigt palmenartiges Gefieder nach oben. Über den Afrikanerköpfen erheben sich außen Kugeln und innen kugelartige Urnen mit je vier Halterungsringen. Die ursprünglich farbig bleiverglasten Fenster fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. An der Fassade sind noch zahlreiche Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen.

;Jugendstilhaus in der Bismarckstraße 22Auch außerhalb der Innenstadt weist Dillingen in der Wohnbebauung Jugendstilbebauung auf. Als Beispiel kann ein kleineres Wohnhaus in der Bismarckstraße angeführt werden.

Das Wohnhaus weist eine Fassade aus Buntsandstein in Kombination mit gelben Ziegeln auf. Die nach links verschobene Hauptachse ist risalitartig vorgezogen. In ihr sind die beiden übereinanderliegenden Fenster mit ihren Brüstungen, Pfosten, Rahmungen und Verdachungen zu einem zusammenhängenden, sich aufwärts bewegenden Ornament verwachsen. Diese Aufwärtsbewegung wird von der geschwungenen Giebelkontur nachvollzogen und vollendet.

Während im unteren Fenster noch historisierende Neorenaissance-Elemente in einem vereinfachten Palladio-Motiv mit Halbbalustern in der Brüstung sowie flächige Ohrenfaschen und Keilsteinen verarbeitet sind, leitet ein renaissancehaftes Beschlagornament in rechteckiger Rahmung zum oberen rundformatigem Fenster über. Die obere Hälfte dieses Fensters bildet einen hufeisenbogigen Giebel mit einem großformatigen Sonnenrelief. Das Sonnenrelief aus Sandstein wird in seiner Form von einem Saum aus radial angeordneten gelben Klinkern betont. Ansatz und Spitze des knaufgeschmückten Giebels sind durch flügelartige Fächer besonders hervorgehoben.

Altes Schloss

Das Alte Schloss geht auf eine mittelalterliche Gründung zurück. Reste von Fundamenten und aufgehenden Mauerwerks legen nahe, dass es sich um eine polygonale Anlage handelt, die von Wasserläufen umgeben war. Um 1600 erfolgt unter Wilhelm Marzloff von Braubach eine Umgestaltung zu einem prachtvollen Renaissanceschloss, das im Laufe des Dreißigjährigen Krieges bereits teilweise zerstört wird. Ab 1789 baut der nassau-saarbrückische Baumeister Balthsar Wilhelm Stengel die Anlage zu einer Residenz für das neu entstandene Herzogtum Dillingen um. Im Alten Schloss Dillingen finden jährlich der Kunsthandwerkermarkt sowie zahlreiche Konzerte statt. Des Weiteren ist es möglich, im Alten Schloss zu heiraten.

Ehrenmal

Durch die Gründung eines Kriegervereines in Dillingen im Jahr 1868 kam der Plan auf, für die Dillinger getöteten Soldaten der preußischen Feldzüge in der Revolution von 1848/49, im Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851), im deutsch-dänischen Krieg 1864 und im Deutsch-Deutschen Krieg 1866 ein Denkmal zu errichten.

Durch den Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 und Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinde Dillingen und dem Kriegerverein kam es nicht zur Ausführung des Denkmalbaues. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg hatte der Dillinger Gemeinderat aus Anlass des 25-jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Wilhelms II. einen Fond von 10.000 Mark zur Errichtung eines Kriegerdenkmals gestiftet, doch Kriegswirren und anschließende Inflation und die Weltwirtschaftskrise ab 1928 machten die Pläne ein zweites Mal zunichte.

Erst in der Zeit der Völkerbundsverwaltung des Saargebietes konnte im Jahr 1933 ein Ehrenmal-Bauverein ins Leben gerufen werden. Der Saarbrücker Architekt Ludwig Nobis, der einige Jahre zuvor das große Hauptpostamt an der Trierer Straße in Saarbrücken entworfen hatte, konnte für das Projekt gewonnen werden. Finanziert wurde der Bau durch die Gemeinde Dillingen, sowie Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen Dillinger Bürger. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. März 1934 auf dem Dillinger Heiligenberg. Die Dillinger Hütte hatte den Bauplatz gestiftet.

In der Krypta waren die Namen von 300 Dillinger getöteten Soldaten des Ersten Weltkrieges verzeichnet. Der Krypta-Sarkophag trug die Inschrift "Er war getreu bis in den Tod". Reliefs marschierender Soldaten waren an den Wänden angebracht. Über dem Kruzifix stand "IHR OPFER WAR NICHT UMSONST - DENN AUS IHM ERWUCHS DER GEIST ADOLF HITLERS" Die Turmglocke trug die Inschrift "Meine Stimme soll euch mahnen, würdig zeigt euch euren Ahnen". Das Denkmal wurde am 24. November 1935 eingeweiht und dabei von den neuen nationalsozialistischen Ortsvertretern, NS-Ortsgruppenleiter Collet und NS-Kreisleiter Schaub in ihre Propaganda eingebunden. Im Kriegswinter 1944/45 wurde das Denkmal durch Beschuss zerstört.

Nach der Angliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland wurde am 27. Mai 1957 mit dem Wiederaufbau begonnen und das neue Ehrenmal am "Tag der Deutschen Einheit", am 17. Juni 1958, durch Pastor Matthias Weiland eingeweiht. In der anschließenden Festrede sprachen der saarländische Kultusminister Franz-Josef Röder und der Schlachtflieger Oberst Rudel.

Die NS-Embleme an der Ruine des Vorgängerbaues hatte man entfernt. Der Saarbrücker Künstler Richard Eberle schuf stattdessen moderne Sgraffito-Arbeiten an den Innenwänden der Mahnmals. Dargestellt sind auf der vom Eingang aus gesehenen rechten Wand die Apokalyptischen Reiter Pest, Krieg, Hungersnot und Tod. Gegenüberliegend sieht man Christus mit Waage und Gesetztestafeln sowie eine niedergesunkene, klagende Frau vor Kriegstrümmern, die ein Engel tröstet.In der wiederhergestellten Krypta wurde die zentrale Wand mit dem Mosaik einer trauernden Mutter auf einem nächtlichen Kriegsgräberfeld, die hinter ihrem toten Soldatensohn in Schmerz niedergesunken ist, ausgestaltet. Die Seitenwände zeigen u. a. schematisch dargestellte Reliefs zerstörter Kulturdenkmäler Westeuropas, Ägyptens, Griechenlands und der Sowjetunion.

Über dem Eingang zur Glockenhalle, die Glocke und Feuerschale aufnimmt, ist die nachkriegszeitliche Inschrift "Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung" eingemeißelt. Die Inschrift auf dem steinernen Unterzug in der Krypta "UNSEREN TOTEN HELDEN" aus der NS-Zeit blieb im Nachkriegsbau unverändert; ebenso die Inschrift auf dem Sarkophag ("Er war getreu bis in den Tod"). Sie ist eine Abwandlung aus den sieben Sendschreiben der biblischen Apokalypse des Johannes. Der Gemeinde im kleinasiatischen Smyrna wird hier im letzten neutestamentlichen Buch in der Situation der Christenverfolgung durch die römischen Kaiser die Ermahnung gegeben: "Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." (Apk, 2, 10) Mit der Adaption des biblischen Zitats wird das Schicksal der im Krieg getöteten Dillinger Soldaten mit dem gewaltlosen Opfer der ersten Christen in eine Reihe gestellt. Die Sgraffito-Arbeiten mit den apokalyptischen Reitern des Saarbrücker Künstlers Richard Eberle an den Innenwänden der Mahnmals greifen das Thema visuell wieder auf.

Der Ort des Ehrenmals hatte jahrhundertelang als Hinrichtungsort der Dillinger Herrschaft fungiert. Hier stand der Dillinger Galgen. Das Gelände hieß demnach Galgenberg. Die Hingerichteten blieben oft lange Zeit am öffentlich zugänglichen Galgenberg sichtbar baumeln und wurden der Verwesung, der Witterung oder Tieren überlassen. Der letzte Dillinger Galgen war ein Gerüst aus acht Pfosten mit Querbalkenverbindungen gewesen. Im Auftrag des Herzogs von Dillingen und Fürsten von Nassau-Saarbrücken überwachten im Oktober 1789 der herzogliche Amtmann Charles Kaspar Tenier und der herzogliche Amtsantwalt Jean Baptist Veller die Aufstellung.

Darüber hinaus existiert eine alte Sage, wonach sich hier ein untergegangenes Nonnenkloster befunden haben soll. Der Dillinger Pfarrer Philipp Schmitt hatte an der Stelle der früheren Hinrichtungen im Jahr 1837 ein Hochkreuz als Endpunkt eines Kreuzweges errichtet und so aus dem früheren Galgenberg einen Kalvarienberg gemacht. Beim Bau des Ehrenmales wurde das Hochkreuz um etwa 60m versetzt.

Am Sockel des Kreuzes befindet sich eine Nische mit einem steinernen Totenschädel. Hier soll man der alten Sage nach die Nonnen des legendären Frauenklosters Heiligenberg singen hören. Über der Totenschädel-Nische ist die Inschrift "Es ist vollbracht" in den Stein gehauen. Dies entspricht dem sechsten der sogenannten "Sieben Letzten Worte Jesu" Nach allgemeiner theologischer Auffassung meint Jesus hier nicht (oder nicht ausschließlich), dass sein Leben nun zu Ende geht, sondern dass sein Werk als Erlösung der Menschen, für deren Sünden er als Sühneopfer sein Leben hingibt, nun vollendet sei.

Der Schädel soll den Schädel Adams symbolisieren. Der Legende nach war Adam auf Golgota in Jerusalem begraben worden. Durch das Erdbeben beim Kreuzestod Christi sei sein Schädel sichtbar geworden. Diese Symbolik bezieht sich auch auf Paulus .

Friedhöfe

In Dillingen existieren folgende Friedhöfe:

  • Friedhof Dillingen, St. Johann
  • Friedhof Dillingen, Waldfriedhof
  • Friedhof Diefflen
  • Jüdischer Friedhof in Diefflen
  • Ehrenfriedhof Diefflen
  • Friedhof PachtenDer älteste Friedhof ist der Friedhof St. Johann.

Kunst

;Stahlskulpturen (Internationales Stahlsymposium): Anlässlich der 2000-Jahrfeier des Dillinger Stadtteils Pachten fand 1990 das Internationale Stahlsymposium statt, das zeitgenössische Stahlplastiken hervorbrachte, die heute zwischen Dillingen und der Saar frei zugänglich zu besichtigen sind.In ansässigen Betrieben wurden 5 Werke von 5 Künstlern gefertigt, die entlang der Saar und auf einer in die Innenstadt führenden Achse aufgestellt wurden (s.Skizze)

1. Alf Lechner: „Dillingen/Pachten“; Standort: Landzunge Primseinmündung in die Saar, Wallerfanger Brücke

2. Hans-Jürgen Breuste: „Sanctuarie“; Standort: Schiffsanlegestelle

3. Friedrich Gräsel: „Dillinger Kubenvariation“; Standort: Saaraue zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Bootshaus

4. Eduardo Paolozzi: „Acropolis“; Standort: Konrad-Adenauer-Allee

5. Lothar Meßner: „Arcus triplex“; Standort: am Zugang zur Fußgängerunterführung "Überm Berg".

;Richard Serra Skulptur „Viewpoint“

Seit 1986 verwendet Serra für seine Stahlskulpturen überwiegend Grobbleche der AG der Dillinger Hüttenwerke, die teilweise auch in Dillingen zu Skulpturen geformt werden. Viewpoint, eine Stahlskulptur von 13 Metern Breite, 9 Metern Höhe und 104 Tonnen Gesamtgewicht, wurde am 25. März 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Als Standort wählte man den Verkehrskreisel am Torhaus der Dillinger Hütte in Richtung Saarlouis, wodurch die Verbundenheit von Stadt und Hütte symbolisiert werden soll. Die Skulptur besteht aus sechs gebogenen Stahlplatten, wovon jeweils drei Platten aneinandergefügt wurden. Von oben betrachtet bilden die Stahlplatten zwei sich mit etwas Abstand gegenüberstehende Kreisbögen mit begehbarem Innenraum.

;"Odiliensäule" (Lothar Meßner)1981,Basalt und Bronze, Statue: 2,65 m, Standort: Vor dem Saardom, Odilienplatz

Die "Odiliensäule" ging aus einem 1980 ausgelobten Wettbewerb hervor. Abgestimmt auf die Fassade der katholischen Kirche Hl. Sakrament, des sogenannten Saardoms, entwarf Lothar Meßner ein Agglomerat aus Basaltquadern und -würfeln als Sockel für eine Bronzestatue der Hl. Odilia. Diese steht auf dem höchsten, als Postament ausgearbeiteten Sockelteil, während aus den anderen Teilen senkrechte Metallstangen wie stilisierte Votivkerzen herausragen. Die schlanke, ruhig und gelassen wirkende Figur trägt den stilisiert-körperbetonenden Habit einer Nonne und hält eine aufgeschlagene Bibel in ihren Händen, Symbol dafür, dass die Heilige von hoher Frömmigkeit und Bildung war.

Odilia war die Gründerin und Vorsteherin des ersten Frauenklosters im Elsass - Hohenburg (Odilienberg). Dillingen gehörte wahrscheinlich bereits im 11. Jahrhundert diesem Frauenkloster. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Hl. Odilia die Patronin der ältesten Dillinger Kirche. Eine Odilien-Figur gehört zum Inventar des Saardoms.Die Figur im Saardom ist eine neu angefertigte Kopie des Originals aus dem 18. Jahrhundert, das seit 1961 im Foyer der Odilienschule steht.

;"Odilienbrunnen" (Peter Gergen)Findlinge, Basalt- und Granitsteine, Radius 9,25 - 12,50 m, Fußgängerzone Odilienplatz, Stummstraße, um 1975

Zur Belebung der Fußgängerzone komponierte der Architekt Peter Gergen eine vielgestaltige Brunnenlandschaft. Sie liegt teils höher als das Straßenniveau, teils mehrschichtig tiefer. Aus Pflastersteinen in fließenden Formen gemauerte Becken, in denen Fontainen sprudeln, ergießen ihr Wasser über unregelmäßige Felder aus angehäuften Basaltstelen in das zentrale Becken. Neben diesem erhebt sich ein Hügel aus aufgetürmten Findlingen. Auch aus diesem sprudelt Wasser hervor. Ähnlich wie bei einem Amphitheater führen breite Treppen mit gerundeten Stufen in das Innere der Anlage und laden zum Sitzen und Verweilen ein.

;"Merkur-Brunnen" (Josef Groß)Gesamt: 3,45 x 3,20 m, Statue: 1,50 x 0,80 x 0,70 mDillingen-Pachten, Friedrichstraße, 1985

In der Mitte des runden Brunnenbeckens erhebt sich die gedrungen wirkende Brunnensäule. Ungefähr in ein Drittel Höhe speien aufgesetzte Löwenköpfe das Wasser als dünnen Strahl ins Becken. Das Kapitell der Säule dient zugleich als Standsockel für die Statue des Gottes Merkur – eine mehrfache Vergrößerung einer antiken Bronzestatuette (Höhe 13,8 cm), die in Pachten, dem römischen Contiomagus, gefunden wurde und in das 2./3. Jahrhundert nach Christus datiert wird. In göttlicher Nacktheit, mit ausgeprägtem Standbein und Spielbein, das Gewand über seine linke Schulter und den Arm drapiert, hält der römische Gott des Handels und der Diebe in seiner Rechten einen gefüllten Beutel und trägt auf dem Haupt als weiteres Attribut den geflügelten Hut.

;Pachtener Marktplatz-BrunnenBrunnen mit einer ca. 6 Tonnen schweren Granitkugel auf 8 m hohen Säulen, die von mehreren Wasserfontänen umspielt werden, 2007–2008

;Dieffler Brunnen (Heinz Oliberius)Roter bretonischer Granit, 8,00 x 3,00 m, Dillingen-Diefflen, Marktplatz, 1987

Mit seinem Entwurf konnte Heinz Oliberius die Jury bei einem 1986 im Zuge der Neugestaltung des "Ortskern Diefflen" ausgeschriebenen Wettbewerb überzeugen. Der Brunnen reagiert in Flächen- und Höhenausdehnung auf die (damalige) Platzsituation. In geradezu barock zu nennender kraftvoller Differenziert-, Beschwingt- und Ausgewogenheit aus dem Stein gehauen, behauptet sich die Brunnensäule auch in der trockenen Wintersaison als eigenständige Skulptur. Während der warmen Jahreszeit tritt das Wasser an vielen Stellen aus und ergießt sich in mannigfacher Weise als Rinnsal, Sprudel, Strahl oder Vorhang in das runde Becken. Von den Auslobern war gefordert, in der Brunnenanlage die historische Verbundenheit des Stadtteils Diefflen und seiner arbeitenden Bevölkerung mit der eisen- und stahlproduzierenden Dillinger Hütte zum Ausdruck zu bringen. Die Rundformen der Brunnenskulptur erfüllen diese Forderung, indem sie auf Walzen und Rohre als typische Produkte und einen Schmelzofen als klassischen Arbeitsplatz in dem Hüttenwerk anspielen.

;"Vorhang" (Magdalena Grandmontagne)Blei und Oxydationspigmente, 1,00 x 2,60 x 0,05 mDillingen, Altes Schloss, Schlossstraße, 1999

Die Bleiplastik entstand im Rahmen des deutsch-französischen Kunstprojektes "Stadt - Menschen - Spuren. Double regard sur la cité" aus Anlass des 50-jährigen Stadtjubiläums 1999. Sie nimmt sowohl Bezug auf die traditionelle Metallverarbeitung der benachbarten Dillinger Hütte als auch auf den Ort, an dem sie installiert wurde: die Ruine des Alten Schlosses, das nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nur in Teilen wieder aufgebaut wurde. Auf dem "Vorhang", einer beweglich in das steinerne Portal der Ruine des Südostflügels eingehängten Tafel aus Blei, finden sich Abdrücke historischer Bauteile. So verschließt der bleierne Vorhang den Blick in das Innere der Ruine, gewährt indessen durch die Spuren der historischen Fragmente einen anmutenden Blick in die Vergangenheit. In den Worten der Künstlerin: "Das künstlerische Mittel, etwas zu verhüllen, um es in veränderter Form neu sichtbar zu machen, wird hier wirksam."

;Quellstein-Brunnen (Paul Schneider)Quellstein mit 7 x 7 Mulden sowie Skulpturenfeld mit 4 x 4 Steinen, Granit; Brunnenstein: 1,30 x 3,20 x 3,20 m ; 16 Steine, je: 0,60 x 0,40 x 0,40 m, Dillingen Rosengarten, Nähe Albert-Schweitzer-Gymnasium, Karcherstraße, 1982

Eine große, über drei mal drei Meter messende Granitplatte aus dem Schwarzwald, von beträchtlicher Dicke und in einer Schräge sich senkend, ist als Quellstein gestaltet und mit sieben mal sieben Mulden eingetieft. Oben entspringt das Wasser und läuft nach vorne und hinten herab. Das Wasser fließt von einer Schüssel zur anderen, „.. und jede nimmt und gibt zugleich und strömt und ruht“, wie beim „Römischen Brunnen“ Conrad Ferdinand Meyers. Ein Pendant zum Quellstein bildet ein Quadrat aus vier mal vier granitenen Sitzsteinskulpturen. Jedem dieser Steinkuben ist, bei ähnlicher Grundform, eine unverwechselbare Individualität eigen – auch durch die Spuren und Zeichen, die Schneider selbst, sein Sohn Christoph und sein Schwiegersohn Thomas Wojciechowicz in sie gegraben haben, zusammen mit den Initialen der Kinder, die sich bei der Arbeit um die Künstler versammelten.

;"Nach der Schicht - Les deux camerades" (François Davin)Stahldraht, je 4,70 x 3,10 x 2,00 m, Caritas Krankenhaus, Einfahrt Bypass, vor dem Verwaltungsgebäude, Werk 4, 2000

Angeregt durch den großen Anklang, den seine überlebensgroßen, aus Weidenästen geflochtenen Figuren im Jahr 1999 während des Kunstprojekts "Stadt - Menschen - Spuren. Double regard sur la cité" gefunden hatten, beauftragte die Stadt Dillingen den französischen Landart-Künstler François Davin, eine ähnliche Figurengruppe zu schaffen, dieses Mal jedoch aus einem dauerhaften Material. Aus gebogenen und verschweißten Armierungseisen entstanden die monumentalen, dabei luftig-durchsichtigen Figuren zweier Arbeiter mit überlängten Beinen und untergroßen Köpfen. In aufmunternder Geste ist die eine, dynamische Figur der anderen Figur zugetan, deren schwere Müdigkeit durch die Körperhaltung deutlich zum Ausdruck kommt.

Stolpersteine

Am 16. März 2013 wurden in drei Stadtteilen zehn Stolpersteine verlegt. Sie befinden sich in der Düppenweilerstraße 35 in Diefflen, der Heiligenbergstraße 21 und Hüttenwerkstraße 7 in Dillingen und in Pachten in der Straße In der Lach 5. Am 17. März fand eine Gedenkfeier für die ermordeten Dillinger Juden statt. Bislang sind Schicksale von 50 der ca. 150 Dillinger Juden bekannt.

Freizeit

Freizeiteinrichtungen

;ParksDie größte Anlage, der Stadtpark, ist auch Veranstaltungsraum. In ihm liegt die Stadthalle und in der Parkanlage selbst steht eine Konzertmuschel, die Musik- und Theaterveranstaltungen aufnehmen kann.

In einem Wohngebiet und direkt an das Albert-Schweitzer-Gymnasium angrenzend liegt der Rosengarten mit einem Kunstwerk von Paul Schneider.

Am südlichen Stadteingang befindet sich die Parkanlage "Kröppen". Auch der "Platz der weißen Väter" (Pferdewiese), eine große, von Hecken umgebene Wiesenfläche an der Werderstraße kann zur Erholung genutzt werden. Der Waldfriedhof ist ein parkähnlich angelegte Friedhof und befindet sich im Dillinger Norden. Die Kleingartenanlage "Überm Berg" und die Liegewiesen im Freibad bieten sich ebenfalls als erholsame Orte in der Natur an.

;HallenbadDas Schwimmerbecken des Hallenbades verfügt über eine Größe von 25,00 x 12,50 m bei 1,80 m – 3,80 m Tiefe und hat eine Wassertemperatur von 29 °. Der Sprungturm verfügt über Sprungbretter bis 5 Meter. Das Nichtschwimmerbecken hat bei einer Größe von 11,50 m x 12,50 m und Tiefen von 0,85 – 1,25 Meter eine Wassertemperatur von 31 °. Das Nichtschwimmerbecken verfügt über eine Kleinkinderrutsche, Wasserspeier und Massagedüsen.Behindertengerecht gestaltet ist das Bad durch barrierefreien Zutritt, Behindertenumkleide, Behindertentoilette, Beckenlift. Auch ein Wickelraum wurde eingerichtet. Das Hallenbad verfügt über eine Gastronomie im Eingangsbereich.

;FreibadDas Freibad Dillingen liegt im Haienbachtal am Waldrand und verfügt über große Liegeflächen. Das Freibad verfügt über vier Wasserbecken, die solar beheizt sind. Das Schwimmerbecken hat die olympische Länge von 50 m und eine Breite von 21 m bei einer Beckentiefe zwischen 1,80 und 2,40 m. Es verfügt über acht Bahnen und eine behindertengerechte Edelstahl-Einstiegtreppe.

Das Nichtschwimmerbecken besteht aus einer Edelstahlwanne auf 1050 m² Fläche mit Wassertiefen zwischen 0,60 - 1, 35 m und zwei Rutschen. Die Großrutsche hat eine Länge von ca. 45 m und startet mit 4,50 m Höhe. Eine weitere Rutsche verfügt über eine Breite von 2 m.

Das Sprungbecken hat eine Größe von 18 m x 16 Meter bei einer Tiefe von 4,50 Metern. Es verfügt über einen Sprungturm mit Sprungbrettern in 1 Meter und 3 Meter Höhe, über Sprungplattformen von 1 Meter, 3 Meter, 5 Meter, 7,5 Meter sowie über die einzige 10-Meter- Sprungplattform im Saarland.Das Planschbecken hat eine Größe von 360 m² bei einer Tiefe von 10 - 30 cm.

;Weitere FreizeiteinrichtungenIn Dillingen gibt es eine Eissporthalle, einen Segelflugplatz und einen Sporthafen. Der nördlich angrenzende Hüttenwald dient als Naherholungsgebiet.Ebenfalls in der Funktion eines Naherholungsgebietes entstand in den 1980er Jahren als ökologische Ausgleichsfläche zum Saarausbau der Dillinger Ökosee. Der See selbst darf aus ökologischen Gründen nicht direkt genutzt werden, aber um den See herum führt ein 3,6 km langer Rundwanderweg. Seit 2004 ist der See EU-Vogelschutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Zwischen 2006 und 2014 gestaltete der NABU Saarlouis/Dillingen die Uferzonen und die Insel des Sees zur Optimierung der Biotop-Funktion neu. Dabei wurden mehrere hundert Meter steil abfallender Uferzonen verflacht und die Insel teilweise unter Wasserniveau abgeschoben, neu modelliert und Flachwasserzonen und Tiefstellen geschaffen. Am Ostufer entstand für Besucher ein Beobachtungshügel.Für Theateraufführungen und Kongresse dient seit den 1960er Jahren die Stadthalle ‎ mir ihrer Vollbühne. Seit 2008 verfügt die Stadt Dillingen über den denkmalgeschützten, 1900 erbauten Lokschuppen Dillingen als zusätzliche Veranstaltungshalle.;Weitere Sportanlagen:

  • mehrere Angelweiher
  • Beachvolleyballfeld am Parkstadion
  • Bouleplätze im Stadion Babelsberg und im Weiss-Kreuz-Stadion
  • Gymnastikhalle Odilienschule
  • Hunde-Dressur-Platz
  • Kanustrecke auf der Saar
  • Kegelbahnen im Gemeindehaus Diefflen und in der Stadthalle
  • Kreissporthalle des Landkreises Saarlouis in Dillingen/Saar(Leistungszentrum des Saarländischen Turnerbundes Gerätturnen)
  • Pool- Billard- Anlage im Weiss- Kreuz- Stadion
  • Reitanlage (Freianlage und Hallen) im Flachsfeld Pachten
  • Römerhalle (Mehrzweckhalle) in Pachten
  • Schießanlage in der Sporthalle Diefflen
  • Schützenhaus Überm Berg
  • Schützenhaus im Sportzentrum Pachten
  • Schiffsmodellbauweiher "In den Steinen"
  • Sporthalle West
  • Sporthalle Diefflen
  • Sporthalle Merziger Strasse
  • Stadion Papiermühle
  • Parkstadion ( Rasenplatz)
  • Stadion Babelsberg
  • Stadion Flachsfeld
  • Weißkreuzstadion
  • Tennisanlage Dillingen "Am Schwimmbad"
  • Tennisanlage Diefflen
  • Tennisanlage Pachten
  • Turnhalle Primsschule
  • Turnhalle Philipp-Schmitt-Schule
  • Turnhalle Römerschule
  • Turnhalle Odilienschule
  • Turnhallen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums

Vereine

In der Stadt Dillingen sind fast 100 Vereine aktiv.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Otto Friedrich Weinlig
  • Josef Deilmann, Chefarzt des Krankenhauses
  • Paul Desfossez, Hüttendirektor
  • Joseph Roederer, Hüttendirektor
  • Peter Lamar, Ehrenamtlicher Bürgermeister
  • Aloys Lehnert, Oberstudienrat
  • Jean Mesqui, Hüttendirektor
  • Klara Kunz, Ehrwürdige Schwester Richardis
  • Roland de Bonneville (1930–2007), Manager
  • Albert Kremer, Lehrer
  • Alois Lauer, Fabrikant, Mitbegründer und erster Vorsitzender der Ortsgruppe der NSDAP
  • Wilhelm Röll (* 1930), ehemaliger Chefarzt des Kreiskrankenhauses Dillingen, Ehrenbürger seit 2010

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm Albert Freiherrr de Lasalle von Louisenthal (1767–1845), bayerischer Major, Rittergutsbesitzer in Dagstuhl, Vater der „Malergräfin“ Octavie de Lasalle
  • Joseph Peter Audebert (1848–1933), Naturforscher
  • Siegfried Alkan (1858–1941), Komponist
  • Albert Korn (1880–1965), Natur- und Heimatdichter, mit ca. 250 Liedern meistvertonter Dichter des Saarlandes
  • Aloys Lehnert (1888–1976); Gymnasiallehrer und Landesgeschichtler
  • Jakob Burger (1899–1944), Sozialdemokrat, Opfer des Nationalsozialismus
  • Edeltraut Klapproth (1909–2005), Malerin
  • Andreas Rothkopf (* 1955), Organist, Pianist und Musikpädagoge
  • Wolfram G. Zoller (* 1956), Internist und Gastroenterologe
  • Peter Jost (* 1960), Musikwissenschaftler
  • Christiane Weber (* 1960), Fechtsportlerin und zweimalige Goldmedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen
  • Wolfgang Hau (* 1968), Rechtswissenschaftler

Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben

  • Charles Henri Gaspard de Lenoncourt Marquis de Blainville (†1713), lothringischer Adeliger, Herr von Dillingen, Gründer der Dillinger Hütte 1685
  • Albert de Lasalle (1722-1769) Händler, Gutsbesitzer, Generalinspekteur der Drei Bistümer, 1763 Kauf der Baronie Dillingen, 1763 Erhebung als Herr Dillingens in den deutschen Adelsstand (Freiherr)
  • Jean Baptiste François de Lasalle de Louisenthal (1726-1803), Gutsbesitzer, Offizier, Ritter des St. Ludwigsordens, Besitzer des Dillinger Schlosses
  • Philipp Wilhelm Justus von Mandel (1741-1828), Hofmarschall in Saarbrücken, Maire von Saarbrücken, Herr von Dillingen
  • Ludwig (1745–1794), von 1768 bis zur Französischen Revolution letzter Fürst von Nassau-Saarbrücken, Herzog von Dillingen
  • Johann Adam Knipper der Ältere (1746–1811), 1789-1790 Bauleiter bei den Umbaumaßnahmen am Schloss Dillingen
  • Katharina Kest (1757–1829), Reichsgräfin von Ottweiler, Herzogin von Dillingen, Mätresse und später Gemahlin des Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken („Gänsegretel von Fechingen“)
  • Nicolas Theodore Antoine Adolphe de Lasalle (1762–1803), Gutsbesitzer, Richter, Politiker, Inhaber der Herrschaft Dillingen, 1789 Abgeordneter des 3. Standes in der Versammlung der Generalstände in Paris
  • Jean Louis Piette (1767–1833), Dillinger Papierfabrikant
  • Heinrich Böcking (1785–1862), Bergrat, Bürgermeister in Saarbrücken, Teilhaber der Dillinger Hütte, Verfechter der Angliederung Dillingens an Preußen (Deputierter der Pariser Friedenskonferenz 1815)
  • Louis Piette (1803–1862), Dillinger Papierfabrikant
  • Prosper Joseph Maria Piette (1806–1872), Dillinger Papierfabrikant
  • Philipp Schmitt (1805–1856), Pfarrer von St. Johann und Altertumsforscher
  • Charles-Nicolas Peaucellier (1832-1913), Absolvent der École polytechnique in Palaiseau, Erfinder des Inversor von Peaucellier, General der französischen Armee, vor der Exhumierung 1929 bestattet in der Dillinger Defrance-Gruft
  • Johann Peter Hillen (1832-1911), Pfarrer von Dillingen, Bauherr der Pfarrkirche St. Maximin in Pachten
  • Carl Ferdinand von Stumm-Halberg (1836-1901), Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dillinger Hütte, unter seine Ägide wurde die Dillinger Hütte zu einem großindustriellen Hochofenwerk von Weltrang ausgebaut, die Gemeinde Dillingen benannte ihm zu Ehren im Jahr 1905 die Stummstraße.
  • Eduard Sigismund Böcking (1842–1916), Industrieller, Aufsichtsrat der Dillinger Hütte, Erbauer der Schlackenmühle
  • Wilhelm Hector (1855–1918), Architekt, Erbauer der Kirchen St. Josef in Diefflen und St. Maximin in Pachten
  • August Rudolf de Haas (1864–1931), Pfarrer, Bau der ersten ev. Kirche und der ev. Schule in Dillingen
  • Otto Friedrich Weinlig (1867–1932), Industrieller, Tätigkeit bei der Dillinger Hütte
  • Mathias Joseph Prior (1870–1946), Geheimsekretär des Trierer Bischofs Dr. Michael Felix Korum, Pfarrer in Dillingen, Bauherr des Saardomes
  • Peter Marx (Architekt) (1871–1958), Architekt, Erbauer des Saardomes
  • Angelika Merkelbach-Pinck (1885-1972), Schwester von Louis Pinck, lothringische Volkskundlerin, mit Joseph Müller-Blattau Herausgeberin der „Verklingenden Weisen“, Lehrerin in Dillingen
  • Nikolaus Fox (1899-1946), saarländischer Volkskundler, Studienrat und journalistische Tätigkeit in Dillingen
  • György Lehoczky (1901–1979), ungarischer Architekt und Kirchenfenstermaler, Gestalter der Nachkriegsfenster im Saardom
  • Franz-Josef Röder (1909–1979), Ministerpräsident des Saarlandes von 1959 bis 1979, Oberstudiendirektor am Dillinger Gymnasium
  • Frank Edvard (1909–1972), Maler, wohnhaft in Dillingen
  • Blasius Spreng (1913–1987), Maler, Bildhauer, Glasmaler und Mosaizist, künstlerischer Gestalter der Innenräume der Stadthalle (Dillingen)
  • Willi Graf (1918–1943, Hinrichtung), späteres Mitglied der christlich motivierten Widerstandsgruppe Weiße Rose, absolvierte von April bis Oktober 1937 in Dillingen den Reichsarbeitsdienst im RAD-Lager "Irminsul".
  • Richard Eberle (1918-2001), Bildender Künstler und Kunstpädagoge, Gestalter der Glasmalereien in dem zur Sporthalle in der Merziger Straße umgebauten alten Dillinger Gymnasium, Gestalter der Sgraffiti am Dillinger Ehrenmal auf dem Heiligenberg, Gestalter des St.-Josef-Zyklus der Kirchenfenster in der Dieffler Pfarrkirche St. Josef
  • Manfred Schäfer (1921-1999), Volkswirt und saarländischer Finanzminister und Wirtschaftsminister, nach 1985 Aufsichtsratsvorsitzender von Saarstahl, Zusammenführung der Saarhütten in Völklingen und Dillingen
  • Brunhilde Peter (* 1925), Politikerin (SPD), 1985–1991 saarländische Ministerin, Gründungsmitglied der Volkshochschule in Dillingen
  • Karl Hanus (1927–2013), Ingenieur und Architekt, Erbauer der denkmalgeschützten Wohnanlage Papst-Haasper am Fischerberg
  • Hans Moretti (1928–2013), deutscher Zauberkünstler
  • Berthold Budell (1929-2010), Naturwissenschaftler, Pädagoge, saarländischer Umweltminister, Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) im Saarland, Lehrer in Dillingen
  • Roland de Bonneville (1930–2007), französischer Manager, Tätigkeit bei der Dillinger Hütte
  • Clemens Kremer (1930–2000), Komponist und Literat, Mitglied der GEMA und des Deutschen Komponistenverbandes, Jugend- und Schulzeit in Dillingen
  • Werner Bauer (Künstler) (* 1934), Licht- und Kinetikkünstler, künstlerischer Gestalter der Innenräume des neuen Dillinger Rathauses
  • Franz-Josef Reichert (1934-2012), Kunsthistoriker und Journalist, Programmdirektor Hörfunk des Saarländischen Rundfunks, lebte bis 1966 in Dillingen
  • Francis Mer (* 1939), Industrieller und französischer Politiker, Tätigkeit bei der Dillinger Hütte
  • Richard Serra (* 1939), US-amerikanischen Bildhauer, Schöpfer der Dillinger Skulptur "Viewpoint", verwendet für seine Skulpturen Dillinger Grobbleche, die auch in Dillingen zu Skulpturen geformt werden
  • Peter Hartz (* 1941), deutscher Manager, Namensgeber der Hartz-Reformen, Personalchef der Dillinger Hütte
  • Oskar Lafontaine (* 1943), Politiker der Linkspartei, 1974–1976 Bürgermeister in Saarbrücken, 1976–1985 Oberbürgermeister in Saarbrücken, 1985–1998 Ministerpräsident des Saarlandes (SPD), 1990 Kanzlerkandidat der SPD, 1995–1999 SPD-Vorsitzender, 1998–1999 Bundesminister der Finanzen, verbrachte seine Kindheit in Dillingen
  • Karlheinz Blessing (* 1957), Bundesgeschäftsführer der SPD, Vorstandsvorsitzender der Dillinger Hütte

Literatur zur Geschichte Dillingens

  • Adler, Wolfgang/Schwarz, Monika: »Neues zur Spätzeit des römischen vicus Contiomagus (Dillingen-Pachten)«, in: »Landesarchäologie Saar 2005-2009«, Band 2 der Reihe »Denkmalpflege im Saarland«, Seite 217ff, Saarbrücken 2010.
  • Alecu, Maria Daniela/Franke, Peter Robert: »Der römische Münzfund von Dillingen-Pachten 1968«, in: »Beiträge zur Archäologie und Kunstgeschichte. 16. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege im Saarland 1969«, Seite 141ff, Saarbrücken 1969.
  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »Zum 275-jährigen Jubiläum der Dillinger Hütte – 1685-1960«, Dillingen 1960.
  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »300 Jahre Dillinger Hütte – Ein Rückblick«, Dillingen 1985.
  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »325 Jahre Dillinger Hütte«, Dillingen 2010.
  • Behringer, Wolfgang / Clemens, Gabriele: Geschichte des Saarlandes, München 2009, S. 114.
  • Bellmann, Günther/Jost, Armin: »Die Alte Pfarrei – Geschichte der Pfarrei St. Johann Dillingen«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar e.V., Dillingen 2010.
  • Brunner, H.: »Eine ägyptische Statuette aus Pachten«, in: »Beiträge zur saarländischen Archäologie und Kunstgeschichte. 11. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege 1964«, Seite 59ff, Saarbrücken 1964.
  • Cüppers, Heinz et al.: »Die Römer an Mosel und Saar – Zeugnisse der Römerzeit in Lothringen, in Luxemburg, im Raum Trier und im Saarland«, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1983.
  • Dehnke, Erhard: »Die römischen Münzen von Pachten«, in: »Beiträge zur saarländischen Archäologie und Kunstgeschichte. 11. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege 1964«, Seite 51ff, Saarbrücken 1964.
  • Dräger, Johannes/Reuter, Stefan: »Der Westwall im Raum Dillingen von 1936 bis heute«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar e.V., Dillingen 2006.
  • Förderverein Heimatmuseum Pachten (Hrsg.): »Das römische Pachten und seine Umgebung«, Dillingen 1990.
  • Franke, Peter Robert: »Pachten: Der älteste Baumwollfund nördlich der Alpen (300 n. Chr.)«, in: »Beiträge zur Archäologie und Kunstgeschichte. 16. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege im Saarland 1969«, Seite 161ff, Saarbrücken 1969.
  • Franz, Gerhard: Der Sieg der Neinsager, 50 Jahre nach der Abstimmung über das Saarstatut, Blieskastel 2005, S. 181.
  • Freiwillige Feuerwehr Dillingen/Saar (Hrsg.): »100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dillingen/Saar«, Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dillingen/Saar anläßlich ihres 100-jährigen Bestehens 1864-1964 auch unter Berücksichtigung der 100-jährigen Vergangenheit der Freiwilligen Feuerwehr Pachten 1862-1962, ohne Orts- und Jahresangabe.
  • Freiwillige Feuerwehr Dillingen/Saar (Hrsg.): »125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dillingen. 1864-1989«, Geschichte der Feuerwehr Dillingen/Saar anläßlich ihres 125-jährigen Bestehens 1864-1989 auch unter Berücksichtigung der Vergangenheit der Feuerwehr Pachten, Feuerwehr Diefflen und der Werkfeuerwehr der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen 1989.
  • Fries, Helmut: »Das Saarland zur Römerzeit«, Band 1 der Reihe »Saarlandhefte« des Instituts für Landeskunde im Saarland, Saarbrücken 1999.
  • Glansdorp, Edith: »Das Gräberfeld ›Margarethenstraße‹ in Dillingen-Pachten: Studien zu gallo-römischen Bestattungssitten«, Dr. Rudolf Habelt GmbH, Bonn 2005.
  • Glaser, Michael: »Archäologische Erkundungen im Saarland – Erster Teil«, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Saarbrücken 2000.
  • Ham, Hermann van: »Beiträge zur Geschichte der Aktiengesellschaft der Dillinger Hüttenwerke – 1685-1935«, Astra-Werke, Saarlautern 1935.
  • Held, Petra/Alt, Kurt W.: »Anthropologische Auswertung der Skelettfunde des ehemaligen Friedhofs an der Kirche St. Maximin in Dillingen-Pachten. Fundjahre 2007 und 2008«, in: »Landesarchäologie Saar 2005-2009«, Band 2 der Reihe »Denkmalpflege im Saarland«, Seite 243ff, Saarbrücken 2010.
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  • Kath. Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900/2000, Dillingen 2000.
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  • Kiefer, Walter: »Pachten – Dillingen – Diefflen, Bilder von Gestern und Heute (1885-1985)«, Selbstverlag, o. J.
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  • Meisser, Ulrich: »Dillingen – Gesicht einer Stadt«, Krüger Druck + Verlag GmbH, Dillingen 1987.
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  • Reichert, Franz-Josef: Mein Dillingen, Notizen und Erinnerungen von A-Z, mit Illustrationen von Karl Michaely; Stadt Dillingen, Krüger Druck + Verlag GmbH, Dillingen 1988.
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Hrsg.): »Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern – Band 5 Saarland«, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1966.
  • Rösch, Heinz-Egon: »Straße(n) der Römer«, Leinpfad Verlag, Ingelheim 2007.
  • Schindler, Reinhard: »Bericht über die Forschungsgrabungen in Pachten 1960-1963«, in: »Beiträge zur saarländischen Archäologie und Kunstgeschichte. 11. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege 1964«, Seite 5ff, Saarbrücken 1964.
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  • Scherer, Alois: »Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten, Diefflen – Ursache und Bedeutung ihrer Benennung«, herausgegeben von der Realschule Dillingen und der Stadt Dillingen, Nalbach 1990.
  • Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009.
  • Schindler, Reinhard: »Forschungsproblem Pachten«, Sonderdruck aus »Saarbrücker Hefte« Nr. 14/1961, o. O., o.J.
  • Schmidt, Gertrud: »Das Römische Pachten – Katalog zu der Ausstellung vom 22. August bis 27. September 1986«, Krüger Druck + Verlag GmbH, Dillingen 1986.
  • Schmitt, Philipp: »Der Kreis Saarlouis und seine Umgebung unter den Römern und Celten«, Trier 1850.
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  • Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH (Hrsg.): »Chronik Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH«, Dillingen 1993.
  • Thomaser, Raimund: »Die Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dillingen/Saar 1935-1948«, Dillingen 1997.
  • Volk, Hermann: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Band 4, Saarland, Köln 1990, S. 115-119.
  • Weisgerber, Gerd: »Zu den Terrakotten im Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken«, in: »Beiträge zur Archäologie und Kunstgeschichte, Abteilung Bodendenkmalpflege. 21. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege im Saarland 1974«, Seite 77ff, Saarbrücken 1974.

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