Karte Neuwied
Kreisverwaltung Neuwied
Wilhelm-Leuschner-Str.9
56564 Neuwied

http://www.kreis-neuwied.de/

Landkreis Neuwied

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Neuwied
Basisdaten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Fläche 626.79 km2
Verwaltungssitz Neuwied
Fläche 626.79 km2
Adresse des Landkreises Wilhelm-Leuschner-Straße 9
56564 Neuwied
Website www.kreis-neuwied.de
Landrat Rainer Kaul (SPD)
Der Landkreis Neuwied ist ein Landkreis im Norden des Landes Rheinland-Pfalz. Er grenzt im Westen an den Landkreis Ahrweiler, im Norden an den nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis und an den Landkreis Altenkirchen (Westerwald), im Osten an den Westerwaldkreis und im Süden an den Landkreis Mayen-Koblenz.

Geographie

Der Landkreis Neuwied erstreckt sich entlang des Rheins in Richtung Nordosten. Der Rhein ist über 40 km die südwestliche Grenze. Der Landkreis hat überwiegend Anteil am Westerwald (Naturpark Rhein-Westerwald). Größter Fluss neben dem Rhein ist die Wied, die das Kreisgebiet von Nord nach Süd durchquert.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Landkreises Neuwied war vor 1803 überwiegend Teil der Kurfürstentümer von Trier und Köln sowie der Grafschaft Wied. 1806 gehörte das gesamte heutige Kreisgebiet zum Herzogtum Nassau. Nach dem Wiener Kongress kam das Gebiet 1815 zum Königreich Preußen. 1816 wurde der Landkreis Neuwied innerhalb der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) gebildet und gehörte zum Regierungsbezirk Koblenz.

Unter der preußischen Verwaltung wurde der Kreis in Bürgermeistereien eingeteilt. 1817 umfasste der Kreis Neuwied die Bürgermeistereien Altenwied, Anhausen, Asbach, Dierdorf, Heddesdorf, Neuerburg, Neustadt, Neuwied, Niederwambach und Puderbach. Der ebenfalls 1816 gebildete Kreis Linz wurde 1822 aufgelöst und die Bürgermeistereien Leutesdorf, Linz und Unkel in den Kreis Neuwied eingegliedert. Gleichzeitig wurde die Bürgermeisterei Engers aus dem Kreis Koblenz dem Kreis Neuwied zugeordnet. Die Bürgermeisterei Altenwied wurde 1823 aufgelöst und die Gemeinden auf die Bürgermeistereien Asbach und Neustadt aufgeteilt. Die Bürgermeistereien wurden 1927 in Ämter umbenannt und bestanden bis 1968. Aus ihnen entstanden die Verbandsgemeinden.

Die Bezeichnung „Kreis Neuwied“ wurde 1935 in „Rhein-Wied-Kreis“ und 1938 in „Landkreis Neuwied“ geändert. 1946 wurde der Landkreis Neuwied Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz, umgangssprachlich ist auch heute noch die Bezeichnung „Kreis Neuwied“ häufig im Gebrauch. Im Laufe seiner Geschichte wurde der Gebietsstand des Landkreises kaum verändert.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber eine eingeschweifte goldene Spitze, darin ein rechtshin schreitender blauer Pfau mit gesenktem Schweif; oben vorn ein durchgehendes schwarzes, hinten ein durchgehendes rotes Kreuz“.

Die drei Wappenfiguren beziehen sich auf die drei bis 1803 bzw. 1806 im Kreisgebiet bestehenden Territorialherrschaften: der Pfau steht für die Grafschaft Wied, das schwarze Kreuz für Kurköln und das rote Kreuz für Kurtrier.

Der Pfau ist in der Heraldik ein eher seltenes Symbol. Das Wappen wurde 1925 von dem Neuwieder Maler und Graphiker Gustav Bernhard Rüschhoff entworfen und vom zuständigen preußischen Staatsministerium am 14. Juli 1927 genehmigt. Es zählt somit zu den ältesten Kreiswappen Deutschlands. Die preußischen Landkreise galten - wie auch die Landbürgermeistereien (seit 1927 Ämter) und Landgemeinden - bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg nicht als „wappenfähig“. Erst in der Weimarer Republik regelten verschiedene Erlasse des preußischen Ministers des Inneren 1927–1932 die Grundlagen des Wappenwesens der Landkreise.

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Neuwied besteht aus 50 gewählten ehrenamtlichen Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzenden. Die Kreistagswahl am 7. Juni 2009 führte zu folgender Sitzverteilung:

Jahr SPD CDU FDP GRÜNE LINKE FWG CSFL Gesamt
2009 17 20 4 3 2 4 0 50 Sitze
2004 15 25 3 3 4 50 Sitze
1999 19 24 2 2 3 50 Sitze

Aufgrund der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.

Landrat

  • Landrat ist seit 1993 Rainer Kaul (SPD), bei der letzten Wahl am 7. Juni 2009 erhielt er 62,17 % der abgegebenen Stimmen.
  • Die Beigeordneten sind Achim Hallerbach (CDU), Udo Franz (FWG) und Hans-Werner Neitzert (FDP).

Landtag und Bundestag

  • Der Landkreis Neuwied ist aufgeteilt in die Landtagswahlkreise Linz am Rhein/Rengsdorf (Wahlkreis 3) und Neuwied (Wahlkreis 4). Die bei der Landtagswahl 2011 direkt gewählten Landtagsabgeordneten waren im Wahlkreis 3 Ellen Demuth (CDU) und im Wahlkreis 4 Fredi Winter (SPD). Über die Landesliste (Listenplatz 17) erhielt aus dem Landkreis Neuwied auch Elisabeth Bröskamp (GRÜNE) einen Sitz im rheinland-pfälzischen Landtag.
  • Zusammen mit dem Landkreis Altenkirchen gehört der Landkreis Neuwied zum Bundestagswahlkreis Neuwied. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde Erwin Rüddel direkt gewählt. Über Listenplätze wurden aus dem Wahlkreis auch Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und Elke Hoff (FDP) gewählt.

Kommunalpartnerschaft

Der Landkreis Neuwied unterhält mit dem Landkreis Namysłów in der Woiwodschaft Oppeln seit dem Jahr 2000 eine Kommunalpartnerschaft.

Verkehr

Am rechten Rheinufer entlang zieht sich seit 1869 die Strecke Köln–Neuwied–Vallendar–Koblenz der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft. Die direkte Linie Neuwied–Koblenz wurde durch die Preußische Staatsbahn erst 1918 in Betrieb genommen. Im folgenden Jahr wurde auch die Rheinüberquerung bei Remagen vollendet. In den Westerwald hinauf führten Nebenbahnen seit 1884 von Engers über Siershahn–Dierdorf nach Altenkirchen sowie seit 1912 von Linz über Neustadt (Wied) nach Flammersfeld. Die Nordspitze des Kreises um Asbach und Buchholz erhielt 1892 durch die Brölthaler Eisenbahn AG eine schmalspurige Verbindung nach Hennef. Außerdem gab es reine Güterbahnen in Neuwied und Bad Hönningen.

Der Personenverkehr wurde auf Strecken von 59 km Länge eingestellt. Es verblieb nur die rechtsrheinische Hauptbahn mit einer Verzweigung (45 km). Dem Nahverkehr in der Kreisstadt Neuwied und ihren Vororten diente ab 1901 ein 20 km langes elektrisches Straßenbahnnetz, das der Kreis in eigener Regie betrieb. Es wurde 1949/1950 auf Obusverkehr, später auf Omnibuslinien umgestellt.

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 3 (Frankfurt–Köln). Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen, Land- und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 42 (Koblenz–Bonn), die B 256 und die B 413.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Verbandsfreie Gemeinden/Städte:

  • Neuwied, Große kreisangehörige Stadt ()

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)

  • 1. Verbandsgemeinde Asbach
  • Asbach * ()
  • Buchholz (Westerwald) ()
  • Neustadt (Wied) ()
  • Windhagen ()
  • 2. Verbandsgemeinde Bad Hönningen
  • Bad Hönningen, Stadt * ()
  • Hammerstein ()
  • Leutesdorf ()
  • Rheinbrohl ()
  • 3. Verbandsgemeinde Dierdorf
  • Dierdorf, Stadt * ()
  • Großmaischeid ()
  • Isenburg ()
  • Kleinmaischeid ()
  • Marienhausen ()
  • Stebach ()
  • 4. Verbandsgemeinde Linz am Rhein
  • Dattenberg ()
  • Kasbach-Ohlenberg ()
  • Leubsdorf ()
  • Linz am Rhein, Stadt * ()
  • Ockenfels ()
  • Sankt Katharinen ()
  • Vettelschoß ()
  • 5. Verbandsgemeinde Puderbach
  • Dernbach ()
  • Döttesfeld ()
  • Dürrholz ()
  • Hanroth ()
  • Harschbach ()
  • Linkenbach ()
  • Niederhofen ()
  • Niederwambach ()
  • Oberdreis ()
  • Puderbach * ()
  • Ratzert ()
  • Raubach ()
  • Rodenbach bei Puderbach ()
  • Steimel ()
  • Urbach ()
  • Woldert ()
  • 6. Verbandsgemeinde Rengsdorf
  • Anhausen ()
  • Bonefeld ()
  • Ehlscheid ()
  • Hardert ()
  • Hümmerich ()
  • Kurtscheid ()
  • Meinborn ()
  • Melsbach ()
  • Oberhonnefeld-Gierend ()
  • Oberraden ()
  • Rengsdorf * ()
  • Rüscheid ()
  • Straßenhaus ()
  • Thalhausen ()
  • 7. Verbandsgemeinde Unkel
  • Bruchhausen ()
  • Erpel ()
  • Rheinbreitbach ()
  • Unkel, Stadt * ()
  • 8. Verbandsgemeinde Waldbreitbach
  • Breitscheid ()
  • Datzeroth ()
  • Hausen (Wied) ()
  • Niederbreitbach ()
  • Roßbach ()
  • Waldbreitbach * ()

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Neuwied

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