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Langen (Hessen)
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Stadtplan Langen (Hessen)

Langen (Hessen)

160pxAbb. 1 Wappen von Langen (Hessen)
Basisdaten
Bundesland Hessen
Höhe 139 m
PLZ 63225
Vorwahl 06103
Gliederung 6 Stadtteile
Website www.langen.de
Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD)

Langen (Hessen) ist eine Mittelstadt mit rund 38.000 Einwohnern im südhessischen Landkreis Offenbach, zwischen Darmstadt und Frankfurt am Main. Langen ist Hauptsitz der Deutschen Flugsicherung; in direkter Nachbarschaft hierzu befinden sich das Paul-Ehrlich-Institut und das Ausbildungszentrum des Deutschen Wetterdienstes. Zudem hat Fujitsu Electronics Europe in Langen seinen Hauptsitz.

Geografie

Geografische Lage

Langen liegt im Kreis Offenbach, im Ballungsraum des Rhein-Main-Gebiets, eines der wirtschaftlich stärksten Gebiete Deutschlands. Die Stadt liegt zentral zwischen den Städten Frankfurt am Main und Darmstadt und liegt günstig in dem Dreieck der Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz. Zusammen mit Städten wie zum Beispiel Krakau, Mainz und Prag liegt Langen am 50. Breitengrad; dieser ist durch einen Stein, nahe der Asklepios-Klinik, markiert.Langen wird durch den Sterzbach durchflossen, der dem Paddelteich entspringt.

Nachbargemeinden

Langen grenzt im Norden und Nordosten an die Stadt Dreieich, im Süden an Egelsbach sowie im Westen an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau).

Stadtgliederung

Langen umfasst nur die Gemarkung Langen (Gmk.-Nr. 60743) und ist in folgende Stadtteile gegliedert:

  • die Altstadt im Osten. Sie liegt innerhalb der ehemaligen östlichen Stadtmauer, die teilweise noch sichtbar ist. Für die Altstadt gilt eine „Altstadtsatzung“ um den Charakter der vielen Fachwerkhäuser zu erhalten.
  • das Zentrum in der Mitte Langens, das von den anderen Stadtteilen umgeben wird.
  • Neurott im Nordwesten. Es ist ein Gewerbegebiet, in dem Unternehmen wie Borland oder Oracle ihren Sitz haben. Hier befindet sich der Hauptsitz der Deutschen Flugsicherung sowie das Paul-Ehrlich-Institut. Obwohl der Stadtteil ein Gewerbegebiet ist, befinden sich hier Wohnhäuser. Eine der Siedlungen entstand 1958 für US-Truppen der nahen Rhein-Main Air Base (2005 geschlossen), so gab es bis 2016 Basketballplätze und ein Baseball-Spielfeld die mittlerweile Ein- und Mehrfamilienhäusern weichen mussten. Im September 2008 hat die US-Army die Langen Terrace Family Housing Area an die Bundesrepublik zurückzugeben. Die Wohnungen werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermietet, zudem wird geprüft, ob eine bauliche Verdichtung möglich ist.
  • das Nordend, ein Wohnviertel Langens, in dem sich viele Wohnblocks und Wohnhochhäuser befinden.
  • Linden und Oberlinden im Westen sind als reine Wohngebiete entstandene Stadtviertel und erhöhten die Einwohnerzahl Langens damals erheblich.
  • den Steinberg im Südosten. Dort stehen seit den späten 90er Jahren neuerbaute Reihen-, Ein- und Zwei- und Dreifamilienhäuser mit Gärten.

Die einzelnen Stadtteile sind nicht durch Schilder bezeichnet. Lediglich wird an zwei Kreuzungen der Weg zur Altstadt geschildert.

Geschichte

Urgeschichte

Schon in der Mittelsteinzeit haben in der Gemarkung Menschen gelebt. Dies wird durch Funde bei Ausgrabungen auf dem Areal des Neuen Rathauses und des Hallenbads (Stadthalle) belegt. In der Koberstadt wurden bedeutende Funde aus der Hallstattzeit gemacht.

Antike

Schon vor etwa 2000 Jahren ist für Langen eine bäuerliche Siedlung anzunehmen, die darüber hinaus an einem wichtigen Verkehrsweg lag, was weitere Ansiedlung anderer Berufe, vor allem in Folge des Handelsverkehrs vorstellbar macht. Durch diese Lagegunst an einer der wichtigsten Nord-Süd-Handelswege in Richtung Frankfurt, wo man den Main schon früh ganzjährig überqueren konnte, ist auch die Einrichtung eines Legionslager oder eines sogenannten Hilfskastells in Langen anzunehmen. Der Stadtname leitet sich von dieser Tatsache indirekt und wie ins Niederdeutsche verkürzt ab. Anzunehmen sind Karteneintragungen und Bezeichnungen wie "Lagerem Legionem" vom lateinischen legere=legen, wie auch Lager Legionorum zum späteren Langen. Ein Beweis zur damaligem Ansiedlung eines Legionslager wird zuletzt durch die Wegführung der Stadtanlage erbracht, die auch heute vielerorts noch durch Auswertungen von Luftbildern oder Karten möglich ist. Grob unterscheidet sich die germanische, frühere Stadtanlage durch runde Stadtmauern und gebogene Wege von der rechteckigen planvoll angelegten römischen Ansiedlung.

Mittelalter

Eine erste Siedlung entstand vermutlich in der Zeit zwischen 500 und 600 durch fränkische Einwanderer. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung des Ortes enthält eine Schenkungsurkunde König Ludwigs II. an das Kloster Lorsch von 834. Langen wird hier als Langungon erwähnt. Dieser ließ 835 den Umfang der Markgenossenschaft Langen beschreiben mit Drieichlahha, dem heutigen Dreieich als Nachbargemeinde im Norden. Zum Wildbann Dreieich, der im Namen des Königs durch die Herren von Hagen (später von Münzenberg) als Vögte verwaltet wurde, gehörten im Mittelalter auch die Wälder rund um Langen. Zwei der dreißig Wildhuben des Wildbannes befanden sich hier.

Als die Familie Hagen-Münzenberg 1255 ausstarb trat mit der Münzenberger Erbschaft eine Erbengemeinschaft aus adeligen Häusern der Umgebung deren Nachfolge an. Dazu gehörten unter anderem die Familien von Falkenstein (5/6) und Hanau (1/6). 1414 brannte das Dorf ab, als es zwischen der Stadt Frankfurt und dem Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein zum Streit kam. Als 1418 die Herren von Falkenstein im Mannesstamme erloschen, erbten die Isenburger den Ort. Aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind unter anderem Reste der Ortsbefestigung mit dem spitzen Turm und dem stumpfen Turm.

Frühe Neuzeit

Aus der Renaissance ist der Vierröhrenbrunnen von 1553 erhalten. 1600 wurde Langen mit dem gesamten Amt Kelsterbach vom Isenburger Grafen an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt verkauft. Seither gehört Langen zu Hessen. Bei der Aufteilung der Länger Markgenossenschaft 1732, deren Oberhof Langen war, erhielt der Ort zwei Drittel des Bodens, Egelsbach ein Drittel.

Neuzeit

1813 wurde Langen zum Marktflecken erhoben und 1821 Sitz des Landratsbezirks. Damit war Langen praktisch Kreisstadt, musste diese Funktion jedoch 1832 wieder an Groß-Gerau und Offenbach abgeben. 1834 hatte Langen 2.368 Einwohner. 1846 wurde die Main-Neckar-Eisenbahn errichtet, an der der Bahnhof Langen (Hess) errichtet wurde. 1862 kam Ort zum Landkreis Offenbach. 1883 wurden ihm mit der Einweihung der Stadtkirche durch Großherzog Ludwig IV. die Stadtrechte verliehen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war Langen – im Rahmen der Alliierten Rheinlandbesetzung als Teil des Mainzer Brückenkopfes – bis 1930 von französischen Truppen besetzt. 1959 wurde als eine erste (geplante) Erweiterung die Wohnstadt Oberlinden gebaut. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Langen als eine von wenigen Städten und Gemeinden nicht verändert.

Bevölkerungsentwicklung

Die Gründe für einen ersten starken Bevölkerungszuwachs im 19. Jahrhundert liegen in der Chaussee (der späteren B3) mit der Anbindung an Frankfurt und Darmstadt und dem Machtverlust der Isenburger Grafen, sowie infolge dessen der Gebietsübernahme durch den Großherzog von Hessen-Darmstadt. Mit der Ernennung Langens 1821 als großherzoglicher Verwaltungsort kommt es in den Gemeinden der Dreieich dazu, dass verstärkt Verkehrswege ausgebaut und errichtet werden, um eine zentrale Erreichbarkeit Langens zu gewährleisten. Dadurch gelangte man nunmehr schneller nach Groß-Gerau. Weiterhin bedeutend für den Bevölkerungszuwachs ist 1846 der Bau der Main-Neckar-Bahn, zumal Langen als einzige Gemeinde zwischen Frankfurt und Darmstadt einen Bahnhof erhielt. Auch wenn zwei Jahre später die alten Landkreise aufgelöst wurden, blieben in Langen das Amtsgericht und das Finanzamt – und damit die Funktion als Verwaltungsort. Somit lebten 1861 „... 54 % der Langener Bürger von der Industrie und vom Handwerk ...“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es vor allem durch die Errichtung des Stadtteils Oberlinden 1959/60 zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl, welcher Wohnraum für rund 6.000 Einwohner schuf und neue Heimat für Heimatvertriebene und Schlesier wurde. Später in den achtziger und neunziger Jahren kam es nochmals zu einer Verdichtung des bestehendes Wohnraumes und der Schaffung von neuem Wohnraum im Nordend, in welchem sich das Landesflüchtlingslager befand – das mit 1.100 Bewohnern größte Übergangswohnheim für Spätaussiedler Hessens.

Folgende Einwohnerzahlen sind dokumentiert:

Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1834 2.308 1905 6.309 2006 35.184
1836 2.680 1910 7.630 2008 35.260
1840 2.745 1925 7.891 2010 36.508
1846 3.083 1939 9.077 2011 37.131
1852 3.242 1946 12.093 2012 35.416
1858 3.195 1950 13.351 2013 35.845
1864 3.039 1956 17.097 2014 36.058
1871 3.636 1961 20.957 2015 37.026
1875 4.087 1967 29.511 2016 38.638
1885 4.706 1983 28.500 2017 37.792
1895 5.007 1990 33.112

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister: Frieder Gebhardt, SPD.

Erster Stadtrat: Stefan Löbig, Bündnis 90/Die Grünen.

Bürgermeister von Langen
Amtszeit Name Person
1877–1894 Heinrich Ludwig (Louis) Dröll letzter ehrenamtlicher

Bürgermeister

1894–1915 Johann Peter Metzger erster hauptamtlicherBürgermeister
1915–1920 -
1920–1933 Georg Zimmer
1933–1945 Heinrich Göckel
26.03.1945 – 30.09.1945 Wilhelm Umbach kommissarisch
01.10.1945–29.03.1946 Christoph Zellhöfer SPD, kommissarisch
1946–1948 Johannes Steitz SPD
01.07.1948–30.06.1966 Wilhelm Umbach SPD
01.07.1966–30.06.1990 Hans Kreiling SPD
01.07.1990–30.06.2008 Dieter Pitthan SPD
01.07.2008–heute Frieder Gebhardt SPD

Frieder Gebhardt (SPD) wurde am 10. Februar 2008 erstmals zum Bürgermeister gewählt; er setzte sich in einer Stichwahl mit 63,98 Prozent gegen Berthold Matyschok (CDU) durch. Matyschok hatte den zweiten Wahlgang nur ganz knapp vor dem unabhängigen Einzelkandidaten Jan Werner (damals ebenfalls Mitglied der CDU) erreicht.

Gebhardt wurde am 30. Juni 2008 als Nachfolger seines Parteifreundes Dieter Pitthan in sein Amt eingeführt. Pitthan wurde nach 18 Dienstjahren zum Ehrenbürger ernannt. Gebhardt ist damit nach Johannes Steitz (1946–1948), Wilhelm Umbach (1948–1966), Hans Kreiling (1966–1990) und Dieter Pitthan (1990–2008) der fünfte gewählte SPD-Bürgermeister Langens nach dem Zweiten Weltkrieg. Vom 26. März bis zum 30. September 1945 war Wilhelm Umbach und vom 1. Oktober bis zum 29. März 1946 war Christian Zellhöfer (ebenfalls SPD) für kurze Zeit kommissarisch zum Bürgermeister bestimmt worden.Am 16. Februar 2014 wurde Gebhardt für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt; die Amtszeit begann am 1. Juli 2014. In der Stichwahl setzte sich Gebhardt mit 49 Stimmen Vorsprung (50,2 Prozent) gegen Jan Werner (parteilos) durch, nachdem er im ersten Wahlgang noch deutlich zurückgelegen hatte.

Ebenfalls am 1. Juli 2014 begann die erste Amtszeit des Ersten Stadtrats Stefan Löbig (Bündnis 90/Die Grünen). Er wurde am 5. Juni 2014 von der Stadtverordnetenversammlung ins Amt gewählt und beerbt Klaus-Dieter Schneider (CDU / parteilos), der für diese Periode nicht mehr zur Wahl nominiert wurde und für 24 Jahre Erster Stadtrat war.

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,1 13 27,5 13 35,5 16 37,9 17
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,9 10 26,3 12 31,4 14 32,0 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 17,0 8 24,4 11 14,7 7 14,7 7
FWG-NEV Freie Wähler-Gemeinschaft – Nichtparteigebundene Einwohner-Vertreter 14,9 7 11,6 5 12,0 5 9,8 4
FDP Freie Demokratische Partei 7,8 3 4,2 2 6,4 3 5,5 3
DIE LINKE DIE LINKE 4,4 2 3,0 1
UWFB/FW Unabhängige Wählervereinigung zur Förderung der Bürgermeister- und Kommunalwahlen / Freie Wähler 4,9 2 3,0 1
Gesamt 100 45 100 45 100 45 100 45
Wahlbeteiligung in % 41,2 39,9 37,3 46,2

Städtepartnerschaften

mit in seit
55x55px Romorantin-Lanthenay 1968
Long Eaton 1970
53x53px Tarsus 1991
Aranda de Duero 2006

Zudem bestehen Schulpartnerschaften zwischen der Dreieichschule und der Lycée Agricole in Château-Salins und der Oregon High School in Oregon in Wisconsin.

Wappen und Flagge

WappenBlasonierung: „In Gold ein grüner Eichenzweig mit drei roten Eicheln, unten überdeckt mit einem gestummelten schwarzen Ast.“Das Wappen wurde der Stadt Langen im Landkreis Offenbach am 15. Juni 1959 durch den Hessischen Innenminister genehmigt.In seiner heutigen Form wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet.

Das Wappen basiert auf einem Siegel aus dem Jahre 1622. Die Stadt befand sich im Wildbann Dreieich, welches sich in kaiserlichem Besitz befand. Der horizontale Ast ist ein lokales Symbol um die Wappen von anderen Wappen in der Gegend (wie Egelsbach) zu unterscheiden. Die Farben wurden offiziell nicht festgelegt, sodass viele verschiedene Kombinationen bis 1959 auftreten.

Flagge

Die Flagge wurde der gemeinsam mit dem Wappen am 15. Juni 1959 vom Hessischen Innenminister genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Auf der breiten, weißen Mittelbahn des rot-weiß-roten Flaggentuches das Gemeindewappen.“

Religion

In Langen gibt es eine evangelische (mit den Pastoralbezirken Stadtkirche, Petrus, Johannes und Martin-Luther) und eine katholische Gemeinde (St Jakobus mit den Kirchen Liebfrauen, Albertus Magnus und Thomas von Aquin). Daneben existieren fünf Freikirchen, eine Ahmadiyya Muslim-Gemeinde, eine Gemeinde der Bahá`i-Religion, eine mormonische Gemeinschaft, eine Neuapostolische Kirche, eine Stelle der Zeugen Jehovas und die Freireligiöse Gemeinde Langen in der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen.

Insofern ist Langen, was Religionen angeht, vielfältig, verlor jedoch wie viele andere Städte in Deutschland die Jüdische Gemeinde. Damals war die Jüdische Gemeinde groß und die Synagoge wurde feierlich von ihr und den Einwohnern eingeweiht. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge jedoch von den Nationalsozialisten und den Bürgern der Stadt niedergebrannt. Heute steht an dieser Stelle ein Denkmal mit einer Gedenkplatte und einem Türmchen der Synagoge das bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ebbelwoifest

Über die Stadtgrenzen hinweg bekannt ist vor allem das Langener Ebbelwoifest, zu dem jährlich am letzten Juni-Wochenende zehntausende Besucher in die Stadt kommen. Das Fest hat seinen Ursprung im Jahre 1974, als der Verkehrs- und Verschönerungs-Verein Langen ein Heimatfest rund um den Vierröhrenbrunnen anregte und organisierte. Seitdem fließt der Apfelwein an den Festtagen aus dem Vierröhrenbrunnen.

Stadthallen-Komplex

Viele Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der neu renovierten Stadthalle statt, vor allem im großen Saal. Dieser hat eine etwa 180 m² große Bühne und bietet Platz für 500 Personen. Wenn die Wände zum Foyer geöffnet werden, können 750 im Saal sitzen. Hinter der Bühne befinden sich Künstlergarderoben.Im Untergeschoss der Neuen Stadthalle Langen befinden sich mehrere Tagungsräume. Unter anderem befindet sich hier eine ausgewählte Gastronomie, einzigartige Glaswerke, eine 45.000 Medien umfassende Stadtbücherei sowie eines der größten Hallenbäder der Region.

Sonstiges

Auf dem Stadtgebiet befindet sich der vor allem wegen seiner Nähe zur Mainmetropole bei Frankfurtern beliebte Langener Waldsee. Dort finden seit 2002 die Schwimmwettbewerbe des Ironman Germany statt.

Am Stadtrand befindet sich das ehemalige Jagdschloss Wolfsgarten, welches sich im Besitz des Hauses Hessen befindet.

Etliche Orchester und Musikgruppen gehören zum kulturellen Leben Langens. Zu den wichtigsten zählt der Orchesterverein Langen und das Blasorchester des TV 1862 Langen. Beide Gruppen untermalen musikalisch viele öffentliche Veranstaltungen Langens. Der älteste Verein von Langen ist der Männerchor Liederkranz 1838 Langen, der immer noch als reiner Männerchor kulturelle Veranstaltungen im Stadtgebiet umrahmt.

Bauwerke

Kirchenbauten

Der hohe Turm der evangelischen Stadtkirche prägt das Bild der Langener Altstadt. Das im neugotischen Stil errichtete Gebäude wurde 1883 eingeweiht. Erbaut wurde die Stadtkirche vom Architekten Johann Christian Horst. 1959 wurde der Innenraum der Kirche im Stile der damaligen Zeit verändert. Als die Kirche renoviert werden musste, entschied sich die Kirchengemeinde, die ursprüngliche Gestaltung von 1883 zum Vorbild zu nehmen. Seit 1997 erstrahlt das Kirchenschiff wieder in der Farbenpracht der Neugotik. 2015 wurden Pläne zur Neugestaltung von vier Glasfenstern im Querschiff der Kirche vorgestellt. Die Entwürfe des Langener Glaskünstlers Johannes Schreiter, der schon zwei Fenster im Turmdurchgang gestaltete, sollen die Fenster aus dem Jahre 1959 ersetzen.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts kamen weitere evangelische und katholische Kirchenbauten hinzu: Die Katholiken erhielten 1893 in damaliger Ortsrandlage in der Frankfurter Straße durch den Mainzer Dombaumeister Joseph H. A. Lucas eine Marienkapelle (Liebfrauenkirche). Nach 1945 wuchs die Zahl der Katholiken durch Flüchtlinge und Zuzüge sprunghaft an, was auch die neue „Wohnstadt Oberlinden“ südwestlich von Altstadt und Bahnlinie prägte. Für beide Konfessionen stellte die Wohnungsbaugesellschaft „Nassauische Heimstätte“ städtebaulich prominente Grundstücke bereit und drängte auf künstlerisch anspruchsvolle Kirchenbauten. So wurde 1963 die evangelische Martin-Luther-Kirche nach Entwürfen des Architekten Hans Georg Heimel, 1968 die katholische Thomas-von-Aquin-Kirche nach Entwürfen der Architekten Horst Römer und Helmut Baumgart eingeweiht.

In der Bahnstraße, wo bereits 1926 das evangelische Gemeindehaus (mit Kirchsaal) entstanden war, weihte man 1956 die neue „erste“ Albertus-Magnus-Kirche ein. Gut 20 Jahre später wurde sie im März 1979 baupolizeilich geschlossen, da man die Betonbinder als schadhaft und damit den gesamten Bau als einsturzgefährdet einstufte. Bereits im November desselben Jahres folgte der Abriss, 1982 die Genehmigung für einen Neubau. Zwischen 1983 und 1985 entstand nach Entwürfen des Dreieichenhainer Architekten Johannes Kepser die „zweite“ Albertus-Magnus-Kirche: ein großzügiges Pfarrzentrum aus Kirche mit Turm, Gemeindesaal, Gruppenräumen, Jugendheim und Kindertagesstätte. Der Kirchenraum zeigt heute Glasgestaltungen von Georg Meistermann und Johannes Schreiter.

Vierröhrenbrunnen

Der Vierröhrenbrunnen ist in der Annäherung (2√2−1)/3 ≈ 0,609 an den Goldenen Schnitt (√5−1)/2 ≈ 0,618 entworfen worden. Der Löwe, im Volksmund Leu oder Löb genannt kam erst 1599 auf den Brunnenschaft, als Zeichen dafür, dass Langen nicht mehr unter Isenburgischer, sondern unter hessischer Herrschaft steht. Dort, wo die Röhren angebracht sind, stellen Masken oder Ammonsfratzen die Temperamente dar: der Löwe den Choleriker, der Affe den Sanguiniker, das Lamm den Phlegmatiker und der Bär den Melancholiker. Wappen und Namensinschriften erinnern an die Brunnen-Finanziers Schultheiß Breescher, Amtmann Bellesheim und Forstmeister De Marchi. An der Westseite des Brunnens befindet sich das Stadtwappen.

Altes Rathaus/Heimatmuseum

Das Rathaus befindet sich auf dem Gelände des Gasthauses „Zum Stern“, das 1826 dem klassizistischen Bau des alten Rathauses Platz machte.Das Stadtmuseum befindet sich im Alten Rathaus in der Altstadt; Hauptattraktion ist eine umfangreiche Sammlung von Gemälden des spätimpressionistischen Malers Hermann Bahner; geöffnet ist es samstags und sonntags und bei Sonderausstellungen wie von Mai 2008 bis März 2009 für die Schau „Blick(e) zurück“ zum Jubiläum „125 Jahre Stadtrechte“. Nicht unweit befindet sich das Scherer-Gelände, wo damals das Gasthaus „Zur Sonne“ stand, in dem sich 1774 Goethe und Merck trafen.

Goethe im Gasthaus zur Sonne (1774)

Johann Wolfgang von Goethe schrieb 1774 an Charlotte Kestner geb. Buff aus Wetzlar über seinen Freund Heinrich Merck aus Darmstadt: „Hier sitze ich nun in Langen zwischen Franckfurt und Darmstadt, erwarte Merken, den ich hierher beschieden habe…“.Von der Gaststube aus konnte er die Fahrgasse entlang bis zur Großen Pforte blicken, durch die Merck nach dreistündigem Fußmarsch kommen musste.

Freizeitmöglichkeiten

Die Stadt Langen verfügt über ein großes Bäderangebot. Neben einem Freizeit- und Familienbad mit angrenzendem Rollsportgelände gibt es das Langener Hallenbad, in dem Schwimmkurse und Wassergymnastik sowie an zwei Tagen zur Wochenmitte Warmbaden angeboten wird. Am Langener Waldsee befindet sich ein Strandbad mit 900 Meter langem Sandstrand und FKK-Bereich. Mehrere Segel- und Angelvereine sowie ein Surfclub sind dort ansässig. Seit 2002 startet dort jährlich der Ironman European Championship Triathlon mit rund 2000 Teilnehmern. Bei diesem Wettkampf ist die Bäder- und Hallenmanagement GmbH der Stadt seit 2005 mit einem kleinen Team von Freizeitathleten, den Waldseehaien, vertreten.

Viele Sportarten werden durch die Angebote des Turnvereins Langen, des 1. FC Langen und des Kraftsportvereins Langen abgedeckt. Zudem existiert die 1889 gegründete Sport- und Sänger-Gemeinschaft Langen.

Die zur Zeit erfolgreichste Sportmannschaft Langens sind die Rhein-Main Baskets als Spielgemeinschaft der Basketballer des TV 1862 Langen und der TV Hofheim Huskies. In der Saison 2010/11 spielen sie im zweiten Jahr in Folge in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Die Basketball-Herrenmannschaft des TV 1862 Langen, die mehrere Jahre in der 2. Bundesliga ProB spielte, ist in der Saison 2015/2016 in die 1. Regionalliga abgestiegen. Heimspiele werden in der Georg-Sehring-Halle ausgetragen.

Ein weiterer bekannter Langener Sportverein ist der 1903 gegründete Fußballclub 1. FC Langen.

Das 1993 eingeweihte Jugendzentrum KOM,ma bietet sportliche und künstlerische Angebote für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel Konzerte, Workshops und eine Berufswegebegleitung.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Juni: Ebbelwoifest
  • November/Dezember: Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Gewerbeverein 1877 Langen veranstaltet regelmäßig die IGEVA (Informations-, Gewerbe- und Verkaufsausstellung), zu der rund 100 Aussteller und 40.000 Besucher kommen.

Ansässige Unternehmen

In Langen sind über 100 Unternehmen der Kommunikations-, Informations- und High-Tech-Industrie ansässig, darunter Oracle (früher Sun Microsystems), Borland, Panasonic, Bull Computer, Nikon Precision Europe GmbH, Fujitsu, MISCO Germany, The Bristol Group und THALES, Polygen GmbH. sowie der Medienkonzern Vivendi Universal Publishing.

Der Klinikbetreiber Asklepios unterhält in Langen ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Frankfurt am Main.

Die Posttochter DHL erbaute in der Stadt ein Postzentrum.

Die Deutsche Flugsicherung GmbH hat am Hauptsitz Langen ein Ausbildungszentrum und eine Bezirkskontrollstelle.

Verkehr

Eisenbahnverkehr

Die Stadt ist in das Netz der S-Bahn Rhein-Main eingegliedert und wird von den Linien S3 und S4 angefahren. Es besteht werktags ein 15-Minuten-Takt in die Frankfurter Innenstadt, die in etwa 20 Minuten erreichbar ist. Zudem machen am Bahnhof Langen die Regionalzüge der Verbindungen Frankfurt – Mannheim und Frankfurt – Heidelberg Halt.

Busverkehr

Der innerstädtische Busverkehr wird mit vier Linien von den Stadtwerken Langen GmbH betrieben.Diese sind vor allem auf den Bahnhof und das weit östlich gelegene Stadtzentrum ausgerichtet. Eine der Linien bedient zudem den südlichen Nachbarort Egelsbach. Mehrere Regionalbuslinien verbinden Langen außerdem mit dem Umland.

Straßenverkehr

Des Weiteren ist Langen an die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Autobahnen A 5 (Anschlussstelle Langen/Mörfelden, im Westen der Stadt) und A 661 (Anschlussstelle Langen, im Osten) angebunden. Beide Anschlussstellen werden durch die in Ost-West-Richtung verlaufende B 486 verbunden, die gleichzeitig die Langener Nordumgehung bildet. Diese neue Verbindung erschließt das im Nordwesten gelegene Gewerbegebiet, in dem sich unter anderem die Bundesbehörden befinden. Über die B 486 erreicht der Fahrer in westlicher Richtung nach etwa 15 Kilometern das Rüsselsheimer Dreieck, an dem die A 60 Richtung Mainz von der A 67 (Darmstadt – Mönchhof) abzweigt.

Durch das Stadtgebiet führt zudem die frühere B 3 von Frankfurt am Main nach Darmstadt.

Flugverkehr

Der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach, verkehrsreichster Verkehrslandeplatz der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland, befindet sich in der Nachbargemeinde Egelsbach. Der Flughafen Frankfurt am Main, Europas viertgrößter Flughafen, ist etwa 10 Kilometer von Langen entfernt.

Behörden

In Langen sind drei Bundesbehörden vertreten. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat seinen Hauptsitz in der Stadt.Dem Hauptsitz der Deutschen Flugsicherung (DFS) ist eine Außenstelle des Luftfahrt-Bundesamtes angegliedert. Ebenso vertreten ist hier das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, eine Außenstelle des Zentrum Luftoperationen und die Flugsicherungsakademie zur Ausbildung von Fluglotsen. Im Gebäude der Flugsicherungsakademie befindet sich überdies die Wetterdienstschule, die zuvor in Neustadt an der Weinstraße beheimatet war.

Außerdem gibt es in der Stadt eine Außenstelle des Umweltbundesamtes, die aus dem ehemaligen Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (WaBoLu) hervorgegangen ist. Pläne aus dem Jahr 2004, diese 2008 zu schließen, wurden mittlerweile überarbeitet. Nunmehr ist geplant, die Einrichtung bis zum Jahr 2018 in zwei Etappen nach Berlin zu verlegen.

Das Amtsgericht Langen ist ebenfalls in der Stadt ansässig. Außerdem befindet sich eine Polizeistation in Langen, welche die Gebiete Langen und Egelsbach sowie Teile von Dreieich betreut seitdem die Dreieicher Polizeistation nicht mehr besetzt ist. Die Polizeihubschrauber und das neu eingesetzte Flugzeug sind auf dem Flugplatz Egelsbach stationiert.

Bildung

In Langen gibt es mit der Albert-Schweitzer-, der Geschwister-Scholl-, der Ludwig-Erk-, der Sonnenblumen- und der Wallschule fünf Grundschulen. Als weiterführende Bildungseinrichtungen bieten sich die Dreieichschule (Gymnasium) mit über 1300 Schülern sowie die Albert-Einstein- (Integrierte Gesamtschule) und die Adolf-Reichwein-Schule (Kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen) an. Daneben existieren zwei Förderschulen für körperbehinderte (Erich-Kästner-Schule) und praktisch bildbare (Janusz-Korczak-Schule) Kinder und Jugendliche.

Neben der Volkshochschule Langen sind die DFS-Flugsicherungsakademie (Fachhochschule) und eine Musikschule in Langen ansässig. Die Stadt verfügt über eine rund 45.000 Medien umfassende Stadtbücherei, die ihre Räume im Stadthallen-Komplex hat.

Naturschutz

Das Naturschutzgebiet Kammereckswiesen und Herchwiesen von Langen (NSG-Kennung 1438006) liegt im südwestlichen Gemarkungsbereich an der Grenze zur Nachbargemeinde Egelsbach und besteht aus Wiesenflächen, die sich auf engem Raum aus trockenen Flugsandgebieten sowie wegen des teilweise tonigen Untergrunds auch aus feuchten Standorten zusammensetzen. Daher konnten sich dort neben Magerwiesen auch Waldbinsenwiesen, Sumpfdotterblumenwiesen, Röhrichte und Gehölze ausbilden. Die Kammereckswiesen werden von der Bahnlinie Frankfurt–Darmstadt im Osten und der Kreisstraße 168 im Westen begrenzt. Die im Frühjahr 2009 hinzu gekommenen Herchwiesen erstrecken sich östlich der Bahnlinie als langgestrecktes Band bis zum Egelsbacher Weg.

Zweck der Unterschutzstellung ist es, das extensiv genutzte Grünland, die Röhricht- und Großseggenbestände als Lebensraum für eine Vielzahl bestandsgefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Dieses Mosaik ist Lebensraum für eine Reihe seltener Libellen- und Schmetterlingsarten, zum Beispiel für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Botanisch zählen Kantiger Lauch (Allium angulosum), Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und Pracht-Nelke (Dianthus superbus) zu den Besonderheiten. Aus der Avifauna ragten Arten wie Kiebitz, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen und Grauammer heraus, doch diese Brutvorkommen bestehen heute nicht mehr.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Wilhelm Umbach (* 30. Dezember 1900 in Langen (Hessen); † 22. Oktober 1979 ebenda) war von 1948 bis 1966 Bürgermeister der Stadt Langen (Hessen). Wurde am 7. Januar 1971 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.
  • Dieter Pitthan (* 30. Juni 1941 in Klingenberg am Main) war von 1. Juli 1990 bis 30. Juni 2008 der Bürgermeister der Stadt Langen (Hessen). Er gehört seit 1972 der SPD an. Anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Pitthan ist zudem Ehrenbürger von Langens Partnerstädten Tarsus (Türkei) und Romorantin (Frankreich).
  • Hans Hoffart, von 1974 bis 2011 Brunnenwirt des Langener Ebbelwoifestes.
  • Johannes Schreiter (* 8. März 1930 in Buchholz), Maler, Grafiker und Glasbildner. Von 1963 bis 1987 war er Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Frankfurt am Main, von 1971 bis 1974 deren Rektor. Er lebt heute in Langen (Hessen) und ist seit November 2013 Ehrenbürger der Stadt.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Valentin Görich (* 24. September 1800; verschollen), bedeutender Schnellauf-Pionier in der Zeit des Biedermeier
  • Frieder Weissmann (1893–1984), Dirigent und Komponist
  • Willi Leininger (1907–1971), Komponist, Musikkritiker, Journalist
  • Friedrich Zängerle (1911–1996), Gewerkschafter
  • Jan Herchenröder (1911–1986), Feuilletonist und Schriftsteller
  • Wilhelm Doerr (1914–1996), Pathologe in West-Berlin, Kiel und Heidelberg
  • Rudi Sehring (* 1930), Jazzschlagzeuger
  • Henning Boëtius (* 1939), Schriftsteller
  • Gerd J. Grein (* 1944), Volkskundler
  • Reinhard Dietrich (* 1957), Jurist und Historiker
  • Heike Hatzmann (* 1959), Abgeordnete
  • Michael Marx (* 1966), Journalist und Fernsehmoderator
  • Selcuk Cara (* 1969), Opernsänger/Autorenfilmer
  • Tanja Börzel (* 1970), Politikwissenschaftlerin und Hochschullehrerin
  • Jan Costin Wagner (* 1972), Schriftsteller
  • Meike Babel (* 1974), Profi-Tennisspielerin
  • Carsten Nulle (* 1975), Fußballtorwart
  • Bastian Bender (* 1981), Hörfunkmoderator
  • Janine Wissler (* 1981), Politikerin (Die Linke), Mitglied des Hessischen Landtags
  • Matthias Mangiapane (* 1983), Reality-TV-Teilnehmer
  • Ralf Schneider (* 1986), Fußballspieler
  • Jennifer Hof (* 1991), Fotomodell, Gewinnerin der dritten Staffel von Germany’s Next Topmodel
  • Andre Witter, Künstlername Vega (* 1985), Rapper

Persönlichkeiten, die in Langen leben/lebten oder wirken/gewirkt haben

  • Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) war in seiner Jugendzeit verschiedentlich in Langen und feierte 1774 mit seinem Freund Heinrich Merck aus Darmstadt in dem Gasthaus „Zur Sonne“ seinen Geburtstag.
  • Friedrich Schiller (1759–1805) kam nach der Flucht nach Mannheim bei seiner Fußwanderung nach Frankfurt mit seinem Freund, dem Musiker Andreas Streicher, ermüdet und hinfällig Anfang Oktober 1782 durch Langen.

Nach 1900

  • Hermann Bahner (1867–1938) war ein deutscher Maler und starb in Langen.
  • Walter Rietig (1906–1942) war ein Arbeiter bei Opel, der in Langen wohnte und sich organisierte. Wurde während des Nationalsozialismus im Schnellverfahren durch den Volksgerichtshof hingerichtet, um den Widerstand im Opel-Werk einzuschüchtern.

Nach 1945

  • Benjamin Britten (1913–1976), englischer Komponist und langjähriger Freund der Margaret Prinzessin von Hessen und bei Rhein, verbrachte mehrere Wochen auf Schloss Wolfsgarten, in denen er Teile seiner Oper The Turn of the Screw komponierte.
  • Philipp Seibert (1915–1987) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD) und wohnte in Langen.
  • Harald Küppers (* 1928), Farbtheoretiker, Autor, Künstler. Wohnt seit 1964 in Langen.
  • Johannes Schreiter (* 1930), Glasmaler, wohnt in Langen.
  • Heinz Reisz (* 1938) ist ein neonazistischer deutscher Politiker. In den 1970er Jahren gelang ihm der Einzug ins Langener Stadtparlament.
  • Dunja Rajter (* 1946), Schlagersängerin, wohnt in Langen.
  • Harald Ehrig (* 1949), ehemaliger deutscher Rennrodler und Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo, lebte und arbeitete lange Zeit in Langen.
  • Frank-Jürgen Weise (* 1951) ist ehemaliger Kommunalpolitiker in Langen. Bis Anfang 2017 war er Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit.
  • Matthias Kurth (* 1952), SPD-Politiker und ehemaliger Präsident der Bundesnetzagentur.
  • Uli Stein (* 1954), Fußballspieler, wohnte in Langen und war 1994 kurze Zeit Trainer des 1. FC Langen
  • Michael Kühnen (1955–1991), Anführer der deutschen Neonazi-Szene in den 80er Jahren
  • Thomas Brehl (1957–2010) war ein deutscher Neonazi. Er wirkte zusammen mit Michael Kühnen (1955–1991) in Langen, wo er im Dezember 2010 starb.
  • Anke Sevenich (* 1959), Schauspielerin, wuchs in Langen auf und ging dort zur Schule.
  • Nena (* 1960), Sängerin, wohnte in Langen.
  • Manfred Sapper (* 1962), wuchs in Langen auf und ging dort zur Schule.
  • Thommi Baake (* 1962), wuchs in Langen auf, ging dort zur Schule und sammelte erste Erfahrungen als Schauspieler, Musiker und Komiker.
  • Juan Amador (* 1968) ist ein deutscher Spitzenkoch und betrieb mehrere Jahre ein Sternerestaurant in Langen.
  • Nadja Benaissa (* 1982), Sängerin, wuchs in Langen auf.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Langen (Hessen)

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