Stadtplan Wunstorf
Stadt Wunstorf
Der Stadtdirektor
Südstraße 1
31515 Wunstorf

http://www.wunstorf.de

Wunstorf

160pxAbb. 1 Wappen von Wunstorf
Basisdaten
Bundesland Niedersachsen
Höhe 43 m
Fläche 126.60 km2
PLZ 31515
Vorwahl 05031 (Stadt), 05033 (Steinhude und Großenheidorn), 05723 (Idensen-Niengraben)
Kfz H
Gliederung 14 Stadtteile
Website www.wunstorf.de
Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (CDU)
Wunstorf ist eine Stadt in der Region Hannover in Niedersachsen, unweit des Steinhuder Meeres, die im Calenberger Land liegt. In Wunstorf befindet sich mit dem ehemaligen niedersächsischen Landeskrankenhaus Wunstorf (heute eine Außenstelle des Klinikums Region Hannover) eine große psychiatrische Klinik. Der Fliegerhorst Wunstorf mit dem Lufttransportgeschwader 62 als größtem fliegenden Verband der Luftwaffe liegt in der Gemarkung des Ortsteils Klein Heidorn.

Geografie

Wunstorf grenzt an Neustadt am Rübenberge, Garbsen, Seelze und Barsinghausen, sowie an den Landkreis Schaumburg (Samtgemeinde Sachsenhagen, Flecken Hagenburg) und den Landkreis Nienburg/Weser, (Stadt Rehburg-Loccum) (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden). Die Westaue, die wenige Kilometer nordöstlich bei Bordenau in die Leine mündet, durchfließt die Stadt von West nach Ost. Im Westen liegt der Naturpark Steinhuder Meer.

Stadtgliederung

Zum Stadtgebiet von Wunstorf gehören die Ortschaften Blumenau (mit Liethe), Bokeloh, Großenheidorn, Klein Heidorn, Idensen (mit Idensermoor und Niengraben), Kolenfeld, Luthe, Mesmerode, Steinhude und Wunstorf.

Geschichte

Der Name der Stadt leitet sich von der frühen Dorfsiedlung „Wonherestorpe“ (um 700) ab.Das Kloster „Vuonherestorp“ stellt Ludwig der Deutsche am 14. Oktober 871 unter Königschutz, indem der König das von Bischof Theoderich von Minden mit seiner Zustimmung gegründete Kanonissenstift in Wunstorf die Immunitätsrechten verleiht.Die Stiftskirche wird im Jahr 1010 durch Blitzschlag zerstört.1181 wird „Wunstorf“ als „civitas“ erwähnt; ein Graf von Wunstorf wird erstmals 1235 in einer Urkunde erwähnt.1261 erhalten die Einwohner vom Mindener Bischof „für Treue und Gehorsam“ das Recht der Stadt Minden.Im Mittelalter besaßen die Grafen von Roden in Wunstorf die Vogteirechte.1446 verkaufen die Grafen von Wunstorf ihre Grafschaft an den Bischof von Hildesheim. 1570 stecken Ortjes Dove und seine Helfer ihre Stadt an zahlreichen Stellen gleichzeitig an. Von 700 Gebäuden bleiben nur 208 verschont. 1624 plündert Tilly die Stadt. Eine Dragoner-Regiments des Prinzen von Wales macht die Stadt 1788 zur Garnison. Vom Sommer 1803 bis Oktober 1805 nehmen französische Truppen in der Stadt Quartier. Danach marschieren Preußen, Schweden, Engländer und Franzosen nacheinander ein. Bis 1813 erfolgt die kommunale Verwaltung durch einen Maire. Danach rücken für zwei Jahre russische Truppen ein.

1847 wird Wunstorf zum Bahnknotenpunkt der Bahnstrecken Hannover–Minden und Wunstorf–Bremen.

Am 31. Januar 1874 wird im Gebäude des heutigen Hölty-Gymnasiums ein Lehrerseminar gegründet.

Der hannoversche Bankier Sigmund Meyer gründete die „Wunstorfer Portland-Cementfabrik A.G.“. (1889)1896 Aufbau der großen Genossenschaftsmolkerei in der Hindenburgstraße.1898 Baubeginn eines städtischen Elektrizitätswerkes.

Am 3. März 1935 wird Wunstorf Wehrmachtsgarnison. Da 1936 das Jagdgeschwader 2 „Boelcke“ auf dem neuen Fliegerhorst Wunstorf stationiert ist, wird Wunstorf zu einer der Ausgangsbasen der Legion Condor.

Am 4. Januar 1943 übersah der Lokomotivführer des SFR 2304 vor Wunstorf bei starkem Schneegestöber ein „Halt“ zeigendes Signal und fuhr auf den D 8 auf. 25 Menschen starben, 169 weitere wurden verletzt.

Am 7. April 1945 marschieren die Alliierten ein. Die Royal Air Force übernimmt den Fliegerhorst.

Im Juni 1946 treffen große Transporte mit Vertriebenen von Uelzen her ein.1948/49 Einbindung des Fliegerhorstes in die Berliner Luftbrücke.1950 Anschluss an die Ruhrgasfernleitung.1951 Bau der kath. St.-Bonifatius-Kirche.1956 wird der Bau der Kanalisation begonnen.Im März 1958 wird Wunstorf Garnison der Bundeswehr, die eine Flugzeugführerschule (später Transportgeschwader LTG 62) einrichtet.1967 Bau der ev. Corviniuskirche.1971 Beginn der Aueregulierung, dabei Neubau der Brücke am Allerweg.

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Blumenau, Bokeloh, Großenheidorn, Idensen, Idensermoor-Niengraben, Klein Heidorn, Kolenfeld, Luthe, Mesmerode und Steinhude (Flecken) eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

  • 1830: ca. 1.910 Einwohner
  • 1840: ca. 2.300 Einwohner
  • 1871: 2.455 Einwohner
  • 1885: 2.963 Einwohner
  • 1905: 4.523 Einwohner
  • 1949: 11.610 Einwohner (davon 3490 Flüchtlinge und Vertriebene)
  • 1961: 13.843 Einwohner
  • 1970: 17.178 Einwohner
  • 1961: 30.864 Einwohner (mit den im Jahr 1974 eingegliederten Orten)
  • 1970: 35.843 Einwohner (mit den im Jahr 1974 eingegliederten Orten)
  • 1998: 40.848 Einwohner
  • 2000: 41.474 Einwohner
  • 2005: 42.215 Einwohner
  • 2010: 41.244 Einwohner

Politik

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Wunstorf zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Stadtrat

Am 13. September 1946 wurde der erste Nachkriegs-Stadtrat gewählt: Die 19 Sitze verteilten sich auf SPD, NLP (später DP), CDU, KPD, FDP und Unabhängige.

Die Kommunalwahl am 11. September 2011 führte zu folgender Sitzverteilung:

  • SPD: 17 Sitze
  • CDU: 14 Sitze
  • GRÜNE: 6 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • LINKE: 1 Sitz

Wappen

Blasonierung: „Auf blauem Grund eine silberne Burg mit geöffneten goldenen Tortüren und zwei spitzbedachten Türmen, der rechte viereckig und mit einem Vierpaß geschmückt, der linke rund und von zwei Fenstern durchbrochen. Zwischen den Türmen schreitet von rechts nach links ein gekrönter, rotbezungter, goldener Löwe, der nur mit den Hinterpranken die Zinnen berührt.“

Städtepartnerschaften

Partnerstädte von Wunstorf bestehen mit:

  • Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt
  • Flers in Frankreich
  • Choszczno (Arnswalde 1960) in Polen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Rathaus, Südstraße 1. Das alte, ursprünglich neben dem ehemaligen Ratskeller gelegene Rathaus wurde 1870 abgebrochen. 1904 entstand der noch heute bestehende Neubau an der Ecke Südstraße in romanisierenden Formen. Die Giebel und die Ecktürmchen zeigen gotisierende Formen.
  • Ratskeller, Lange Straße 12. Um 1520/21 wurde der ehemalige Ratskeller in seiner jetzigen Form errichtet. Die ältesten Gebäudeteile des zweigeschossigen Fachwerkbaus mit Satteldach stammen jedoch bereits von 1501. Im Kellerbereich blieb ein tonnengewölbter Raum erhalten, der bereits im 14. Jahrhundert entstanden sein dürfte. 1735 wurde ein Anbau für den Wunstorfer Stadtvogt erstellt, der hier eine Amtswohnung erhielt. Dieser wurde im Zuge der ab 1987 durchgeführten Sanierung zugunsten eines verputzten Neubaus abgebrochen. Die massiven Stützpfeiler an der Längsseite wurden im 19. Jahrhundert eingebaut, um dem Bau zusätzliche Stabilität zu verleihen.
  • Ehemalige Abtei (Stadtbibliothek), Wasserzucht 1. Der zweigeschossige Fachwerkbau wurde dendrochronologisch auf das Jahr 1518 datiert. 1710 wurde das Dach verändert und der First um 90 Grad gedreht. Aus dieser Zeit stammt auch der seitliche Anbau. Bei der 1985–1987 durchgeführten Sanierung erhielt das Dach wieder seine frühere Ausrichtung, außerdem wurden die ursprünglichen Steilgiebel rekonstruiert.
  • Die nähere Umgebung der Stiftskirche wird noch heute von den Bauten des ehemaligen Stiftes geprägt:
    • Stiftsstraße 5 (Pastorenhaus). Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit übergiebeltem Mittelteil, Ende des 18. Jahrhundert
    • Stiftsstraße 5a (Pfarrwitwenhaus). Fachwerk-Dielenhaus, bezeichnet 1584. Die Utlucht wurde erst nachträglich angefügt. Um 1800 wurde der Bau um drei Gefache verlängert.
    • Stiftsstraße 7 (Pfarrhaus). Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach, datiert 1664.
    • Stiftsstraße 10. Das eingeschossige Wandständerhaus wurde in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Im 19. Jahrhundert diente es nach einem Umbau als Gärtnerhaus.
    • Stiftsstraße 11, 1628 dendrochronologisch datiert.
    • Stiftsstraße 14–16 (Alte Dechanei). Traufständiger Fachwerkbau mit Ziegelziersetzung, im Kern 17. Jahrhundert
  • Bürgerhäuser. Die Lange Straße wurde einstmals von giebelständigen Fachwerkbauten gesäumt, von denen nach Abbrüchen und Sanierungsmaßnahmen nur wenige überliefert sind. Vielfach wurden die Erdgeschosse durch Ladeneinbauten verändert. In jüngster Zeit kam es zu erheblichen Eingriffen in die historische Bausubstanz: 2009 wurde das ehemalige Möbelhaus Kruse (Lange Straße 52), ein stattliches Fachwerkhaus mit mehrfach vorkragendem Giebel von 1687 abgebrochen und durch einen Geschäftsneubau (C & A) ersetzt. Im Herbst des darauf folgenden Jahres verschwand mit dem Haus Herborth (Lange Straße 36, „Altstadtgrill“) eines der ältesten Häuser der Stadt (Kern 16. Jh.). Mittlerweile ist es dem historisch interessierten Besucher der Stadt kaum noch möglich, die ursprüngliche bauliche Situation dieses bedeutenden Straßenzuges nachzuvollziehen, zumal weitere Fachwerkhäuser verfallen und vom Abbruch bedroht sind.
    • Lange Straße 13. Das Fachwerk-Giebelhaus ist in der 2. Hälfte des 16. Jahrhundert entstanden. Das Hinterhaus zeigt Reste eines unterkellerten Saales.
    • Lange Straße 15, bezeichnet 1604.
    • Lange Straße 17. Fachwerk-Giebelhaus, bezeichnet 1534. Das Erdgeschoss wurde durch Ladeneinbauten verändert.
    • Stiftsstraße 2. Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach wurde im 18. Jahrhundert unter der Verwendung älterer, aus dem 16. Jahrhundert stammender Bauhölzer errichtet. Der ebenfalls wiederverwendete Dachstuhl wurde 15265/26 dendrodatiert.
  • Adelshöfe. Der Bereich südlich und nördlich der Langen Straße war ursprünglich den Adelshöfen vorbehalten. In jüngster Zeit wurden dieser nur locker bebaute und von größeren Freiflächen geprägte Bereich stark überformt. Von den Höfen blieben nur mehr drei erhalten:
    • An der Wassermühle 2 (Adelshof von Hauss). Schlichter zweigeschossiger Fachwerkbau mit hohem Walmdach, vermutlich noch vor 1800 entstanden.
    • Mittelstraße 3 (Lenthescher Burgmannenhof, heute „Hotel am Burgmannshof“). Das im Kern aus dem 16. Jahrhundert stammende Fachwerk-Dielenhaus wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts traufseitig erweitert und 1911 zum Teil massiv erneuert. Bis 2009 wurde der Bau umfassend saniert und in ein Hotel umgewandelt. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde das Mauerwerk weitgehend ausgetauscht und der seitliche Anbau erhöht.
    • Stiftsstraße 12, das Hollesches Haus (auch Röbbigsturm genannt) wurde für den herzoglichen Obristen Johann von Holle nach einem Brand 1569 errichtet. Es ist als dreigeschossiger Wohnturm der älteste profane Steinbau Wunstorfs und diente im 19. Jahrhundert als Kornspeicher des Stifts und von 1883 bis 1907 als Wunstorfer Rathaus.

Kirchen

Die drei evangelisch-lutherischen Kirchen in Wunstorf gehören zum Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf:

Die Stiftskirche St. Cosmas und Damian ist eine kreuzförmige, dreischiffige Gewölbebasilika mit Westturm, deren älteste Teile aus dem 11. Jahrhundert stammen. 1853–1859 wurde der Bau umfassend erneuert.

Die Stadtkirche (auch Marktkirche genannt) St. Bartholomaei, Stiftstraße 1. Von einem Bau aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhundert blieben bis heute der Turm und der Chorraum bestehen. Das Langhaus wurde um 1700 als schlichte Saalkirche erneuert. Das 1989 restaurierte Innere weist noch einige ältere Ausstattungsstücke auf, darunter eine spätgotische Triumphkreuzgruppe vom Ende des 15. Jahrhunderts und eine 1520 entstandene Madonnenstatue. Die polygonale Kanzel ist 1640 und 1642 datiert.

Die Corvinuskirche von 1967 befindet sich an der Arnswalder Straße, zu ihrer Gemeinde gehört auch der benachbarte Kindergarten.

Das Gemeindezentrum St. Johannes von 1974/75 befand sich in der Albrecht-Dürer-Straße 1, es wurde im März 2012 entwidmet. 1976 eröffnete daneben eine noch heute bestehende evangelische Kindertagesstätte.

Weitere evangelisch-lutherische Kirchen befinden sich in zu Wunstorf eingemeindeten Ortschaften, so die Sigwardskirche im Ortsteil Idensen. Die um 1130 erbaute romanische Kirche besitzt noch die romanische Ausmalung aus der Bauzeit und die älteste Glocke Niedersachsens.

Die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius wurde 1954 als Nachfolgebau einer im gleichen Jahr abgerissenen Missionskapelle von 1903 nach Plänen von Josef Fehlig erbaut. Die Filialkirche Heilig Kreuz im Ortsteil Luthe wurde 2010 profaniert und 2012 abgerissen. Weitere katholische Kirchen befinden sich in den Ortschaften Bokeloh und Steinhude.

Die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) wurde 1996 gegründet, 2010 übernahm sie die ehemalige neuapostolische Kirche am Amtshausweg. 2009 wurde an der Hagenburger Straße eine neue Neuapostolische Kirche erbaut, ihre Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Hannover-Südwest.

Die „Freie Christengemeinde Wunstorf“ gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, ferner sind die evangelisch-methodistische Kirche und die Zeugen Jehovas in Wunstorf vertreten.

Vereine

In der Kernstadt Wunstorf gibt es mehrere Vereine. Der Turn und Sport Verein von 1862 Wunstorf e.V. ist mit etwa 3000 Mitgliedern der mitgliederstärkste. Der zweitgrößte Verein ist der 1. FC Wunstorf v. 1919 e.V.Ein weiterer größerer Verein mit etwa 800 Mitgliedern ist der Kneipp-Verein Wunstorf.

Die Stadt Wunstorf gehört seit dem 21. Juli 2009 dem Verein Deutsche Sprache an. Grund dafür ist der Wohnsitz und Einfluss von Walter Krämer.

Jugendeinrichtungen

Wunstorf hat außerdem eine Vielzahl von Einrichtungen im Bereich der Jugendarbeit. Der Stadtjugendring Wunstorf ist ein Ring aus mehreren gemeinnützigen Einrichtungen und Vereinen. Auch das Projekt kurze Wege von St. Johannes, das Kinder- und Jugendzentrum „Der Bau-Hof“ und die Stadtjugendpflege der Stadt Wunstorf, sowie das Jugendparlament, die Volkshochschule Hannover Land, die Wohnwelt Wunstorf (gegründet von dem Verein Lebenstraum e.V.) und das Team Jugendarbeit Region Hannover gehören zu Wunstorfs Jugendeinrichtungen.

Jugendparlament

Das Jugendparlament der Stadt Wunstorf besteht aus 17 Mitgliedern, die in unabhängiger Wahl von Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren gewählt werden. Die Amtszeit beträgt 2 Jahre. Die letzte Wahl war im Februar 2013. Ein besonderer Erfolg des Gremiums war die Einrichtung einer legalen Graffiti-Fläche. Ebenfalls beteiligt und organisiert das Jugendparlament Präventions- sowie Informationsveranstaltungen. Den Vorsitz des Jugendparlamentes hat seit Februar 2013 der Jugendbürgermeister Leon Troschke.Das Jugendparlament wurde 2001 gegründet und wird von der Verwaltung der Stadt Wunstorf unterstützt.

Lokale Agenda 21

Die Stadt Wunstorf beteiligt sich lokal an der Umsetzung der Agenda 21, indem das vom Männerkreis der Stiftskirche initiierte und von Wunstorfer Bürgerinnen und Bürgern getragene „Zukunftsforum Wunstorf e.V.“ gelegentlich unterstützt wird. Ein gemeinsames Projekt stellt unter anderem die vorhandene Erdgas-Tankstelle dar.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus war Wunstorf geprägt durch Großbetriebe wie die Zementfabrik (Portlandzement, mit Mergelgrube an der A 2) oder der Molkerei in der Hindenburgstraße.

Auch die ehemaligen Wunstorfer Margarine-Werke, später Margarinewerke Union, dann SOLO (und später IGLO – Feinfrost) GmbH gehörte dazu, oder der asbestverarbeitende Betrieb Fulgurit-Werk Luthe und die Marley. Wesentliche weitere Arbeitgeber waren die Bundeswehr und die Deutsche Bundesbahn. Seit den 1930er Jahren besteht die kleine „Stipsfabrik“ an der Hagenburger Straße, die „Reinhold`s Rübensaft“ produziert.

Bildung

Das Hölty-Gymnasium ist nach Ludwig Hölty benannt. Es ist eines der größten Gymnasien der Region. Daneben gibt es ein Gymnasium in Steinhude, ein Wirtschaftsgymnasium samt Berufs- und Handelsschule (zugehörig zum BBZ Neustadt), sowie drei Realschulen, eine Integrierte Gesamtschule im Aufbau (seit August 2010), neun Grundschulen und zwei Förderschulen.

Verkehr

Wunstorf liegt an den Bundesstraßen 441 und 442. Die Bundesautobahn A2 befindet sich in unmittelbarer Nähe mit den Anschlussstellen Wunstorf-Luthe und Wunstorf-Kolenfeld.

In Wunstorf halten Regional-Express-Züge und S-Bahnen der Bahnstrecke Hannover–Minden und der Bahnstrecke nach Bremen. Von der Steinhuder Meer-Bahn (StMB), deren Strecke früher durch die Stadt führte, besteht noch die Anbindung nach Bokeloh für den Güterverkehr zur Grube der K+S AG.

Mehrere Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover bedienen in Wunstorf etwa 100 Haltestellen. Die meisten dieser Linien sind am Bahnhof mit dem Bahnverkehr verknüpft.

Der Fliegerhorst Wunstorf dient ausschließlich militärischen Zwecken.

Persönlichkeiten

  • Heinz-Joachim Barchmann (* 1950), Politiker (SPD), MdB
  • Fritz Corterier (1906–1991), Politiker (SPD), MdB
  • Emil Kraft (1871–1943 im KZ Auschwitz), Unternehmer und Senator im Bürgervorsteherkollegium Wunstorf
  • Polykarp Leyser IV. (1690–1728 in Helmstedt), evangelischer Theologe, Philosoph, Mediziner, Jurist und Historiker
  • Wolfgang Lücke (* 1926), Wirtschaftswissenschaftler
  • Billy Mo (1923–2004 in Hannover), Jazz-Trompeter und Schlagersänger
  • Joost Schmidt (1893–1948 in Nürnberg), Typograf, Maler und Lehrer am Bauhaus
  • Meier Spanier (1864–1942 in Berlin), Germanist und Pädagoge
  • Nikolaus Wyrwoll (* 1938 in Beuthen/OS), katholischer Theologe
  • Henning Ziebritzki (* 1961), Verlagslektor und Schriftsteller
  • Frauke Ludowig (* 1964), RTL-Moderatorin
  • Axel Brockmann (* 1964), Polizeipräsident von Hannover a. D.

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wunstorf

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