Karte Saale-Holzland-Kreis
Landratsamt
Saale-Holzland-Kreis
Im Schloß
07607 Eisenberg

http://www.saale-holzland-kreis.de

Saale-Holzland-Kreis

160pxAbb. 1 Wappen Saale-Holzland-Kreis
Basisdaten
Bundesland Thüringen
Fläche 816.99 km2
Verwaltungssitz Eisenberg
Fläche 816.99 km2
Adresse des Landkreises Im Schloß
07607 Eisenberg
Website www.saale-holzland-kreis.de
Landrat Andreas Heller (CDU)

Der Saale-Holzland-Kreis ist ein Landkreis im Osten von Thüringen. Raumordnerisch gehört der Kreis zur Planungsregion Ostthüringen und ist Mitglied der Planungsgemeinschaft Ostthüringen.

Geografie

Nachbarkreise sind im Norden der sachsen-anhaltische Burgenlandkreis, im Osten die kreisfreie Stadt Gera und der Landkreis Greiz, im Süden der Saale-Orla-Kreis, im Südwesten der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und im Westen der Landkreis Weimarer Land sowie die kreisfreie Stadt Jena. Durch den Landkreis fließt die Saale.

Geschichte

Der Saale-Holzland-Kreis entstand im Zuge der Kreisreform in Thüringen im Jahr 1994 zunächst mit dem Namen Holzlandkreis aus den ehemaligen Landkreisen Eisenberg (EIS), Jena (J) und Stadtroda (SRO).

Seit dem Jahr 2003 führen die Stadt Bad Köstritz sowie die Gemeinden Caaschwitz und Hartmannsdorf aus dem Landkreis Greiz Gespräche, um in die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal und somit in den Saale-Holzland-Kreis zu wechseln, um eine aus ihrer Sicht drohende Eingemeindung in die Stadt Gera zu vermeiden.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl :

  • 1994: 102 875
  • 1995: 102 247
  • 1996: 101 598
  • 1997: 101 185
  • 1998: 100 472
  • 1999: 99 651
  • 2000: 98 592
  • 2001: 97 568
  • 2002: 96 607
  • 2003: 95 376
  • 2004: 94 501
  • 2005: 93 281
  • 2006: 92 093
  • 2007: 90 910
  • 2008: 89 825
  • 2009: 88 632
  • 2010: 87 799
  • 2011: 86 303
  • 2012: 84 282
  • 2013:
  • 2014:
  • 2015:
  • 2016:
  • 2017:
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik

Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Landrat

Landrat des Saale-Holzland-Kreises ist Andreas Heller (CDU).

Bei der Stichwahl am 21. Mai 2006 setzte sich Heller mit 52,6 % gegen Knuth Schurtzmann (Die Linke) mit 47,4 % der Stimmen durch und wurde zum neuen Landrat gewählt. Bei den Wahlen am 22. April 2012 konnte Heller bereits im ersten Wahlgang mit 56,3 % die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereinigen und wurde damit für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Kreistag

Die 46 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl am 7. Juni 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei
Sitze
CDU
16
Die Linke
10
SPD
6
FDP
5
Bauern EJS
4
FW BI
3
Grüne
2

Verwaltung

Der Sitz der Kreisverwaltung befindet sich im Barockschloss Christiansburg in Eisenberg, dem früheren Residenzschloss des Herzogtums Sachsen-Eisenberg aus dem 17. Jahrhundert. Außenstellen der Kreisverwaltung befinden sich in Stadtroda und Jena.

Wappen

Der Saale-Holzland-Kreis führt seit 1997 ein Wappen mit folgender Blasonierung: „Gespalten durch eine eingebogene aufsteigende goldene, mit roten Herzen besäte Spitze, darin ein schwarzer wachsender Löwe; rechts in Rot ein silberner Schrägrechtsbalken; links im neunmal von Schwarz und Gold geteilten Feld ein schrägrechter grüner Rautenkranz.“

Das Wappen zeigt die in der Vergangenheit verwendete Symbolik der das heutige Gebiet des Saale-Holzland-Kreises überwiegend beherrschenden Herren, Grafen und Fürsten. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts waren dies die Herren von Lobdeburg (oben rechts) und die Grafen von Orlamünde (in der Spitze). Danach gehörte fast das gesamte Gebiet den wettinischen Fürsten (oben links). Kurzzeitig (1680 bis 1714) bildete sich in diesem Gebiet das Herzogtum Sachsen-Eisenberg heraus; die jetzige Kreisstadt Eisenberg war unter dem Herzog Christian Residenzstadt.

Eine Übersicht zu den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Saale-Holzland-Kreis.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Landkreises liegt in der Region um Hermsdorf. Auf dem ehemaligen Industriegelände der Tridelta AG wächst ein Branchenmix heran, das sanierte und neu erschlossene Industriegebiet ist zu ca. 70 % belegt. Der Saale-Holzland-Kreis arbeitet auf dem Gebiet der Wirtschaft eng mit der Stadt Jena zusammen. Im Rahmen des JenArea-Projektes gibt es vielfältige wirtschaftliche Beziehungen vor allem zwischen Unternehmen aus Jena und Hermsdorf.

Verkehr

Busverkehr

Der Busverkehr wird im Saale-Holzland-Kreis von der JES Verkehrsgesellschaft mbH übernommen. Die Busse verkehren werktäglich im nahezu gesamten Landkreis.

Schiene

Die erste Bahnstrecke der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft, die im Jahre 1859 von Leipzig nach Gera eröffnet wurde, berührte das heutige Kreisgebiet zunächst nur in der Gemeinde Crossen an der Elster.

Erst 1874 entstand die Hauptstrecke der Saal-Eisenbahn-Gesellschaft im Saaletal von Naumburg über Jena nach Saalfeld. Sie wurde schon zwei Jahre später von der Weimar-Geraer Bahn in Göschwitz gekreuzt, die in Jena West eine eigene Station erhielt.

Die Saal-Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete 1889 von Orlamünde aus eine Querverbindung nach Pößneck (Orlabahn).

Die heutige Kreisstadt Eisenberg hatte schon 1880 eine Anbindung an die Strecke Leipzig–Gera durch die Bahnstrecke Crossen–Porstendorf erhalten, die von der Preußischen Staatsbahn 1905 bis Porstendorf im Saaletal verlängert wurde. Die 1897 weiter nördlich ebenfalls von der KPStE erstellte Verbindung von Camburg nach Osterfeld-Zeitz berührte im heutigen Kreis nur noch die Kleinstadt Schkölen. Auch sie ist wie insgesamt 37 km Strecken stillgelegt worden:

  • 1945: Molau–Camburg, 3 km
  • 1965: Osterfeld–Schkölen–Molau, 4 km
  • 1969: Eisenberg–Bürgel–Porstendorf, 21 km
  • 1998: Crossen–Eisenberg, 9 km

Das Netz umfasste einst 122 km.

Straße

Verkehrsmittelpunkt des Kreises ist das Hermsdorfer Kreuz als Schnittpunkt der Bundesautobahnen 4 und 9.

Von Westen nach Osten durchläuft die Bundesstraße 7 das Kreisgebiet. Aus Jena kommend, führt die B 7 über Bürgel und Eisenberg und verlässt den Landkreis in Richtung Gera. Von Nord nach Süd verläuft die Bundesstraße 88 und führt über Camburg, Dornburg, Jena, Kahla nach Orlamünde und verlässt den Saale-Holzland-Kreis in Richtung Rudolstadt.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am )

Städte
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
² erfüllende Gemeinde für weitere Gemeinden

  1. Bürgel ² (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Graitschen bei Bürgel ()
    2. Nausnitz ()
    3. Poxdorf ()
  2. Dornburg-Camburg ¹ ()
  3. Eisenberg ² (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Gösen ()
    2. Hainspitz ()
    3. Mertendorf ()
    4. Petersberg ()
    5. Rauschwitz ()
  4. Hermsdorf ¹ ()
  5. Kahla ()
  6. Orlamünde ¹ ()
  7. Schkölen ¹ ()
  8. Stadtroda ² (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Bollberg ()
    2. Möckern ()
    3. Quirla ()
    4. Ruttersdorf-Lotschen ()
Gemeinden
  1. Bad Klosterlausnitz (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Albersdorf ()
    2. Bobeck ()
    3. Scheiditz ()
    4. Schlöben ()
    5. Schöngleina ()
    6. Serba ()
    7. Tautenhain ()
    8. Waldeck ()
    9. Weißenborn ()

Verwaltungsgemeinschaften

  • Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft
    • 1. Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg ()
    • Dornburg-Camburg, Stadt * ()
    • Frauenprießnitz ()
    • Golmsdorf ()
    • Großlöbichau ()
    • Hainichen ()
    • Jenalöbnitz ()
    • Lehesten ()
    • Löberschütz ()
    • Neuengönna ()
    • Tautenburg ()
    • Thierschneck ()
    • Wichmar ()
    • Zimmern ()
    • 2. Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen ()
    • Crossen an der Elster * ()
    • Hartmannsdorf ()
    • Heideland ()
    • Rauda ()
    • Schkölen, Stadt ()
    • Silbitz ()
    • Walpernhain ()
    • 3. Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf ()
    • Hermsdorf, Stadt * ()
    • Mörsdorf ()
    • Reichenbach ()
    • Schleifreisen ()
    • St. Gangloff ()
    • 4. Verwaltungsgemeinschaft Hügelland/Täler ()
    • Bremsnitz ()
    • Eineborn ()
    • Geisenhain ()
    • Gneus ()
    • Großbockedra ()
    • Karlsdorf ()
    • Kleinbockedra ()
    • Kleinebersdorf ()
    • Lippersdorf-Erdmannsdorf ()
    • Meusebach ()
    • Oberbodnitz ()
    • Ottendorf ()
    • Rattelsdorf ()
    • Rausdorf ()
    • Renthendorf ()
    • Tautendorf ()
    • Tissa ()
    • Tröbnitz * ()
    • Trockenborn-Wolfersdorf ()
    • Unterbodnitz ()
    • Waltersdorf ()
    • Weißbach ()
    • 5. Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal ()
      (Sitz: Kahla)
    • Altenberga ()
    • Bibra ()
    • Bucha ()
    • Eichenberg ()
    • Freienorla ()
    • Großeutersdorf ()
    • Großpürschütz ()
    • Gumperda ()
    • Hummelshain ()
    • Kleineutersdorf ()
    • Laasdorf ()
    • Lindig ()
    • Milda ()
    • Orlamünde, Stadt ()
    • Reinstädt ()
    • Rothenstein ()
    • Schöps ()
    • Seitenroda ()
    • Sulza ()
    • Zöllnitz ()
    Zu den Begriffen „Verwaltungsgemeinschaft“ bzw. „erfüllende Gemeinde“ siehe Verwaltungsgemeinschaft in Thüringen.

Siehe auch: Liste der Orte im Saale-Holzland-Kreis

Gebietsveränderungen

Gemeinden

  • Auflösung der Gemeinde Gernewitz – Eingliederung nach Stadtroda (12. Oktober 1994)
  • Auflösung der Gemeinden Dothen, Graitschen auf der Höhe, Hainchen, Nautschütz, Rockau und Wetzdorf sowie der Stadt Schkölen – Zusammenlegung zur Stadt Schkölen (1. Januar 1997)
  • Auflösung der Gemeinde Zöthen – Eingliederung nach Dornburg-Camburg (1. April 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Seifartsdorf – Eingliederung nach Silbitz (16. März 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Dorndorf-Steudnitz sowie der Stadt Dornburg/Saale – Eingliederung nach Camburg – Namensänderung zu Dornburg-Camburg (1. Dezember 2008)

Verwaltungsgemeinschaften

  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Gleistal-Gemdental – Eingliederung der Mitgliedsgemeinden in die Verwaltungsgemeinschaft Dornburg (29. Dezember 1994)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Quirla – Stadtroda wird erfüllende Gemeinde für die beiden Mitgliedsgemeinden (20. Oktober 1995)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Stadtroda – Stadtroda wird erfüllende Gemeinde für die andere Mitgliedsgemeinde (20. Oktober 1995)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Auf der Heide – Eisenberg wird am 1. August 1996 erfüllende Gemeinde für Gösen; Eingliederung der zwei anderen Mitgliedsgemeinden in die Verwaltungsgemeinschaft Elstertal, die ihren Namen in Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal ändert (14. März 1996)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Bürgel – die Stadt Bürgel wird erfüllende Gemeinde für die anderen drei Mitgliedsgemeinden (4. Juni 1996)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Wethautal – Bad Klosterlausnitz wird erfüllende Gemeinde für Serba; Eisenberg wird erfüllende Gemeinde für die anderen drei Mitgliedsgemeinden (31. Juli 1996)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Schkölen – Thierschneck wird Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Camburg; Eisenberg wird erfüllende Gemeinde für Mertendorf; Zusammenschluss der anderen sieben Mitgliedsgemeinden zur neuen Stadt Schkölen (1. Januar 1997)
  • Auflösung der VG Camburg – die Stadt Camburg wird erfüllende Gemeinde für die fünf anderen Mitgliedsgemeinden (30. Juni 1999)
  • Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Holzland – Bad Klosterlausnitz wird erfüllende Gemeinde für die anderen neun Mitgliedsgemeinden (30. Juni 1999)
  • Auflösung der VG Dornburg – Zusammenschluss der Mitgliedsgemeinden mit den Gemeinden, deren erfüllende Gemeinde Camburg ist, zur neuen Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg (1. Februar 2005)
  • Die Stadt Schkölen tritt der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal bei, die in Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen umbenannt wird. (1. Januar 2012)

Namensänderungen

  • von Verwaltungsgemeinschaft Hartmannsdorf zu Verwaltungsgemeinschaft Elstertal (11. Oktober 1994)

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Saale-Holzland-Kreis

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