Stadtplan Monheim am Rhein
Stadt
Monheim am Rhein
Rathausplatz 2
40789 Monheim am Rhein

http://www.monheim.de/

Monheim am Rhein

160pxAbb. 1 Wappen von Monheim am Rhein
Basisdaten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kreis Mettmann
Höhe 40 m
Fläche 23.05 km2
PLZ 40789
Vorwahl 02173
Kfz ME
Gliederung 2 Stadtteile
Website www.monheim.de
Bürgermeister Daniel Zimmermann (PETO)

Die Stadt Monheim am Rhein liegt in Nordrhein-Westfalen und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Mettmann im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Geografie

Monheim liegt am Rhein und ist mit rund 43.000 Einwohnern als kleine Mittelstadt die sechstgrößte Stadt im Kreis Mettmann. Im Norden grenzt es an Düsseldorf, im Osten an Langenfeld (Rheinland), im Westen – durch den Rhein getrennt – an Dormagen und Köln sowie im Süden an Leverkusen.

Der Stadtteil Baumberg im Norden gehört ebenfalls der Stadt an. In Monheim befinden sich mehrere Siedlungen wie Blee, ein alter Ortsteil, Zaunswinkel, die Henkelsiedlung, der Sandberg, die LEG (Berliner Viertel) oder das Musikantenviertel in Monheim-Süd und das Österreichviertel im Stadtteil Baumberg.

Klima

Das Klima von Monheim am Rhein entspricht im Wesentlichen dem Klima von Düsseldorf, das nur wenige Kilometer nördlich und ebenfalls in der Kölner Bucht liegt.

Geschichte

Bereits im 10. Jahrhundert wurde der Ortsteil Blee im Zusammenhang mit einem Oberhof für Höfe in Monheim, Richrath und Rheindorf erwähnt.Die erste urkundliche Erwähnung von Monheim erfolgte im Jahre 1150. Während der Herrschaft des Herzogtums Berg befand sich in Monheim der Sitz der Verwaltung des bergischen Amtes Monheim.

Monheim wird 1390 zur Freiheit erhoben. Dies dürfte im Spannungsfeld der Kölner Erzbischöfe und der Bergischen Grafen wegen der strategisch wichtigen Lage am Rhein erfolgt sein.

1275 erhält Monheim von Graf Adolf eine Stadtbefestigung, im Gegenzug zur Befestigung von Worringen durch den Erzbischof.

Schon vier Jahre später muss Graf Adolf die Befestigung wieder schleifen, erst 1415 erhält Monheim eine erneute Befestigung, die nur zwei Jahre Bestand hat. Die letzte Befestigung erfolgte 1423, davon ist der Schelmenturm heute noch erhalten.

1806 hörte das Amt Monheim auf zu bestehen, nachdem Napoleon I. den Rheinbund gegründet hatte. Neu gegründet wurde das Großherzogtum Berg, dort wurde eine Munizipalität Monheim mit Baumberg, Hitdorf und Rheindorf eingerichtet. Die Bürgermeisterei Monheim bestand weiterhin, als nach dem Wiener Kongress 1815 die Rheinprovinz an Preußen vergeben wurde.Von 1904 bis 1908 verkehrte die Gleislose Bahn Monheim–Langenfeld zwischen der Stadt und der Nachbarstadt Langenfeld, danach von 1908 bis 1963 eine Kleinbahn auf Schienen in Normalspur.1929 gehörte Monheim zum neugegründeten Rhein-Wupper-Kreis.1951 kam es zum Zusammenschluss Monheims und Baumbergs zu einer Gemeinde; 1960 schloss sich Hitdorf an, das seit 1857 über eigene Stadtrechte verfügte.Seit 1960 besitzt auch Monheim den Status einer Stadt. Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Monheim im Rahmen der landesweiten Gebietsreform nach Düsseldorf eingemeindet, wobei der Stadtteil Hitdorf abgetrennt und in die Stadt Leverkusen eingegliedert wurde. Nach erfolgreicher Klage vor dem Landesverfassungsgerichtshof in Münster wurde die Stadt am 1. Juni 1976 wieder selbständig. Der frühere Stadtteil Hitdorf verblieb jedoch bei Leverkusen.

Seit dem 15. Oktober 1993 lautet der offizielle Name Monheim am Rhein.

Wappen, Flagge und Logo

Die Stadt führt ein Stadtwappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel sowie ein Logo. Das Recht zur Führung eines Wappens ist der Stadt mit Urkunde vom 4. Januar 1939 vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz verliehen worden.

Wappen

Blasonierung: „In Blau auf grünem Boden stehend eine silbern (weiß) gekleidete barfüßige Jungfrau, die in der rechten einen goldenen (gelben) Blätterzweig hält und den linken Zeigefinger auf den Mund legt; links vor ihr eine nach links laufende silberne (weiße) Gans; im linken Obereck ein silberner (weißer) Schild; darin ein blau gekrönter, gezungter und bewehrter roter Löwe.“

Monheim am Rhein trägt seit 1939 eine Gänseliesel im Wappen, welches von Heraldiker Wolfgang Pagenstecher nach dem Vorbild des Siegels von Amtsvogt Johann Wilhelm Aschenbroich mit der Devise "NOCET ESSE LOCUTUM" (Geschwätz schadet) 1791 entworfen wurde. Zu diesem Symbol tritt das alte Erkennungszeichen, der bergische Löwenschild der früheren Landesherren hinzu.

Flagge

„Die Flagge der Stadt zeigt die Farben grün und weiß mit dem Stadtwappen.“

Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl

Monheim am Rhein belegte 2011 Platz 49 unter den 100 dichtestbesiedelten Gemeinden in Deutschland. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen auf dem Gebiet der Stadt.

Jahr Einwohner
1866 1.600
(ohne Baumberg und Hitdorf)
1950 (22. Jul.) 6.500
(ohne Hitdorf)1
1960 (31. Dez.) 13.6922
1965 (31. Dez.) 21.6982
1970 (31. Dez.) 39.1282
1975 (31. Dez.) 37.3262
(ohne Hitdorf)
1977 (31. Dez.) 38.2132
1980 (31. Dez.) 40.5592
1982 (31. Dez.) 40.5923
1987 (31. Dez.) 40.3903
Jahr Einwohner
1990 (31. Dez.) 42.8241
1992 (31. Dez.) 43.8012
1997 43.0712
2002 43.7492
2007 43.3532
2008 (31. Dez.) 43.5691
(davon 1.054
mit Nebenwohnsitz)
2009 (31. Dez.) 43.2791
(davon 1.084
mit Nebenwohnsitz)
2012 (31. Dez.) 43.2161
(davon 1.126
mit Nebenwohnsitz)
1Gemeinde Monheim mit Baumberg 2Stadt Monheim am Rhein 3Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik

Politik

Bürgermeister

  • 1852–1877 Wilhelm Friesenkoten
  • 1877–1896 Grein
  • 1897–1925 Philip Krischer
  • 1926–1934 Heinrich Schürholz
  • 1934–1945 Josef Grütering (NSDAP)
  • 1945–1946 Hugo Goebel (für Amt Monheim und Gemeinde Monheim, 1946 bis 1970 Amts- und Stadtdirektor)
  • 1946–1951 Peter Oebels
  • 1951–1954 Konrad Thelen
  • 1955–1961 Josef Jenniches (CDU)
  • 1961–1964 Peter Zinzius (CDU)
  • 1965–1974 Heinrich Häck (SPD)
  • 1975–1976 Oberbürgermeister Klaus Bungert (SPD), da Monheim damals Teil von Düsseldorf war
  • 1976–1997 Ingeborg Friebe (SPD)
  • 1997–1999 Hans-Dieter Kursawe (SPD)
  • 1999–2009 Thomas Dünchheim (CDU)
  • seit 21. Oktober 2009 Daniel Zimmermann (PETO)

Kandidaten der Kommunalwahlen

Zur Kommunalwahl am 30. August 2009 stellten sich sieben Bürgermeisterkandidaten:

  1. Daniel Zimmermann (PETO) 30,35 %
  2. Tim Brühland (früher SPD, jetzt CDU) 26,77 %
  3. Ursula Schlösser (SPD, Ratsfraktionsvorsitzende) 19,04 %
  4. Marion Prondzinsky-Kohlmetz (früher CDU, als unabhängige Kandidatin von der FDP unterstützt) 8,83 %
  5. Thomas Kuhl (unabhängiger Kandidat) 7,46 %
  6. Lilo Friedrich (parteilose Ratsfrau, zuvor „Menschen für Monheim“, das sich 2011 aufgelöst hat) 3,86 %
  7. Andrea Stamm (Bündnis 90 / Die Grünen) 3,69 %

Stadtrat

Monheim am Rhein wurde zwischen 1964 und 1998 von der SPD regiert, langjährig mit absoluter Mehrheit.

Von 1999 bis 2009 regierte die CDU, bis 2004 mit absoluter Mehrheit, bis 2009 gemäß der Sitzverteilung im Stadtrat mit wechselnden Mehrheiten.

Seit 2009 regiert PETO mit wechselnden Mehrheiten.

Rat der Stadt Monheim am Rhein: Sitzverteilung und Wähleranteil

Datei:CDU logo.svg|53px|CDUdefault CDUdesc keine

Datei:SPD-Cube.svg|53px|SPDdefault SPDdesc keine Datei:Peto.png|53px|PETOdefault ''PETO''desc keine Datei:Bündnis 90 - Die Grünen Logo.svg|53px|Bündnis 90/Die Grünendefault Bündnis 90/Die Grünendesc keine Datei:Freie Demokratische Partei, Deutschland (logo - 2005).svg|53px|FDPdefault FDPdesc keine Datei:Die Linke logo.svg|53px|Die Linkedefault Die Linkedesc keine Menschen
für Monheim
Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode % % % % % % % %
2009–2014 12 (30,17 %) 8 (20,27 %) 12 (29,56 %) 3 (6,52 %) 3 (6,36 %) 1 (2,74 %) 1 (3,81 %) 40 52,3 %
2004–2009 18 (43,9 %) 11 (28,7 %) 7 (16,6 %) 2 (6,3 %) 2 (4,5 %) 40 56,88 %
1999–2004 20 (50,87 %) 13 (31,18 % 3 (6,33 %) 2 (6,09 %) 1 (2,34 %) 40 56,87 %
1994–1999 17 (37,02 %) 24 (49,54 %) 4 (9,95 %) 45 81,49 %

2013 gehört Monheim am Rhein zu den wenigen deutschen Städten, die keine eigenen Schulden haben.

Partnerstädte

  • Wiener Neustadt (Österreich), seit 1971
  • Tirat Carmel (Israel), seit 1989
  • Delitzsch (Sachsen), seit 1990
  • Bourg-la-Reine (Frankreich), seit 2000
  • Malbork (Marienburg) (Polen), seit 2005

Sehenswürdigkeiten

Schelmenturm

Der 26 Meter hohe Schelmenturm ist das Monheimer Wahrzeichen. Er wurde um 1425 erbaut und war das östliche Stadttor der ehemaligen Befestigungsanlagen der Grafen von Berg. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er als Stadtgefängnis. 1972 wurde der Turm saniert und wird seither als kulturelle Begegnungsstätte genutzt. Im Schelmenturm werden Konzerte gespielt und Kunstwerke ausgestellt, das Standesamt führt hier auch Trauungen durch.

St. Gereon

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Gereon befindet sich nahe dem Alten Markt. Sie wurde 1951–1953 erbaut, der romanische Turm jedoch wurde um 1300 errichtet.

Marienkapelle

Die Marienkapelle ist eine spätgotische Wallfahrtskapelle von 1514.

Deusser-Haus

Das Deusser-Haus, benannt nach August Deusser, wurde um 1848 erbaut und liegt südlich der Marienkapelle. Das Herrenhaus beheimatet heute das Museum des Heimatbundes Monheim e. V.

Haus Bürgel

Das Archäologische Museum Haus Bürgel zeigt Ausstellungen über die römische Geschichte Monheims. Außerdem existieren verschiedene Veranstaltungsstätten für Kulturelles. Es wurde 1019 erstmals als castrum in Burgela erwähnt. Es ist ein Rest eines spätrömisches Kastells Burungum aus dem 4. Jahrhundert. Einige Mauerreste aus römischer Zeit sind erhalten geblieben. Interessanterweise stand Haus Bürgel früher auf der anderen Rheinseite, bevor sich der Fluss ein neues Bett suchte. Es gehörte zur Stadt Zons. Im Hof des Hauses Bürgel stand die Maternuskirche, die für den Bereich Zons zuständig war. Heute werden im Haus Bürgel römische Fundstücke ausgestellt. Außerdem befindet sich dort die biologische Station für das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe.

Marienburgpark

Der Marienburgpark, vermutlich vor 1880 angelegt, ist der Schlosspark, der die 1879–1880 erbaute, im Privatbesitz befindliche Marienburg Monheim umgibt. Er dagegen ist im städtischen Besitz und öffentlich zugänglich. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Euroga plus 2002 wurde er saniert und 2004/2005 schließlich in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen.

Gänselieselbrunnen

Der Gänselieselbrunnen mit zwei wasserspeienden Gänsen steht vor dem Rathaus. Er wurde 1937 aus Bronze vom Düsseldorfer Bildhauer Julius Haigis gestaltet. Seit 1955 bildet jährlich eine lebendige Gänseliesel zusammen mit der Sagengestalt des Spielmanns das Traditionspaar der Rheingemeinde.

Josefskapelle

Die Josef-Kapelle stammt aus dem Jahr 1707 und befindet sich am Vogtshof an der Bleer Straße. Sie steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Sie ist die kleinste Kirche in Monheim und die einzige nutzbare Hofkapelle im Rheinland. Dank des im Jahre 2000 gegründeten Fördervereins und einer umfassenden Restaurierung ist sie seit 2002 wieder für die Bürger geöffnet.

Schulen

In Monheim befinden sich sechs Grundschulen und fünf weiterführende Schulen.

Von den sechs Grundschulen befinden sich im Stadtteil Monheim die Gemeinschaftsgrundschulen Astrid-Lindgren-Grundschule, Hermann-Gmeiner-Schule und die Schule am Lerchenweg sowie die katholische Lottenschule. In Baumberg bestehen die Gemeinschaftsgrundschule Armin-Maiwald-Grundschule mit Standorten an der Humboldstraße und an der Geschwister-Scholl-Straße, nachdem die beiden früher eigenständigen Grundschulen Humboldt-Schule und die Geschwister-Scholl-Schule zu einer Grundschule zusammengefasst worden sind, sowie die katholische Winrich-von-Kniprode-Grundschule (Baumberg).Der zweite Standort Grundschule wird ab dem Schuljahr 2013/14 aufgegeben und alle Schüler wechseln an die Humboldtstraße.Die Armin-Maiwald-Schule an der Humboldtstraße wird darum um einen Anbau ergänzt, der ab Januar 2013 erstellt wird.

Die Anton-Schwarz-Hauptschule und die Lise Meitner-Realschule, von der von 1975 bis 1987 eine Filiale in Baumberg existierte bilden seit dem Schuljahr 2012/13 keine neuen Klassen in der 5. Jahrgangsstufe mehr und werden nach dem Schuljahr 2016/17 nicht mehr bestehen.

Die Peter-Ustinov-Gesamtschule, eine zum Schuljahr 2012/13 neugegründete Sekundarschule und das Otto-Hahn-Gymnasium werden weitergeführt.

Des Weiteren ist Monheim der Schule für Sprachbehinderte im Kreis Mettmann: Leo-Lionni-Schule an der Geschwister-Scholl-Straße in Baumberg, die am Standort der früheren Comenius-Schule (Sonderschule) an der Krischerstraße eine Dependance hat. Am Hauptstandort der Leo-Lionni-Schule in Baumberg werden seit Januar 2011 auch die Schüler der früheren Pestalozzischule aus Langenfeld unterrichtet. Ab dem Schuljahr 2013/14 wird auch der Hauptstandort der Förderschule Paul Maar-Schule aus Hilden, der dort auf dem Gelände der Graf-Recke-Stiftung ansässig ist, in das Schulgebäudes an der Geschwister-Scholl-Straße in Baumberg verlegt werden und dort bis 2017 die Hälfte der Fläche nutzen können. 2017 soll das Schulgebäude an der Geschwister-Scholl-Straße abgerissen werden.

Kontroverse um die Einrichtung einer Sekundarschule

Der Stadtrat fasste 2011 mit einer Mehrheit von PETO, SPD und FDP den Beschluss, eine Sekundarschule durch Zusammenschluss von Haupt- und Realschule zum Schuljahr 2012/13 zu gründen.

Eine Elterninitiative zum Erhalt der Realschule sammelte daraufhin ungefähr 2.500 Unterschriften, so dass ein Bürgerentscheid über den Erhalt der Realschule durchgeführt werden musste, bei dem alle in Monheim am Rhein wohnhaften EU-Bürger ab einem Alter von 16 Jahren stimmberechtigt waren.

Da der von der CDU unterstützte Bürgerentscheid für den Erhalt der Realschule am 13. November 2011 mit 4750 Befürwortern und 2569 Nein-Stimmen am Quorum von 6560 Ja-Stimmen (20 % der Stimmberechtigten) scheiterte, laufen die Anton-Schwarz-Hauptschule und die Lise-Meitner-Realschule in den nächsten Jahren aus, da sie keine neuen Eingangsklassen mehr bilden. Mit dem Schuljahr 2012/13 nimmt die neu gegründete Sekundarschule die Schüler mit Haupt- und Realschulempfehlung sowie interessierte andere Schüler auf und kooperiert dabei mit dem Otto-Hahn-Gymnasium. Monheim verfügt dadurch ab dem Schuljahr 2017/18 nur noch über drei statt fünf weiterführenden Schulen.

Erwachsenenbildung

Im Rheinpark Monheim befindet sich die private Akademie für Unternehmensmanagement.

Verkehr

Die Stadt ist aufgrund ihrer Lage am Rhein, umgeben von einem dichten Autobahnnetz und in der Nähe von zwei Großflughäfen (Düsseldorf und Köln/Bonn) leicht erreichbar. Somit ist Monheim gut an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen.

Monheim liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn 59. Zudem ist die A 3 innerhalb von etwa fünf Minuten über die A 542 zu erreichen.

Im Öffentlichen Personennahverkehr verkehren in Monheim einige Buslinien in die Nachbarstädte. Sie werden von den Bahnen der Stadt Monheim betrieben. Letztere betreibt auch noch ein 9,2 km langes Gleisnetz für den Gütertransport und gelegentliche Sonderfahrten mit einem Gesellschaftswagen vom Betriebshof aus. Die Haltestellen Langenfeld (Rhld), Langenfeld-Berghausen und Düsseldorf-Hellerhof Leverkusen-Mitte der S-Bahn-Linie S 6 (Köln–Düsseldorf–Essen) befinden sich in der Nachbarstadt und sind jeweils mit einer der Buslinien 777, 789, 790, 791, 795 SB79 233 erreichbar. Die Stadt Monheim und ihr Verkehrsunternehmen gehören sowohl zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als auch zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Köln gilt der Tarif des VRS, bei Fahrten in Richtung Düsseldorf und den Nachbarorten im Kreis Mettmann der Tarif des VRR.

Kultur

Marke Monheim

Als größter Kulturveranstalter in Monheim zeichnet der Verein Marke Monheim für Konzerte, Kabarett-Veranstaltungen, Theateraufführungen u.v.m. verantwortlich.

Marienkapelle

Unter der Schirmherrschaft von Dr.Ulla Hahn und Dr.Klaus von Dohnanyi veranstaltet der Marienkapellen-Verein jeden ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr ein etwa einstündiges Konzert bei freiem Eintritt in der Marienkapelle. Die künstlerische Leitung hat Oliver Drechsel.

Sojus 7

Im Sojus 7 finden Veranstaltungen der Jugendkultur statt.

Freilichtbühne

Auf der Freilichtbühne werden Filme im Open-Air-Kino vorgeführt und es werden Freilichttheateraufführungen dargeboten.

Im Marienburgpark sieht man Freilichtopern und kann das Festival im Spiegelzelt besuchen.

Theateraufführungen

Die Aula im Otto-Hahn-Gymnasium am Berliner Ring bietet Theateraufführungen von Tourneetheatern, die angrenzende „Kulisse“ dient der Bewirtschaftung der Gäste, kann aber auch gemietet werden. Seit dem Herbst 2009 findet einmal wöchentlich eine Kinoaufführung statt.

Die von Emil Drösser konzipierte Operette „Napoleon en Monnem“ zum 30-jährigen Bestehen des Panikorchester Monnem am Rhing 2008 war ein humoriger Rückblick auf die Monheimer Stadtgeschichte und ein großer Erfolg vor 3.500 Zuschauern.

Brauchtum

Seit 1955 bildet jährlich eine Gänseliesel zusammen mit der Sagengestalt des Spielmanns das „Traditionspaar“ der Rheingemeinde.

Bürgerhaus Baumberg

Im Bürgerhaus Baumberg werden Tauschbörsen und Bürgerfeste veranstaltet. Außerdem treten dort Comedians auf.

Drehort

Monheim am Rhein ist Hauptdrehort für das fiktive Städtchen Büdringhausen im Münsterland der ARD-Fernsehserie Heiter bis tödlich: Henker & Richter, die seit dem 10. November 2011 mit zunächst 16 Folgen jeweils am Donnerstag um 18:50 Uhr ausgestrahlt wurde. Nur ein kleiner Teil der Szenen wird in Haltern am See gefilmt. Auch Szenen für den Film Satte Farben vor Schwarz wurden in Monheim gedreht. Die ersten vier Staffeln der RTL-Serie Die Camper wurde auf dem Campingplatz Gut Oedstein abgedreht. Diverse Sendungen wurden in den Infostudios in Monheim-Baumberg gedreht.

Ulla-Hahn-Autorenpreis

Seit dem Jahr 2012 wird zweijährlich der nach der Monheimer Autorin Ulla Hahn benannte und mit 6.000 Euro dotierte Ulla-Hahn-Autorenpreis verliehen. Die erste Preisträgerin war die Lyrikerin Nadja Küchenmeister, die für ihren Gedichtband Alle Lichter ausgezeichnet wurde.

Freizeit

Schwimmbad

Das stadteigene Schwimmbad mona mare besteht aus einem mit einem Außenbecken kombiniertem Hallenschwimmbad, das durch einen Sauna- und Wellnessbereich sowie eigene Gastronomie ergänzt wird.

Grünflächen

Es gibt in Monheim verschiedene Grünflächen, die der Erholung, der Freizeitgestaltung und Sport dienen.
Hundefreilaufflächen sind in den folgenden Gebieten ausgewiesen: an der Kapellenstraße, an der Alfred-Nobel-Straße, auf einer eingezäunten Fläche am Wendehammer Grunewaldstraße, auf der Baumberger Bürgerwiese und in einem Gebiet nordöstlich der Bonhoefferstraße und der Ulrich-von-Hassell-Straße, die im Norden durch die Kleingartenanlage Baumberger Feld begrenzt ist sowie sich im Osten bis zur Gartenanlage Holzweg und im Süden bis zum Holzweg erstreckt. Im übrigen Stadtgebiet gilt Leinenzwang.

Wälder

Der Knipprather Wald, der an Langenfeld grenzt, eignet sich für Reiten (eigene Reitwege), Fahrradfahren, Joggen und Spaziergänge.

Der Knipprather Wald ist seit Anfang der 1980er Jahre von einer Bahnstrecke der Bahnen der Stadt Monheim durchzogen, die am früheren Standort der 1987 stillgelegten Raffinerie der Shell beginnt und dann durch ein Industriegebiet bis zum Wald führt.

Ursprünglich verlief die Bahnstrecke entlang der Krischerstraße und Opladener Straße nördlich der Siedlung in Monheim-Süd.

Rheindeich

Außerdem wird der Rheindeich gerne von Spaziergängern, Fahrradfahrern und Joggern genutzt.

Karneval

Wie überall im Rheinland feiern in Monheim und im Stadtteil Baumberg viele Menschen Karneval. Es gibt mehrere Vereine. Der älteste ist die Große Monheimer Karnevalsgesellschaft 1902 e. V., auch als Gromoka bekannt.

Baumberg erlebt am Karnevalssonntag einen Veedelszoch, in dem wie bei den Kölner Veedelszöch die Fußgruppen dominieren und den die Baumberger unter sich feiern. Durch Monheim fährt am Folgetag der Rosenmontagszug mit mehreren Karnevalswagen und vielen auswärtigen Besuchern.

Die Monheimer Schwalbenjecken e. V. organisieren jedes Jahr am Samstag vor Rosenmontag die Schunkelnde Sandberghalle, dort wird die Örtliche Turnhalle der Peter-Ustinov Gesamtschule für die Veranstaltung umgebaut. Bei der Kostümsitzung traten schon viele Top Acts des Rheinischen Karnevals auf. wie z. B. Brings oder Ne Knallkopp alias Dieter Röder.

Einkaufen

Die Geschäfte in Monheim am Rhein konzentrieren sich hauptsächlich im Rathaus-Center I und II (8.500 m²) sowie dem Monheimer Tor (7.000 m²) und dessen näherer Umgebung: dem Ernst-Reuter-Platz, der Krischerstraße und der Alten Schulstraße. Im Stadtteil Baumberg gibt es das Einkaufszentrum am Holzweg sowie die Hauptstraße als Haupteinkaufstraße. Insgesamt ist die Infrastruktur wenig spezialisiert, Hauptaugenmerk sind Waren des täglichen Bedarfs.

Auf der andere Seite des Kreisverkehres, der für einen zwischen Monheim und Baumberg angesiedelten Baumarkt (Hellweg) gebaut worden ist, ist im Jahre 2010 der im unteren Preissegment agierende Möbelmarkt Poco in der Nähe des Wertstoffhofes am Knipprather Busch neu errichtet worden.

Wirtschaft

Bekannte Unternehmen in Monheim am Rhein sind die apt Hiller GmbH, die apt RhenAL GmbH, die Konzernzentrale der Bayer CropScience AG (das ehemalige Landwirtschaftszentrum der Bayer AG) und das Spezialchemie-Unternehmen BASF Personal Care and Nutrition GmbH, die EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG, die Jenoptik Robot GmbH, das belgische Pharmaunternehmen UCB S.A. (ehemals Schwarz Pharma), die Thum+Mahr GmbH, die UNIFERM GmbH & Co. KG, die deutsche Zentrale von Ecolab, die TML Technik GmbH, die Schukat electronic Vertriebs GmbH, die Odermath Stahlwerkstechnik GmbH sowie die InovisCoat GmbH. Das städtische Strom- und Gasunternehmen MEGA (Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH), das ein Gemeinschaftsunternehmen von Monheimer Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, Monheim am Rhein, (50,1%) und der Stadtwerke Düsseldorf AG (49,9%) ist, machte im Jahr 2012 einen Umsatz von 37,3 Mio. Euro.

Durch das Gebiet der Stadt führt auch die CO-Pipeline der Bayer AG zum Transport von Kohlenstoffmonoxid zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen, gegen deren Inbetriebnahme sich starker Widerstand formiert hat. Der Stadtrat stimmte mit Ausnahme der SPD-Fraktion für eine Resolution gegen die CO-Pipeline. Im Mai 2011 wurde ein Kunstwerk gegen die CO-Pipeline aufgestellt, das ein Rohr mit Knoten darstellt. Auf der dazugehörigen Infotafel bestätigen alle im Stadtrat vertretenen Parteien (incl. SPD), dass sie gegen die CO-Pipeline sind.

Der Gewerbesteuersatz wurde im April 2012 auf 300 Punkte gesenkt und dürfte damit der niedrigste in Nordrhein-Westfalen sein. Seit Juni 2013 ist die Stadt schuldenfrei. Bis 2017 soll aus den Haushaltsüberschüssen eine Rücklage von 100 Mio. Euro aufgebaut werden, damit konjunkturelle Schwankungen ausgeglichen werden können. Eine weitere Senkung des Gewerbesteuersatzes auf 285 Punkte ist für 2014 geplant.

Sport

In Monheim am Rhein gibt es mehrere Sportvereine, die Fußballvereine 1.FC Monheim (Landesliga) und die Sportfreunde Baumberg (Oberliga Niederrhein), die SG Monheim (Leichtathletik, Handball), die BG Monheim (Basketball) und die SG Monheim Skunks (Skaterhockey). Die SG Monheim richtet seit 2004 jährlich den Rheinbogenlauf aus. Dieser Volkslauf umfasst einen Halbmarathon, einen Lauf über 5 km, sowie Nordic Walking und Walking. 2006 nahmen 222 Läufer und Läuferinnen am Halbmarathon und 96 am 5 km Lauf teil. Neben den drei Tennis-Clubs Blau-Weiß-, Rot-Gelb Monheim und dem Baumberger TC finden sich auch die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1350 Monheim e. V. und die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Baumberg 1900 e. V., die Paintballhalle Monheim (größte Paintballhalle zwischen Köln und Düsseldorf) und Inter Monheim, ein multikultureller Sportverein, sowie ein Bowlingcenter in Monheim-Baumberg mit 22 Bowlingbahnen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Stadtfest bietet Ende Mai mit dem Trödelmarkt Gänselieselmarkt, einer Kirmes und einem verkaufsoffenen Sonntag einen Treffpunkt für mehrere tausend Besucher.
  • Am ersten Samstag im Juni gibt es seit 2007 das Badewannenrennen in der Monheimer Altstadt.
  • Das Mondscheinkino findet seit 2005 im August auf der Freilichtbühne an der Kapellenstraße statt.
  • Das Sonnenwendfest findet jedes Jahr auf Bürgerwiese im Juni statt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Monheim am Rhein hat bisher keine Ehrenbürger ernannt.Die höchste Auszeichnung von Monheim am Rhein ist der Ehrenring.

Träger des Ehrenringes

  • Hans Barwitzius (1914–2005), ehemaliger Bürgermeister von Wiener Neustadt (1991)
  • Ingeborg Friebe, 1976–1997 Bürgermeisterin von Monheim am Rhein, 1990-1995 Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtages (1996)
  • Hans Kurt Peters (1914–2004), Ehrenvorsitzender des Heimatbunds (2000)
  • Rolf Schwarz-Schütte (* 1920), Seniorchef der Schwarz Pharma AG (2000)
  • Karl König, 1979–2009 stellvertretender Bürgermeister (2003)
  • Emil Drösser, Maestro des Panikorchesters Monnem am Rhing (2003)
  • Martin Brüske, stellvertretender Bürgermeister 1969-1974 (2009)
  • Eli Fedida, stellvertretender Leiter der Shifman High School in Tirat Carmel (2009)

In Monheim am Rhein geborene Persönlichkeiten

  • Winrich von Kniprode (1310–1382), Hochmeister des Deutschen Ordens
  • Hester Jonas (um 1570–1635), sogenannte Hexe von Neuss
  • Olaf Breidbach (* 1957), Wissenschaftshistoriker (Universität Jena)
  • Wolfgang Schmitt (* 1959), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Jan-Gregor Kremp (* 1962), deutscher Schauspieler
  • Joachim Schlömer (* 1962), Tänzer, Choreograf und Regisseur (Stadttheater Freiburg und Heidelberg)
  • Reiner Heugabel (* 1963), ehemaliger Ringer
  • Stefan Jeworski (* 1966), Sänger und Songwriter, lebt in Monheim am Rhein
  • Andreas Kaiser (Fußballspieler) (* 1964), deutscher Fußballspieler

Mit Monheim am Rhein verbunden

  • Franz Boehm (1880–1945), katholischer Priester und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
  • August Deusser (1870–1942), Maler und Kunstpolitiker, lebte 1906 bis 1912 in Monheim am Rhein
  • Hans Schweizer (1925–2005), Bildhauer und Maler, lebte von 1954 bis 2005 in Monheim am Rhein
  • Holger Franke (* 1955), Schauspieler, lebt in Monheim am Rhein
  • Klas Ewert Everwyn (* 1930), Schriftsteller, lebt seit 1981 in Monheim am Rhein
  • Ingeborg Friebe (* 1931), frühere Landtagspräsidentin von Nordrhein-Westfalen, lebt in Monheim am Rhein
  • Ulla Hahn (* 1946), Schriftstellerin, schrieb ein Buch über ihre Kindheit in Monheim
  • Lilo Friedrich (* 1949), früheres MdB, lebt in Monheim am Rhein
  • Oliver Drechsel (* 1973), Konzertpianist und Komponist, lebt in Monheim am Rhein
  • Stefan Kießling (* 1984), Fußballspieler, lebt in Monheim am Rhein
  • Shelley Ann Thompson (* 1984), deutsche Fußballspielerin in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg, wuchs in Monheim auf
  • Jürgen Schulte (*1967), Produzent (ARD, Hart aber fair), Besitzer von 2 Produktionsfirmen, lebt in Monheim am Rhein
  • Philipp Wagner (* 1973), deutscher Herpetologe, in Monheim am Rhein aufgewachsen und zur Schule gegangen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Monheim am Rhein

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.

Deutschlandkarte
Stadtplan Monheim am Rhein